Das Düsenstrahlrohr (Auslauf), im Aquarianer- Jargon oft als „Rechen“ bezeichnet, besteht aus zwei zusammensteckbaren Teilen und ist leider nicht ausziehbar. Somit ist das Rohr nicht für alle Aquariengrößen optimal einsetzbar, wenn es nicht vorher auf die richtige Länge zugeschnitten wird. Der Verschluss des Rechens war nach etwa einem Jahr bei fast allen Modellen, die ich in Betrieb hatte, ausgeleiert; ich ersetzte ihn erfolgreich durch einen kleinen Gummistopfen. Die Saugnäpfe werden mit kurzen und langen Rohr- Clips geliefert. In Kombination mit jeweils zwei Winkelstücken und Verlängerun- gen garantiert dies bei der Montage genügend Spielraum für eine optimale Befestigung. Ein Breitstrahlrohr vervollständigt das mitgelieferte Kleinteile-Sortiment. Der CristalProfi e1901 ist als einziger Filter der Reihe mit vier Rollen ausgestattet. Bei seiner Größe erleichtern sie die Bedienung ungemein, da der Topf sich bequem in einen Aquarienschrank hineinschieben und herausziehen lässt. Immerhin bringt der Filter in gefülltem Zustand stolze 17 Kilogramm auf die Waage. Die Serie zeichnet sich durch ihre stromsparende Bauweise aus. So beläuft sich die Stromersparnis gegenüber dem Vorgängermodell beim e701 auf 31, beim e901 auf 27 und beim e1500 auf satte 43 Prozent. Für die neuen Modelle e401 und e1901 gibt es keine Vergleichswerte, da es diese Größen in der Vorgängerreihe nicht gab. Man kann aber erwarten, dass die stromsparende Bauweise beim kleinsten Modell am wenigsten, beim größten am meisten zum Tragen kommt. Die effektiven Förderleistungen – nach Einsatz der Filtermassen und mit 1,5 Meter langen Schläuchen – belaufen sich beim e1901 auf 1.100 bis 1.200, beim e1501 auf 800 bis 900, beim e901 auf 380 bis 450, beim e701 auf 350 bis 400 und beim e401 auf 200 bis 250 l/h. Der geringe Stromverbrauch resultiert im Wesentlichen aus den verwendeten Filtermassen und der Bauweise des Rotors. Bei der Wahl der Filtermaterialien wurde darauf geachtet, den Durchflusswiderstand so gering wie möglich zu halten. Statt der üblichen Röhrchen kommen beispielsweise die weniger Reibung bietenden JBL-MicroMec-Biofilterkugeln zum Einsatz. Greenline-Rotoren besitzen nur drei anstelle der sonst üblichen sechs Flügel. Sie sind vom Magneten her größer als die Standardrotoren; daraus folgt, dass sie nicht in die Pumpenköpfe der Standardserie passen. Auch die Rotorenflügel der zweiten Außenfiltergeneration wurden weiter verbessert. Sie sind schmaler und anders geformt als die der ersten Generation. Pumpenköpfe arbeiten nach dem Prinzip der sogenannten Synchronmotoren. Das sind Synchronmaschinen im Motorbetrieb, bei denen ein konstant magnetisierter Läufer (Rotor) synchron von einem bewegten magnetischen Drehfeld im umgebenden Stator mitgenommen wird. Der laufende Motor hat eine zur Wechselspannung synchrone Bewegung – die Drehzahl ist also über die Polpaarzahl mit der Frequenz der Spannung verknüpft. So oder ähnlich ist das in jedem Lexikon nachzulesen. Die Pumpenköpfe der hier beschriebenen Filter haben die Polpaarzahl 1. Das bedeutet, dass sie feste Umdrehungen je Minute aufweisen, die sich abhängig von der Frequenz des Wechselstroms (50 Hz) wie folgt errechnen: 60 sec. x 50 Hz / 1 (Polpaar) = 3.000 Umdrehungen je Minute. Leistungsverluste bei einem Außenfilter gehen daher niemals auf fehlende Leistung der Pumpenköpfe zurück; der Rotor wird entweder mit 3.000 Umdrehungen bewegt, oder der Pumpenkopf steht, dazwischen gibt es nichts! Geht die Filterleistung zurück, ist das in der Regel auf Verschmutzung, Ablagerungen oder die Entwicklung von Biofilmen in den Schläuchen zurückzuführen. Die Leistung, die ein Gerät erbringt oder verbraucht, errechnet sich gemäß der Formel P = U * I. Dabei sind P die elektrische Leistung, angegeben in Watt [W], U die Spannung in Volt [V] und I die Stromstärke in Ampere [A]. Im Wechselstrombetrieb kommt ein weiterer Faktor hinzu, die Phasenverschiebung, cos φ (Cosinus Phi). Die Formel sieht dann so aus: P = U * I * cos φ. Der Wert für cos φ kann minimal 0 und maximal 1 betragen. Bei cos φ = 0 steht das Gerät, das heißt, es funktioniert nicht, bei cos φ = 1 hat man einen verlustfreien Verbraucher. Die Energieeinsparung der Greenline- Filter resultiert aus der Verringerung der Phasenverschiebung (Annäherung von cos φ an 1); das bedeutet, dass die Filter den Strom effektiver nutzen als die Vorgängermodelle. Die Standzeiten der Filter bewegen sich in vertretbarem Rahmen; eine Schwachstelle waren in der Vergangenheit die beiden seitlichen Schwämmchen im oberen Korb, die sich bei mir immer zuerst zusetzten. Das wurde nun verbessert. Die neuen Schwämme sind auch unten mit einem Sägezahnprofil versehen, sodass sie optimal eingepasst im Korb liegen. Der obere Filterkorb schloss bei den Modellen der ersten Greenline-Generation zum Pumpenkopf mit einer rechteckigen, filigranen Dichtung ab, bei deren Anblick sich bei mir eine gewisse Skepsis bezüglich des Handlings und vor allem der Haltbarkeit breitmachte. Sehe ich vom nötigen Fingerspitzengefühl beim Einbau einmal ab, verhielt sich der Gummiring jedoch im Betrieb wider Erwarten störungsfrei. Nach nunmehr fast zwei Jahren im Wasser sind die Ringe zwar deutlich nachgehärtet, versehen aber in allen sechs Filtern noch reibungslos ihren Dienst. In den neuen Greenline- Modellen sucht man diese Dichtung vergebens. JBL hat die Passgenauigkeit des Filterkopfes auf den Filterkorb so optimiert, dass auf eine Gummidichtung verzichtet werden kann. Fazit: Mit der Greenline- Reihe hat JBL schon vor einigen Jahren einen Schritt in die richtige Richtung getan. In ihrer Performance stehen die Filter dem bisherigen Stand der Technik in nichts nach – und das bei weniger Stromverbrauch. In den Modellen der zweiten wurden einige Schwachstellen der ersten Generation beseitigt und die Technik verbessert. Der CristalProfi e1901 schließt eine bestehende Lücke, denn der e1501 war für Becken über 500 Liter Volumen leider etwas unterdimensioniert. Ob er den CristalProfi e401 allerdings wirklich benötigt, muss der Verbraucher letztlich selbst entscheiden, denn Aquarien in entsprechenden Größen werden meist mit Innenfiltern betrieben. Und da sich die JBL-Innenfilter der Greenline-Serie ebenfalls nicht verstecken müssen, bedeutet das für den kleinsten der Reihe starke Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Rainer Nusser

JBL GmbH & Co. KG (www.jbl.de) JBL CristalProfi e1901 greenline, Außenfilter, geschlossenes Wasserkreislaufsystem für Aquarien von 200 bis 800 l; komplett ausgestattet und anschlussfertig, eingebaute Schnellstart-Einrichtung, Filterstart ohne Wasseransaugen, einfacher Zusammenbau; extreme Laufruhe bei 1.900 l/h Pumpenleistung; patentiertes Vorfiltersystem, hohe biologische Filterleistung mit 15 l Volumen, Wasserstopp, Schlauchanschlüsse um 360 Grad drehbar, einfach wechselbare Filtermassen; TÜV-geprüft, sicher und energieeffizient. Im Lieferumfang: Schläuche, 19/25-Rohre, Ansaugkorb, Winkel, Saughalter, Filtermassen (Biofilterkugeln, Biofilterschaum). Maße (L x B x H) 200 x 235 x 564 mm. Empfohlener Verkaufspreis: 262,50 € JBL CristalProfi e401 greenline für Aquarien von 40 bis 120 l; 450 l/h Pumpenleistung, 4,6 l Volumen. Lieferumfang wie oben. Maße 180 x 210 x 284 mm. Empfohlener Verkaufspreis: 91,95 €