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leserbriefe
Betrifft: „Anspruchsvolle Weichkoralle“ (DATZ 4/2013)
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Ein aufmerksamer Leser wies uns darauf hin, dass in dem Artikel von Paul-Gerhard-Rohleder über Cespitularien (April-Ausgabe, Seiten 48 bis 53) leider nur kaum oder nicht vollständig geöffnete Exemplare dieser attraktiven Weichkorallen abgebildet sind.
Der Leser hat Recht; deswegen drucken wir hier ein weiteres Foto, das eine entfaltete Cespitularia sp. in ihrer ganzen Schönheit zeigt.      Redaktion

 
Betrifft: „Igelfisch“ (DATZ 3/2013)
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Eine kleine Anmerkung zu dem „Igelfisch“-Beitrag in der März-Ausgabe („Steinbeißer“): Das dort veröffentlichte Foto zeigt nicht Cobitis taenia, sondern die nah verwandte und leicht mit unserem Steinbeißer zu verwechselnde Art C. elongatoides. Vergleiche hier­­zu etwa die Abbildungen in dem Standardwerk von Maurice Kottelat & Jörg Freyhof, „Handbook of European Freshwater Fishes“ (2007); dort ist auf Seite 315 C. taenia und auf Seite 307 C. elongatoides abgebildet.    Eliseo García Lescún
Unser aufmerksamer Leser E. G. ­Lescún hat natürlich Recht; hier also ein Foto von Cobitis taenia.    Redaktion

 
Hotel Mama
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Für ihre Fortpflanzung haben viele Fische Strategien entwickelt, die ihrem Nachwuchs eine möglichst hohe Überlebenschance bieten sollen. Einige vertrauen der gut bekannten Maulbrutpflege, bei der die Eier, auch die Jungfische, noch längere Zeit in der Mundhöhle eines der beiden Elterntiere bleiben. Mithilfe von Schaumnestern schützen viele Labyrinthfische ihre Brut vor Fressfeinden. Der Spritzsalmler zeigt eine besonders eigenwillige Art der Fortpflanzung: Er „deponiert“ seine Nachkommen an Pflanzen oberhalb der Wasserlinie.
Der Neonreisfisch (Oryzias woworae) hat sich für „Laichpakete“ entschieden. Die Eier werden vom Weibchen nach der Befruchtung noch einige Zeit in Form einer Traube am Körper getragen. Selbst durch hektische Schwimmbewegungen lässt sich der klebrige Laich nicht abschütteln. Erst wenn die Umweltbedingungen optimal scheinen, streift das Tier seinen Nachwuchs an feinfiedrigen Pflanzen oder Torffasern ab. Dann ist es vorbei mit „Hotel Mama“, und die Kleinen müssen ihren weiteren Weg durch das Leben selbst finden.
Da die winzigen Eier im dichten Pflanzengestrüpp kaum zu erkennen sind, „ernten“ erfahrene Züchter die Laichpakete schon zuvor mithilfe eines feinen Pinsels und ziehen die Jungen getrennt von den Eltern auf.    Roland Schreiber

 
Betrifft: „Hermy“ (DATZ 4/2013, Magazin)
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Bei der Lektüre des Artikels von Reinhold Wawryzinski über „‚Hermy‘, das neue Heimtier?“ fiel einem DATZ-Leser ein, dass er sich schon vor ungefähr 30 Jahren darüber gewundert hatte, dass in etlichen Zoohandlungen Landeinsiedlerkrebse mitsamt „Plastik-Palmen-Gehege“ verkauft wurden. Damals hießen die Tierchen – mancherorts jedenfalls – „Heini“ und kosteten einen „Heiermann“, also fünf D-Mark. Schalen von Schnecken als „Häuschen“ waren ebenfalls käuflich zu erwerben.
Ob es sich damals um dieselbe(n) Art(en) handelte wie bei den neuerdings erhältlichen Tierchen, wusste unser Leser nicht mehr, erinnerte aber bei dieser Gelegenheit daran, dass Landeinsiedler (wie Einsiedlerkrebse überhaupt) ihren weichen „Hintern“ nicht nur nach den Häutungen in einem schützenden Gehäuse verbergen, sondern immer. Zu diesem Zweck greifen sie in der Natur grundsätzlich – nicht „auch“ – auf Schneckenschalen zurück; dass sie andere Gegenstände, die von der Form und ­Größe her passen, benutzen, ist eher die Ausnahme.
Schließlich erläuterte unser Anrufer noch, dass es keineswegs so schlimm sei, Landeinsiedler einzeln zu halten, im Gegenteil: Wohl die meisten dieser Zehnfußkrebse sind untereinander nämlich ziemlich aggressiv, sodass eine solitäre Pflege sogar ganz sinnvoll sein kann.
Grundsätzlich, so stimmte der Leser dem Beitrag aber zu, ließe sich an der Art und Weise, wie die Tiere feilgeboten werden, durchaus Kritik üben. Aber im Zuge einer ­immer kommerzialisierteren Aqua- und Terraristik und vor dem Hintergrund des nach wie vor anhaltenden „Wirbellosen-Hype“ sei es doch gar nicht verwunderlich, dass Geschäftemacher keine sich bietende Gelegenheit auslassen.
Und schließlich: Alles wiederholt sich, was regen wir uns also eigentlich auf?    Redaktion

 
Entscheidungshilfe für Wohnzimmeraquarium
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Sehr geehrte Redaktion,
seit einer Woche steht mein neues Aquarium – 250 x 70 x 60 Zentimeter (L x B x H) – auf einem Schrank im renovierten Wohnzimmer. Es soll ein Pflanzenbecken werden, besetzt mit wenigen Fischen.
Etwas unsicher bin ich bezüglich der Beleuchtungsabdeckung. Bleibt das Becken offen, kommt es wahrscheinlich zu starker Verdunstung und hohem Wasserverbrauch. Bildet sich vielleicht sogar Schimmel in dem Raum? Decke ich das Aqua­rium mit Scheiben ab, habe ich feuchte, verkalkte Scheibenunterseiten und dadurch Lichtverlust für die Pflanzen.
Ein weiteres Problem ist das unter dem Aquarium aufzustellende Filterbecken, hier bin ich ein „gebranntes Kind“: In den vergangenen Wochen flutete ich viermal mein Wohnzimmer, denn ich hatte einen fehlerhaften Außenfilter erwischt (den der Hersteller allerdings prompt austauschte). Jetzt habe ich bei der großen Wassermasse ein ungutes Gefühl, vor allem wenn Bohrungen erforderlich sind (Stabilität der Bodenscheibe trotz der Löcher?). Die Bohrlöcher müssen ja leider nachträglich gesetzt werden, ebenso der Schacht. Entstehen außerdem womöglich Ablaufgeräusche, die stören könnten?
Und wie ist es dann mit der Kohlendioxid-Düngung? Bleibt noch ausreichend CO2 in dem Aquarium für einen guten Pflanzenwuchs, oder geht zu viel verloren? Alternativ könnten zwei Topf-Außenfilter eingesetzt werden.

 
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