| Nun ist es endlich so weit. Die ersten wärmeren Tage locken, und man wagt sich wieder hinaus, um auf Terrasse, Balkon oder im Garten die Frühlingsluft zu genießen. Aquarianern bietet es sich, auch in Sachen Gartenteich einmal aktiv zu werden. Es muss ja nicht gleich ein viele Quadratmeter großer Schwimmteich sein ... | VON STEPHAN GOHMANN Einen Teich anzulegen ist üblicherweise etwas, das man langfristig plant und das einiges an Zeit, Geld und Know-how erfordert. Da müssen passende Gruben ausgehoben, Untergründe befestigt, Folien verlegt oder Kunststoffwannen nivelliert werden. Funktioniert dann ein solches Gewässer nicht wie gewünscht – so mancher professionell angelegte Teich sieht alles andere als gut aus –, hat man meist einen erheblichen Aufwand zu treiben, bis alles so läuft, wie man es sich vorstellt (oder wie es im Katalog versprochen wurde). Ich lobe mir meine Mörtelkübel. Sie sind preiswert in der Anschaffung, schnell aufgestellt, eingerichtet und – wenn man weiß, wie es geht – hübsch anzusehen!
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| Killer mit Fangschlag: Libellenlarven im Biologieunterricht |
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| In Schulaquarien waren Libellenlarven früher ganz alltägliche Gäste. Heutzutage setzt der Artenschutz hier enge Grenzen. Doch nach wie vor sind diese Insektenlarven faszinierende Aquarienbewohner. | VON JULIA HESKER UND HANS-PETER ZIEMEK Schon ROßMÄßLER beschrieb 1857 in seinem „Süßwasser-Aquarium“ die Haltung der Larven von „Seejungfern“, die „mancherlei belehrende Unterhaltung gewähren“. Er bezieht sich dabei insbesondere auf die Fangmasken der Aeshna-Larven, die mit ihrem „Fangschlag“ aus der Ruhehaltung heraus blitzschnell vorschnellen und Beute ergreifen. Diesem Verhalten voraus geht die „Einstellbewegung“ des Kopfes. Das Gesamtverhalten faszinierte Generationen von Ethologen und ließ Libellenlarven regelmäßig Gäste in Schulaquarien werden.
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| Gelber, größer, lieber: Karashigoi |
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| Vor 15 Jahren entstand diese Koi-Zuchtform. Heute zählt sie zu den begehrtesten Varietäten der Welt. | VON SANDRA LECHLEITER Seit 2005 besuche ich jedes Jahr die Konishi-Koi-Farm in Hiroshima. Zweck der Reise sind die tierärztliche Betreuung und die Überwachung des hauseigenen Labors, das eigens für den Nachweis des Koi-Herpesvirus aufgebaut wurde. Im Zuge der Tests und Probenahmen auf der Farm fielen mir von Anfang an die „Karashigoi“ als etwas Besonderes auf.
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| Der Laubfrosch - ein seltener Gast im Gartenteich |
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|  Einheimische Amphibien unterliegen seit 1980 der Bundesartenschutzverordnung. Seitdem ist es zum Beispiel verboten, Lurche, ihren Laich oder ihre Larven der Natur zu entnehmen, um sie im heimischen Gartenteich anzusiedeln. Umso erfreulicher ist es, wenn eine stark bedrohte Art wie der Laubfrosch freiwillig ein solches Gewässer als Laichhabitat auswählt. | VON RAINER DEIBLE
Vor fünf Jahren gestalteten wir unseren Garten um und legten dabei auch einen kleinen Folienteich von etwa 6000 Litern Inhalt an. Auf Technik verzichteten wir ganz bewusst, da von Anfang an kein Fischbesatz geplant war. Stattdessen warteten wir auf Amphibien und Wirbellose, die das neue Gewässer allein finden sollten – keine 1.000 Meter Luftlinie von den Rheinauen südlich von Karlsruhe entfernt sicher nicht aussichtslos. |
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| Lotosblumen spielen in der fernöstlichen Mythologie eine große Rolle. Aquarianer begegnen ihnen mitunter in den Habitaten ihrer Lieblinge. Für die Aquarienhaltung sind diese Pflanzen zwar untauglich, doch werden sie für mobile Wassergärten immer beliebter, in sommerwarmen Regionen auch für Gartenteiche. | Von Gregor Dietrich
Meist werden Lotosblumen als tropische Gewächse angesehen. Das ist aber nicht ganz richtig. Die Gattung Nelumbo hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in den gemäßigten Zonen Nordamerikas und Ostasiens. In den wärmeren Regionen ist sie ursprünglich viel rarer, doch der Mensch verschleppte sie als Kultpflanze teils weit in die Tropen.
Lotosblumen sind typische Sumpfpflanzen. Sie wachsen aus bananenförmigen, überwinternden Sprossknollen, die nur ein einziges Auge haben. Bricht die Triebspitze ab, so geht die Pflanze ein. Diese echten Knollen oder Wechselknollen sterben im Lauf der Vegetationsperiode ab. Der Stängel wächst kriechend als Rhizom im Schlamm. Wird er vor der Bildung neuer Knollen zwischen Blattknoten durchtrennt, dann ist die Pflanze kaum noch zu retten.
Mit diesen Zeilen verbinde ich eine schmerzliche Erinnerung. Ich hatte Mitte der 1990er-Jahre die Möglichkeit, über einen Vereinskollegen bei einem niederländischen Großhändler zu bestellen, unter anderem eine begehrte Nelumbo-Sorte zu einem günstigen Preis – für mich dennoch eine hohe Ausgabe, die man sich nur ein Mal leistet. Ich erhielt die Pflanze und bemerkte, dass sie unvollständig war. Der zur Rede gestellte Kollege meinte lediglich, da sei schon ein Ableger gewesen, den habe er sich genommen, und ich sollte nicht so kleinlich sein. Das war’s dann – auch mit der Freundschaft.
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