Lästige Fadenalgen (Spyrogyra spp.) treten vor allem dort auf, wo ein Überangebot an Nährstoffen herrscht. Der Zusammenhang wurde auch bei mir klar. In einem kleinen Garnelenwürfel hatte ich wieder mit täglicher Flüssigdüngung begonnen, weil die Pflanzen zu spärlich gediehen. Rotala, Moos und Cryptocoryne dankten es mir schon nach wenigen Tagen mit besserem Wuchs, die Fadenalgen ebenfalls! Vor allem auf den drei Moosbällen (Aegragopila linnaei), die ja selbst Grünalgen sind, fühlten sie sich sichtlich wohl.

Zur Bekämpfung wird geraten, das Überangebot an Nährstoffen durch Wasserwechsel und weniger Düngung zu reduzieren. Auch „Amano-Garnelen“ sollen helfen. In größeren Aquarien werden eher Fische eingesetzt (etwa Garra gotyla). Allerdings mögen alle Fadenalgenfresser nur die kurzen, jungen Triebe. In jedem Fall sollte man also die langen Fäden zunächst mechanisch entfernen. Dazu wird häufig empfohlen, sie mit einem Holzstäbchen oder einer Flaschenbürste aufzuwickeln.

Ist der letzte Winkel der Wohnung mit Vorratsbehältern für Wasseraufbereitung und Futtertierzuchten zugestellt, kann es für die Aquarien selbst schon einmal eng werden. Bei mir schwimmen die geliebten Fische bis unter die Zimmerdecke – im Wortsinn. So ist der Raum optimal ausgenutzt. Allerdings: Während Fütterung und Pflege der Tiere noch problemfrei gelingen, stieß ich beim Wasserwechsel bald an Grenzen. Bei 30 Zentimetern Abstand zwischen Aquarienoberkante und Zimmerdecke gelingt es zwar stressfrei, Schmutz abzusaugen und die Fische zu füttern. Für umfangreichere Reinigungsaktionen habe ich meine Becken mit Bohrungen im Boden präpariert, durch die ich das Wasser in kürzester Zeit ablassen kann. Wie aber bekommt man frisches Nass in ein Bassin in zwei Metern Regalhöhe? Von Roland Schreiber

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2014

Wurzelwerk im Aquarium wirkt dekorativ und gibt der Unterwasserlandschaft ein natürliches Aussehen. Schon in den 1960er-Jahren wurde auf die gute Verwendbarkeit diverser Hölzer hingewiesen, etwa Weidenwurzeln, Geißblatt oder Efeuranken. Später bestimmten Moorkien-, Mangroven-, Savannen- und Steinholz das Sortiment im Handel. Heute gibt es viele exotische Holzarten und Wurzelformen, oft sind sie allerdings richtig teuer. Halter von Harnischwelsen, die ihren Tieren in großen Aquarien eine „biotopgerechte“ Einrichtung gönnen möchten, müssen tief in die Tasche greifen. Wer gleich mehrere Loricariiden- Becken betreibt, braucht viel Holz – und viel „Kohle“. Reinhold Wawrzynski

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 5/2014

Lichte ich in meinen Aquarien etwas ab, mache ich mit meiner einfachen Digitalkamera immer eine Menge Fotos. Da werden die Standorte variiert, die Winkel zur Scheibe verändert, einmal von oben, einmal schräg und das Ganze dann noch mit und ohne Blitz.

Dank Digitaltechnik kostet die Bilderflut ja (fast) nichts. Mit etwas Glück sind ein paar ganz passable Aufnahmen dabei. Mein Hauptproblem bei der Aquarienfotografie sind die Spiegelungen. Fotografiere ich mit Blitz, „zieren“ sie bei Frontalaufnahmen manchmal das gesamte Bild. Und ohne Blitz findet man auf manchem entstandenen Foto interessante Dinge, die sich nicht im, sondern vor dem Aquarium befinden. Auch Fenster oder benachbarte beleuchtete Aquarien spiegeln sich in der geknipsten Scheibe.

Im Lauf der Zeit finden die meisten Aquarianer selbst heraus, wann und wie oft sie diese Wechselaktion ausführen sollten. Hinweise in Büchern und im Internet sind heute ausführlich und hilfreich. Viele sind richtig, und man kann sich daran gut orientieren, einige sind aber auch unbrauchbar.
Mir bereitet der Element- Wechsel in mittleren und großen Becken keine Probleme, ich verfahre dabei nach der bekannten Methode: Wasser mit Schlauch ansaugen und laufen lassen, und zwar in eine tiefere „Etage“ wie Badewanne, Toilette oder Garten. Um zu verhindern, dass neugierige Aquarienbewohner mitbefördert werden, verwende ich eine Mulmglocke oder ein auf den Schlauch aufgestecktes Sieb oder Schaumstoffstück. Frisches Wasser wird wieder eingelassen und strömt über ein schwimmendes Brettchen, eine Styroporplatte oder Ähnliches.