margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxMein erster Ablaichkasten war eine alte Tchibo-Kaffeebox aus Kunststoff, die ich mit einer heißen Stricknadel perforierte und innen an eine Scheibe meines Aqua­riums hängte. Das funktionierte ganz gut, war aber ­unhandlich und nahm in dem ohnehin kleinen Becken viel Raum ein. Außerdem bildete sich schon nach kurzer Zeit an der Wasseroberfläche ein Bakterienfilm, der auf schlechte Durchströmung schließen ließ. Nicht gefressenes Fut­-ter lag bald am Boden und verdarb das Wasser.
Später konnte ich mir einen richtigen Ablaichkasten leisten, der mir aber damals schon zu klein vorkam. Gut, Guppys scheinen schmerzfrei, aber für meine Kleinen Maulbrüter war er ungeeignet. Maulbrütende Fische brauchen während der Brutpflege sauerstoffreiches Wasser, in einem Plastikkasten stehendes Nass ist nicht gut.
JBL hat einen Ablaichkasten auf den Markt gebracht, der mit etlichen Besonderheiten glänzt. Das „BabyHome Oxygen“ ist eigentlich schon ein kleines Aquarium, dessen Form und Funktion sich sogar um­gestalten lassen: Entweder dient es als größeres Einhängebecken oder als Doppel- oder Einfach-Ablaichkasten.
Um das Problem der Durchströmung mit frischem, O2-reichem Wasser zu umgehen, wird das BabyHome Oxygen mit Sauerstoff belüftet, daher der Name. Natürlich wird es nicht mit reinem Sauerstoff versorgt, sondern mit einer klassischen Luftpumpe belüftet.
In der Mitte des Ablaichkastens befindet sich ein Steigrohr, in das die mitgelieferte Pumpe Luft einleitet. Sie fördert das Wasser im Rohr nach oben und verteilt es über den runden Auslass gleichmäßig im gesamten Kasten. So entsteht keine starke Strömung, aber ein kontinuierlicher H2O-Austausch, der den Insassen die Wasserqualität des Aquariums gewährleistet, in dem der Behälter hängt. Kunststoffeinsätze ermöglichen es, die Raumaufteilung flexibel zu gestalten.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxHaben Sie schon einmal versucht, einen Fisch aus einem eingerichteten Aquarium zu fangen? Es hat schon seinen Grund, warum Händler­becken in der Regel spar­tanisch eingerichtet sind. Selbst dort ist es manchmal nicht einfach, ein bestimmtes Tier zu erwischen. Da spielt es auch keine Rolle, ob es sich um ein Süß- oder um ein Meerwasserbecken handelt. Da aber Meeresaquarien in der Regel üppiger eingerichtet sind und es auch nicht ratsam ist, eingelau­fene Miniriffe komplett auszuräumen, ist es hier noch etwas komplizierter.
In solchen Fällen helfen Fischfallen, die mit Ködern bestückt werden, die die zu fangenden Fische oder Krebse anlocken sollen.
Je größer ein Aquarium, desto vertrackter die Situa­tion. Ein 8.000-Liter-Becken lässt sich nun gar nicht „mal eben“ ausräumen. Da ich ­jemanden kenne, der ein so großes Aquarium betreibt (eigentlich sogar drei davon), und weil ich ohnehin gern im ­Hotel „Edelweiß“ ­Urlaub ­mache, fand mein Test der Aqua-Medic-Fischfalle in Berwang (Tirol) statt.
Und er gelang! Jedenfalls kann man mit einer solchen Falle Fische und anderes Getier fangen, nicht unbedingt immer gezielt das Individuum, auf das man es gerade abgesehen hat. Aber wir erwischten Fische, sogar eine ganze Menge.
Zuerst muss man die Falle zusammenbauen. Das ist einfach und schnell erledigt. Da fast alles aus solidem Glas besteht, ist die Appa­ratur aber nicht ganz leicht und auch nur für größere Aquarien geeignet.


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxProdukte des Monats 8/2017

Vor 50 Jahren veröffentlichte Kaspar Horst in dieser Zeitschrift den ersten Beitrag zur Bedeutung des Kohlenstoffs für Aquarienpflanzen und legte damit den Grundstein für die heutige CO2-Düngung. Sie ermöglicht dem Aquarianer die Kultur selbst besonders anspruchsvoller Pflanzenarten, aber auch die Pflege und Nachzucht vieler Fische.
Die Gärmethode (Zucker, Hefe, Wasser) ist die einfachste und zugleich billigste Variante, den für die Pflanzen essenziellen Kohlenstoff in das Aquarium zu bringen. Die Industrie bietet auf dieser Grundlage praktikable Düngesysteme für den schmalen Geldbeutel. Das ist wichtig, denn sie führen Aquarianer auf die richtige Weise an ihr neues Hobby heran und verschrecken sie nicht durch zu hohe Anfangskosten. Gelingt es, sie für die Vielfalt der Aquaristik zu begeistern, bleiben sie ihr treu und greifen über kurz oder lang auch zu einer modernen CO2-Anlage.
Die Fortschritte der Industrie hinsichtlich der Entwicklung der CO2-Düngesysteme sind bemerkenswert. Zahlreiche Hersteller bieten gute und empfehlenswerte Produkte an. Die deutsche Firma JBL setzt in dieser Hinsicht weltweit Maßstäbe.
Das bewährte System der CO2-Düngeanlage „ProFlora“ befindet sich seit Anfang der 1990er-Jahre auf dem Markt. Die heutige Grundanlage besteht aus Einweg- oder Mehrwegflasche mit Druckregelarmatur, Standfuß, Reaktor und Blasenzähler. Sie lässt sich erweitern durch ein digitales pH-Kontroll-Mess- und Steuergerät mit pH- und Temperatur-Sensoren; der Computer ermöglicht eine zuverlässige Kontrolle der CO2-Zugaben.
Die pH-Elektrode muss separat erworben werden, damit sie fabrikneu ist. pH-Elektroden haben gewöhnlich eine Lebensdauer von etwa zwei Jahren, weil sie einem natürlichen Alterungsprozess unterliegen. Bei guter Pflege können sie aber durchaus – wie bei meinen Anlagen – länger als drei Jahre halten.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxProdukte des Monats 7/2017

Fast alle namhaften Hersteller von Leuchtmitteln für Aquarien bieten inzwischen LED-Leuchten an. Dennerle setzte zunächst nur für Nano-Aquarien auf LED, führt jedoch seit Anfang 2016 eine hochwertige LED-Beleuchtung auch für größere Becken, die in Zusammenarbeit mit der Firma GHL entwickelt wurde.
Die spritzwasserfeste Dennerle Trocal LED gibt es von 40 bis 160 Zentimeter Länge, und zwar in Zehn-Zentimeter-Schritten, sodass insgesamt 13 verschiedene Längen zur Verfügung stehen. Mit den auf beiden Seiten der LED-Leiste integrierten, ausziehbaren Edelstahlbügeln können bis zu 175 Zentimeter lange Aquarien bestückt werden.
Ein Trocal LED ersetzt zwei herkömmliche T5- oder T8-Leuchtstoffröhren gleicher Länge. In einem stabilen und schweren Aluprofil sind zwei Reihen von LED verbaut, die zu einer ordentlichen Leistungsdichte von 60 Watt pro Meter führen (was 5.600 Lumen pro Meter Platinen-Länge entspricht). Das erfordert ein gutes Wärme-Management, denn zu hohe Betriebstemperaturen führen bei LED zu einer geringeren Lebensdauer und Leuchtleistung.


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxAlso, solche Scheibenreiniger gibt es schon seit „ewigen“ Zeiten. Der Eheim-rapidCleaner ist sicher nicht revolutionär, aber eben doch ein bisschen besser als die Modelle, die ich alle schon kenne.
Vorn in das Gerät wer­-den die Standardklingen von Eheim eingebaut. Das ist gut, denn somit passen auch alte Eheim-Klingen. Außerdem gibt es eine Schutzkappe, die den Anwender vor Verletzungen schützt; sie wird einfach auf die Klinge geschoben, bis sie einrastet.
Der lange Stiel aus un­zerbrechlichem, glasfaserverstärktem Kunststoff ist leicht elastisch und erlaubt daher, einen gewissen Druck aus­zuüben, ohne die Scheiben zu verkratzen oder den Scheibenreiniger zu beschädigen.
Leider ist das Gerät nur 47 Zentimeter lang, also für Aquarien bis maximal 50 Zentimeter Höhe gedacht. Hantiere ich damit in meinem 60 Zentimeter hohen Becken, werden meine Hände nass. Das ist aber nicht so schlimm, denn bisher musste ich mit dem ganzen Arm ins Wasser.
Der Griff, okay, ist halt ein Griff, wie üblich bei ­solchen Apparaten. Aber bei dem verwendeten Material wird er bestimmt lange halten.
Übrigens bestehen alle Teile des rapidCleaner entweder aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder aus nicht rostendem Metall.
Werner Baumeister