margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxProdukte des Monats 8/2017

Vor 50 Jahren veröffentlichte Kaspar Horst in dieser Zeitschrift den ersten Beitrag zur Bedeutung des Kohlenstoffs für Aquarienpflanzen und legte damit den Grundstein für die heutige CO2-Düngung. Sie ermöglicht dem Aquarianer die Kultur selbst besonders anspruchsvoller Pflanzenarten, aber auch die Pflege und Nachzucht vieler Fische.
Die Gärmethode (Zucker, Hefe, Wasser) ist die einfachste und zugleich billigste Variante, den für die Pflanzen essenziellen Kohlenstoff in das Aquarium zu bringen. Die Industrie bietet auf dieser Grundlage praktikable Düngesysteme für den schmalen Geldbeutel. Das ist wichtig, denn sie führen Aquarianer auf die richtige Weise an ihr neues Hobby heran und verschrecken sie nicht durch zu hohe Anfangskosten. Gelingt es, sie für die Vielfalt der Aquaristik zu begeistern, bleiben sie ihr treu und greifen über kurz oder lang auch zu einer modernen CO2-Anlage.
Die Fortschritte der Industrie hinsichtlich der Entwicklung der CO2-Düngesysteme sind bemerkenswert. Zahlreiche Hersteller bieten gute und empfehlenswerte Produkte an. Die deutsche Firma JBL setzt in dieser Hinsicht weltweit Maßstäbe.
Das bewährte System der CO2-Düngeanlage „ProFlora“ befindet sich seit Anfang der 1990er-Jahre auf dem Markt. Die heutige Grundanlage besteht aus Einweg- oder Mehrwegflasche mit Druckregelarmatur, Standfuß, Reaktor und Blasenzähler. Sie lässt sich erweitern durch ein digitales pH-Kontroll-Mess- und Steuergerät mit pH- und Temperatur-Sensoren; der Computer ermöglicht eine zuverlässige Kontrolle der CO2-Zugaben.
Die pH-Elektrode muss separat erworben werden, damit sie fabrikneu ist. pH-Elektroden haben gewöhnlich eine Lebensdauer von etwa zwei Jahren, weil sie einem natürlichen Alterungsprozess unterliegen. Bei guter Pflege können sie aber durchaus – wie bei meinen Anlagen – länger als drei Jahre halten.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxProdukte des Monats 7/2017

Fast alle namhaften Hersteller von Leuchtmitteln für Aquarien bieten inzwischen LED-Leuchten an. Dennerle setzte zunächst nur für Nano-Aquarien auf LED, führt jedoch seit Anfang 2016 eine hochwertige LED-Beleuchtung auch für größere Becken, die in Zusammenarbeit mit der Firma GHL entwickelt wurde.
Die spritzwasserfeste Dennerle Trocal LED gibt es von 40 bis 160 Zentimeter Länge, und zwar in Zehn-Zentimeter-Schritten, sodass insgesamt 13 verschiedene Längen zur Verfügung stehen. Mit den auf beiden Seiten der LED-Leiste integrierten, ausziehbaren Edelstahlbügeln können bis zu 175 Zentimeter lange Aquarien bestückt werden.
Ein Trocal LED ersetzt zwei herkömmliche T5- oder T8-Leuchtstoffröhren gleicher Länge. In einem stabilen und schweren Aluprofil sind zwei Reihen von LED verbaut, die zu einer ordentlichen Leistungsdichte von 60 Watt pro Meter führen (was 5.600 Lumen pro Meter Platinen-Länge entspricht). Das erfordert ein gutes Wärme-Management, denn zu hohe Betriebstemperaturen führen bei LED zu einer geringeren Lebensdauer und Leuchtleistung.


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxAlso, solche Scheibenreiniger gibt es schon seit „ewigen“ Zeiten. Der Eheim-rapidCleaner ist sicher nicht revolutionär, aber eben doch ein bisschen besser als die Modelle, die ich alle schon kenne.
Vorn in das Gerät wer­-den die Standardklingen von Eheim eingebaut. Das ist gut, denn somit passen auch alte Eheim-Klingen. Außerdem gibt es eine Schutzkappe, die den Anwender vor Verletzungen schützt; sie wird einfach auf die Klinge geschoben, bis sie einrastet.
Der lange Stiel aus un­zerbrechlichem, glasfaserverstärktem Kunststoff ist leicht elastisch und erlaubt daher, einen gewissen Druck aus­zuüben, ohne die Scheiben zu verkratzen oder den Scheibenreiniger zu beschädigen.
Leider ist das Gerät nur 47 Zentimeter lang, also für Aquarien bis maximal 50 Zentimeter Höhe gedacht. Hantiere ich damit in meinem 60 Zentimeter hohen Becken, werden meine Hände nass. Das ist aber nicht so schlimm, denn bisher musste ich mit dem ganzen Arm ins Wasser.
Der Griff, okay, ist halt ein Griff, wie üblich bei ­solchen Apparaten. Aber bei dem verwendeten Material wird er bestimmt lange halten.
Übrigens bestehen alle Teile des rapidCleaner entweder aus glasfaserverstärktem Kunststoff oder aus nicht rostendem Metall.
Werner Baumeister

 

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxProdukte des Monats 6/2017

Da ich diese bewährte Erfindung vor einiger Zeit schon einmal geprüft und für gut befunden hatte, war ich erstaunt, als Malte Matzantke mir die Planarien-Falle erneut zum Testen anbot.
Er schrieb mir, dass es eine wichtige Verbesserung an dem Produkt gibt: Die neue Version besitzt am Eingang einen Garnelenschutz. In der Praxis hatte sich nämlich gezeigt, dass sich nicht nur Plagegeister wie Egel, Muschelkrebse, Hüpferlinge und Planarien in den Hinterhalt locken lassen. Auch kleinste Garnelen widerstehen den Ködern nicht und verenden dann natürlich wie die „bösen“ Wasserbewohner in dem Glaskolben.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxProdukte des Monats 4/2017

Schon mehrmals ärgerte ich mich über Zeitschaltuhren. Ganz egal, welches Modell ich kaufte, immer gab es ­Probleme mit der korrekten Funktion. Eine mechanische Schaltuhr funktionierte erst gar nicht. Der Händler ersetzte sie zwar umgehend (der Ersatz läuft jetzt immerhin schon sechs Monate), doch ein zweites bei ihm ­gekauftes Gerät, jetzt ein elektronisches, verweigerte die Programmierung und schaltete einfach nicht. Wieder bekam ich eine neue Uhr, und die arbeitete wenigstens vier Wochen, bis sie begann, gelegentlich nicht mehr einzuschalten, einfach so. Das nervt natürlich, vor allem wenn der Sommerurlaub ansteht und man sich darauf verlassen möchte, dass während der eigenen Abwesenheit alles einwandfrei läuft. Gut, diese Schaltuhren sind billig, aber dafür kann ich ja nichts, und sie sollten dennoch funktionieren.
Probleme mit Zeitschaltuhren sind nicht neu. Früher, als noch HQI-Brenner über meinen Meeresaquarien im Einsatz waren, mussten die Uhren zwei 250-Watt-Lampen ein- und wieder ausschalten, was auch bessere mechanische Schalt­uhren (die gab es früher) nur eine gewisse Zeit lang verkraften, die elektronischen Varianten hingegen komischerweise nicht – oder aber viele Jahre lang. Irgendwie scheinen mir diese Apparate unberechenbar.