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Seit 2011 wählen die Gesellschaft Deutschsprachiger Odonatologen (GdO) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die „Libelle des Jahres“, um auf die Vielfalt der Arten und ihre Bedrohung aufmerksam zu machen. Von den 81 einheimischen Libellen stehen 36 auf der aktuellen Roten Liste (Fassung von 2015). BUND und GdO kürten für 2017 die Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) zur Libelle des Jahres. Sie gehört zur Familie der Flussjungfern (Gomphidae), deren Arten sich dadurch auszeichnen, dass ihre Komplexaugen – im Gegensatz zu allen anderen Großlibellen – sich vorn nicht berühren. Die Gemeine Keiljungfer ist durch eine schwarz-gelbe Körperzeichnung charakterisiert – wie die ähnlichen Arten Asiatische und Westliche Keiljungfer (G. flavipes, G. pulchellus), von denen sie sich durch ihre rein schwarzen Beine unterscheidet. Eventuell könnte man sie noch mit der in gleichen Habitaten lebenden Grünen Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia) verwechseln, die jedoch kräftig grün gefärbt ist. Gomphus vulgatissimus besiedelt saubere, sauerstoffreiche Fließgewässer von schmalen, meist vegetationsreichen Bachläufen bis zu den großen Hauptläufen in den Stromtalauen.

Auf der Suche nach Fischen war ich verschiedentlich in Mexiko unterwegs, vor allem in den südlichen Bundesstaaten, am häufigsten in Chiapas. Hier gibt es bewaldete Tieflandregionen und bergiges Hochland, in dem die Nachfahren der indianischen Chiapa zu Hause sind, deren Feste und Märkte viele Touristen anziehen. Die oft scheuen Berg- Indios dürften Besuchern mit einem lachenden und einem weinenden Auge begegnen, denn sie bringen zwar Geld in die armen Dörfer, rauben dem traditionellen Leben aber auch seine Ursprünglichkeit. Was ich meine, wird man vor allem in San Cristobál de las Casas gewahr, wo sich zur Osterzeit die Touris durch die Gassen drängeln und mittlerweile auch Weiße auf dem Markt selbst gebastelten „Schmuck“ und Trödel verkaufen. So weit ist es in anderen Orten – etwa in San Juan Chamula – erfreulicherweise noch nicht gekommen. Die kleinen Berg-Indianer, die mir – ich bin genau 1,72 Meter groß – meist nur bis zur Schulter reichen, sind von Wind und Wetter gezeichnet, bei harter landwirtschaftlicher Arbeit arm und oft auch schlecht ernährt. 

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 1/2017

Der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) wählten in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) Platichthys flesus zum Fisch des Jahres 2017. Die Flunder ist ein ausgesprochen wanderfreudiger Fisch, der als Jungtier mitunter vom Meer in die Flüsse einschwimmt. „Mit der Flunder als Fisch des Jahres 2017 wollen wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass die Meere und Flüsse untrennbare Lebensräume darstellen und vielen Fischarten durch Querbauwerke wie zum Beispiel Wehre die natürlichen Wandermöglichkeiten genommen werden“, so die Präsidentinnen des DAFV, Christel Happach- Kasan, und des BfN, Beate Jessel, in einer gemeinsamen Erklärung. Zudem werde mit der Wahl auf die Verschmutzung der Lebensräume in Küstennähe, die Gefahr von Überfischung durch die Berufsfischerei und die Folgen der Ausbaggerung der Flüsse hingewiesen, denn von den Veränderungen der Lebensräume durch Ufer- und Querverbauungen, Regulierungsmaßnahmen oder Schadstoffbelastungen ist nicht nur die Flunder, sondern sind auch viele andere Fischarten und weitere aquatische Lebewesen betroffen. Platichthys flesus ist primär eine marine Art, die an allen europäischen Küsten verbreitet ist.

Für sein Lebenswerk und seine großen Verdienste um den Artenschutz weltweit, insbesondere bezüglich der Reptilien, erhält Dietrich Jelden, scheidender Leiter der Abteilung „Artenschutzvollzug und Nagoya-Protokoll“ im Bundesamt für Naturschutz (BfN), eine herausragende Anerkennung von der internationalen Naturschutz- Organisation IUCN. Damit ist der Zoologe der erste Deutsche, dem die Auszeichnung „The SSC Chair’s Citation of Excellence“ zuteilwird. Schon lange vor seiner Tätigkeit im BfN beschäftigte sich Jelden, der 1951 in Vaihingen (Enz) geboren wurde, mit Reptilien und auch mit deren Schutz. Neben einem mehrjährigen Auslandsaufenthalt für die Welternährungsorganisation FAO war er unter anderem am Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart tätig, promovierte an der Universität Heidelberg über die Krokodile Papua-Neuguineas und war bereits in den 1980er- Jahren Mitglied der deutschen CITES-Delegation – auch hier zunächst schwerpunktmäßig im Dienst der Amphibien und Reptilien. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) ließ Jelden auch in den Folgejahren nicht mehr los.