Die Gattung Panaqolus ist eng mit der DATZ verbunden. Sie wurde 2001 in dem Sonderheft „Harnischwelse“ von Isbrücker & Schraml aufgestellt; Typusart ist P. gnomus Schaefer & Stewart, 1993. Von Panaque unterscheidet sich das Genus Panaqolus zwar aus aquaristischer Sicht in erster Linie durch die geringere Größe seiner Mitglieder, aber die anatomischen Differenzierungsmerkmale sind das Fehlen eines ventrolateralen (seitlich parallel zur Bauchseite verlaufenden) Kiels auf dem Schwanzstiel (bei Panaque) und die Form der posterodorsalen (auf dem Rücken, mittig nach hinten weisenden) Kante der Supraoccipital-Platte (Hinterhauptschild): Sie ist zugespitzt (bei Panaque gerade). Anfangs taten sich die Wissenschaftler mit vielen der Gattungen, die in dem DATZ-Sonderheft beschrieben wurden, schwer, so auch mit Panaqolus. Frank Schäfer

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Wenn „Farbmodifikation“ im Dateinamen eines Bildes steht, darf man hohe Erwartungen hegen, denn oft verbergen sich hinter andersartig gezeichneten oder gefärbten Exemplaren spannende Einzeltiere, die man einmal zu Gesicht bekommt – und dann nie wieder. | VON DANIEL KONN-VETTERLEIN
Auf der Catfish Study Group- Convention im März dieses Jahres sorgten zwei Fischtransportbeutel für spontane Begeisterung unter den Anwesenden. Ein Großhändler wollte Welse für eine Auktion beisteuern und hatte genau die herausgepickt, die er aufgrund ihrer andersartigen Zeichnung nicht zuordnen konnte: einen juvenilen Baryancistrus xanthellus (L 81) und einen semiadulten Pseudancistrus asurini (L 67). Beide Arten stammen aus dem Rio Xingu, dem wohl bekanntesten Zufluss des Rio Amazonas, und waren einige Wochen zuvor schon mit dieser Zeichnung nach England importiert worden.

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Obwohl der Export von Aquarienfischen aus Brasilien immer stärker reglementiert wird, gelangen nach wie vor aquaristisch und wissenschaftlich neue Arten nach Deutschland. | VON INGO SEIDEL
Bis vor einigen Jahren war Peckoltia eine Sammelgattung, der man zahlreiche Arten zuordnete, die nicht so richtig in andere Genera passten. Durch den Einsatz von Gensequenzanalysen zur Erforschung der Stammesgeschichte (Phylogenie) ließen sich viele Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Familie Loricariidae klären. Umstrittene Gattungen wie Ancistomus und Peckoltichthys wurden revalidiert und ihre Vertreter aus dem Genus Peckoltia entfernt (Armbruster et al. 2015). Aber auch heute noch finden sich in der Gattung ein paar Arten, die so gar nicht unserem Bild von Peckoltia sensu stricto (s. s. = „im engeren Sinn“) entsprechen.

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L-Welse bieten ambitionierten Züchtern sehr viel mehr Möglichkeiten als die reine Erhaltungszucht. Durch Selektion lassen sich schon nach kurzer Zeit hübsche Zuchtstämme schaffen. | VON INGO SEIDEL

Die Selektionszucht, also die Förderung bestimmter Merkmale durch strenge Auswahl der Zuchttiere, hat bei der Vermehrung von „Zierfischen“ schon seit hunderten Jahren Tradition. Von Goldfischen, Segelflossern, Lebendgebärenden Zahnkarpfen und Diskusbuntbarschen wurden schier unglaubliche Formen herausgezüchtet, die vielfach nicht mehr viel mit den Wildtieren gemeinsam haben. Diese häufig sehr attraktiven Farbvarianten haben aber nicht nur Freunde unter den Aquarianern; es gibt auch strenge Verfechter möglichst rein zu erhaltender Wildformen. Die Harnischwelse blieben von solchen Bestrebungen bislang weitgehend verschont, denn ihre meist sehr langsame Generationenfolge erschwert die Selektion. Dennoch kennen wir mittlerweile auch einige „von Menschenhand erschaffene“ Loricariiden- Zuchtformen.

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Neben Zebrawels & Co. gibt es in mehreren Zuflüssen des Rio Amazonas noch weitere spannende Hypancistrus-Arten, zwei davon stellen wir auf den folgenden Seiten vor. | VON HAAKON HAAGENSEN UND DANIEL KONN-VETTERLEIN
Der Rio Negro in Brasilien wartet nach wie vor mit Geheimnissen auf, obwohl er seit jeher einer jener Flüsse ist, die für den Aquarienfischhandel besonders intensiv erforscht wurden. Insbesondere sein Mittellauf bei Barcelos ist bekannt als Fundort einiger der schönsten und beliebtesten Aquarienfische. Nördlich von Barcelos mündet der Rio Demini in den Rio Negro, ein wichtiger und regelmäßig besuchter Fangplatz, denn hier leben solche beliebten Harnischwelse wie Pseudacanthicus cf. leopardus (L 114), Peckoltia cf. braueri (L 135) und Hypancistrus cf. margaritatus (L 136). Fast 200 Flusskilometer weiter im Nordwesten mündet der Rio Padauari in den Rio Preto, der 15 Kilometer stromabwärts in den Rio Negro fließt. Aus diesem Fluss, einem Weißwasserzufluss des Rio Negro, wurde Anfang des Jahres ein neuer Hypancistrus bekannt.

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