Unmittelbar nach der Verabreichung von Flockenfutter an die Buntbarsche in meinem 600-Liter-Aquarium setzte immer eine leichte Wassertrübung ein; offenbar hatten die Bakterien zum Abbau organischer Bestandteile Schwerstarbeit zu leisten, wenn sie nicht gar völlig überfordert waren. Welche Maßnahmen konnten sie entlasten? Im „Einkaufsparadies“ in Duisburg erwarb ich eine Maximalfilter-Patrone mit Aufsatzring und grobem Filterschwamm, um einen Vorfilter zu konstruieren. Von dem Schwammblock schnitt ich mit einem scharfen Messer eine zehn Millimeter dicke und 30 x 18 Zentimeter große Matte, die ich so um das innere, perforierte Rohr wickelte, dass das äußere, ebenfalls gelochte Rohr sie umschloss. Auf das untere Ende des inneren Rohrs setzte ich einen Abschlussstutzen, um das direkte Eindringen von Aquarienwasser in den Vorfilter zu verhindern. Auf die andere Seite der Filterpatrone schob ich den Aufsteckring mit Sauger und führte das Ansaugrohr des Außenfilters in den Ring ein. Dabei achtete ich darauf, dass der Außendurchmesser des Ansaugrohrs dem Innendurchmesser des Aufsteckrings angepasst war, um den direkten Durchfluss des Wassers zum Außenfilter zu verhindern. Weil der Vorfilter Auftrieb erfährt, sollte das Aggregat mittels Sauger oder angelehntem Stein fixiert werden. Dieser Vorfilter erfasst sämtliche groben Schmutzpartikel und schont die Bakterien im Außenfilter, vor allem verhindert er jedoch die schubweise Zufuhr organischen Materials. Er ist alle zwei, drei oder vier Wochen rasch gesäubert, abhängig von der Fließgeschwindigkeit des gereinigten Aquarienwassers. Die Wasserqualität hat sich seit dem Einsatz des Vorfilters sichtbar verbessert, zum Wohl des Fischwie des Pflanzenbesatzes. Hans-Werner Kretschmer

Vor etwa 18 Jahren kaufte ich mir ein Regenfass mit 2.000 Litern Fassungsvermögen (Firma Beckmann, Wangen) und stellte es auf glatte Betonplatten. Die Wandung des Fasses besteht aus Holzleisten, verbunden durch zwei nicht sichtbare Drahtseile, die Innenauskleidung aus hochwertiger, starker, schadstofffreier Folie, die bis heute dicht blieb. Der Vorteil dieses Regenfasses besteht in der unbedenklichen Nutzungsmöglichkeit auch im Winter; eine Eisdecke oder Schnee schaden der Folie nicht. Bei der Randhöhe von 88 Zentimetern bleibt die untere Wasserschicht frostfrei. Das Fass beansprucht lediglich eine Grundfläche von 2,38 Quadratmetern. Die Regenwasserzufuhr lässt sich einfach über einen Schlauch vom Dachrinnenfallrohr mittels Kugelhahn regulieren. Zur Verschönerung der Wasserfläche setzte ich zwei Seerosen im Pflanzkorb ein, zur Vermeidung des Auftriebs band ich sie an Steine (zum Schutz der Folie ohne scharfe Kanten). Zur Förderung ihres Wachstums füge ich dem Wasser in jedem Frühjahr Nährstoffe zu (am kostengünstigsten ist granulierter „Volldünger NPK 15/15/15“ aus dem Agrarhandel). Die an Kalk gebundenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium lösen sich im Wasser schnell auf, die Dosierung beträgt drei bis vier Handvoll. Sie fördern nicht nur das prachtvolle Wachstum der Pflanzen, sondern auch die Entwicklung von Schwebealgen, die wiederum die Nahrungsgrundlage für Wasserflöhe darstellen. Ohne mein Zutun fanden sich rasch Daphnien, Schnecken und Egel ein, vermutlich von Vögeln eingetragen, die das Regenfass als Tränke nutzen. Während der Sommermonate entnehme ich dort, wo keine Seerosenblätter treiben, täglich eine Portion Wasserflöhe. Im Herbst kommen noch schwarze Mückenlarven hinzu, über die sich vor allem meine Buntbarsche freuen. Hans-Werner Kretschmer

Es gibt mehrere Methoden, um die winzigen Zysten des Salinenkrebschens (Artemia salina) zu erbrüten. Ausschlaggebend ist die Qualität der „Eier“. Man findet im Zoofachhandel hochwertige, nicht gerade niedrigpreisige Ware mit Schlupfraten von 90 bis 100 Prozent, aber auch billige, kaum brauchbare. Ich kaufe grundsätzlich ordentliche Qualitäten, denn hier ist das Teuerste am Ende das Preiswerteste. Bei meiner „Brutmethode“ arbeite ich, wie schon in den 1970er-Jahren, mit drei Ein-Liter-Glasflaschen und starker Belüftung.

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margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxDie meisten Aquarianer freuen sich über üppigen Wasserpflanzenwuchs. Manchmal hält sich die Pracht aber nicht an den richtigen Stellen, oder sie verteilt sich ungleichmäßig. Einige Pflanzenarten wachsen einfach und schnell, andere brauchen besondere Bedingungen, um überhaupt in Gang zu kommen. Seit jeher bin ich ein Freund von Oberflächenpflanzen. Schwimmpflanzen und hoch emporstrebende Wasserpflanzen, die ihre ausgedehnten Triebe oder ihre Schwimmblätter auf den Wasserspiegel legen, zählen zu meinen Lieblingen. Jungfische und andere kleine tierische Aquarienbewohner finden hier ideale Versteckplätze. Solche Grünlinge neigen, weil sie sich dicht unter der Aquarienbeleuchtung befinden, zu schönem Wuchs. Oft gedeihen sie allerdings auch zu schön und wuchern die ganze Wasseroberfläche zu. Ein häufiger Nachteil einer starken Oberflächenbegrünung besteht darin, dass sie zu viel Schatten auf die Pflanzen in den unteren Etagen wirft, sodass die unter Umständen kümmern. Kürzlich kam mir eine Idee, wie man Bodengewächse, die mit etwas mehr Licht ansehnlicher werden, zu ihrem Glück verhelfen kann, indem man die Ausbreitung der Konkurrenten an der Oberfläche im Zaum hält. Ich wollte eine bestimmte Wasserfläche frei von Pflanzen(teilen) haben, damit das Licht möglichst in voller Stärke den Bodengrund erreicht. In Internet und Literatur fand ich Empfehlungen für Absperrungen mit Angelschnur. Das funktionierte bei mir aber nicht, und es sah auch nicht schön aus. Reinhold Wawrzynski

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Zum vielseitigen Aquarienzubehör gehören seit Jahren Pinzetten, Löffel, Scheren, kleine Spatel und weitere Werkzeuge aus Metall. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Manche Aquarianer brauchen Pflanzpinzetten, um ihre Grünlinge sorgfältig in den Bodengrund zu bringen. Andere benötigen Spatel, um Sand und Kies zu glätten. Die Löffel – es gibt nur ganz wenige im Fachhandel – werden ebenfalls meistens zur Bodenpflege benutzt. Scheren sind für das Stutzen der Wasserpflanzen gedacht. Vorteil des Metalls ist die Langlebigkeit der Geräte, die aber auch ihren Preis haben. Vor allem Utensilien renommierter Anbieter sind nicht immer günstig. Man hat dann aber etwas Solides und braucht sich nicht mit minderwertigen Plastikartikeln aus Fernost herumzuärgern. Reinhold Wawrzynski

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2016