Das Vorkommen auf den Azoren hat eine besondere Bedeutung, denn dort leben erstaunlich wenige Tierarten, die tatsächlich von dort stammen. Und auch eingeschleppte Arten sind zum Glück nur wenige vorhanden. Natürlich gibt es landwirtschaftliche Säugetiere, vor allem die dort geradezu kultartig geliebten Schwarzbunt-Kühe (Holstein-Friesian). Sie begegnen einem nicht nur im Hinterland, sondern in jedem Souvenirshop an der Küste in unzähligen Varianten. 
Die Madeira-Mauereidechse ist das einzige Reptil auf den Azoren. Einheimische wilde (terrestrische) Säugetiere gibt es praktisch nicht. Lediglich eine Fledermausart ist hier ursprünglich heimisch. 
Für die Bewohner der Azoren jedenfalls haben die schon etwa 1860 eingeführten (eingeschleppten) Madeira-Mauereidechse insofern eine besondere Bedeutung, als sie dafür sorgen, dass die Zecken, die auch Eidechsen befallen, keine Borreliose-Erreger weitergeben können, da man Letztere in den Eidechsen – warum auch immer – einfach nicht findet. Normalerweise werden diese Erreger von Mäusen auf Zecken übertragen. Da es so viele Eidechsen und nur wenige (natürlich eingeschleppte) Mäuse gibt, ist Borreliose auf den Azoren unbekannt. 


den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 5/2025