Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Auch ich habe zwei Filter dieser Serie bei einem Kunden installiert, und zwar das leistungsstärkste Modell, den Biomaster Thermo 600. Ergänzend ein paar Erfahrungswerte.
Beide wurden an ein 400-l-Aquarium für Cichliden angeschlossen. Einer der Filter reicht für maximal 600 l Volumen, die Filterung war also dreifach überdimensioniert. Anschluss und Inbetriebnahme verliefen reibungslos, die Strömung war ordentlich!
Nach drei Wochen Betriebszeit waren deutliche Geräusche zu vernehmen – es hatten sich Gase im Filter gebildet. Ich vermutete einen saugseitigen Widerstand. Der Ansaugstutzen war frei, weshalb der Vorfilter kontrolliert werden sollte. Hier nun das erste Problem: Obwohl der Unterschrank des Kunden höher war als ein Standardunterschrank, konnte der Vorfilter nicht im Schrank ausgebaut werden, da der Platz nach oben dafür nicht ausreichte! Das Gehäuse ist 48 cm hoch, der Vorfilter ebenso lang und muss nach oben herausgezogen werden. Ich musste also den Schlauchadapter abklemmen und den Filter aus dem Unterschrank heben. Da der Filter mit Wasser gefüllt war, war das schon umständlich. Dieses Problem tritt allerdings nicht auf, wenn der vom selben Hersteller passend gebaute Unterschrank Verwendung findet. Bei diesem sorgt eine ausziehbare Bodenplatte für die einfache Erreichbarkeit des Filters.
Außerhalb des Unterschrankes ließ sich der Vorfilter leicht ausbauen, war sichtlich verschmutzt und wurde gereinigt. Dabei kontrollierte ich auch den Hauptfilter. Hier nun die Überraschung: Das Filtermaterial des Hauptfilters sah völlig unbenutzt aus! Das biologische Trägermaterial der ersten beiden Filterkammern war strahlend weiß – keine Spur von einer dichten Besiedelung durch Bakterien. Auch die blauen Filtermatten waren sauber. Es war offensichtlich, dass praktisch nur der Vorfilter besiedelt und somit reinigungsaktiv war!
Die Geräusche waren nach der Vorfilterreinigung zwar weg, nach weiteren vier Wochen war der Filter aber wieder laut. Beim Ausbau bot sich dasselbe Bild: stark verschmutzter Vorfilter, sauberer Hauptfilter.
Um die Geräusche dauerhaft zu minimieren, reinigte ich diesmal neben dem Vorfilter auch das Ventilgehäuse desselben (laut Gebrauchsanweisung führt ein verstopftes Ventilgehäuse zu mangelhafter Entlüftung des Filters). Um diese Einheit zu zerlegen, braucht man allerdings drei Hände: Zum Öffnen des Bajonettverschlusses muss ein „Rasthaken“ eingedrückt und gleichzeitig der Verschlussring gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Damit einem die massive Metallfeder nicht entgegenspringt, müssen dabei sowohl der Verschlussring als auch das Vorfiltergehäuse sicher festgehalten werden. Hält man die Teile nicht ordentlich fest, fliegt einem die Feder um die Ohren ... Ich fand das grenzwertig. Die Ansaugeinheit war übrigens sauber. Die schnelle Geräuschentwicklung durch schlechte Entlüftung war konstruktionsbedingt. Nach Rücksprache mit Oase wurden die Filter ausgetauscht, und die neuen Modelle bleiben auch nach Wochen (mit demselben Vorfiltermaterial) laufruhig.
Meiner Meinung nach ist der Vorfilter gut gedacht, und wenn der Platz nach oben vorhanden ist, wirklich leicht zu reinigen. Aber: Die Porengröße der Filterschwämme ist mit 45 ppi (Poren pro Inch) meiner Meinung nach viel zu fein. Oase bietet noch Vorfilterschwämme mit 30 und 60 ppi an. Ich halte selbst die 30 ppi noch für zu fein. Wenn der Vorfilter nur den groben Schmutz zurückhalten würde, könnten die Materialien des Hauptfilters schneller besiedelt und der Vorfilter seltener gereinigt werden, und das gesamte Filtervolumen würde meiner Meinung nach besser ausgenutzt.
Weiter scheint mir der auch für Teichfilter angebotene biologische Träger Hel-X 13 für die Aquaristik nicht effektiv genug. Dessen Oberfläche liegt bei 805 m²/m³, das von Siporax beispielsweise bei 450 m²/dm², also dem 500-Fachen. Natürlich kann man den Filter nach eigenem Geschmack bestücken, es wäre aber gut, wenn Oase hier nachrüsten könnte.
Sehr schön finde ich die Lösung mit dem integrierten Heizstab! Im Vergleich zu anderen Herstellern kostet bei Oase die Thermo-Version sogar 5 € weniger, als wenn man Filter und Heizer einzeln kaufen würde (Aufpreis von BioMaster zu BioMaster Thermo lediglich 20 €). Auch kann der Heizer leicht ausgetauscht werden, falls er einmal kaputtgeht.
Petra Fitz

... nur die Wände sind feucht.“ Blaubarsche lieben nichts so sehr wie ihre Unterkunft. Die in weiten Teilen Nordindiens heimischen Tiere sind bekannt für eine ganz besondere Marotte: Sie sind Meister im Versteckspiel. In der Natur mag das eine sinnvolle Eigenschaft sein, um sich vor gierigen Räubern zu schützen oder um der begehrten Leibspeise aufzulauern. Im Aquarium kann dieses Verhalten aber sehr peinlich enden – zumindest für den Aquarianer.
So erging es mir vor Kurzem, als ich mit Begeisterung einem Bekannten von diesen hübschen, interessanten und seltenen Fischen vorschwärmte. Als nach etwa einer halben Stunde noch nicht mal die Schwanzspitze eines Tieres zu sehen war, hatte ich durchaus Verständnis für die Frage, ob ich die Fische überhaupt schon in das Aquarium eingesetzt hätte. Wahre Fischliebhaber lassen solche Spitzen gerne über sich ergehen, denn sie wissen ja, dass sich in dem scheinbar unbewohnten Aquarium echte Schönheiten verbergen.
Hier zeigen sich junge Rotpunkt-Blaubarsche (Badis tuivaiei) ausnahmsweise als Gruppe der Öffentlichkeit. Das wundert aber kaum, denn die verlockende Höhle hatte ich erst kurz zuvor ins Aquarium gelegt. Wenig später war die Foto-Session auch schon wieder vorbei und von den hübschen Indern keine Spur mehr zu sehen.
Roland Schreiber

Sehr geehrter Herr Wolf,
Als langjährige Leserin der DATZ freue ich mich, dass die Zeitschrift weiter erscheint. Ich bin auf die nächsten Hefte gespannt. Den Blick über den Tellerrand finde ich gut und wichtig.
Das Titelthema der Januar-Ausgabe über Zierschnecken hatten wir so noch nicht. Vor einigen Jahren habe ich selber Tylomelania sp. „Orange“ gepflegt. Es hat einige Male Nachwuchs gegeben. Ich mag die Schneckenart, erstaunlich sind Vielfalt und Farbenpracht der Gattung. An Ihrem Artikel gefällt mir, dass die einzelnen Arten kurz vorgestellt werden und Fotos dazu vorhanden sind.
Ihnen wünsche ich ein gutes Gelingen für die DATZ.
Herzliche Grüße, Elfriede Ehlers

Sehr geehrter Herr Wolf, in seinem Artikel „Gesucht und gefunden - Schmerlen in Äthiopien“ schreibt der Verfasser: „Es besteht die Chance, dass [...] die Bilder die Abessinische Bachschmerle erstmalig lebend zeigen“ (S. 41). Aber im Mergus Aquarien Atlas Band 4 (1995), S. 145 und 146, befinden sich zwei Fotos von lebenden Nemacheilus abyssinicus (Mänchen und Weibchen), mit der Angabe: „Das Foto stammt aus dem Aquarium Moskau“. Freilich ist die Bemerkung: „Vorkommen: China“ falsch.   
Mit freundlichen Grüßen, Eliseo G. Lescún

Sehr geehrter Herr Stawikowski, mir ist aufgefallen, dass das Foto auf Seite 25 nicht die Schlangenhalsschildkröte Hydromedusa tectifera zeigt, sondern die Froschkopfschildkröte Phrynops hilarii, die in Argentinien sehr verbreitet ist.
Ich lese seit 30 Jahren die DATZ mit großem Interesse und freue mich auf jedes Heft.
Ihnen wünsche ich für die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit.
Mit freundlichem Gruß,
Ralf Schwandt

Hallo Herr Stawikowski, herzlichen Glückwunsch zum Renteneintritt! Ich denke, Sie werden in Ihrem Ruhestand weiter aktiv sein. Es gibt in Ihrem Umfeld in der Natur sicherlich noch einiges zu tun.
Ebenso hat mich gefreut zu lesen, dass die DATZ weitergeführt und dass das „T“ im Namen wieder aktiviert wird. Trotz diverser anderer Terrarienzeitschriften, die auch im Natur und Tier - Verlag erscheinen, fehlte etwas. Ich besitze die DATZ-Ausgaben ab 1950 und lese heute immer noch gerne in den alten terraristischen Berichten.
In Ihrer „letzten“ DATZ ist ein kleiner Lapsus aufgetreten: Die auf Seite 25 dargestellte Schildkröte ist keine Hydromedusa tectifera, sondern Phrynops hilarii. Nicht nur damals war die Hydromedusa ein teurer Import, sondern auch heute noch gehört sie zu den seltener gehaltenen südamerikanischen Halswendern, während P. hilarii öfter und preisgünstiger zu bekommen ist. Leider gehört sie zu den Arten, die sehr groß werden kön­nen, denn sie erreicht bis zu 40 cm Panzerlänge. Wenn man die Tiere im Krefelder Zoo im Palmenhaus sieht, weiß man dann auch, wo die zu groß geratenen Spontankäufe landen. Ich selber halte ein Pärchen der Art in einem extra für sie gebauten Aquarium mit unterschwimm­barem Landteil in meinem Treibhaus. Sie gehören zu meinen „Lieblingswasserplantschern“.
Mit schildkröterischen und schuppigen Grüßen wünsche ich alles Gute für die weitere Zukunft,
Martin Leonard Voss