von Roland Schreiber

Zugegeben, diese Erfindung war ursprünglich für wissenschaftliche Laboratorien gedacht. Findige Aquarianer erkannten aber schnell den Nutzen und zweckentfremdeten die feinen Pipetten für ihre Belange.
Mittels eines am hinteren Ende angebrachten Gummibalgs lässt sich ein Unterdruck erzeugen, wodurch sich kleinste Fischeier oder -larven in das Rohr einsaugen und an sicherer Stelle wieder „ausspucken“ lassen.
Hervorragend eignen sich die filigranen Glasröhrchen auch dazu, winzige lebende Futtertiere wie Artemien, Mikrowürmchen, Pantoffeltierchen oder ausgesiebte Wasserflöhe direkt vor das Maul hungriger Jungfische zu befördern. Dadurch geht kein wertvolles Futter verloren, und der Fischnachwuchs braucht nicht aufwendig die Umgebung nach der begehrten Nahrung abzusuchen.
Gleichzeitig eignet sich die Pipette dazu, unerwünschte Rückstände wie Futter- oder Kotreste gezielt aus dem Aquarium zu entfernen. Ein größerer Filterschlauch wäre viel zu gefährlich, denn damit würde man eventuell die empfindliche Brut gleich mit absaugen.
Meist verwende ich „unskalierte“ Pipetten aus Glas, die sich im Gegensatz zu der Variante aus Kunststoff einfacher sterilisieren lassen und selbst bei längerem Gebrauch schön transparent bleiben. Hartnäckige und hässliche Kalkreste sind dann notfalls mit Säure zu entfernen.
Im Internet werden die kleinen Helfer in der Regel für wenig Geld angeboten, weshalb es nicht ganz so weh tut, wenn eines der filigranen Röhrchen einmal zerbricht.

 

von Reinhold Wawrzynski

Es war an der Zeit, dass ich meinen Schwarm Glaswelse (Kryptopterus vitreolus) umquartieren wollte. Vor etwa einem Jahr hatte ich die Tiere in einem Aufwuchsbecken „zwischengelagert“. Geplant war, sobald sie die richtige Größe erreicht haben, sie in mein Südostasien-Aquarium (300 Liter) umzusiedeln.
Das größere Bassin hatte ich schon ein paar Wochen in Betrieb, und es beherbergte lediglich eine Gruppe junger Rotstrichbarben (Sahy­dria denisonii). Nun hatten die Welse also die ideale Größe zum Umsetzen erreicht.

von Reinhold Wawrzynski

In DATZ 8/2018 stellte ich ­unter der Überschrift „Alles Müll – oder was?“ eine Aquarienrückwand aus Müll­säcken vor. Die Idee stammt von meinem alten Freund Helmut. Er arbeitet an seinen Aquarien auch heute noch mit der Müll­beutel-­Methode.

von Petra Fitz

Der kleine Gartenteich vor unserem Haus dient dem Versickern überschüssigen Regenwassers. Ist die Regentonne voll, fließt das Wasser via Überlauf in den Teich, der zurzeit (Ende April) ein trauriges Bild abgibt: Sein Pegel ist fast 20 Zentimeter zu niedrig und die Folie am Ufer unschön zu sehen, es fehlt Regen! Auch dieses Jahr beginnt mit einem ausgesprochen niederschlagsarmen Frühjahr. Es scheint, dass wir uns daran gewöhnen müssen, der Klimawandel lässt grüßen.

von Petra Fitz

Der Aquarianer liebt das nicht so: ein Algenüberzug, der Steine, Wurzeln und Scheiben bedeckt und für eine moosgrüne Farbe sorgt. Welse und andere Aufwuchsfresser sehen das dagegen anders. Es entspricht ihrer natürlichen Nahrungsaufnahme, Algen und anderen Bewuchs von festen Substraten abzugrasen.