margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxMikrowürmchen (Turbatrix silusiae) sind für kleinste Fischlarven ein wertvolles Erstfutter. Auf einem Nährmedium aus Haferflocken, Milch und etwas Hefe vermehren sie sich rasant. Nur die „Ernte“ gestaltet sich manchmal ein bisschen schwierig.
Meist bekommt man ­„Mikro“ für wenig Geld auf einer Vereinsbörse oder im Internet angeboten, zusammen mit einem „Geheim­rezept“ für das perfekte Kultursub­strat. Ich verwende blüten­zarte Haferflocken mit etwa der doppelten Menge Milch und rühre ein paar Krümel Trockenhefe unter. Anschließend lasse ich das Ganze über Nacht stehen, fülle den entstandenen Brei rund zwei Zentimeter hoch in ein Marmeladenglas und gebe einen Klecks Würmchen aus einem alten Ansatz hinzu. Bei ungefähr 20 °C kommt umgehend eine Massenvermehrung in Gang.
Panagrellus redivivus ist ­getrenntgeschlechtlich. Die Weibchen erreichen nach drei Tagen die Geschlechtsreife und bringen dann täglich ungefähr 40 lebende Jung­tiere zur Welt. Schon nach wenigen Tagen ist die gesamte Oberfläche des Substrats von ­einer wimmelnden Schicht ­Mi­krowürmer überzogen.
Wie aber bekommt man die Würmchen sauber aus dem Nährmedium? Normalerweise kriecht ein Teil der Tierchen an den Wänden des Kulturglases empor, sodass man sie mit einem Pinsel sauber abnehmen kann. Leider ist das nicht immer so. Gerade wenn man sie am nötigsten braucht, ist manchmal kein Exemplar an der Glaswandung zu finden. Was also tun? Thomas Beu

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 3/2017

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxNein, nicht mangelnde Geduld ist hier gemeint, sondern ein anderer Faden, nämlich der des Thermometers! Bei Wärmemessern kommt es immer wieder vor, dass die farbige Flüssigkeitssäule (der Faden), die die Temperatur anzeigt, unterbrochen ist. Ein korrektes Ablesen der Gradzahl ist dann natürlich nicht mehr möglich. Das Herunterschütteln wie bei alten Fieberthermometern (die hatten noch Quecksilber als Messflüssigkeit) bringt in der Regel nichts. Petra Fitz

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 2/2017

Unmittelbar nach der Verabreichung von Flockenfutter an die Buntbarsche in meinem 600-Liter-Aquarium setzte immer eine leichte Wassertrübung ein; offenbar hatten die Bakterien zum Abbau organischer Bestandteile Schwerstarbeit zu leisten, wenn sie nicht gar völlig überfordert waren. Welche Maßnahmen konnten sie entlasten? Im „Einkaufsparadies“ in Duisburg erwarb ich eine Maximalfilter-Patrone mit Aufsatzring und grobem Filterschwamm, um einen Vorfilter zu konstruieren. Von dem Schwammblock schnitt ich mit einem scharfen Messer eine zehn Millimeter dicke und 30 x 18 Zentimeter große Matte, die ich so um das innere, perforierte Rohr wickelte, dass das äußere, ebenfalls gelochte Rohr sie umschloss. Auf das untere Ende des inneren Rohrs setzte ich einen Abschlussstutzen, um das direkte Eindringen von Aquarienwasser in den Vorfilter zu verhindern. Auf die andere Seite der Filterpatrone schob ich den Aufsteckring mit Sauger und führte das Ansaugrohr des Außenfilters in den Ring ein. Dabei achtete ich darauf, dass der Außendurchmesser des Ansaugrohrs dem Innendurchmesser des Aufsteckrings angepasst war, um den direkten Durchfluss des Wassers zum Außenfilter zu verhindern. Weil der Vorfilter Auftrieb erfährt, sollte das Aggregat mittels Sauger oder angelehntem Stein fixiert werden. Dieser Vorfilter erfasst sämtliche groben Schmutzpartikel und schont die Bakterien im Außenfilter, vor allem verhindert er jedoch die schubweise Zufuhr organischen Materials. Er ist alle zwei, drei oder vier Wochen rasch gesäubert, abhängig von der Fließgeschwindigkeit des gereinigten Aquarienwassers. Die Wasserqualität hat sich seit dem Einsatz des Vorfilters sichtbar verbessert, zum Wohl des Fischwie des Pflanzenbesatzes. Hans-Werner Kretschmer

Vor etwa 18 Jahren kaufte ich mir ein Regenfass mit 2.000 Litern Fassungsvermögen (Firma Beckmann, Wangen) und stellte es auf glatte Betonplatten. Die Wandung des Fasses besteht aus Holzleisten, verbunden durch zwei nicht sichtbare Drahtseile, die Innenauskleidung aus hochwertiger, starker, schadstofffreier Folie, die bis heute dicht blieb. Der Vorteil dieses Regenfasses besteht in der unbedenklichen Nutzungsmöglichkeit auch im Winter; eine Eisdecke oder Schnee schaden der Folie nicht. Bei der Randhöhe von 88 Zentimetern bleibt die untere Wasserschicht frostfrei. Das Fass beansprucht lediglich eine Grundfläche von 2,38 Quadratmetern. Die Regenwasserzufuhr lässt sich einfach über einen Schlauch vom Dachrinnenfallrohr mittels Kugelhahn regulieren. Zur Verschönerung der Wasserfläche setzte ich zwei Seerosen im Pflanzkorb ein, zur Vermeidung des Auftriebs band ich sie an Steine (zum Schutz der Folie ohne scharfe Kanten). Zur Förderung ihres Wachstums füge ich dem Wasser in jedem Frühjahr Nährstoffe zu (am kostengünstigsten ist granulierter „Volldünger NPK 15/15/15“ aus dem Agrarhandel). Die an Kalk gebundenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium lösen sich im Wasser schnell auf, die Dosierung beträgt drei bis vier Handvoll. Sie fördern nicht nur das prachtvolle Wachstum der Pflanzen, sondern auch die Entwicklung von Schwebealgen, die wiederum die Nahrungsgrundlage für Wasserflöhe darstellen. Ohne mein Zutun fanden sich rasch Daphnien, Schnecken und Egel ein, vermutlich von Vögeln eingetragen, die das Regenfass als Tränke nutzen. Während der Sommermonate entnehme ich dort, wo keine Seerosenblätter treiben, täglich eine Portion Wasserflöhe. Im Herbst kommen noch schwarze Mückenlarven hinzu, über die sich vor allem meine Buntbarsche freuen. Hans-Werner Kretschmer

Es gibt mehrere Methoden, um die winzigen Zysten des Salinenkrebschens (Artemia salina) zu erbrüten. Ausschlaggebend ist die Qualität der „Eier“. Man findet im Zoofachhandel hochwertige, nicht gerade niedrigpreisige Ware mit Schlupfraten von 90 bis 100 Prozent, aber auch billige, kaum brauchbare. Ich kaufe grundsätzlich ordentliche Qualitäten, denn hier ist das Teuerste am Ende das Preiswerteste. Bei meiner „Brutmethode“ arbeite ich, wie schon in den 1970er-Jahren, mit drei Ein-Liter-Glasflaschen und starker Belüftung.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2016