Die beiden Aquarienpflanzen Vesicularia dubyana und Riccia fluitans verwende ich schon lange. Unter den Populärnamen Javamoos und (Teich-) Lebermoos dürften sie eigentlich allen Aquarianern bekannt sein. Sie sind tolerant hinsichtlich der Wassertemperatur, pflegeleicht und fast unverwüstlich, wenn man nicht alles falsch macht. Die Moose gedeihen bei mir in kühleren Aquarien mit Hochlandkärpflingen (Skiffia multipunctata) bei 19 bis 22 °C. Sie halten aber ebenfalls in einem Zebrawels-Becken (L 46, Hypancistrus zebra) bei 28 bis 30 °C gut aus. Reinhold Wawrzynski

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 12/2014

Nach jahrelangem Umgang mit den Plagegeistern bin ich sie los. Zwar werden die kleinen Schwimmpflanzen oft als Wasserindikator lobend erwähnt, aber das ist mir weniger wichtig, mich stören sie einfach ... Vor einigen Jahren berichtete ich über meine Lemna-minor-Ausrottungsversuche (DATZ 9/2009). Damals empfahl ich ein Abstreichgitter, wie Maler es verwenden. Damit werden die „guten“ Wasserpflanzen unter Wasser gedrückt, sodass sich die zur Oberfläche emporsteigenden Wasserlinsen besser aus dem Pflanzengewirr entfernen lassen. Das Abfischen erfolgt mittels Kescher, am besten mit feinerer Maschenweite. Im Großen und Ganzen war ich mit dem Ergebnis zwar zufrieden, doch sporadisch tauchten immer wieder winzige Blättchen auf, und die Pflanzen vermehrten sich schließlich erneut recht erfolgreich; es gelang mir einfach nicht, sie restlos zu erwischen. Reinhold Wawrzynski

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2014

Wer Aquarien mit Hamburger Mattenfiltern (HMF) betreibt, kennt das Problem: Oberhalb des Wasserstands ist der Filter ebenfalls belebt, nicht selten gedeihen hier Schimmel und „Blaualgen“. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und guter Nährstoffversorgung (Futterreste, organisch belastetes Wasser) siedelt sich dieser Bewuchs an. Die Farbe des watteartigen bis schleimigen Belags variiert von Weiß über Grau- und Blaugrün bis Schwarz. Ob er für die Aquarienbewohner schädlich ist, weiß ich nicht. Petra Fitz

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2014

Wer seine Aquarien gern mit natürlichen Materialien dekoriert, sollte es einmal mit Bambus versuchen: Er lässt sich mit der Säge auf jede Länge kürzen, es gibt ihn in unterschiedlichen Stärken, und wenn man es geschickt anstellt, kostet er fast nichts. Mein Bambusrohr bekomme ich aus einer Baumschule, wobei ich darauf achte, dass es lediglich zum Fixieren von Bäumen verwendet wurde, die nicht mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt wurden. Am Bodensee findet Bambus auch auf Obstplantagen Verwendung; hier sollte man nachfragen, welche Mittel eingesetzt wurden und wie oft. Sicherheitshalber kann man den Bambus vor seinem Einsatz im Aquarium außerdem ein paar Wochen in einem separaten Gefäß wässern. Das ist besonders wichtig, wenn man ihn in Becken mit Garnelen oder anderen Krebsen verwenden will. Da ich jedes Jahr größere Mengen benötige, ist mein Bambus monatelang gewässert; zwar färbt er dann das Aquarienwasser nicht mehr so stark ein, aber sicher ist sicher. Bambus trägt ohnehin nur geringfügig zur Brauntönung des Wassers bei. Das hängt natürlich von der im Aquarium verbauten Menge ab. Die meist drei Meter langen Stangen zersäge ich. Die dabei entstehenden Faserspitzen lassen sich ganz einfach abschneiden oder abfeilen. Dann bohre ich die Internodien (die hohlen Abschnitte zwischen den Knoten = Nodien) an zwei Seiten mit einem kleinen Bohrer an. Das ist vor allem wichtig, wenn man den Bambus aufrecht stehend im Aquarium verwendet; die Hohlräume können sonst nicht voll Wasser laufen, und das betreffende Bambusstück treibt an der Oberfläche. Überzählige Stücke bewahre ich in Wasser auf, andernfalls platzen sie. Nach dem Einbringen in das Aquarium verfärbt sich der Bambus innerhalb einiger Monate, und die ursprünglich hellbraunen Stücke werden nach und nach schwarz. Außerdem bildet sich auf ihrer Oberfläche allmählich ein feiner Algenrasen, den Garnelen und Welse (insbesondere Panzerwelse) sehr gern nach Nahrung durchsuchen. Übrigens beeinflusst die Temperatur die Lebensdauer der Bambusstücke: Je kühler das Wasser ist, desto länger halten sie. Mario Hamann

Wer nicht nur ein oder zwei Aquarien mit schöner Abdeckung und integrierter Beleuchtung besitzt, sondern ein ganzes Aquarienregal sein Eigen nennt, kennt das Problem: Andauernd hat man verschmutzte Abdeckscheiben! Auf einer Vielzahl kleiner Becken liegen – meist lose aufgelegt – entsprechend zugeschnittene Glasscheiben, und die sind fast nie sau- ber. Spritzwasser hinterlässt Kalkränder oder lässt selbst auf den Abdeckscheiben Algen gedeihen, Wasserlinsen kleben dort fest und trocknen ein, Futterreste ebenso. Hinzu kommt der Staub, der sich von den glatten, horizontalen Flächen magisch angezogen zu fühlen scheint. Dies alles sieht nicht nur unschön aus, sondern nimmt den Aquarien darunter auch eine Menge Licht, das durch die schmutzigen Scheiben bald kaum noch bis zum Wasser vordringt. Bei dem wöchentlichen Wasserwechsel gehört also das Putzen der Abdeckscheiben zur lästigen Routine. Dazu fiel mir eine praktische Erleichterung ein, als ich eines Tages auf meinen leeren Geschirrspüler blickte – der eignet sich nämlich ideal zum Reinigen der Glasscheiben, sofern sie nicht zu groß sind und hineinpassen. Sie lassen sich prima in die Tellerhalter stecken. Die Scheiben sind dann auch aus dem Weg, wenn man sie – so mache ich es – zum Wasserwechseln allesamt abnimmt, um ein Becken nach dem anderen mittels Schlauch leer und wieder voll laufen zu lassen. Währenddessen rumpelt der Geschirrspüler gemütlich vor sich hin, und wenn der Wasserwechsel fertig ist, kann ich alle Scheiben blitzblank aus der Maschine nehmen. Florian Lahrmann