Vor etwa 18 Jahren kaufte ich mir ein Regenfass mit 2.000 Litern Fassungsvermögen (Firma Beckmann, Wangen) und stellte es auf glatte Betonplatten. Die Wandung des Fasses besteht aus Holzleisten, verbunden durch zwei nicht sichtbare Drahtseile, die Innenauskleidung aus hochwertiger, starker, schadstofffreier Folie, die bis heute dicht blieb. Der Vorteil dieses Regenfasses besteht in der unbedenklichen Nutzungsmöglichkeit auch im Winter; eine Eisdecke oder Schnee schaden der Folie nicht. Bei der Randhöhe von 88 Zentimetern bleibt die untere Wasserschicht frostfrei. Das Fass beansprucht lediglich eine Grundfläche von 2,38 Quadratmetern. Die Regenwasserzufuhr lässt sich einfach über einen Schlauch vom Dachrinnenfallrohr mittels Kugelhahn regulieren. Zur Verschönerung der Wasserfläche setzte ich zwei Seerosen im Pflanzkorb ein, zur Vermeidung des Auftriebs band ich sie an Steine (zum Schutz der Folie ohne scharfe Kanten). Zur Förderung ihres Wachstums füge ich dem Wasser in jedem Frühjahr Nährstoffe zu (am kostengünstigsten ist granulierter „Volldünger NPK 15/15/15“ aus dem Agrarhandel). Die an Kalk gebundenen Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium lösen sich im Wasser schnell auf, die Dosierung beträgt drei bis vier Handvoll. Sie fördern nicht nur das prachtvolle Wachstum der Pflanzen, sondern auch die Entwicklung von Schwebealgen, die wiederum die Nahrungsgrundlage für Wasserflöhe darstellen. Ohne mein Zutun fanden sich rasch Daphnien, Schnecken und Egel ein, vermutlich von Vögeln eingetragen, die das Regenfass als Tränke nutzen. Während der Sommermonate entnehme ich dort, wo keine Seerosenblätter treiben, täglich eine Portion Wasserflöhe. Im Herbst kommen noch schwarze Mückenlarven hinzu, über die sich vor allem meine Buntbarsche freuen. Hans-Werner Kretschmer

Es gibt mehrere Methoden, um die winzigen Zysten des Salinenkrebschens (Artemia salina) zu erbrüten. Ausschlaggebend ist die Qualität der „Eier“. Man findet im Zoofachhandel hochwertige, nicht gerade niedrigpreisige Ware mit Schlupfraten von 90 bis 100 Prozent, aber auch billige, kaum brauchbare. Ich kaufe grundsätzlich ordentliche Qualitäten, denn hier ist das Teuerste am Ende das Preiswerteste. Bei meiner „Brutmethode“ arbeite ich, wie schon in den 1970er-Jahren, mit drei Ein-Liter-Glasflaschen und starker Belüftung.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2016

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxDie meisten Aquarianer freuen sich über üppigen Wasserpflanzenwuchs. Manchmal hält sich die Pracht aber nicht an den richtigen Stellen, oder sie verteilt sich ungleichmäßig. Einige Pflanzenarten wachsen einfach und schnell, andere brauchen besondere Bedingungen, um überhaupt in Gang zu kommen. Seit jeher bin ich ein Freund von Oberflächenpflanzen. Schwimmpflanzen und hoch emporstrebende Wasserpflanzen, die ihre ausgedehnten Triebe oder ihre Schwimmblätter auf den Wasserspiegel legen, zählen zu meinen Lieblingen. Jungfische und andere kleine tierische Aquarienbewohner finden hier ideale Versteckplätze. Solche Grünlinge neigen, weil sie sich dicht unter der Aquarienbeleuchtung befinden, zu schönem Wuchs. Oft gedeihen sie allerdings auch zu schön und wuchern die ganze Wasseroberfläche zu. Ein häufiger Nachteil einer starken Oberflächenbegrünung besteht darin, dass sie zu viel Schatten auf die Pflanzen in den unteren Etagen wirft, sodass die unter Umständen kümmern. Kürzlich kam mir eine Idee, wie man Bodengewächse, die mit etwas mehr Licht ansehnlicher werden, zu ihrem Glück verhelfen kann, indem man die Ausbreitung der Konkurrenten an der Oberfläche im Zaum hält. Ich wollte eine bestimmte Wasserfläche frei von Pflanzen(teilen) haben, damit das Licht möglichst in voller Stärke den Bodengrund erreicht. In Internet und Literatur fand ich Empfehlungen für Absperrungen mit Angelschnur. Das funktionierte bei mir aber nicht, und es sah auch nicht schön aus. Reinhold Wawrzynski

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2016

Zum vielseitigen Aquarienzubehör gehören seit Jahren Pinzetten, Löffel, Scheren, kleine Spatel und weitere Werkzeuge aus Metall. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Manche Aquarianer brauchen Pflanzpinzetten, um ihre Grünlinge sorgfältig in den Bodengrund zu bringen. Andere benötigen Spatel, um Sand und Kies zu glätten. Die Löffel – es gibt nur ganz wenige im Fachhandel – werden ebenfalls meistens zur Bodenpflege benutzt. Scheren sind für das Stutzen der Wasserpflanzen gedacht. Vorteil des Metalls ist die Langlebigkeit der Geräte, die aber auch ihren Preis haben. Vor allem Utensilien renommierter Anbieter sind nicht immer günstig. Man hat dann aber etwas Solides und braucht sich nicht mit minderwertigen Plastikartikeln aus Fernost herumzuärgern. Reinhold Wawrzynski

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2016

Es gibt kaum etwas, das Garnelen, Harnischwelse und Schnecken lieber fressen als Brennnesseln. Dass diese Pflanze auch ungemein gesund ist, weiß man aus der Naturheilkunde: Das Brennnesselkraut (Urticae herba) enthält neben ein bis zwei Prozent Flavonoiden reichlich Mineralstoffe (darunter Kieselsäure, Kalium und Nitrat – bis zu 20 Prozent) und wirkt als Heilkraut diuretisch, entzündungshemmend und antirheumatisch. Für unsere Aquarienbewohner ist vor allem sein hoher Mineralstoffgehalt vorteilhaft. Man erntet die jungen Triebspitzen, indem man sie abschneidet, und verfüttert sie am besten überbrüht.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2016