Schöner Panzerwels
Aquarium Glaser importierte prächtige Panzerwelse aus Brasilien, die farblich fast exakt auf die Art Corydoras parallelus passen. Sie stammen jedoch aus dem Rio Jamanxim, einem Tapajós-Zufluss, gehören einer wissenschaftlich noch nicht beschriebenen Spezies an und erhielten von Ian Fuller die Codenummer CW 127. Es handelt sich um den Rundschnäuzer zu dem aus dem gleichen Gebiet stammenden Langschnäuzer C. bifasciatus, der für die Aquaristik zurzeit nicht in nennenswerter Stückzahl zur Verfügung steht.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxBlauer Killifisch
Die Edelsteinkärpflinge (Cyprinodon variegatus), die gerade im Handel angeboten werden, stammen von einem Garagendach im südlichen Deutschland. Dort leben sie jetzt schon viele Jahre und vermehren sich fröhlich. Es ist ihnen egal, ob die Sonne brennt oder der Regen prasselt, sie machen alles mit. Nur einfrieren dürfen sie nicht, denn das vertragen nicht einmal Edelsteinkärpflinge. Aber starke Temperaturschwankungen (bis zu 20 °C im Tag-Nacht-Wechsel) und ständige, rasche Änderungen im Salzgehalt nehmen sie anstandslos hin.

Bunter Kampffisch
Manchmal weiß man nicht, was man mehr bewundern soll: das züchterische Können der Betta-Freaks oder ihre Kreativität beim Erfinden neuer Namen. Dieser Kampffisch heißt Betta splendens „Pla Kat Halfmoon Galaxy Candy“! Wie auch immer – diese Candy (englisch = Bonbons, Süßigkeiten) sind wahre Schönheiten; jedes Tier ist individuell gemustert und gescheckt, also ein Unikat. Abgesehen von der besonderen Färbung und dem drolligen Namen sind sie jedoch typische Siamesische Kampffische.

Frank Schäfer

Prächtige Grundel
Sieht man die Schläfergrundel Giuris margaritacea aus dem indo-westpazifischen Raum, wo sie weit verbreitet ist, zum ersten Mal, denkt man unwillkürlich an eine zu groß geratene australische Tüpfelgrundel (Mogurnda). Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Gattungen liegt darin, dass sich die winzigen Larven von Giuris im Meer entwickeln, die deutlich größeren von Mogurnda hingegen im Süßwasser. Aquarium Glaser importierte jetzt einige 15 bis 20 Zentimeter lange, prächtige Exemplare dieses Fisches, der in der älteren Aquarienliteratur auch als Ophieleotris aporos (Manila­grundel) bezeichnet wird.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxHübsche Schmerle
Die Bachschmerlen Asiens sind eine ungeheuer artenreiche Fischgruppe. Ähnlich wie bei den Panzerwelsen in Südamerika ist ein großer Teil wissenschaftlich noch gar nicht erfasst. Eine gut erkennbare Art ist die Zodiak-Schmerle (Mesonoemacheilus triangularis) aus Süd-In­dien, wo sie endemisch in den Western Ghats vorkommt. Mesonoema­cheilus unterscheidet sich von Nema­cheilus nur in einigen kleineren anatomischen Details. Die hübsche Schmerle wird rund sechs Zentimeter lang und ist einfach zu pflegen.

Großwüchsiger Salmler
Zu den wissenschaftlich am längsten bekannten Leporinus-Arten gehört L. friderici. Er wurde bereits 1794 unter dem Namen Salmo friderici aus Surinam beschrieben. Zurzeit gibt es hübsche, fünf bis sieben Zentime­ter lange indonesische Nachzuchten dieser gut und gerne 40 Zentimeter lang werdenden Großsalmler. In ihrem Verhalten kann man sie am besten mit Buntbarschen vergleichen. Sie fechten unter sich – durchaus ruppig – eine Rangordnung aus, weshalb man kaum jemals ein Exemplar mit un­beschädigten Flossen sieht. Dennoch sollten sie in Gruppen gepflegt werden.

Frank Schäfer

Orangeroter Krebs
Dieser intensiv gefärbte Krebs stammt aus Papua-Neuguinea, wo er auf der Vogelkop-Halbinsel zu finden ist. Bei „Irianto Red“ handelt es sich um eine Farbvariante der erst 2015 wissenschaftlich beschriebenen Art Cherax snowden. Der „normal“    gefärbte C. snowden war vor seiner Erstbeschreibung als C. sp. „Orange Tip“ in der Aquaristik verbreitet. Die knallige Orangefärbung von „Irianto Red“ ist – soweit bekannt – bei Nachzuchten reinerbig. Der recht friedliche Krebs wird etwa zwölf Zentimeter lang (ohne Scheren).

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxHübscher Zwergblaubarsch
Den niedlichen „Flame Red“-Zwergblaubarsch (Dario hysginon) importiert Aquarium Glaser mehr oder weniger regelmäßig. Er stammt aus Birma (Einzug des Irrawaddy, Myitkyina District, Kachin State). Gemeinsam mit dem Flame Red kommt in der Natur ein weiterer Zwergblaubarsch vor, der bereits in der Erstbeschreibung erwähnt wird: „Black Tiger“. Bezüglich der messbaren Werte unterscheidet sich Flame Red nicht von Black Tiger, darum werden beide „offiziell“ lediglich als Farbvarianten der Spezies D. hysginon geführt.

Süßer Kugelfisch aus Thailand

Der erste tropische Süßwasserkugelfisch, der 1903 für die Aquaristik importiert und auch bald nachgezüchtet wurde, war der Gemeine oder Glühaugenkugelfisch (Leiodon cutcutia), damals noch als Tetraodon cutcutia bekannt. Die Art bleibt mit maximal neun Zentimetern Länge ziemlich klein, ist attraktiv gefärbt und einfach zu halten, aber unberechenbar bissig gegen Artgenossen und andere Fische. Wissenschaftlich beschrieben wurde L. cutcutia aus dem Ganges in Indien. Da es sich um eine reine Süßwasserart handelt, die sogar Brackwasser meidet, ist es erstaunlich, dass dieser Kugelfisch auch in Thailand vorkommt.

Frank Schäfer

Schöner Killifisch
Früher stellte man Fundulopanchax scheeli in die Gattung Aphyosemion. Die bildschönen Tiere stammen ursprünglich aus Südwest-Nigeria und werden etwa sechs Zentimeter lang. Keine Angst vor kurz­lebigen Killifischen! Dieser Zahnkarpfen lebt so lange wie andere beliebte Aquarienfische, etwa Guppys oder Platys. Beachten muss man aber, dass die Männchen gern zanken und ständig paarungsbereit sind. Darum muss für zahlreiche Versteckmöglichkeiten für unterlegene Geschlechtsgenossen und genervte Weibchen gesorgt werden.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxBöser Salmler
Hoplias curupira gehört zu den echten Raritäten und ist bei den Raubfischfans gesucht. Mit rund 40 Zentimetern Länge bleibt die gedrungene Art verhältnismäßig klein. Sie hat im Norden Südamerikas eine recht weite Verbreitung, die den oberen Orinoco-Einzug, die Küstenflüsse Guyanas und Surinams, Zuflüsse des Amazonas (Negro, Trombetas, Tapajós, Xingu) sowie den Tocantins und den Capim umfasst. Da H. curupira erst 2009 wissenschaftlich beschrieben wurde, gab es vorher oft Konfusion mit dem großen, hoch aggressiven H. aimara (Synonym H. macrophthalmus).

Namenlose Saugbarbe

Nach vielen Jahren importierte Aquarium Glaser endlich wieder einige ausgewachsene (acht bis zehn Zentimeter lange) Exemplare dieser ebenso seltenen wie schönen und interessanten Saugbarbe. Noch immer ist Garra sp. „Red Tail“ wissenschaftlich nicht beschrieben, obwohl der Fundort (Kasat-Fluss im Westen Thailands) gut dokumentiert ist. Die nächstverwandte Art ist sicher G. fuliginosa Fowler, 1934, von der sich
G. sp. allerdings farblich deutlich unterscheidet.

Frank Schäfer

Hochflossiger Panzerwels
Aus Kolumbien erhielt Aquarium Glaser in kleiner Stückzahl einen außergewöhnlichen Panzerwels: Corydoras cf. brevirostris (CW 27) „Highfin“ zeigt große allgemeine Ähnlichkeit
mit C. breviros­tris (früher als Unterart von C. melanistius betrachtet, C. melanistius brevirostris), doch unterscheidet sich CW 27 durch die sehr hohe Rückenflosse und den stark ausgeprägten Leuchtfleck im Nacken. Der hübsch gezeichnete Panzerwels wird fünf bis sechs Zentimeter lang und ist gattungstypisch friedlich.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxFlossenfressender Salmler
Das Flossenfressen ist im Fischreich eine ziemlich weit verbreitete Ernährungsform, wird dabei doch eine nachwachsende Ressource genutzt; es ist allemal besser, die Kuh zu melken, als sie zu schlachten! Die flossenfressenden Salmler aus Afrika sind allerdings – aquaristisch gesehen – reine Spezialisten-Fische, die sich nur für Aquarianer eignen, die sich mit speziellen biologischen Fragestellungen beschäftigen. Das Bild zeigt ein Exemplar von Phago boulengeri aus dem Kongo.

Goldgelbe Zuchtform
Die Buntbarsche der Gattung Tropheus sind entlang den Küsten des gesamten ostafrikanischen Tanganjikasees in zahlreichen Fundortvarianten verbreitet. Das zum Teil sehr unterschiedliche Aussehen der Tiere zeugt von ­steigenden und sinkenden Wasserständen im Lauf der Jahrtausende. Tropheus „Phoenix“ ist allerdings keine natürlich vorkommende Form, sondern ein Zuchtprodukt. Das leuchtend blaue Auge und die goldgelbe Körperfärbung erinnern an die Population, die bei Namansi am Ostufer des Sees vorkommt (Tansania).

Frank Schäfer