margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxGymnochanda flamea
Alle Glasbarsche der Gattung Gymnochanda (G. filamentosa, G. flamea, G. limi, G.ploegi und G. verae) sind reine Süßwasserfische, die man in der Natur in Schwarzwasser findet; bei Aquarienhaltung dieser Tiere sollte man dem Wasser daher keinesfalls Salz zugeben.
Nur bei zwei Arten, nämlich G. flamea (Süd-Borneo) und G. filamentosa (Malaysia, Sumatra (?), West-Borneo), haben die Männchen fadenartig lang ausgezogene Rücken- und Afterflossenstrahlen, rot bei G. flamea, weißlich blau bei G. filamentosa.
Die Pflege der niedlichen, maximal 4 cm langen Tiere ist nicht sehr schwierig, jedoch fressen sie ausschließlich Lebendfutter. Frisch geschlüpfte Artemia-Nauplien eignen sich ausgezeichnet als Ernährungsgrundlage. Untereinander sind sie sehr friedlich, auch gegenüber anderen Fischen, doch sollte man diese Kostbarkeiten – wenn überhaupt – nur mit anderen winzigen und friedlichen Arten vergesellschaften. Weiches, leicht saures Wasser (pH 6–7) und eine Temperatur von 24–28 °C sind zu empfehlen.
Die Tiere sind Eierleger ohne Brutpflege. Die Eier werden in feinfiedrigen Pflanzen abgesetzt. Über eine erfolgreiche Aufzucht ist meines Wissens bislang noch nicht berichtet worden.

Umbra krameri
Die Hundsfische (Umbra) sind Eiszeitrelikte und heutzutage nur in Resten ihres ursprünglichen Areals zu finden. Drei Arten haben in die Jetztzeit überdauert, zwei in Nordamerika und eine in Europa. Die europäische Art (Umbra krameri) ist wegen Lebensraumzerstörung vom Aussterben bedroht.
Hundsfische sind an extreme Lebensräume angepasst: moorige Gewässer mit stark schwankendem Sauerstoffgehalt, krassen Temperaturschwankungen und niedrigem pH-Wert. Früher waren sie deshalb beliebte Aquarienfische. Heute gehören sie wegen ihrer unscheinbaren Färbung zu den absoluten Raritäten.
Auch wenn man es ihnen nicht ansieht: Hundsfische sind relativ enge Verwandte der Hechte (Esox)! Sie bleiben allerdings viel kleiner: Länger als 10 cm werden sie kaum, meist liegen sie deutlich darunter. Hundsfische verfügen über eine Schwimmblasenatmung und können ihren gesamten Sauerstoffbedarf über atmosphärische Luft decken.
Aquarium Glaser hat jetzt Umbra krameri als Nachzuchten erhalten. Da die amerikanische Art U. pygmaea der vom Aussterben bedrohten U. krameri sehr ähnlich ist, gehen wohl viele Meldungen über Funde des Europäischen Hundsfisches in Europa in Wirklichkeit auf U. pygmaea zurück. Auch wenn U. pygmaea bereits vor 1913 in Deutschland heimisch gemacht wurde, sollte man unbedingt beachten, dass das Aussetzen von Tieren sehr zu Recht eine strafbare Handlung ist, ganz egal, ob es sich um fremdländische oder einheimische Arten handelt.
Umbra krameri und U. pygmaea kann man anhand der Struktur der Rückenflosse voneinander unterscheiden. U. krameri hat nur einen Stachelstrahl und alle Weichstrahlen der Rückenflosse sind ungefähr gleich lang, während U. pygmaea drei Stachelstrahlen besitzt und die Strahlenlänge vom Anfang der Rückenflosse zur Mitte langsam ansteigt, die ersten Strahlen also deutlich kürzer als die in der Mitte der Flosse sind.
Im Aquarium und Gartenteich sind Hundsfische absolut anspruchslos und leicht zu halten. Man biete ihnen nach Möglichkeit torfiges Wasser. Eine Heizung ist nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Hundsfische sind also unbedingt Fische für Energiesparer. Gefressen wird jegliches Frost- und Lebendfutter passender Größe. Untereinander können sie etwas zänkisch sein, darum sorge man für reichlich Versteckmöglichkeiten.
Die Weibchen werden größer als die Männchen. Hundsfische betreiben Brutpflege. Die Weibchen (!) bauen Nester am Boden zwischen dichten Pflanzenbeständen und bewachen aggressiv Laich und Larven. Zur Nachzucht ist eine kalte Überwinterung (4–8 °C, weniger als 8 Stunden Beleuchtung pro Tag) notwendig, gelaicht wird ab 13 °C und bei länger werdenden Beleuchtungsphasen.

Serrasalmus humeralis
Die Bestimmung vieler Piranha-Arten ist nur schwer möglich. Eine der am frühesten beschriebenen und darum mit vielen taxonomischen Problemen behaftete Piranha-Arten ist Serrasalmus humeralis. Valenciennes war 1850 der Erstbeschreiber, aber es steht außer Frage, dass er das Typusexemplar, für das er „Amazonas“ als Typenfundort angab, von Castelnau erhalten hatte. Valenciennes‘ Beschreibung ist kein Bild beigefügt. Das holte Castelnau 1855 nach und korrigierte zugleich den Typenfundort zu „Araguaia“. Man muss also davon ausgehen, dass S. humeralis im Tocantins-Einzug vorkommt. Die Zeichnung von Castelnau ist sehr detailgetreu und es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass sie in den wesentlichen Einzelheiten nicht der Natur entspricht.
Die Piranhas, die Aquarium Glaser jetzt aus dem Tocantins-Einzug als Serraslmus humeralis importierte, gleichen in allen wichtigen Bestimmungsmerkmalen (Schulterfleck, Zeichnung der Schwanzflosse, Körperform, Färbung) der Zeichnung Castelnaus, wurden aber bislang in der aquaristischen und wissenschaftlichen Literatur mehrheitlich als S. eigenmanni identifiziert. Letztere Art wurde 1929 anhand eines Exemplars aus Guyana beschrieben. Wenn S. humeralis und S. eigenmanni artgleich wären, so wäre der gültige Name S. humeralis. Derzeit gehe ich jedoch davon aus, dass beide Arten valide und einander nur sehr ähnlich sind.
Serrasalmus humeralis wird rund 20 cm lang. Er gehört in die Gruppe flossenfressender Piranhas, die im Aquarium dauerhaft am besten einzeln gepflegt werden, wenn man Wert auf unbeschädigte Exemplare legt. Aus unvorhersagbaren Gründen kommt es bei Gruppenhaltung der Piranhas vom flossenfressenden Verhaltenstypus zudem häufig dazu, dass das Rudel – oft nach monatelangem Zusammenleben – ein Individuum ausguckt und mobbt. Dazu wird das Mobbingopfer mit einer Bissmarke unmittelbar vor der Rückenflosse markiert. Gewöhnlich wird der gemobbte Fisch nach einigen Tagen vom restlichen Rudel gefressen, unabhängig vom vorhandenen Nahrungsangebot. Der Versuch einer Gruppenhaltung bedingt im Übrigen wirklich sehr große Aquarien, in Becken unter 150 cm Kantenlänge sind solche Versuche von vornherein aussichtslos.

Priapella olmecae
Die Gattung Priapella umfasst derzeit sechs beschriebene Arten, von denen P. intermedia und P. compressa bisweilen im Handel auftauchen. Alle Priapella-Arten sind Oberflächenfische, die in der Natur an relativ stark strömendes Wasser angepasst sind. Hier stehen sie im Schwarm mit dem Kopf gegen die Strömung und springen nach kleinen Insekten, die ihre Hauptnahrung bilden. Besonders auffallend sind die leuchtend blauen Augen, die es an Leuchtkraft leicht mit denen der Leuchtaugenfische (Aplocheilichthys) aufnehmen können.
Die Pflege der schönen Tiere im Aquarium ist nicht schwer. Man sollte sie allerdings im Schwarm halten, damit ihre volle Schönheit zur Geltung kommt, und sie sind bei paarweiser Haltung auch oft sehr scheu. Es handelt sich um äußerst friedliche Fische. Die Tiere mögen ein gut ausgeleuchtetes Aquarium mit kräftiger Filterung, die Temperatur sollte im Bereich von 21–26 °C liegen. Mittelhartes bis hartes Wasser mit einem pH-Wert über 7,5 ist zu bevorzugen. Gefressen wird jegliches übliche Futter, allerdings nicht vom Boden. Pflanzen werden von P. olmecae nicht beschädigt.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxHyphessobrycon paepkei
Der Goldschulter-Schmucksalmler, Hyphessobrycon paepkei, wurde erst vor wenigen Jahren wissenschaftlich beschrieben. Die der Erstbeschreibung zugrunde liegenden Exemplare stammten aus der Anlage von Aquarium Glaser. Verbreitet ist die Art im Rio Negro in Brasilien. Anfangs kam sie nur in kleinen Stückzahlen als Beifang – vor allem mit Hyphessobrycon socolofi –, aber seit einiger Zeit ist dieser wunderschöne Schmucksalmler rein sortiert verfügbar.
Die Farbkombination – nur ein roter Punkt im oberen Lappen der Schwanzflosse (vs. flächig rote Caudalis oder in beiden Lappen der Flosse ein roter Punkt bei anderen Schmucksalmlern) und ein von einer golden schimmernden Zone eingerahmter Humeralfleck – definiert die Art sehr gut und macht sie innerhalb der komplexen „rosy tetra clade“ sicher erkennbar.
Bezüglich der Pflege unterscheiden sich die höchstens 5 cm langen Tiere nicht von anderen ähnlichen und aquaristisch gut bekannten Arten, wie den Phantom- und Schmucksalmlern.

Betta krataios
Die Gattung Betta – also die Kampffische – ist ein herausragendes Beispiel dafür, welchen unschätzbaren Beitrag zur Kenntnis der Biodiversität die Aquarienkunde leistet. Die Zahl der wissenschaftlich akzeptierten Arten ist seit der Gründung der Labyrinthfischgemeinschaften in den späten 1970er-Jahren von weniger als zehn auf über 70 angestiegen.
Die Unterscheidung der Arten ist nicht immer einfach, das liegt auf der Hand. Innerhalb der Gruppe der maulbrütenden Kampffische galt jedoch B. dimidiata aus dem Kapuas-Einzug auf Borneo (indonesischer Teil der Insel, der Kalimantan heißt) lange Zeit als so abweichend, dass die Art als einzige Spezies in der nach ihr benannten Artengruppe geführt wurde. Die ersten B. dimidiata kamen durch Privatinitiative nach Europa. Sie entsprachen mit ihren fast schon überdimensional lang ausgezogenen Flossen und der lanzettförmigen Schwanzflosse sehr gut dem Bild, das man von dieser Art hat.
Aber später, als in den 1990er-Jahren auch kommerzielle Importe hereinkamen, staunte man nicht schlecht, dass es auch rundschwänzige Männchen gibt. Diese Rundschwänze wurden 2006 als eigene Art beschrieben, nämlich als B. kratai­os. Die der Beschreibung zugrunde liegenden Tiere stammten aus dem Großhandel in Singapur und sollten in der Umgebung von Mandor (Provinz Kalimantan Barat) gefangen worden sein. In der Natur wurden Exemplare später in der Nähe von Pontiak, Sanggau und Mandor gefunden.
Die nur 4–5 cm langen Tiere sind Schwarzwasserbewohner und können sich erheblich kräftiger färben, als es das beigefügte Bild vermuten lässt. Leider lassen sich in Fotoaquarien nicht immer die Bedingungen schaffen, die die Tiere in Fortpflanzungsstimmung – und somit optimale Ausfärbung – bringen.
von Frank Schäfer

Homaloptera confuzona
Flossensauger gehören in die Schmerlenverwandtschaft. Die wohl schönsten Vertreter findet man in der Gattung Homaloptera. Es gibt mehrere eng verwandte und ähnlich aussehende Arten. Im Deutschen bezeichnet man sie gerne als „Sattelfleckschmerlen“, im Englischen werden die Tiere „lizard loaches“ genannt, also „Eidechsenschmerlen“.
Eine sehr schöne Plattschmerle aus dem Einzug des Mekong unterhalb der Khone Falls in Laos und Kambodscha sowie aus kleinen Küstenflüssen im südöstlichen Thailand ist Homaloptera confuzona. Sie ist eng mit südthailändischen H. parclitella und der indonesischen H. orthogoniata verwandt. In der Pflege sind die bis zu 8 cm langen Tiere anspruchsvoll: Sie verlangen ein keimarmes Milieu, das Wasser sollte unbedingt mit Huminstoffen aus Torf, Erlenzäpfchen oder Laub angereichert werden, sonst sind die Tiere sehr empfänglich für Parasiten. Zusätzlich haben diese Fische als Fließwasserbewohner einen hohen Sauerstoffbedarf. Das Wasser sollte darum nicht zu warm sein, 22–25 °C sind ideal. Anfangs wird Lebendfutter bevorzugt, später nehmen die Tiere auch Frost- und Trockenfutter an.
Die schönen Fische sind sehr friedlich, imponieren aber untereinander gerne in harmlosen Rangordnungskämpfen, die sehr interessant anzusehen sind.

Lentipes ikeae
Die Grundelunterfamilie Sicydiinae umfasst gegenwärtig neun Gattungen mit 129 Arten. Es sind durchwegs strömungsliebende Tiere, die in der Natur vorwiegend in klaren Bächen vorkommen und sich von Aufwuchs und Kleintieren ernähren. Die Larvalentwicklung erfolgt im Meer. Besonders populär sind einige Neongrundeln der Gattung Stiphodon, Vertreter anderer Gattungen kommen nur sehr selten in den Handel.
Aquarium Glaser hat die Art Lentipes ikeae (oben) aus Indonesien erhalten. Man kennt sie von Java und Bali, sie wurde im Jahr 2014 wissenschaftlich beschrieben. Die Maximalgröße von L. ikeae liegt bei 4–5 cm. Es sind friedliche und gesellige Tiere, die mit ihrem stark ausgeprägten, aus den Bauchflossen gebildeten Saugnapf auch gerne mal – wie in der Natur – aus dem Wasser herausklettern. In der Natur überwinden sie so Wasserfälle. Im Aquarium sollte man darum für eine gute Abdeckung sorgen, sonst könnte der Wandertrieb fatale Folgen haben.
Der Artname bezieht sich übrigens nicht auf das schwedische Möbelhaus, sondern ehrt die Mitarbeiterin des Museum Zoologicum Bogoriense in Bogor, Java, Frau Ike Rachmatika.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxPapyrocranus afer
Die Messerfische sind mit drei Arten im  tropischen Afrika sehr weit verbreitet. Mit etwa 60 cm Gesamtlänge gehört Papyrocranus afer zu den großen Vertretern, während eine zweite afrikanische Art, die ebenfalls in Nigeria vorkommt, Xenomystus nigri, mit 15–20 cm Endlänge zu den kleinsten (Altwelt-)Messerfischen zählt.
Aquaristische Erfahrungsberichte zu P. afer liegen seltsamerweise kaum vor, obwohl zumindest einige Farbformen sehr attraktiv gezeichnet sind. Allerdings gibt es einen Zuchtbericht von Ong Kay Yong, der in der TFH 1965 erschien. Demnach handelt es sich bei der Art um einen paternalen Brutpfleger.
Untereinander sollen die Tiere bissig sein. Ich persönlich konnte keine erhöhte Unverträglichkeit beobachten, 15–20 cm lange P. afer lebten friedlich in größerer Zahl (etwa 50 Exemplare) zusammen. Längerfristig habe ich die Art aber noch nicht persönlich gepflegt.
Grundsätzlich handelt es sich bei Papyrocranus um dämmerungs- und nachtaktive Raubfische, die ähnlich wie ihre aquaristisch besser bekannten asiatischen Verwandten der Gattung Chitala zu pflegen sind. Obwohl sich bei P. afer mehrere geografisch zuzuordnende Farbformen finden, wurden diese bisher nicht als eigenständige Arten oder Unterarten beschrieben. Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Die üblicherweise aus Nigeria importierten Farbvarianten sind eher unscheinbar, es gibt hell gefleckte und dunkel gefleckte Formen.
Papyrocranus-Vertreter sind obligatorische Luftatmer, die regelmäßig an die Wasseroberfläche schwimmen und dort Luft holen.

von Frank Schäfer

Aplocheilus panchax „Manipur“
Vor einiger Zeit gelang Aquarium Glaser die Einfuhr eines bildhübschen Hechtlings aus dem nordindischen Bundesstaat Manipur. Gegenwärtig ist wissenschaftlich nur die Art Aplocheilus panchax in diesem Formenkreis anerkannt, die von China über große Teile Indiens, Burmas und Indochinas (Thailand, Vietnam, Kambodscha, Laos) sowie Indonesiens verbreitet ist. Selbstverständlich sehen die Tiere überall unterschiedlich aus, ...

Nannostomus anduzei
Nach längerer Zeit konnte Aquarium Glaser wieder einmal eine der kleinsten Fischarten des Amazonas-Beckens importieren: Nannostomus anduzei. Die Tiere werden – inklusive Schwanzflosse – keine 2 cm lang. Der aktuelle Import kam über Manaus, es handelt sich also um brasilianische Tiere; die der Erstbeschreibung zugrunde liegenden Exem­plare stammten aus dem Departamento Amazonas in Venezuela. Optisch gibt es keinen Unterschied zwischen venezolanischen und brasilianischen Tieren.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxLiosomadoras oncinus
Der Jaguarwels (Liosomadoras oncinus) gehört zu den Seltenheiten im Hobby. Auch in den großen Museumssammlungen der Welt ist die Art nur spärlich vertreten, weshalb das Wissen um diese Tiere gering ist. Im Aquarium gehören sie zu den sehr empfindlichen Pfleglingen, an die sich nur geübte Aquarianer heranwagen sollten. Die Art neigt zu Pilz- und bakteriellen Erkrankungen. Beidem kann man nur mit optimaler Wasserpflege entgegenwirken, günstig ist die Pflege in weichem, leicht saurem Wasser (pH 5,5–6,5), denn das mögen weder Pilze noch krank machende Bakterien...

Rasbora paucisqualis
Diese Art ist ein niedlicher, etwa 3–4 cm lang werdender Bärbling aus Thailand. Gesammelt wurden die fotografierten Tiere u. a. im Ataran, einem Fluss, dessen Oberlauf in Thailand liegt (wo er auch als Kasat bezeichnet wird) und dessen größerer, unterer Teil durch Burma fließt...

von Frank Schäfer

Xiphophorus variatus „Puente Escalanar“
Die Ahnen dieser Papageienplatys wurden im Jahr 2002 in Puente Escalanar, Veracruz, Mexiko von Liebhabern gesammelt. Seither begeistern die Tiere hauptsächlich die Freunde der Lebendgebärenden; im regulären Handel tauchen sie unseres Wissens nur sehr selten auf.
Besonderes Kennzeichen ist der sichelförmige Schwanzwurzelfleck, den alle Exemplare, Männchen und Weibchen, zeigen. Bei den Männchen  gibt es zwei Färbungstypen: Exemplare mit Tigerstreifen auf den Flanken des Vorderkörpers und solche, die hier gepunktet sind. Dominante getigerte Exemplare werden quittegelb, bei den gepunkteten ist viel blauer Schimmer im Vorderkörper. Besonders schön sind die himmelblauen Schuppen, die manche Männchen der getigerten Form in der Mitte des Vorderkörpers aufweisen.
Es sind lebhafte Tiere, deren Verhalten sehr ursprünglich geblieben ist. Bei Beunruhigung schließen sie sich zu einem Schwarm zusammen, was man bei den schon seit hundert Jahren domestizierten Stämmen nur noch selten beobachten kann.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxMacrobrachium equidens
Die Bestimmung von Langarmgarnelen ist kniffelig, da sich die Arten ziemlich ähnlich sehen und zudem farblich variabel sind. Macrobrachium equidens unterscheidet sich nach den Angaben in den Bestimmungswerken der Welternährungsorganisation FAO von ähnlichen Arten der indopazifischen Region durch das Vorhandensein zweier Stachel am Vorderkörper. Da die aus Thailand importierten Tiere diese Stacheln aufweisen, haben wir sie als M. equidens bestimmt. Sehr ähnlich und aus aquaristischer Sicht vergleichbar ist z. B. M. idae, die auch aus Thailand zu uns kommt.
Die extem langen Arme von M. equidens sind schon beeindruckend. Männchen setzen sie bei Kommentkämpfen ein: Wie Hirsche oder Sumo-Ringer schieben sie sich damit hin und her, wobei sie ermitteln, wer der Stärkere ist. Die Damen schauen zu, der Gewinner hat beste Chancen, zur Paarung akzeptiert zu werden. Die Zucht unter Aquarienbedingungen ist aufwendig, da sich die Larven nur in Salzwasser entwickeln. Erwachsene Tiere leben im Süßwasser.
M. equidens gehört zu den zu Speisezwecken stark befischten Garnelen und wird oft in Aquakultur gehalten. Flüchtlinge aus den Zuchtbetrieben sind in Westafrika und Brasilien verwildert und bilden dort heute große Bestände. Die ursprüngliche Heimat dieser Garnele ist der gesamte indopazifische Raum.
von Frank Schäfer