Europäischer Barsch
Perca fluviatilis ist einer der häufigsten und am weitesten verbreiteten Fische Europas. Er ist ökologisch sehr anpassungsfähig. Die erreichbare Größe hängt stark von den Lebensumständen ab. In manchen Gewässern wird der Flussbarsch nie länger als acht, in anderen bis zu 50 Zentimeter lang; das ist nicht genetisch bedingt. Trotz der hübschen Färbung werden Flussbarsche nicht oft im Aquarium gepflegt, da sie schwierig einzugewöhnen sind. Anfangs sind sie äußerst schreckhaft und dadurch auch krankheitsanfällig. Hier ist Fingerspitzengefühl gefordert; für Anfänger eignet sich Perca darum nicht.


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxPeruanischer Messerfisch
Gymnotus chaviro stammt aus Peru, wo die Art zusammen mit dem nahen Verwandten G. carapo im oberen Einzug des Río Yurua lebt. Die Bänderzeichnung ist arttypisch. Da beide Spezies gemeinsam vorkommen können, ist damit zu rechnen, dass sie auch gleichzeitig importiert werden. Das größte bislang bekannte Exemplar von G. chaviro war 27,5 Zentimeter lang. Besonders interessant ist, dass es sich um innerartlich friedfertige Fische handelt, die sich zu mehreren im Aquarium pflegen lassen.

Ostafrikanischer Maulbrüter
Bereits 1911 gelangte ein klein bleibender maulbrütender Buntbarsch nach Deutschland, der als Pseudocreni­labrus philander dispersus aquaristisch bekannt wurde. Im Jahr 1990 wurde der „Messingmaulbrüter“ erneut wissenschaftlich untersucht, wobei festgestellt wurde, dass er nicht mit P. philander dispersus übereinstimmt; daraufhin wurde er als P. multicolor victoriae beschrieben. Seither schwimmt der Fisch unter beiden Bezeichnungen in den Aquarien der Welt. Aquarium Glaser hat zurzeit einen sehr hübschen Stamm im Angebot.

Frank Schäfer

Westafrikanischer Schlammspringer
Periophthalmus barbarus gehört mit maximal 15 ­Zentimetern Gesamtlänge zu den größeren Arten seiner Gattung. Die Männchen sind untereinander sehr aggressiv, es ist kaum möglich, zwei von ihnen auf Dauer in einem Aquaterrarium gemeinsam zu pflegen. Die Weibchen sind etwas verträglicher. Man kann das Aggressions-Level in einer Gruppe dieser Schlammspringer mit dem bestimmter Buntbarsche, etwa Tropheus- oder Petrochromis-Arten, vergleichen.


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxNigerianischer Nilhecht
Aus Nigeria erhält Aquarium Glaser häufiger Mormyrus rume. Wegen der Farben wird man die Art sicher nicht pflegen, aber es handelt sich um interessante Tiere, die – wie alle Mormyriden – eine „Sprache“ aus elektrischen Impulsen entwickelt haben und ein im Vergleich zur Körpermasse riesiges Gehirn besitzen. Das Aquarium für diese Fische sollte möglichst geräumig und versteckreich eingerichtet sein. Viele Betrachter erinnert dieser Nilhecht an einen Delfin; tatsächlich ist die Ähnlichkeit verblüffend, wenn man ihn von vorn betrachtet.


Südostasiatischer Stichling
Dieser thailändische Winzling wird höchstens drei ­Zentimeter lang. Die Geschlechter sind bei Indostomus crocodilus einfach zu unterscheiden. Die Männchen zeigen einen breiten, weißen Saum an Rücken- und Afterflosse sowie an den Bauchflossen. Während der Laichzeit sind die Weibchen zudem fülliger. Die Männchen treiben Brutpflege, sie bewachen Gelege und Larven in Röhren (etwa Bambus) bis zum Freischwimmen. Die Kost für die ruhigen, friedlichen, sich meist langsam bewegenden Fische sollte aus feinstem Lebendfutter bestehen.

Frank Schäfer

Aparter Salmler
Nach vielen Jahren gelang Aquarium Glaser wieder einmal der Import des schönen Salmlers Pseudochalceus kyburzi aus Kolumbien. Er wird gewöhnlich rund fünf, maximal acht Zentimeter lang und ist am ­besten mit den bekannten Kaisertetras (Nematobrycon) vergleichbar. Der Artname ehrt übrigens den Entdecker von N. palmeri, den inzwischen verstorbenen Exporteur William A. Kyburz (Kolumbien). Pseudochalceus kyburzi gehört zu den wenigen Salmlern mit Brutpflege.


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxZarte Zwergbarbe
Achtbinden-Trugbarben sind sehr zarte, leicht durchscheinende Zwergbarben (drei bis vier Zentimeter lang) aus den Schwarzwassern Malaysias und Indonesiens. ­Beschrieben wurde Eirmotus octozona 1959 anhand von Exemplaren aus dem Zoohandel, die angeblich aus Thailand (Bung Borapet) stammten. Dort wurde sie aber nie wieder gefunden. Fischfänger sammelten sie früher im Torfsumpfwald von Ayer Hitam in Johor (Malaysia). Dieser Wald ist durch Ölpalmen-Anbau leider weitgehend vernichtet, weswegen vermutlich alle Fische, die dort lebten, ausgestorben sind.


Beliebter Wespenwels
Die Wespenwelse (Gattung Akysis) erfreuen sich bei Aquarianern zunehmender Beliebtheit. Ihren deutschen Namen tragen sie, weil sie an der Basis der Rücken- und Brustflossen eine Giftdrüse besitzen. Der Stich mit den Stacheln dieser Flossen ist sehr schmerzhaft, aber harmlos (Allergiker sollten vorsichtig sein). Akysis portellus wird vier bis fünf Zentimeter lang und stammt aus ­Klarwasserbächen im Sittang-Einzug (Birma). Man sollte die friedlichen Tiere immer in Trupps in Aquarien pflegen, die stellenweise feinen Sand als Bodengrund enthalten, denn Wespenwelse graben sich gern in das Substrat ein.

Frank Schäfer

Wunderschöne Grundel
Aus Indonesien erhielt Aquarium Glaser eine Sendung wunderschöner Sicyopus-Grundeln ...


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxFriedliche Barbe
Die Khavli-Barbe stammt aus dem Yenna-Fluss im Satara-Distrikt im indischen Bundesstaat Marahashtra. Sie geht schon einmal an ...


Goldbinden-Ziersalmler
Nannostomus harrisoni wurde 1909 aus Guyana beschrieben, wo er ausschließlich im Einzug des Demerara-Flusses zu finden ist. Der friedliche Ziersalmler wird maximal 4,5 Zentimeter lang. Früher stellte...

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 4/2018

Goldschulter-Schmucksalmler
Hyphessobrycon paepkei wurde erst vor wenigen ­Jahren wissenschaftlich bearbeitet, die der Beschreibung zugrunde liegenden Exemplare stammten aus der Anlage von Aquarium Glaser. Verbreitet ist die Art im Rio Negro in...


margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxVariable Algenrennschnecke
Aus Thailand wird zurzeit die niedliche Schnecke Nerita polita exportiert. Die Art ist im Indo-West-Pazifik weit verbreitet und außerordentlich häufig. Ihre Schalen­größe variiert zwischen 13 und...


Selten eingeführter Stachelaal
Aus Indonesien erhielt Aquarium Glaser zwei 50 bis 60 Zentimeter lange Stachelaale, die sich dank der Hilfe von Ralf Britz als Mastacembelus unicolor identifizieren ließen. Die Art wurde...

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 3/2018