Um im Kampf ums Überleben zu bestehen, gehen viele Organismen Gemeinschaften mit ­Angehörigen anderer Arten ein. Die Natur dieser Lebensgemeinschaften ist höchst vielfältig und kann einem oder beiden Beteiligten Vorteile in Form von Nahrung, Wohnraum, Schutz oder anderem bieten, aber auch auf Kosten eines der Partner gehen. Einige solcher ­Koalitionen kann man zweifelsfrei einordnen. Bei anderen jedoch, auch altbekannten, muss man genau hinschauen, um zu erkennen, wer gewinnt und wer verliert – und vor allem: ­Warum? | von Helmut Göthel

Jedes Individuum einer Art steht in vielfältigen Beziehungen zu anderen Exemplaren seiner ei­genen Art und weiterer Spezies. Diese Kontakte können sehr unterschiedlich sein. Sowohl die inner- als auch die zwischenartliche Konkurrenz können sich auf die Nahrung und das Revier beziehen und weisen einen aggressiven Charakter auf.
Auch die bekannten Räuber-Beute-Beziehungen gehören zu den vielfältigen und oft vernetzten Kontakten eines Individuums zu anderen. Darüber hinaus gibt es eine Fülle von Kombinationen, die keinen aggressiven Charakter besitzen und mindestens einem
der beteiligten Partner Vorteile bieten. Außerdem gibt es Gemeinschaften, bei denen einer der Partner nur (meist geringfügig) geschädigt, in der Regel jedoch nicht getötet wird.

Besucht man das Schauaquarium in der schönsten Stadt auf Italiens zweitgrößter Insel, verspürt man rasch den Wunsch: „Schleunigst zurück in die Sonne!“ | von Rainer Stawikowski

Lichtdurchflutete Tunnels, die den Besuchern die Illusion verschaffen, sich unter der Wasseroberfläche und zwischen den tierischen Bewohnern eines großen Gewässers zu bewegen, sind bekanntlich „in“ (siehe etwa Seite 26).
Düstere Katakomben, „Aquarien-Grotten“, an deren Wänden sich spärlich beleuchtete Glaskästen reihen, gehören dagegen der Vergangenheit an, dachte ich jedenfalls.
Ein Blick in das Schauaquarium in Alghero an der Westküste Sardiniens belehrte meine Frau und mich im Mai 2018 jedoch eines Besseren.
Eigentlich war der Besuch dieses sardischen Aquarienkellers gar nicht vorgesehen, zumal die schönste Stadt auf Italiens zweitgrößter Insel wirk­-lich reichlich Sehenswertes zu bieten hat, die gotisch-katalanische Altstadt natürlich, die alte Stadtmauer mit den massiven Festungstürmen, die Kathedrale Santa Maria oder die ­Kirchen San Francesco, San Michele und della Misericordia. Diese und ­weitere Sehenswürdigkeiten sind es auch, die in jedem Reiseführer auf­geführt sind – das öffentliche Aqua­rium jedoch nicht.

„Immer wieder gern“ zieht es Ingrid und Reinhold Wawrzynski nach Südostasien, ganz besonders gern nach Thailand. Dieses Mal ging es in den Norden des Königreichs. Resultat nach der Reise: „Gern immer wieder!“ | von Reinhold Wawrzynski

Meine Frau interessiert sich sehr für die Kultur und Geschichte Thailands. Unser Reiseziel, Chiang Mai, besitzt über 200 Tempel. Ich bin (kein) Kulturbanause, hatte aber recherchiert, dass Tempelanlagen häufig über Teiche, Wasserbecken und Fische verfügen. Und einen Zoo mit Aquarium gibt es in der Stadt auch …
Unsere Reise im Januar 2019 ging daher in den Norden Thailands. Die zweitgrößte Stadt des Landes hat 135.000 Einwohner. In der Gegend herrschte in dieser Jahreszeit ein fast mediterranes Klima mit höchstens 30 °C und erträglicher Luftfeuchtigkeit.

Zu einem erholsamen Urlaub gehört für unseren Autor immer die Suche nach allen möglichen interessanten Tieren. Als Aquarianer kann er natürlich auch kein öffentliches Schauaquarium auslassen. | von Uwe Dost

Bei der mit unserer Mallorca-­Urlaubsplanung 2018 einher­gehenden obligatorischen Suche nach Schauaquarien stieß ich auf das 2007 neu eröffnete „Palma-Aqua­rium“, eine Kombination aus Schau­aquarium, Erlebnis- und Freizeitpark. Die Einrichtung unterstützt aber auch Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Universitäten und ist im ­Naturschutz auf den und um die ­Ba­learen tätig.
In 55 Bassins mit einem Gesamt­volumen von fünf Millionen Litern werden den Besuchern über 8.000 Meeresbewohner in mehr als 700 ­Arten präsentiert. Ein 900 Meter langer Rundweg führt durch das Gebäude, die Sonderausstellungsräume und die Gartenanlagen.
Den Anfang machen mehrere ­größere Aquarien mit Bewohnern des Mittelmeers, kleinere Becken beherbergen verschiedene Nesseltiere, beispielsweise Wachsrosen und Korallen, sowie Seepferdchen.

Seit Juli 2017 präsentiert der Königliche Burgers’ Zoo in einer großen Mangrovenhalle seinen Besuchern ein Stück tropischer Karibikküste. | von Uwe Dost

Burgers’ Zoo in Arnheim liegt ziemlich nah an der deutsch-niederländischen Grenze. Vom Rheinland oder vom Ruhrgebiet aus ist er in gut einer Stunde bequem zu erreichen und bietet sich als Ziel für einen Tagesausflug an.
Der Zoo umfasst ein 45 Hektar großes Areal am Stadtrand von Arnheim. Ein Safaripark – der erste, der 1969 auf dem europäischen Festland eröffnet wurde – nimmt den Großteil der Fläche ein. Damals konnte man den Park noch mit Autos, Bussen und Safarizug befahren, doch inzwischen müssen oder dürfen die Besucher auf einer ­Safariwanderung das Gelände erkunden, denn 1995 wurden alle Vehikel aus dem Gelände verbannt. Heute kann man die Savannenbewohner also auf einem Rundweg von Aussichtsbrücken aus in aller Ruhe beobachten.