von Andreas Spreinat

Die wohl am häufigsten eingesetzte Methode zur Bestimmung der Bakterienanzahl in einer wässrigen Lösung ist das sogenannte Plattengussverfahren gemäß DIN EN ISO 6222:1999. Das Verfahren wurde für die Kontrolle und Überwachung von Trinkwasser entwickelt. Dabei wird 1 ml des zu untersuchenden Wassers mit etwa 20 ml einer 46 °C warmen, flüssigen Agar-Nährstoff-Mischung in einer Plastikschale (Petrischale) vermengt. Nachdem der Agar zu einer festen, puddingartigen Masse erstarrt ist, wird die Schale bei einer Temperatur von 22 °C bzw. 36 °C (Brutschrank) für einen Zeitraum von 44 bis 48 Stunden aufbewahrt (inkubiert).

Die Betonung bei der Überschrift dieses Beitrags liegt auf „im Aquarienwasser“, denn dass die im Filter gebundenen Bakterien essenzielle Aufgaben erfüllen, steht außer Zweifel. Wenig erwünscht und für viele Erkrankungen verantwortlich sind dagegen frei im Wasser vorliegende Keime. Die gute Nachricht: Man kann Abhilfe schaffen. | von Andreas Spreinat

Neben der Hauptfunktion der Nitrifikation ist eine wesentliche Aufgabe der Filterbakterien darin zu sehen, dass sie überschüssige Nährstoffe im Aquarienwasser verbrauchen und die Bakterienzunahme im freien Wasser reduzieren, im besten Fall unterbinden. Fällt der Filter auch nur für einen Tag aus, ist das Wasser meistens bereits deutlich eingetrübt. In DATZ 10 und 11/2012 sind diese Zusammenhänge ausführlich behandelt.

Zugegeben, Fang und Verfüttern von Lebendfutter stellen in den meisten Fällen kein wirkliches Problem dar. Wasserflöhe etwa werden mit kleinen Küchensieben abgeschöpft, und auch der „Fang“ von Tubifex oder anderen Würmchen wie Enchyträen oder Grindal ist weitgehend stressfrei. Schwieriger wird es, wenn es sich um mikroskopisch kleine Futtertiere handelt, die wir mit bloßem Auge kaum noch wahrnehmen können. | von Roland Schreiber

Essigälchen (Turbatrix aceti) besetzen seit Langem einen festen Stammplatz auf dem Speisezettel meiner heranwachsenden Jungfische. Während die Kultur dieser sehr widerstandsfähigen und äußerst pflegeleichten Fadenwürmer (Nematoda) überaus einfach ist, stellt uns das Verfüttern der winzigen und heftig zappelnden Tierchen vor einige Probleme. Einerseits soll die bei der Jungfischschar beliebte Beute möglichst sauber ins Aquarium befördert werden. Der Eintrag der Kulturlösung, die neben dem Essig meist auch Zusätze von Zucker, Hefe und Unmengen an Essigsäurebakterien enthält, muss unbedingt vermieden werden. Andererseits lassen sich die Älchen aufgrund ihrer geringen Größe, des wurmartigen Körperbaus sowie ihrer flinken Bewegungen nur sehr schwer einfangen oder aussieben.

Der weltgrößte Wochenendmarkt Chatuchak in Thailands Hauptstadt ist ein Anziehungspunkt für Besucher aus aller Herren Länder. Auch wenn er nach einer Schließung für wenige Wochen zu Beginn der Corona-Pandemie wieder geöffnet wurde – reisende Aquarianer dürften es aktuell schwer haben, nach Bangkok zu kommen. Zeit für Erinnerungen an vergangenes Bummeln! | von Manuel Sacha

Die Hauptstadt Thailands ist eine der bestbesuchten Städte der Welt. Von den vielen Märkten der Riesenstadt steht der Chatu­chak Weekend Market für Aquarianer ganz weit vorne, er zählt zu den größten offenen Fischmärkten weltweit. Man findet ihn im Nordosten der Me­tropole, er ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (z. B. BTS oder Skytrain) leicht erreichbar.
Am Wochenende füllt sich die Örtlichkeit mit Fischern, einheimischen Besuchern, Touristen und einer Vielzahl an Straßenhändlern. Ein abgelegener Teil des Marktes ist der Anziehungspunkt für Aquarianer, denn hier gibt es eine beeindruckende Sammlung exotischer Fische zu kaufen. Der Markt an sich besteht in der Mitte aus einem fest eingebauten Teil mit Geschäften sowie aus angrenzenden Verkaufsständen direkt am Rand der umgebenden Straßen. Es fällt schwer, das fischige Angebot kurz zu beschreiben – neben „gewöhnlichen“ Goldfischen bis hin zum astronomisch teuren Arowana sind auch viele seltene Arten zu finden.

Seit Langem werden Taufliegen als Futtertiere verwendet. Für die überwiegend gezüchtete Drosophila melanogaster haben Züchter im Lauf der Zeit eine Vielzahl an Kulturmöglichkeiten entwickelt, bereits mit den Empfehlungen für einen Futterbrei ließen sich ganze Bücher füllen. Wieso einige davon für die Kultivierung ungeeignet sind und Larven sowie Puppen dieser kleinen Krabbler völlig unterschätzt werden? Lassen Sie sich überraschen! | von Roland Schreiber

Die im Deutschen als Obst-, Essig- oder Fruchtfliegen bezeichneten Taufliegen (Drosophilidae) sind eine Familie aus der Unterordnung der Fliegen (Brachycera), die zusammen mit den Mücken (Nematocera) der Ordnung der Zweiflügler (Diptera) zugerechnet werden. Einer wörtlichen Übersetzung des bereits in den 1960er-Jahren im Englischen verwendeten Begriffs „fruitfly“ ist es vermutlich zuzuschreiben, dass sich die Bezeichnung „Fruchtfliege“ bisher so hartnäckig halten konnte. Viel sinnvoller ist hingegen, die auf ihre Etymologie zurückzuführende Bezeichnung „Taufliege“ (altgriech.: δρόσος drósos = „Tau“ und φίλα, phíla = „liebende“) zu verwenden, da die Tierchen meist während der Morgen- und Abendstunden aktiv sind, also während der Tau überwiegend entsteht.