Die als Futter von Aquarienfischen hoch im Kurs stehenden Weißen Mückenlarven sind Räuber – ihrerseits aber ebenfalls eine begehrte Beute für größere Fressfeinde … | von Roland Schreiber

Es hätte so ein schönes Wochenende werden können. Als mich an einem Freitagnachmittag im März letzten Jahres der Chefredakteur der DATZ durch ein längeres Telefonat von meinem geplanten Futterfang abhielt, wusste ich noch nicht, dass dies der Auftakt zu einem größeren Malheur sein sollte. Obwohl es ein unterhaltsames und interessantes Gespräch wurde, musste ich den lang ersehnten Gang zum gerade aufgetauten Gartenteich verschieben. Am nächsten Morgen war mit heftigem Schneetreiben sowie leichtem Nachtfrost überraschend der Winter zurückgekehrt und hatte zunächst meine Ambitionen auf den fetten Beutefang erneut zunichte gemacht.

Im zweiten Teil des Berichts über Glanzwürmer werden weitere Wirbellose vorgestellt, die „nebenher“ vermehrt werden können – und eine Methode beschrieben, mit der sich die bodenlebende Hauptart vor dem Verfüttern von organischem Schmutz befreien lässt. | von Sebastian Wolf

Die über Schneckenplagen jammernden Zeitgenossen beteuern ja stets, dass sie ihre Fische nicht überfüttern. Mit der Erfahrung der kombinierten Wurm/Schnecken-Zucht im Hinterkopf behaupte ich fest: Das kann nicht sein. Denn in den Kulturaquarien stellte sich auch bei geringem Ausgangsbestand irgendwann eine – nennen wir es ansehnliche – Population an Spitzen Blasenschnecken (Physella acuta) ein. Die Fotos verdeutlichen dies kaum – aber mit einer einzigen Handbewegung entlang einer Scheibe lässt sich eine mittlere zweistellige bis niedrige dreistellige Zahl dieser Mollusken abstreifen, besonders in den Sommermonaten, bei Wassertemperaturen zwischen 23 und 24 °C.

Lebendfutterzucht braucht Zeit und Platz. Es gibt folgende Möglichkeiten: auf bezüglich ihrer Ernährung anspruchsvolle Aquarienbewohner verzichten, ausgedehnte Tümpeltouren unternehmen, nur auf Frostfutter vertrauen, das Lebendfutter immer neu kaufen – oder überlegen, wie sich Kulturen möglichst effektiv betreiben lassen. | von Sebastian Wolf

Das „weitere“ im Titel dieses Artikels bezieht sich darauf, dass an anderer Stelle (Wolf & Wolf 2019a & b) bereits eine Mehrfach-Futtertierzucht vorgestellt wurde. Ansatz war, mehrere Futtertierarten in ein und demselben Behälter unterzubringen und regelmäßig ernten zu können. Dieses Ziel hatte ich auch wieder vor Augen, als diverse neue Pfleglinge angemessen ernährt werden mussten. Wie der technische Fortschritt im Hobby auch aussieht: Ohne Lebendfutter geht es (bei manchen Tiergruppen) einfach nach wie vor nicht.

von Andreas Spreinat

Die wohl am häufigsten eingesetzte Methode zur Bestimmung der Bakterienanzahl in einer wässrigen Lösung ist das sogenannte Plattengussverfahren gemäß DIN EN ISO 6222:1999. Das Verfahren wurde für die Kontrolle und Überwachung von Trinkwasser entwickelt. Dabei wird 1 ml des zu untersuchenden Wassers mit etwa 20 ml einer 46 °C warmen, flüssigen Agar-Nährstoff-Mischung in einer Plastikschale (Petrischale) vermengt. Nachdem der Agar zu einer festen, puddingartigen Masse erstarrt ist, wird die Schale bei einer Temperatur von 22 °C bzw. 36 °C (Brutschrank) für einen Zeitraum von 44 bis 48 Stunden aufbewahrt (inkubiert).

Die Betonung bei der Überschrift dieses Beitrags liegt auf „im Aquarienwasser“, denn dass die im Filter gebundenen Bakterien essenzielle Aufgaben erfüllen, steht außer Zweifel. Wenig erwünscht und für viele Erkrankungen verantwortlich sind dagegen frei im Wasser vorliegende Keime. Die gute Nachricht: Man kann Abhilfe schaffen. | von Andreas Spreinat

Neben der Hauptfunktion der Nitrifikation ist eine wesentliche Aufgabe der Filterbakterien darin zu sehen, dass sie überschüssige Nährstoffe im Aquarienwasser verbrauchen und die Bakterienzunahme im freien Wasser reduzieren, im besten Fall unterbinden. Fällt der Filter auch nur für einen Tag aus, ist das Wasser meistens bereits deutlich eingetrübt. In DATZ 10 und 11/2012 sind diese Zusammenhänge ausführlich behandelt.