Gebietsfremde Arten gefährden zunehmend die einheimische Flora und Fauna. Um deren Verbreitung einzudämmen und die biologische Vielfalt zu schützen, sind differenzierte und artspezifische Maßnahmen erforderlich. Erstmals gab das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Empfehlungen zum Umgang mit 168 gebietsfremden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, die als invasiv oder potenziell invasiv eingestuft sind. Veröffentlicht sind sie im zweibändigen „Management- Handbuch zum Umgang mit gebietsfremden Arten in Deutschland“. Neben vielen gebietsfremden Arten, die unproblematisch sind und keine Schäden verursachen, gibt es Spezies wie die Gelbe Scheinkalla (Lysichiton americanus). Diese Blütenpflanze verdrängt an kleinen Bachläufen mit ihrem dichten Wuchs alle angestammten Pflanzen.

In den vergangenen 20 Jahren wurden bundesweit rund 170 Renaturierungsprojekte in Flussauen umgesetzt. Naturnahe Flussufer, artenreiche Feuchtwiesen und strukturreiche Auwälder wurden wiederhergestellt, standortangepasste Nutzung gefördert, flussnahe Deiche zurückverlegt. Etwa 5.000 Hektar überflutbare Auenfläche wurden zurückgewonnen. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMUB) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Mit der Studie liegt erstmals ein Überblick über die vielfältigen Aktivitäten im Auenschutz vor. Nachzulesen sind sie in der Broschüre „Den Flüssen mehr Raum geben – Renaturierung von Auen in Deutschland“. „Die naturnahe Entwicklung von Gewässern und Auen ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Intakte Gewässer und Auen sind nicht nur von großem ökologischen Wert.

„Das Meer ist schön – das Meer ist wichtig – das Meer muss erforscht werden!“ | VON MARTINUS FESQ-MARTIN

Auf der deutschen Hochseeinsel Helgoland wird in den nächsten Jahren ein neues Öffentlichkeitszentrum für Meeresbiologie entstehen, das das überalterte und baufällige Helgoland-Aquarium ersetzen soll. DATZ hatte die Gelegenheit, Prof. Dr. Karen Wiltshire, Vize-Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), sowie Direktorin der Biologischen Station Helgoland und der Wattenmeerstation Sylt, einige Fragen zu stellen.

Wissenschaftler des „Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum“ in Frankfurt (Main)* erbrachten einen weiteren Beweis für die Evolutionstheorie der Kontingenz. An zwei Populationen eines Lebendgebärenden Zahnkarpfens zeigten sie, dass sie sich jeweils durch eine andere zufällige Reihenfolge von Mutationen an ihre lebensfeindlichen Habitate angepasst haben. Die Fische bevölkern Gewässer mit einem hohen Gehalt des hochgiftigen Schwefelwasserstoffs. Der Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein giftiges, übel riechendes Gas, das für den charakteristischen Gestank fauler Eier sorgt und schon in geringen Konzentrationen tödlich sein kann.

Die Versauerung der Ozeane schreitet unaufhaltsam voran. Insbesondere Meeresorganismen mit Kalkskelett wie Muscheln, Korallen oder Kalkalgen können darunter leiden. In einer Studie stellten Wissenschaftler des Leibniz- Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen deutliche Veränderungen im Kalkskelett der Grünalge Halimeda opuntia als Folge einer saureren Wasserumgebung fest. Sie werfen ein Licht auf die Prozesse, die sich bei einem niedrigeren pH-Wert, also bei saurerem Wasser, im Skelett des Kalkbildners tatsächlich abspielen. Da in vielen tropischen Regionen Sandstrände zu einem großen Teil aus Skelettbruchstücken dieser Algenart bestehen, können sich diese Veränderungen auch auf die Zusammensetzung und Entstehung tropischer Strände und Inseln auswirken.