Teich
Einige Fische, die sich für die Balkonaquaristik eignen
Im Trend ist seit einiger Zeit auch bei uns, Medaka (Reisfische der Gattung Oryzias) wie in ihrer japanischen Heimat im Sommer in entsprechenden Gefäßen im Outdoorbereich zu halten und zu züchten. Aber auch viele andere Aquarienfische eignen sich hervorragend für die Balkonaquaristik und entfalten dort ihren besonderen Reiz. | von Fred Rosenau
Im Einleitungsbeitrag dieser DATZ-Ausgabe klang schon an, dass eine ganze Reihe an Fischarten ganzjährig oder zumindest in der warmen Jahreszeit gut in „Miniteichen“ im Freien gehalten und gezüchtet werden kann. Erstaunlich sind die Ergebnisse, die sich auf diese Weise erzielen lassen. Die Fische werden robuster, was Temperaturschwankungen anbelangt, wohl durch die Sonneneinstrahlung und durch die abwechslungsreichere Nahrung wie Mückenlarven, andere Insektenlarven, Kleinkrebse etc. auch farbenprächtiger. Jungfischen steht mit dem sich reichlich entwickelnden Bewuchs und den darin lebenden Mikroorganismen eine deutlich breitere Palette an Erstnahrung zur Verfügung. Insgesamt verlängert sich die Lebensdauer der Tiere.
Im Folgenden möchte ich Ihnen meine eigenen Erfahrungen mit Artengruppen vorstellen, die ich bisher im Outdoorbereich gepflegt habe.
Die Blaugrüne Mosaikjungfer – eine elegante Jägerin am Miniteich
Eine der häufigsten und zugleich beeindruckendsten Besucherinnen an Garten- und Miniteichen ist die Blaugrüne Mosaikjungfer. Sie bevorzugt stehende oder nur schwach bewegte Gewässer und ist längst nicht mehr nur in naturnahen Gärten zu finden – auch mitten in der Stadt, an Balkonen, Innenhöfen oder Dachterrassen mit Miniteich, lässt sie sich regelmäßig beobachten. | von Lou Herfurth
Mit einer Körperlänge von bis zu 8 cm und einer Flügelspannweite von rund 11 cm zählt die Blaugrüne Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) zu den Großlibellen (Anisoptera). Ihr markantes blaugrünes Muster führt nicht selten zu Verwechslungen mit der Großen Königslibelle (Anax imperator), auch wenn sich beide Arten bei genauerem Hinsehen leicht unterscheiden lassen.
Faszination Miniteich
Platz ist selbst in der kleinsten Ecke – und genau darin liegt der Reiz von Miniteichen. Ob auf Balkon oder Terrasse, im Innenhof oder als gestalterisches Element im Garten: Mit Wannen, Kübeln oder Bottichen lässt sich im Handumdrehen ein kleiner Biotop schaffen, der Wasser, Pflanzen und Tiere verbindet. Miniteiche sind dekorativ, flexibel und überraschend vielfältig. Worauf es bei Planung, Materialwahl und Pflege ankommt, zeigt dieser Überblick. | von Lou Herfurth
Im Gegensatz zum klassischen Gartenteich handelt es sich beim Miniteich um ein bewusst klein gehaltenes, künstlich angelegtes Gewässer mit meist 20–200 l Volumen. Typisch sind Hochteiche, die über der Erde stehen und dadurch gut erreichbar, leicht zu pflegen und bei Bedarf sogar mobil sind. Gerade auf Balkon und Terrasse ist diese Bauweise ideal, da der Standort flexibel gewählt und bei ungünstigen Wetterbedingungen sogar gewechselt werden kann.
Neben Hochteichen kommen auch kleine eingegrabene Teichwannen oder Mini-Folienteiche zum Einsatz. Diese wirken natürlicher, sind in Pflege und Überwinterung jedoch deutlich anspruchsvoller. Für Einsteiger und für den urbanen Raum ist der Hochteich daher meist die bessere Wahl.
Planung und Verwirklichung eines besonderen Lebensraums
Eine Quellhöhle, ein Bachlauf und ein Wasserfall im Garten? Heutzutage eigentlich kein Problem, doch wie so oft steckt der Teufel im Detail – und in den großen Vorbildern der Natur. Unser Autor schildert, wie er die Planung und den Bau eines außergewöhnlichen Lebensraums umgesetzt hat. | von Stefan Meyer
Teiche gehören zu den beliebtesten Gestaltungselementen vieler Gärten. Dabei steht der Fischteich an erster Stelle, Goldfisch und Koi lassen grüßen. Auch Schwimmteiche werden immer gefragter, wohingegen größere „Biotop-Teiche“ und Gärten für Frösche und Molche eher die Ausnahme bleiben. Dabei stellen derartige – wenn auch künstliche – Lebensräume in unserer ausgeräumten Landschaft wichtige Trittsteine für das Überleben vieler selten gewordener Tiere und Pflanzen dar.
In einer Welt aus Beton und Asphalt können wir uns in unseren Hausgärten mit etwas Naturverständnis und Toleranz eine eigene, kleine Oase schaffen. Oft erfolgt die Besiedelung mit Amphibien und anderen Tieren sehr schnell, da sie aus den die Dörfer und Städte umgebenden industriell bewirtschafteten Ackerflächen fliehen, sofern sie nicht regional schon ausgerottet sind …
Für jemanden, der sich von der sich einstellenden Artenvielfalt fesseln lässt, ist der Weg vom Biotop-Teich zum Natur- und Wassergarten mit Regenversickerungsbecken, Bachlauf und Wasserfall gar nicht mehr so lang. 1999 war es auch für mich endlich so weit, mit dem Haus wurde der unseren Garten dominierende Teich gebaut (Stawikowski 2015), gut 20 Jahre, nachdem ich Frickingers „Der neue Gartenteich“ gelesen hatte. Aber nach der Fertigstellung sollte es noch einmal 18 Jahre dauern, bis ich das Projekt Wasserfall angehen und verwirklichen konnte. Im Spätsommer 2017 hieß es dann: „Wasser, marsch!“ Doch alles der Reihe nach …
Ein naturnaher Schwimmteich der Superlative
In der Nähe von Gießen entstand im Frühjahr ein großer Schwimmteich mit vielen naturnahen Elementen. In unserem Beitrag wird die Bauphase beschrieben. | Von Hans-Peter Ziemek
Familie Raeder, zwei Kinder, wohnt in einem Gewerbegebiet in der Nähe von Gießen. Die Raeders betreiben seit vielen Jahren mit großem Erfolg ein Gartenbauunternehmen. Matthias Raeder, Landschaftsarchitekt, hat schon viele naturnahe Teiche geplant und gebaut (www.kreativ-garten.de), in letzter Zeit oft auch Schwimmteiche. Nur der eigene Badetümpel blieb lange ein Traum. Nach ausgiebiger Planungsphase war es im Februar dieses Jahres aber endlich so weit, die Baugrube konnte ausgehoben werden.
Das Vorhaben war ambitioniert: Ein 180 (!) Kubikmeter Wasser fassender Schwimmteich direkt am Haus –mit Wasserfall, einer Sitzecke, Unterwasserbeleuchtung, Brücke und großem Naturteichabschnitt – sollte entstehen.
Bei relativ mildem Wetter begannen die Erdarbeiten. Dank Maschinenpark und Mitarbeiter-Team konnten die grundlegenden Arbeiten professionell erledigt werden. Der fertige Teich sollte 14 Meter lang werden, mit einer zwei Meter tiefen Schwimmzone.
Über mehrere aufwendige Arbeitsschritte wurde der eigentliche Schwimmteich mit den breiten Randzonen gestaltet. Die Grundlage bildet eine EPDM-Kautschuk-Teichfolie mit einer Stärke von einem Millimeter. Fast 400 Quadratmeter Folie wurden verbaut.
Auf die Folie wurde eine Bodenplatte gegossen. Die Seitenwände wurden aus Douglasienholz errichtet.



