Nach der Übersicht über die am weitesten in menschlicher Obhut verbreiteten Arten in Teil 1 geht der zweite Teil auf die Ansprüche an Haltung, Unterbringung, Fütterung und Nachzucht ein. | von Manuel Sacha

In den Bundesländern, die dies (noch) gestatten, ist die Haltung von Krokodilen oft meldepflichtig. So galt z. B. im Saarland früher die Polizeiverordnung über das Halten von gefährlichen wilden Tieren durch Privatpersonen vom 6. Juli 1988 (diese Verordnung wurde jedoch 2003 außer Kraft gesetzt, derzeit gibt es im Saarland keine Regelung zu Gefahrtieren).

Das Verhältnis von Mensch zu Krokodil war seit jeher ein ambivalentes, nie ein gleichgültiges: Je nach Zeit und Ort wurden die Tiere entweder verehrt oder verachtet. Als faszinierende Beobachtungsobjekte sind Panzerechsen aber eher in jüngster Geschichte in Erscheinung getreten. | von Manuel Sacha

Im alten Ägypten war Crocodylus niloticus neben dem Flusspferd das am meisten gefürchtete Tier. Die Panzerechsen ernährten sich von den Fischen und Wildtieren, die am Nil reichlich vorhanden waren – und mit Aufkommen menschlicher Zivilisationen fielen ihnen auch Haustiere und Menschen zum Opfer, die sich in ihr Revier wagten (Ziegler 1980). Das Krokodil war eine ständige Gefahr für die Hirten, die ihre Herden durch die Flussarme und Kanäle führten. Dennoch scheint das Krokodil während der Pharaonenzeit nicht intensiv gejagt worden zu sein. Vielleicht, weil es weniger Schaden anrichtete als das Flusspferd, das die Felder verwüstete – besonders aber, weil Krokodile sa­kral waren. Wenn man gegen sie kämpfte wollte, dann mit magischen Formeln oder Beschwörungen.

Weinbergschnecke und Co. als Vivarientiere? Das geht, ist energiesparend und bietet allerlei Beobachtungsmöglichkeiten … | von Klaus Lampe

"Sie dahingleiten zu sehen, war eine willkommene Ablenkung und zugleich eine Art Meditation; meine oft hektischen Gedanken beruhigten sich allmählich und passten sich dem ruhigen, sanften Rhythmus der Schnecke an. Mit ihrer ruhigen, fließenden Bewegung war die Schnecke eine wahre Tai-Chi-Meisterin.“

Kleine Echsen sind oftmals hart im Nehmen, schaut man sich die harschen Lebensräume an, in denen sie vorkommen. Besonders deutlich wird dies im südlichen Afrika, das eine bemerkenswerte Diversität an Geckos hervorgebracht hat. | von Mirko Barts

Nachdem ich mehr als ein Dutzend Reisen ins südliche Afrika unternommen habe, mit dem Hauptziel, verschiedene Geckoarten aufzuspüren, möchte ich im Folgenden alle Gattungen dieser Region und ihre besonderen Merkmale und Verhaltensweisen vorstellen. Fast alle Geckospezies aus diesem Teil der Welt sind zumindest in der (deutschen) Terraristik selten zu finden, auch wenn sich in geeigneten Lebensräumen in der Natur teilweise in kurzer Zeit Dutzende Exemplare aufspüren lassen.

Im Vergleich zu den „Echten“ Geckos sind Lidgeckos eine artenarme Gruppe – desto bemerkenswerter ist ihre disjunkte Verbreitung. Die Inselwelt Japans beherbergt ein paar besonders schöne, allerdings leider mehr oder weniger stark gefährdete Vertreter der Gattung Goniurosaurus. Über deren natürliche Lebensweise weiß man bis heute erstaunlich wenig. | von Masaya Aizawa

Während diverser Feldstudien wurde ich erstmalig auf eine faszinierende Gruppe von Inselendemiten aufmerksam, die ein typisches Faunenelement des Riukiu-Archipels darstellen, den meisten meiner japanischen Mitbürger allerdings gänzlich unbekannt sind. Die Einwohner Okinawas, die sie im lokalen Dialekt Asihabu oder Geehabu nennen, halten sie absurderweise für giftig, dabei sind sie natürlich völlig harmlos – einzig die oft rubinrot funkelnden Augen und ihre strenge Nachtaktivität verleihen ihnen etwas Geisterhaftes: Krallengeckos aus der nur in Südost- und Ostasien vorkommenden Gattung Goniurosaurus.