Hausbesuch bei einem Nachwuchsaquarianer: Dem 16-jährigen Jona Störzinger haben es vor allem die Welse angetan. Da kommt auch im jugendlichen Alter einiges an Nachzuchten zusammen … | von Rainer Rausch

Ein voll behangener Apfelbaum in einem großen Garten, zwei männliche Griechische Landschildkröten (Testudo hermanni) in einem geräumigen Freilandgehege, zwei Zwergkaninchen friedlich an Löwenzahn mümmelnd: Ein ländliches Idyll umfängt den Besucher bei Familie Störzinger. Geht man den Kellerabgang hinunter, schlagen Aquarianerherzen gleich sehr viel höher. Der 16-jährige Jona hat sich im Heizungsraum des Hauses einen Fischkeller eingerichtet.

Zu Besuch bei Kevin und Laura, ihren Indischen Buntbarschen und sulawesischen ­Regenbogenfischen, Syrischen Gold- und Dsungarischen Zwerghamstern. Und Katzen. Und Wildbienen. Von Rainer Stawikowski

In DATZ 5/2018 stellte ich Kevin Stevens und sein Mittelamerika-Aquarium vor, schilderte seinen aquaristischen Werdegang und ging kurz auf seine Arbeit als Wissenschaftler ein. Dort gibt es zwar keinen unmittelbaren Bezug zur Aquaristik, doch immerhin forscht Kevin über marine Organismen, in erster Linie über die zehnarmigen Belemniten, die allerdings schon lange ausgestorben sind, und über die achtarmigen Argonauten, von denen es wenigstens eine Gattung geschafft hat, bis heute zu überleben.

In der Familie Koch gab und gibt es ziemlich viele Aquarianer. Für Michael ist sein Riffbecken aber weitaus mehr als „nur“ Hobby und Blickfang. | Von Rainer Stawikowski

Mit zehn oder zwölf Jahren bekam Michael Koch (geboren am 14. März 1964 in Bochum) von seinem Vater sein erstes Aquarium geschenkt. Seine kindliche Begeisterung für tropische Fische führt er auf die häufigen Besuche im örtlichen Tierpark und bei Süßwasseraquarianern unter Freunden und Bekannten zurück. Stolz stellte er das 300-Liter-Gesellschaftsbecken mit Black Molly, Feuerschwanz & Co. in seinem Kinderzimmer auf. Doch die Leidenschaft währte vorerst nur bis zum 16. Lebensjahr, dann kamen – naturgemäß – andere Interessen …

Schon als Kind fühlte Sebastian Bocionek sich zu Gewässern jeglicher Art und ihren tierischen Bewohnern hingezogen. Heute ist er 30, studierter Biologe und immer noch Aquarianer. | von Rainer Stawikowski

Daran, dass sein Großvater ein Aquarium auf der Fensterbank stehen hatte, erinnert Sebastian Bocionek (Jahrgang 1989) sich eher vage; fünf oder sechs Jahre war er alt, als er Opas Black Mollys erstmals bewusst wahrnahm. Damals begann er, sich für alle möglichen Gewässer und ihre tierischen Bewohner zu interessieren, die er in der Umgebung der ­elterlichen Wohnung erreichen konnte, vom Rhein – geboren und aufgewachsen ist Sebastian in Düsseldorf – über diverse Brunnen und Tümpel bis zum Teich in Nachbars Garten.

Aus dem Alter, dass Werner Baumeister selbst gefangene Frösche in der Hosentasche nach Hause trägt, ist er heraus. Aber seine Leidenschaft für Gewässer und ihre tierischen Bewohner hat er bis heute nicht verloren. | von Rainer Stawikowski

Ja, so fing es bei ihm an. Schon als Fünfjähriger sammelte er draußen so ziemlich alles ein, was sich daheim irgendwie halten ließ. Gemeinsam mit weiteren Gleichaltrigen und -gesinnten kescherte Werner Baumeister (Jahrgang 1953) jährlich im Frühjahr Molche in wassergefüllten Bombentrichtern auf der Wangener Höhe südöstlich von Stuttgart. Heute ist das natürlich nicht mehr möglich. Zum einen ist solches Tun streng verboten, zum anderen sind die Löcher, sofern sie überhaupt noch vorhanden sind, längst ausgetrocknet.