Schon als Kind fühlte Sebastian Bocionek sich zu Gewässern jeglicher Art und ihren tierischen Bewohnern hingezogen. Heute ist er 30, studierter Biologe und immer noch Aquarianer. | von Rainer Stawikowski

Daran, dass sein Großvater ein Aquarium auf der Fensterbank stehen hatte, erinnert Sebastian Bocionek (Jahrgang 1989) sich eher vage; fünf oder sechs Jahre war er alt, als er Opas Black Mollys erstmals bewusst wahrnahm. Damals begann er, sich für alle möglichen Gewässer und ihre tierischen Bewohner zu interessieren, die er in der Umgebung der ­elterlichen Wohnung erreichen konnte, vom Rhein – geboren und aufgewachsen ist Sebastian in Düsseldorf – über diverse Brunnen und Tümpel bis zum Teich in Nachbars Garten.

Aus dem Alter, dass Werner Baumeister selbst gefangene Frösche in der Hosentasche nach Hause trägt, ist er heraus. Aber seine Leidenschaft für Gewässer und ihre tierischen Bewohner hat er bis heute nicht verloren. | von Rainer Stawikowski

Ja, so fing es bei ihm an. Schon als Fünfjähriger sammelte er draußen so ziemlich alles ein, was sich daheim irgendwie halten ließ. Gemeinsam mit weiteren Gleichaltrigen und -gesinnten kescherte Werner Baumeister (Jahrgang 1953) jährlich im Frühjahr Molche in wassergefüllten Bombentrichtern auf der Wangener Höhe südöstlich von Stuttgart. Heute ist das natürlich nicht mehr möglich. Zum einen ist solches Tun streng verboten, zum anderen sind die Löcher, sofern sie überhaupt noch vorhanden sind, längst ausgetrocknet.

Ein Blick in das Meerwasser-Testaquarium von Dr. Gerald Meixner im Hause Eheim. | von Werner Baumeister

W o würde man ein besonders schönes Aquarium wohl unbedingt erwarten? Doch sicher bei einem der renommiertesten Aquarienhersteller der Welt. Tatsächlich war ich nicht besonders überrascht, während eines Besuchs im schwäbischen Deizisau – hier hat die Firma Eheim ihr Stammwerk – mehr als nur ein schönes Aquarium zu ­sehen!
Vom Eingang bis hinauf in die oberen Stockwerke gibt es nahezu überall im Hause Eheim von kundiger Hand eingerichtete Aquarien zu bestaunen. Selbst in manchem Büro steht ein ­kleines Becken auf dem Schreibtisch des einen oder anderen Mitarbeiters.

Als Kind durfte Heike Kirch keine Tiere halten, in dieser Hinsicht hat sie also einiges ­nachzuholen. Wie schön, dass die ganze Familie dabei mitmacht! | von Rainer Stawikowski

"Nicht wundern, Ihr müsst zu uns in einen Feldweg rein“, schrieb Heike Kirch meiner Frau, als sie den Blickfang-Termin mit ihr ver­abredete. Die beiden kennen sich zwar schon seit fast zwei Jahren (seitdem
sie gemeinsam malen), doch dass bei Heike Fische schwimmen, kam erst kürzlich und eher zufällig heraus (so oft redet man beim Malen ja nicht über Aquaristik).
Die gesuchte Adresse kann ich schon deswegen nicht verfehlen, weil ich in diesem Teil Gelsenkirchens häufig unterwegs bin, allerdings nicht, um Aquarienfische zu fotografieren, sondern Amphibien, Reptilien und Libellen. Ganz in der Nähe liegen nämlich gleich mehrere Naturschutzgebiete im Emscherbruch, einer der reizvollsten Landschaften der Stadt (wenn nicht gar des ganzen Ruhrgebiets; siehe DATZ 8/2013).

Ein „Blickfang“ muss gar nicht groß sein. Viel wichtiger ist die Art und Weise, wie er ­betrieben wird. | Von Rainer Stawikowski

Sein erstes Aquarium bekam Thorsten Maldener (Jahrgang 1971), als er 14 oder 15 Jahre alt war, ein 200-Liter-Becken. Fische gab es aber vorher schon in der Familie, Thorstens Vater besaß immerhin eine Goldfischkugel.
Richtige Freude an dem Hobby wollte damals aber nicht aufkommen. Beide – Senior und Junior – kannten sich mit der Aquaristik noch nicht so richtig aus: Gewissenhaft reinigten
sie ihre Bassins nicht nur regelmäßig, sondern auch gründlich. Wöchentlich wurden die Behälter geleert, ihre Bewohner kurzfristig ausquartiert, der Bodengrund sorgfältig gewaschen und anschließend frisches Leitungswasser eingefüllt. Ganz schön viel Aufwand, fand Thorsten …