Eine kräftige Wasserströmung ist vor allem in Meerwasseraquarien essenziell. In salzigen Aquarien sollte eigentlich keine Zone komplett stagnieren. Mit einer gleichförmigen Wasserbewegung ist das kaum zu erreichen, denn selbst beim Einsatz mehrerer Pumpen ergibt sich innerhalb kürzester Zeit ein festes Strömungsmuster, das manche Abschnitte bevorzugt und andere vernachlässigt. Nur durch eine sehr kluge Anordnung der Geräte lässt sich dieses Problem in den Griff bekommen.
Einfacher wird es, wenn sich die Pumpen unterschiedlich ansteuern lassen. Dann kann man verschiedene Strömungsmuster erzielen, indem man die Aggregate alternierend oder, noch besser, mit abwechselnd ­höherer oder geringerer Leistung betreibt. Das kommt den Verhältnissen in den Korallenriffen mit variierenden Strömungsverhältnissen infolge der Gezeiten, aufgrund regionaler oder überregionaler Strömungen, durch Stürme und so weiter viel näher.
Die Strömungspumpen-StreamOn-Serie von Eheim gibt es schon länger. Zwei solcher Geräte habe ich in meinem Incpiria-300-Aquarium seit Jahren zu meiner Zufriedenheit im Einsatz. Wenn man sie gelegentlich reinigt, halten sie ausgesprochen lange und problemlos. Die Kon­struktion ist bis auf die Lagerung der Welle des Impeller-Rads verschleißfrei, doch eines war bisher nicht machbar: die Regelung der Pumpen.
Aber jetzt! Eheim hat nämlich eine komplett neue Serie von Pumpen auf den Markt gebracht. Dazu gibt es auch ein Steuergerät, das jedoch mit den Möglichkeiten der Pumpen nicht ganz mithalten kann, siehe unten.
Die neuen Strömungspumpen gibt es in drei Größen, und zwar mit 3.500, 6.500 und 9.500 Litern pro Stunde (maximale Umwälzleistung).
Der Aufbau der drei Modelle ist gleich. Das eigentliche Pumpenteil ist auf einer Kugel gelagert, die sich mit einem Ring mehr oder weniger stark fixieren lässt. Die Kugel wiederum ist mit dem Haltemagneten verbunden; außen an der Scheibe sitzt, wie beim Vorgängermodell, das Gegenstück.
Die gesamte Pumpe ist von einem Gitter umgeben. Ein Schieber vorn an diesem Gitter dient der manuellen Verstellung der Leistung. Mit einem Handgriff lässt sich das vordere Teil entfernen.
Die Strömungsrichtung wird über einen Stellring fixiert. Hat man die gewünschte Position gefunden, zieht man den Ring fest und arretiert damit die Einstellung.
Eine Kabelführung an der Pumpe ermöglicht die direkte Herausleitung des Kabels aus dem Wasser. Man kann sie aber auch ignorieren, wenn man die Pumpe um 180 Grad versetzt installiert, denn dann verlässt das Kabel die Pumpe ohnehin direkt nach oben.
Der zusätzlich erhältliche Controller wird, wie bereits angedeutet, den Möglichkeiten der Pumpen leider nicht ganz gerecht. Im Grunde handelt es sich dabei um zwei elektronische Schalt­uhren, mit denen man die Ge­räte beliebig lange und unabhängig voneinander ein- und ausschalten kann.
Ein „Food“-Taster ermöglicht das komplette kurzzeitige Abschalten der Pumpen während der Füt­terungen. Besser wäre hier meines Erachtens ein „echter“ Controller, der die Möglichkeit bietet, die Pumpen in der Leistung zu variieren, idealerweise kombiniert mit einem Soft-Anlauf beim Einschalten. Aber so, wie Eheim sein Engagement in der Meeresaquaristik zurzeit forciert, wird ein derart komfortabler Controller sicher auch bald kommen …
Werner Baumeister

Eheim
Eheim GmbH & Co. KG
(www.eheim.de)

StreamOn-Serie: Strömungspumpe (3 Modelle) für Aquarien von 35 bis 500 l; ideal zur Simula­tion natürlicher Wasserbewegungen; sichere Magnethalterung; ein­-
fache Justierung an der Scheibe; schwenkbar in alle Richtungen durch Kugelgelenk (3D-Funktion); stufenlos regelbar; leise und wartungsarm; geringer Stromverbrauch, hohe Energieeffizienz; inte­grierte Kabel­führung; 3 Jahre Garantie. Empfohlene Verkaufspreise: StreamControl 79,90 €; StreamOn+ 49,95 bis 89,95 € (je nach Größe)

Der wichtige Pflanzennährstoff Kohlendioxid wird dem Aquarium am ökonomisch­sten gasförmig zugeführt. Mittels geeigneter Technik muss dabei das CO2 im Aquarienwasser gelöst werden.
Am effektivsten gelingt das in sogenannten Reak­toren, die meist außerhalb des Beckens installiert werden. Hier wird das Gas in einem Behälter im Gleich- oder im Gegenstrom zum Aquarienwasser geleitet.
Dieser Behälter ist mit ­einem Medium (Kunststoffträger, Prallplatten) gefüllt, sodass es zu einer starken Verwirbelung von Gas und Wasser kommt. Dadurch wird das CO2 mehr oder ­weniger vollständig gelöst. Solche Reaktoren kommen meist bei größeren Aqua­rien zum Einsatz.
Als ich vor sechs Monaten die CO2-Reaktoren von Jörg Düren zum Testen bekam (zwei Modelle mit unterschiedlichen Schlauchanschlüssen), war ich zunächst etwas skeptisch, denn die Bauweise aus verklebten PVC-Teilen ließ keinen Blick ins Innere zu, und Öffnen konnte man die Geräte auch nicht. Alle Reaktoren die ich kenne, lassen sich zur Rei­nigung auseinandernehmen und sind einsehbar, sodass man ihren Betrieb kontrollieren kann.
Der Düren-Reaktor besteht aus einem zylindrischen Gefäß mit je einem mittig platzierten Schlauch-Anschlussstutzen oben und unten. Es gibt Ausführungen für 12/16- und 16/ 22-Milli­meter-Schläuche. Oben ist seitlich der Stutzen zum Anschluss eines 4/ 6-Millimeter-Standard-CO2-Schlauchs angebracht und mit einer Schlauchsicherung versehen.
Weil ich unbedingt wissen wollte, wie genau der ­Reaktor arbeitet und wo der Unterschied zu herkömmlichen Modellen liegt, recherchierte ich im Internet. Dort stieß ich auf Dürens Patent­anmeldung, in der Aufbau und Wirkungsweise des Reaktors beschrieben sind.
Kohlendioxid und Wasser gelangen von oben in den Reaktor (senkrechter Einbau ist wichtig). Das Wasser wird von einer Prallplatte waagerecht abgelenkt, sodass ein horizon­taler Ringwirbel entsteht. Die Gasblasen werden dabei zerkleinert und durch den intensiven Kontakt mit dem Wasser größtenteils in Lösung gebracht.
Der Wirbel sorgt auch dafür, dass das nicht sofort gelöste Gas im oberen Teil des Reaktors bleibt (Gasblase) und immer weiter mit frischem Wasser verwirbelt wird.
Das mit CO2 angereicherte H2O wird seitlich durch ein Gitter- und/oder Schwamm-System nach unten geleitet und tritt dort über den Auslassstutzen wieder aus.
Durch die Bauweise und Anordnung von Prallplatte, zentrischem Rohr und Gitter-Schwamm-System ist der Reaktor quasi selbstregulierend: Es wird umso mehr Kohlendioxid gelöst, je mehr Gas eingespeist wird. So brachte Düren mit dem vorliegenden Modell bei einer Pumpleistung von 500 Litern pro Stunde bis zu 5.000-CO2-Blasen pro Minute in Lösung. Das ist ausgesprochen viel für einen derart kleinen Reaktor (im Vergleich zu ­anderen Modellen mit ähn­licher Leistung).
Nun war ich natürlich ­gespannt, ob sich der Reaktor in der Praxis als so gut erweisen würde, wie es die Beschreibung versprach. Als Testbecken diente mein größtes Aquarium (200 x 60 x 60 Zentimeter, 720 Liter).
Bisher besorgte hier ein ­Dennerle-Maxi-Flipper (für Aquarien bis 600 Liter) die Lösung des Gases im Aqua­rienwasser. Der Flipper ist zwar nur für Becken bis 600 Liter ausgelegt, aber ich strebte keine hohen CO2-Konzentrationen an, eine Grundversorgung von etwa zehn Milligramm pro Liter reichte mir. Die dafür nötige Blasenzahl lag bei 140 pro Minute (9 °KH). Bei dieser Einstellung hatte ich den Eindruck, dass das CO2 fast vollständig gelöst wurde: Die im Flipper aufsteigenden Blasen wurden sichtbar kleiner, und oben kamen nur noch winzige Bläschen an.
An einer der beiden kurzen Seiten des Aquariums ist ein Drei-Kammern-Biofilter angebracht, den ich mit einer Pumpleistung von 1.000 Litern pro Stunde betreibe. Auf Rückfrage bestätigte mir Jörg Düren, dass die Leistung für den Reaktor in Ordnung sei, sodass ich nicht mit einem Bypass zu arbeiten brauchte.
Das Gerät mit einem Durchmesser von zehn und einer Höhe (ohne Stutzen) von 13 Zentimetern sollte in der Klarwasserkammer untergebracht werden.
Da hier der Platz leider sehr begrenzt ist, war der Einbau kniffelig. Der Reaktor ist ja so aufgebaut, dass der CO2- und der Wassereinlass von oben nach unten (im Gleichstrom) erfolgen müssen. Weil das Wasser in einem Biofilter jedoch von unten nach oben gefördert wird, ergab sich eine etwas umständliche Installation.
Die Konstruktion passte gerade so in die Filterkammer. Um die Übertragung von Vibrationen zu vermeiden, brachte ich Filtermattenstückchen als Polsterung ein.
Zunächst musste ich den Reaktor entlüften. Dazu nahm ich die Filterpumpe in Betrieb, der CO2-Anschlussstutzen blieb aber noch unbelegt. Erst als sämtliche Luft über den Stutzen ausgetreten war, schloss ich den CO2-Schlauch an. Es ist aber kein Problem, wenn noch ­etwas Luft im Reaktor bleibt. Jörg Düren versicherte mir, dass sie nach kurzer Zeit ausgetragen wird.
Wie bei jedem CO2-Düngesystem sind zwischen Gasflasche (mit Druckminderer und Feinnadelventil) und Reaktor noch ein Rückschlagventil und ein Blasenzähler zu installieren.
Zunächst behielt ich die bisherige Blasenzahl (140 pro Minute) bei. Nach zwei Stunden zeigten die Pflanzen deutliche Anzeichen für erhöhte As­similation. An den Blattunterseiten meiner Gefleckten Seerose (Nymphaea micrantha „Gefleckt“) bildeten sich zahlreiche Sauerstoffbläschen und perlten nach oben. Der Dauertest bestätigte dann, dass die gelöst CO2-Konzentration in dem Aquarium bereits von zehn auf rund 20 mg/l gestiegen war.
Am nächsten Tag lag der Wert bei 40 mg/l (Messung über den pH-Wert mittels Elektrode und über die Kar­bonathärte) – höchste Zeit, die Blasenzahl zu reduzieren! Zurzeit ist sie auf etwa 55 Blasen pro Minute ein­gestellt. Damit erreiche ich eine CO2-Konzentration von 20 mg/l, der Reaktor bringt das Gas also viel effektiver in Lösung als mein bisheriger Flipper.
Inzwischen ist der Reaktor seit sechs Monaten in Betrieb. Eine Wartung führte ich bisher nicht durch.
Jörg Düren bestätigte mir, dass eine Reinigung oder Entlüftung innerhalb seiner bisherigen Testphase (zwei Jahre) ebenfalls nicht nötig war und ­voraussichtlich auch weiterhin nicht sein wird. Will man dennoch reinigen, lassen die verbauten Materialien eine Behandlung mit heißem Wasser und Essig zu. Auch eine Rückspülung ist denkbar.
Bei einem Bekannten, der ein 2.500-Liter-Aqua­rium betreibt, sorgte bislang ein großer, über dem Bio­filterbecken installierter Außenreaktor für den Kohlendioxid-Eintrag. Nach der Montage des Düren-­Reaktors war auch hier ein geringerer CO2-Verbrauch feststellbar (die Zufuhr wird über den pH-Wert geregelt). Der lästige Wechsel der Flaschen braucht nun viel seltener zu erfolgen als früher.
Von Jörg Düren wollte ich wissen, ob er nicht einen kleinen Reaktor für mein Wandaquarium (90 x 20 x 25 ­Zentimeter) habe. Hier war ich mit ­allen bisher ausprobierten Eintrag­systemen nicht glücklich:
• Keramikfritten haben einen enormen Gegendruck und sind sehr schlecht einstellbar. Sie dosierten immer entweder zu viel oder zu wenig CO2.
• Bei einem passenden Flipper lag die Blasenverweilzeit quasi bei Null (beim Mini-Flipper von Dennerle braucht die Blase weniger als eine Sekunde, um von unten nach oben
zu gelangen), ­damit ist der Eintrag alles andere als effizient.
• Auch ein selbst gebauter Diffusor (Röhrchen mit Zigarettenfilter) war nicht optimal. Hier war zwar der Gegendruck vernachlässigbar gering, aber die Verweilzeit der generierten Gasbläschen infolge der geringen Aquarienhöhe auch sehr kurz.
Leider hatte Jörg Düren nur das eine große Modell. Weil ihm meine Anfrage aber keine Ruhe ließ, ent­wickelte er einen kleinen Reaktor, den er mir zum Testen überließ. Ich schloss das sechs mal acht Zentimeter große Gerät an den Auslass meines Rohrreaktors an. Seitdem lässt sich der CO2-Wert problemlos einstellen, und ich freue mich über einen viel geringeren Verbrauch! Dieser neue Mini-Reaktor ist laut Düren für Aquarien bis 1.000 Liter geeignet und löst bis zu 400 Blasen pro Minute.
Außerdem erweiterte Jörg Düren seine Produkt­linie um einen weiteren Reaktor („Midi“, 7,5 x 10,5 ­Zentimeter, für Aquarien bis 3.000 Liter, maximal 1.500 Blasen pro Minute).
Abschließend lassen sich die Vorteile des Düren-CO2-Reaktors wie folgt zusammenfassen: extrem hoher Wirkungsgrad selbst bei hohen Blasenzahlen; ge­ringer Strömungswiderstand; einfache, wartungsfreie und sichere Bauform; innerhalb (Biofilter) oder außerhalb des Aquariums installierbar; günstig in der Anschaffung.

Petra Fitz

Jörg Düren
Hans-Sachs-Str. 52
47445 Moers
www.JDAquatec.de

Der hier vorgestellte Reaktor zeichnet sich dadurch aus, dass er wartungsfrei und extrem leistungsfähig ist und dabei ohne Strom, Verschleißteile oder drehende Teile auskommt.
Empfohlene Verkaufspreise: Mini-Reaktor
(für Aquarien bis 1.000 Liter, bis 400 Blasen
pro Minute) 29 €;
Midi (2.000/3.000 Liter, 1.000/1.500 Blasen) 39 €; Maxi (6.000/10.000 Liter, 3.000/4.000 Blasen) 39 €

Besonders deutlich im Meerwasser, aber durchaus auch im Süßwasser verschmutzen technische Geräte, die unmittelbar im Aquarium betrieben werden, sodass man sie ab und zu reinigen muss. Bei mir betrifft das vor allem die Strömungspumpen; in der Regel sind sie schon nach wenigen Monaten mehr oder weniger vollkommen mit Kalkalgen überzogen. Solange ein solcher Belag äußerlich bleibt, macht das nichts; aber sobald die Kalkalgen ins Innere der Düse vordringen, auf die Impeller-Blätter und so weiter, lässt die Pumpenleistung nach. Und dagegen muss man etwas tun.
Bisher legte ich veralgte Pumpen einige Zeit in Essigsäure, um den Kalk der Kalkalgen aufzulösen. Das funktioniert auch, aber die Essigsäure geht – je nach Verdünnung – nicht gerade sorgsam mit Kunststoffen um.
AquaMedic hat nun ein Produkt auf den Markt gebracht, das auch der Laie ­sicher anwenden kann, ohne dass seine Geräte beschädigt oder gar zerstört werden.
Variocare wird in Plastikflaschen geliefert und hat eine rosarote Farbe. Die Anwendung ist denkbar einfach. Man nimmt rund 100 Milliliter auf einen Liter Wasser und legt das zu reinigende Gerät in die so angesetzte Flüssigkeit. Ich nehme sicherheitshalber Glasgefäße dafür, denn die halten garantiert und lösen sich nicht ihrerseits irgendwann auf.
Dann lässt man alles einige Stunden (maximal 24) stehen und säubert das betreffende Teil anschließend mit einem groben Schwamm, einer Bürste oder Ähnlichem.
Bei starken Verschmutzungen kann man Variocare auch weniger oder gar nicht verdünnt benutzen. Meine Pumpen waren dick mit Kalkalgen verkrustet, und ich erhöhte die Dosis bald, weil die millimeterdicken Ablagerungen von der Standardmischung nicht genügend aufgeweicht wurden. Aber nach zwölf Stunden war es dann so weit, und ich konnte die Pumpen recht schnell vollständig „entkalken“. Länger als 24 Stunden soll man Variocare allerdings nicht anwenden.
Wenn man weniger oder gar nicht verdünnt, benötigt man natürlich erheblich mehr Variocare-Flüssigkeit. Aber selbst nach mehreren Pumpen-Bädern blieb die Substanz noch rosafarben, was bedeutet, dass sie noch weiter zu benutzen ist. Erst wenn das Produkt erschöpft ist, verfärbt es sich gelb.
Fazit: Man kann also recht viel mit Variocare reinigen und bemerkt dennoch, wenn es keinen Sinn mehr ergibt, die Flüssigkeit weiter zu verwenden. Kurz, das Zeug funktioniert, reicht für etliche Geräte und ist daher preiswert. Prima!
Werner Baumeister

Aqua Medic GmbH
(www.aqua-medic.de)

Konzentrat zur Reinigung von Pumpen und anderen Aquariengeräten im Süß- und Meerwasser. 100 Milliliter mit einem Liter Wasser vermischen. Bei starken Verunreini­gungen kann die Dosis auch erhöht oder der Reiniger pur verwendet werden.
Je nach Verschmutzungsgrad kann das zu reinigende Gerät mehrere Stunden in variocare bleiben (maximale Anwendungszeit 24 Stunden). Anschließend unter fließendem Wasser abspülen und Reste abbürsten. Bei hartnäckigen Verschmutzungen den Vorgang wiederholen. Der Reiniger darf nicht ins Aquarium gelangen.
Mehrmalige Verwendung möglich. Reinigungsfähigkeit ist erschöpft, wenn die Indikatorfärbung von Rot nach Gelb umschlägt.
Empfohlener Verkaufspreis: 18,90 €

Die Erfindung der CO2-Düngung vor über 50 Jahren war bahnbrechend für die Aquaristik, weil Kohlenstoff ein wichtiger Nährstoff ist. Nicht nur alle an einem guten Pflanzenwachstum interessierte Aquarianer profitieren heute davon, sondern auch jeder Halter anspruchsvoller Fische, der an einer optimalen und naturnahen Pflege interessiert ist. Denn mit ­einer CO2-Begasung lassen sich die für die Kultur und Nachzucht gewünschten pH-Werte einfach und zuverlässig einstellen.
Die Aquaristik-Industrie benötigte viele Jahre, um die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Während dieser Zeit wurde Kohlenstoff durch Hefegärung auf einfachem und preiswertem Weg pro­duziert; auch ich begaste meine Pflanzenaquarien seit den 1980er-Jahren auf diese Weise. Mit der Entwicklung einher ging in den vergan­genen 20 Jahren die Einfuhr vieler aquaristisch neuer und seltener, teils auch schwieriger Wasserpflanzen, deren Kultur durch die CO2-Zugabe möglich wurde.
Erst vor gut zwei Jahrzehnten entdeckte die Aquaristik-Industrie das immense Potenzial des Vertriebs von CO2-Anlagen. Sie sind zwar immer noch verhältnismäßig teuer, aber jeder ernsthafte Aquarianer, der an einem vielfältigen Pflanzenwuchs interessiert ist und nicht nur Speerblatt (Anubias) und ­Javafarn (Microsorum) kul­tivieren möchte, kommt um die Anschaffung einer CO2-Anlage nicht herum.
Auch die Firma Eheim hat dieses Käufer-Potenzial entdeckt und bringt seit einigen Monaten die beiden CO2-Sets 400 und 600 mit Mehrwegflaschen und Druckminderer auf den Markt. Neben 500- oder 2.000-Gramm-Flasche und Druckregelarmatur umfasst die Grundanlage einen Blasenzähler mit Rückschlagventil, einen CO2-Langzeittest, Indikatorflüssigkeit, Sicherheitsschlauch und einen Diffusor.
Im Test habe ich das CO2-Set 600 seit mehreren Mo­naten im Betrieb. Die Anlage ist schnell aufgebaut. De­taillierte Zeichnungen und leicht verständliche Beschreibungen ermöglichen eine fehlerfreie Installation.
Bei der Montage fällt auf, dass die Armatur nicht horizontal, sondern vertikal an der Flasche angebracht wird. Das ist grundsätzlich egal, doch bei dieser Anordnung sind die Messinstrumente um 90 Grad nach rechts gedreht, was nicht den Abbildungen auf Verpackung und der Website von Eheim entspricht. Das beeinträchtigt zwar das Ablesen der Werte nicht wesentlich, ist aber merkwürdig. Ist diese Anbringung der Messgeräte fehlerhaft, nicht beabsichtigt und bei Eheim vielleicht noch niemandem aufgefallen?
Der Druckminderer ist von Hand schnell angeschraubt und macht einen sehr soliden Eindruck, das Nadelventil arbeitet einwandfrei und präzise.
Der Einsatz von Blasenzählern hat sich in der Aquaristik bewährt, sie müssen jedoch sicher und rutschfest fixiert werden. Das Modell von Eheim ist sinnvollerweise mit einem integrierten Rückschlagventil ausgestattet, was ein Rücklaufen in die Armatur verhindert.
Der Blasenzähler soll außen am Aquarium mittels Saugern befestigt werden. Damit hatte ich jedoch erhebliche Schwierigkeiten: Die Zuglast ist zu groß, die Gummisauger lösen sich sofort, der für die Sauger zu schwere Blasenzähler hängt schief und unkontrolliert, was nicht ungefährlich ist. Ich löste das Problem mit ­einer angeschraubten Hal­terung (bei JBL beispielsweise im Set enthalten).
Um möglichst viel Kohlendioxid im Wasser aufzu­lösen, werden in der Aquaristik Diffusoren (Ausströmer unterschiedlicher Bauweise), Reaktoren mit modularem System, Glasspiralen und so weiter eingesetzt.
Eheim verwendet einen Diffusor mit Keramikmem­bran. Solche Ausführungen haben sich in der Aquaristik bewährt, weil sie das CO2 feinperlig in das Wasser einbringen. Die weißen Keramikscheiben veralgen jedoch sehr schnell und müssen regelmäßig gereinigt werden. Deshalb ist die Membran an einer lichtarmen und zugleich gut sichtbaren Stelle anzubringen.
Bei Eheim wird der Dif­fusor mit einer auffällig großen Keramikscheibe sinnvollerweise gleich mit zwei Gummisaugern in einer Ecke des Aquariums platziert, das erhöht die Festigkeit. Einen weiteren Sauger, um auch den Schlauch im Aquarium zu positionieren, habe ich vermisst.
Kontrolliert wird der pH-Wert über einen Langzeittest, wie er im Fachhandel gebräuchlich ist. Er muss spätestens nach zwei Wochen neu mit Indikatorlösung gefüllt werden.
Der Test sollte während der ersten Tage besonders aufmerksam beobachtet und mit den beigefügten Teststreifen kontrolliert werden. Denn eine solche Testmethode ist zwar preiswert, aber auch relativ ungenau und störanfällig; sie ersetzt keine präzise Messeinheit.
In der Bedienungsanleitung vermisse ich ein Kapitel mit allen erforderlichen Informationen zum Umgang mit Kohlendioxid, denn die Sets 400 und 600 dürften vielfach von Einsteigern gekauft werden, die den fachgerechten Umgang mit CO2 erst erlernen müssen. Nur zu leicht befördert man seine Tiere mit zu viel Kohlen­dioxid in den Fischhimmel.
Fazit: Das CO2-Set 600 der Firma Eheim ist eine solide und zuverlässig arbeitende Anlage. Die jetzige Ausstattung sollte um eine Halterung zum sicheren Anbringen des Blasenzählers und einen weiteren Gummisauger zur Befestigung des Schlauchs im Wasser erweitert werden. Die Bedienungsanleitung könnte ergänzt werden.
Wünschenswert ist auch die Entwicklung eines Mess- und Steuergeräts, um die Zugabe von Kohlendioxid präzise kontrollieren zu können.
Christel Kasselmann

Eheim GmbH & Co. KG
www.eheim.de

CO2-SET600: CO2-Dünge­anlage, Komplettset für Aquarien bis 600 l Inhalt. Lieferung komplett inklusive Zubehör: CO2-Mehrweg­flasche (2.000 g) mit Stand­fuß; Präzisions-Druckminderer mit Manometern für Mehrwegsysteme und Feindosierventil; Schlauchanschluss um 360 ° drehbar; Sicherheits-Spezialschlauch, druckfest, 3 m, ø 4/6 mm; Sicherheits-Diffusor bis 600 l, inklusive Blasenzähler und Rückschlagventil zur effektiven CO2-Zugabe; Set für Langzeittest mit Indi­katorflüssigkeit zur permanenten Direktmessung des CO2-Gehalts im Aquarium; 5-fach-Wasserteststreifen zur Analyse der Ausgangswasserwerte; Flasche mit genormtem Anschluss zum Nachfüllen (bei autorisiertem Fachhändler oder entsprechender Nachfüll­station); sichere, werkzeugfreie Montage. Optionales Zubehör (nicht enthalten): Magnetventil (Nachtabschaltung). 3 Jahre Garantie.
Empfohlener Verkaufspreise: ohne Flasche 159 bzw. 209 (mit Nachtabschaltung), mit Flasche 289 bzw. 339 €

In DATZ 1/2019 hatte ich angekündigt, dass dem dort veröffentlichten Bericht über den „Flüsterschäumer“ von AquaMedic bald der Testlauf einer neuen Pumpe (AquaMedic DC Runner 3.2) von derselben Firma folgen werde, die laut Hersteller ebenso leise arbeitet. Gern halte ich dieses Versprechen!
Aber nicht nur ich versuche, meine guten Vorsätze für das inzwischen ja gar nicht mehr so neue Jahr umzusetzen, auch AquaMedic pflegt seine Ankündigungen wahr zu machen. Ein Techniker der Firma versicherte mir, dass die neue Pumpengeneration sehr leise sei („ultra silent“), und zwar dank hochwertiger Lager, besserer Verarbeitung, der Erhöhung irgendeiner Frequenz … Keine Ahnung, was er damit genau meinte, aber ich muss die Pumpe ja auch nicht bauen.
Wie bei AquaMedic üblich, wird diese Pumpe mit allem nötigen Zubehör geliefert, inklusive Steuergerät. Denn was nützt eine regel­bare Pumpe, wenn man immer wieder ins Wasser greifen muss, um an dem womöglich schon leicht festsitzenden Regler zu drehen? Vor allem im Meerwasser ist das lästig.
AquaMedic verfolgt bereits seit einiger Zeit eine durchgehende Linie. Die Geräte, die ich gegenwärtig im Einsatz habe, verfügen alle über ein externes Netzgerät (24 Volt), an das man den mitgelieferten Controller anschließt. Damit lässt sich die Pumpe bequem von außen steuern, ohne dass man nasse Finger bekommt. Und weil ich das Gerät bei meinem ­Riffbecken im Sumpf des ­Unterschranks als Förderpumpe einsetze, ist das besonders wichtig.
Hier muss man nämlich Beckenüberlauf und Pumpenleistung sauber aneinander anpassen. Hat man zu viel Pumpenleistung, dann plätschert der Überlauf hörbar, hat man zu wenig, so gurgelt es, weil Luft in den Überlauf gelangt. Ein zusätzlicher Absperrhahn, mit dem man den Rücklauf aus dem Becken steuern kann, macht diese Einstellarbeiten noch etwas schwieriger. Bisher konnte ich diese Einstellung mühsam nur mit einem Hahn vornehmen, und diese Dinger werden zumindest nach einiger Zeit ziemlich schwergängig. Jetzt stelle ich den Hahn einmal grob ein (vorher ging es dabei um ­Millimeter), und den Rest erledige ich mit dem Pumpen-Controller.
Aber damit ist noch nicht alles zu dieser Pumpe gesagt. Ihren Vorgänger musste ich aufwendig entkoppeln, damit die Vibrationen nicht über die Schläuche auf den Aquarienschrank übertragen wurden. Selbst mit einer Silikonschlauch-Entkoppelung bekam ich ein leichtes, aber deutlich hörbares Brummen einfach nicht weg. Legte man den Finger auf den Silikonschlauch an der Pumpe, spürte man deutlich ein Vi­brieren.
Mit dem DC Runner 3.2 hat sich das erledigt. Vibrationen sind kaum spürbar, die Pumpe arbeitet fast geräuschlos, was bedeutet, dass mein Aquarium noch leiser geworden ist. Plötzlich hört man Dinge, die vorher völlig untergegangen waren, beispielsweise das Geräusch der Nachfüllanlage, wenn sie arbeitet. Kurz, die Kom­bination „Flüsterschäumer und Flüsterpumpe“ ist ein Segen, denn nun ist das Wohnzimmer wieder ein richtig ruhiger Ort zum entspannten Sitzen vor dem Aquarium, um dem Treiben seiner Bewohner genüsslich zuzuschauen.
Das reichliche Zubehör erlaubt die Anpassung an die gängigen Schlauchdurchmesser. Ein groß dimensionierter O-Ring sorgt für die saubere Abdichtung des Schlauchstutzens. Der Controller verfügt – wie alle Geräte dieser Art – über einen Feed-Taster, der für zehn Minuten die Pumpe stoppt. Wenn ich etwa Plankton verfüttere, musste ich früher die Pumpen per Hand vom Netz nehmen. Das hat sich jetzt erledigt – und ich kann auch das Wiedereinschalten nicht mehr verpassen.
Die Wartung der Pumpe ist ebenfalls einfach. Zum Zerlegen ist kein Werkzeug erforderlich.
Die DC-Runner-Serie gibt es in fünf Leistungsklassen von 1.200 bis 9.000 Liter ­Förderleistung pro Stunde (je nach Förderhöhe, technische Daten siehe Tabelle). Man sollte daher für die meisten Anwendungen ein passendes Modell finden.
Werner Baumeister

Aqua Medic GmbH (www.aqua-medic.de)
Empfohlener Verkaufspreis: ab etwa 85 €