Gibt man die Begriffe „Bio“ und „Master“ in Google ein, findet man als Suchergebnis 148 Master-Studiengänge für Biologie, die in Deutschland angeboten werden. Dies kann zu verwirrenden Suchergebnissen führen – bezüglich des hier behandelten Außenfilters BioMaster Thermo 250 von Oase, den ich im Rahmen meines Projektes Aquatorium getestet habe ...
Der Filter macht schon beim Auspacken einen soliden Eindruck, der Haltegriff liegt sicher in der Hand. Ebenfalls positiv ist, dass man den Filter fast vollständig auseinanderbauen kann, dies erleichtert eine Grundreinigung. Neu für mich ist die Vorfiltereinheit, die eine schnelle, grobe Reinigung möglich macht. Der Vorfilter ist gegen Wasseraustritt am Schlauchansatz gesichert: Erst wenn die Schläuche gesperrt sind, kann er herausgenommen werden. Selbst wenn beispielsweise Kinder beide Hebel im laufenden Betrieb verstellen, tritt kein Wasser aus. Hoffentlich führt der Hersteller die Dichtungen mit Sonderform als Ersatzteile lange im Sortiment. Mit den Rückflussklappen sollte man vorsichtig umgehen, was bei anderen Filtern ebenso gilt.
Der Filter ist ausgelegt für Aquarien bis 250 l, hat einen Stromverbrauch von 15 Watt und eine Förderleistung von 900 l/h. Im Lieferumfang enthalten sind die entsprechenden Schläuche, Ansaug- und Ausströmrohr und ein Heizer. Dieser wirkt durch den dicken Heizdraht robust und mit einer Leistung von 150 Watt etwas unterdimensioniert, zumindest nach der gängigen Theorie, die von einer benötigten Leistung von einem Watt pro Liter Wasser ausgeht. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Solltemperatur mit derart ausgelegten Heizern schnell erreicht wird und der Heizer dadurch oft an und abschaltet. Dadurch kann es zum schnellen Verschleiß oder Abnutzen der Kontakte kommen. Ist die Leistung dagegen etwas geringer, dann schaltet sich der Heizstab seltener an und aus, was seine Lebensdauer erhöht. Also hat Oase auch hier die richtige Wahl getroffen, in Bezug auf das maximale Beckenvolumen. Stehen Außenfilter mit Heizer in kühleren Räumen, empfiehlt es sich, die Schläuche zu isolieren, um den Wärmeverlust zu verringern.
Vorfilter und Filterkammer sind mit Schaumstoff bestückt, in der untersten Kammer findet man ein Säckchen mit kleinen Kugeln; hier könnte man auch andere Materialien verwenden. Für die vierwöchige Testdauer habe ich ein 240-l-Aquarium gewählt, das damit fast genau der Herstellerempfehlung entspricht. Der Filter wurde leer angeschlossen, der Befüllvorgang erfolgte sauber durch einmaliges (!) Drücken des Ansaugknopfes. Die Aufrechterhaltung der eingestellten Temperatur wurde mit einem Datalogger überwacht, hier waren keine Auffälligkeiten zu beanstanden.
Im Betrieb lief der Filter leise, man hörte in unmittelbarer Nähe ein Summen, das ich nicht als laut oder störend empfunden habe. Die eigentliche Aufgabe ist aber die Filterleistung: In dem Aquarium schwammen etwa 100 Goldfische (2–4 cm lang) aus eigener Zucht, gefüttert wurde viermal täglich mit proteinreichem Futter. In der ersten Woche lief der Filter zusammen mit dem vorhandenen Außenfilter (600 l/h). Nach zwei Wochen war der BioMaster leicht verschmutz, aber nicht verstopft, während der gesamten Testzeit war das Wasser im Aquarium klar. Die Endkontrolle nach vier Wochen bestätigte das Herstellerkonzept einer langen Standzeit. Zum Vergleich: Der alte Filter war nach vier Wochen sonst immer voll mit Schlamm und die Fördermenge drastisch reduziert. Der BioMaster 250 Thermo hatte dagegen sehr wenig seiner ursprünglichen Leistung verloren, und dieser geringe Verlust lässt wohl sich im Wesentlichen auf die Biofilme in den Schläuchen und anderen Oberflächen zurückführen.
Wie bei der ersten Kontrolle war nur eine Reinigung des Vorfilters nötig – das hat überzeugt, der Filter bleibt definitiv weiter in Betrieb. Das Fazit könnte daher kurz und knapp lauten: ein zeitsparender Filter.  

Ivan Simeonov

Oase
www.oase-livingwatercom/de

BioMaster Thermo Außenfilter mit integriertem Regelheizer, geeignet für Süß- und Meerwasseraquarien bis maximal 250 l; Leistungsaufnahme 15 Watt, 900 l/h maximal; 1,3 m Wassersäule maximal; 4,4 l Filtervolumen; 240 x 240 x 370 mm (L x B x H); 3 Jahre Garantie. Unverbindliche Preisempfehlung: 166,95 € (Herstellerangaben).

Die Meerwasseraquarianer wurden schon vor rund zwei Jahren mit der Qube 30 beglückt (DATZ 6/2018), jetzt gibt es eine ähnlich starke Lampe für Süßwasseraquarianer – natürlich mit LED-Elementen ausgestattet und in Farbton wie Beleuchtungsstärke einstellbar.
Die Qube-Reihe von Aqua Medic besteht aus mehreren Modellen. Die größeren (Qube 50) lassen sich mit einem separaten Steuergerät mit Fernbedienung programmieren. In die kleineren Qube 30 ist die Steuerung bereits eingebaut. Die Möglichkeiten sind zwar nicht so umfangreich wie bei den größeren, für die meisten Zwecke aber ausreichend.
Der Lieferumfang ist übersichtlich. Der LED-Spot selbst ist mit einem Schwanenhals ausgestattet, der eine gezielte Ausrichtung ermöglicht. Man kann diese kompakte Lampe also sowohl für Nano-Aquarien als zentrale Lichtquelle einsetzen wie auch bestimmten Bereiche in größeren Becken zusätzlich ausleuchten. Am Ende des Schwanenhalses befindet sich eine eingearbeitete Klemme, mit der sich die Lampe sicher befestigen lässt, etwa am Beckenrand. Hier entspringt auch das Anschlusskabel, das über eine wasserdichte Steck-Schraub-Verbindung zum Netzteil führt. Für das Netzteil (Ausgangsspannung 24 V, Eingangsspannung 100–240 V) ist noch ein Kabel beigefügt.
Die Inbetriebnahme beschränkt sich auf das Zusammenstecken der Kabel und das Befestigen am Aquarienrand. Drei versenkte Taster ermöglichen neben dem Ein- und Ausschalten auch das Einstellen der Farben sowie der Lichtmenge über zwei Kanäle. Kleiner Kritikpunkt: Die Sensor-Taster sind sehr leicht zugänglich, werden schon durch sanften Druck aktiviert, und die Intensitätsabstufung ist fein. So merkt man eventuell nicht, ob durch versehentliche Berührung des Tasters die Einstellungen verändert werden. Das ist zwar kein großes Problem, aber man muss eben darauf achten.
Die beiden Kanäle, nach den Hauptfarben „White“ und „Blue“ genannt, setzen sich aus jeweils sechs LEDs zusammen. Der „weiße“ Kanal besteht aus fünf weißen (3.500 Kelvin, warmweiß) und einer blauen LED (450 nm), der „blaue“ Kanal aus vier weißen (8.000 Kelvin, tageslichtweiß), einer blauen (450 nm) und einer roten (660 nm) LED. Stellt man beide auf volle Leistung, wird die maximale Lichtausbeute erreicht. Der Farbton lässt sich dann ganz nach Wunsch durch die unterschiedliche Intensität der Kanäle variieren.
Konkrete Empfehlungen werden nicht gegeben, denn es kommt auf den spezifischen Besatz mit Pflanzen und Tieren an, wie viel Licht welchen Spektrums benötigt wird. Man muss also selber ausprobieren, welche Einstellung zum eigenen Bedarf passt.
Je nach vorheriger Beleuchtung des Aquariums sollte man den Einsatz einer neuen Lichtquelle keinesfalls mit wesentlich stärkerer Intensität beginnen. Bei frisch eingerichteten Becken ist das nicht so kritisch, aber der Besatz eingelaufener Aquarien hat sich über einen längeren Zeitraum an die bisherige Intensität angepasst. Ich würde mit etwa zwei Dritteln der Leistung beginnen und diese langsam steigern.
Die Qube 30 plant ist eine sinnvolle Ergänzung des LED-Sortiments von Aqua Medic. Der Haupteinsatzbereich dürften kleinere Süßwasserbecken sein, aber auch zum Setzen von Akzenten in größere Aquarien ist sie geeignet. Die Bedienung ist einfach, der Preis fair. Das dürfte vielen Aquarianern die Umstellung auf die sparsame und ausdauernde LED-Technologie leicht machen.

Werner Baumeister

AB Aqua Medic GmbH
www.aqua-medic.de

Qube 30 plant, LED-Spot zur Beleuchtung von Süßwasseraquarien; Cluster-Chip aus zwölf einzelnen LED-Elementen mit ausgewogenem Lichtspektrum; hohe Energiedichte speziell abgestimmt auf starkes Pflanzenwachstum (PAR = 805 µmol m-2s-1); Farbe und Lichtmenge über zwei Kanäle manuell einstellbar; kompakte Bauweise ermöglicht ideale Beleuchtung von Nano-Aquarien und Ausleuchtung dunkler Randzonen größerer Becken; laufruhiger interner Lüfter für zuverlässige Kühlung des LED-Chips; flexibler Schwanenhals für stabilen Halt und einfache Ausrichtung; Kabelführung für Stromversorgung in den Schwanenhals integriert. Empfohlener Verkaufspreis 103,50 € (Herstellerangaben)

Von AQ4Aquaristik gibt es ein interessantes Futterpaket für Garnelen, Krebse und kleine Fische, bestehend aus zwei Sorten Paste, Sticks und einem Staubfutter. Neu waren für mich die Futterpasten: Sie bestehen aus feinsten Partikeln, die zu einer knetbaren Masse verbunden sind. Daraus lassen sich Kügelchen formen, die unter Wasser an allen Oberflächen haften, beispielsweise auch auf glatten Steinen oder der Frontscheibe.
Die Sealife-Color-Paste soll die Rotfärbung von Wirbellosen und Fischen verstärken. Neben Fisch und Fischnebenerzeugnissen werden zu ihrer Herstellung pflanzliche Zutaten, Hefen, Weichtier- und Krebsfleisch sowie Algen verwendet.
Noch interessanter finde ich die Green-Power-Paste: Sie besteht zu 5 % aus Walnüssen (antibakteriell wirkend, mit hohem Vitamin-, Mineralstoff- und Omega-3-Fettsäure-Gehalt), verzichtet auf den Rohstoff Fisch und deckt den Proteinanteil über Weichtier- und Krebsfleisch sowie Hefen. Damit eignet sich dieses Futter nicht nur für Garnelen und kleine Fische, sondern insbesondere für alle möglichen Aufwuchsfresser.
Die Akzeptanz seitens der „Probanden“ ist jedenfalls hoch. Es empfiehlt sich allerdings eine sparsame Fütterung, denn nach dem Einbringen der Paste lösen sich sofort feinste Futterpartikel, die das Aquarienwasser schnell trüben, wenn man die Portion zu groß bemisst. Je nach Fressweise der Tiere geht ein unterschiedlich großer Teil des Futters dann verloren, landet also im Filter oder im Boden. Krebse und Welse etwa nebeln das Wasser schneller ein, als es Garnelen tun, die vorsichtig einzelne Partikel von einem Brocken Paste abzbupfen. Der Vorteil dieser Verwirbelung ist, dass auch der Garnelennachwuchs gut versorgt wird.
Das Staubfutter wird in gewohnter Weise verabreicht: Kleine Portionen werden auf die Wasseroberfläche gestreut und sinken dann langsam zu Boden. Green-Micro-Pulver enthält dieselben Bestandteile wie die Green-Power-Paste. Es ist ein ideales Futter für Garnelen, Jungfische und filtriererende Wirbellose. Durch die Verabreichung von oben ist es auch besser für Arten des Freiwassers geeignet.
Vierter Bestandteil des Pakets sind formstabile Futtersticks, die die Inhaltsstoffe der „Green“-Futterserie enthalten. Ihr Vorteil: Beim Verfüttern entsteht kein Nebel aus feinsten Partikeln, damit eigenen sie sich für robustere, am Boden fressende Arten wie Harnischwelse und Krebse.
Fazit: Richtig dosiert und gezielt eingesetzt eine hochwertige Nahrung für viele Fische und Wirbellose.

Petra Fitz

AQ4Aquaristik
www.aq4aquaristik.de

AQ4Aquaristik-Futterpaket: Futtermischung für Garnelen und andere kleine Krebse; Lebendfutterersatz, reich an tierischen und pflanzlichen Proteinen, mit wichtigen Spurenelementen und Ballaststoffen; das Paket umfasst 20 g Green Micro Powder, 70 g Green Power Paste, 45 g Green Power Sticks und 70 g Sealife Green Paste. Empfohlener Verkaufspreis: 34,90 €.

Über einige Jahre hatte ich den herbstlichen Laubschutz für unseren Teich vernachlässigt, das rächte sich: Die Mulmschicht auf dem Teichboden wurde immer dicker, und infolge des Nährstoff­eintrags durch die verrottenden Pflanzenmassen überwucherten die Wasserlinsen die gesamte Oberfläche, kein schöner Anblick! Also entfernte ich im Sommer den Mulm so gut wie möglich.
Nun durfte aber nicht wieder so viel Laub in den Teich geraten! Meine bishe­rige Methode, Laubschutznetze darüber zu spannen, war sehr aufwendig. Damit die Netze nicht ins Wasser hingen, zog ich über den rund vier mal sechs Meter großen Teich zuerst schräg abgespannte Seile und dann die Netze darüber, die dabei aber immer wieder einris­-sen. Außerdem waren sie so grobmaschig, dass sich Blätter und Ästchen darin verhakten, was spätestens beim Einholen Probleme bereitete. Jetzt wollte ich es besser machen!
Der Ibbenbürener Direktvermarkter ­NaturaGart bie­tet ein extra feinmaschiges Laubschutznetz an, das mithilfe von Schwimmstützen über der Teichoberfläche ­gehalten wird. Für meine Teichgröße erwarb ich das Laubschutz-Komplettpaket D.
Dem sechs mal acht Meter großen Netz lagen die Einzelteile der Schwimmstütze sowie 25 Metallhaken, 25 Zugentlastungshaken und natürlich eine Gebrauchsanweisung bei.
Zunächst baute ich die Schwimmstütze zusammen, der Aufbau ist gut beschrieben. Allerdings braucht man als Werkzeug einen Sechskant-Schraubenschlüssel, der nicht mitgeliefert wird.
Als Erstes schraubte ich das Alugestell – es besteht aus zwei Ringen, die mit Rohren verbunden werden – zusammen. Dann fixierte ich das Gestell mit Gurten auf dem Gummireifen. Die fer­tige Schwimmstütze hat eine Höhe von einem Meter.
An den beiden Aluringen befestigte ich nun je drei Spannseile, die die Stütze ­sicher in der Mitte des Teiches halten. Dazu brachte ich erst die unteren Seile mit den Haken an und zog sie fest, danach die oberen.
Anschließend zog ich das Netz über den Teich und über die Schwimmstütze. ­Zunächst verankerte ich es nur provisorisch mit den ­Metallhaken. Dann brachte ich die Zugentlastungshaken rundherum an den Rändern des Netzes an. Sie verhindern sein Einreißen bei punktueller Zugbelastung.
Das solide System hat mich sehr schnell überzeugt! Rasch aufgebaut und sicher fixiert, schützt es meinen Teich vor dem einsetzenden Laubfall.
Der Laubschutz sollte etwa Mitte Oktober aufgebaut werden. Laut NaturaGart fällt der statistische Beginn des Laubfalls auf den 20. Oktober. Etwa Mitte ­November sollten die Netze wieder abgebaut werden, weil sie nicht für eine Schneelast ausgelegt sind und bis zu diesem Zeit­-
punkt winterkahle Bäume ihre Blätter vollständig ab­geworfen haben.
Das Komplettpaket gibt es für Teiche von vier mal drei bis zwölf mal 16 Metern. Dabei kommen unterschiedlich hohe Schwimmstützen zum Einsatz (0,4 bis 1,8 Meter).
Die Komponenten lassen sich auch einzeln erwerben, sodass sich jeder Teichbesitzer sein individuelles Laubschutz-Paket zusammenstellen kann.

Petra Fitz

NaturaGart Vertriebs-GmbH
(www.naturagart.de)

Das Laubschutznetz verhindert den Eintrag von Nähr­stoffen in den Gartenteich. Das System aus Teichnetz und Schwimmstütze ist an jede Teichgröße anzupassen. Engmaschig, dennoch lichtdurchlässig und leicht – das Teichnetz von NaturaGart ist erprobt. Die Schwimmstützen sind das tragende Element. Das Netz versinkt unter der Last der Blätter nicht im Wasser. Komplett-Laubschutz Set D bis Teiche der Größe 4 x 6 m, Maße 6 x 8 m, mit 1 Stütze, 25 Haken und 25 Zugentlastungen. Empfohlener Verkaufspreis 153 €

Wer effektvolle Lichtszena­rien in seinem Aquarium generieren wollte, musste bei LEDaquaristik bisher meh­rere LED-Balken mit verschiedenen Lichtfarben miteinander kombinieren. Für weniger erfahrene Anwender war das mitunter schwierig, weil die Auswahl der mög­lichen Kombinationen sehr groß war.
Anfang 2019 erweiterte LEDaquaristik sein Produktspektrum um einen leistungsstarken LED-Balken, der dieses Problem löst. Die aquaLUMix ist ein Kompaktsystem, das viele Lichtfarben in einem Balken vereinigt. Die Farben sind zu vier ­einzeln ansteuerbaren Lichtkanälen zusammengefasst, und man hat nur noch die Wahl zwischen vier verschieden konfigurierten Balken:
• „Freshwater“ punktet mit sehr natürlicher Farbwiedergabe der Fische bei gleichzeitig gutem Wuchslicht für Pflanzen – ideal für Gesellschaftsaquarien;
• „Amazon-Grow“ legt den Fokus auf optimalen Pflanzenwuchs – helles Licht für stark bepflanzte Aquarien;
• „African-Sun“ ist für Buntbarsch-Freunde konzipiert – ein erhöhter Blauanteil im Licht verstärkt ihre Farben;
• „Seawater“ wurde für Meeresaquarien entwickelt – das kaltweiße Licht hat einen starken Blauanteil plus Rot, Violett und UV.
Die LED-Chips sind in ­einem massiven Aluminiumrahmen verbaut und wasserdicht versiegelt („ClearSeal­ing“). Gegen Verschmutzung und/oder Kalkablagerungen schützt eine abnehmbare dünne, transparente Kunststoffhülle. Alle Metallbauteile bestehen aus eloxiertem Aluminium oder V4A-Edelstahl.
Serienmäßig ist die aquaLUMix mit Anschlüssen für eine Wasserkühlung ausgestattet. Optionales Zubehör ermöglicht vielseitige Einbaumöglichkeiten.
Nach der Produktinfo zum Praxistest: Mein 120 x 45 x 65 Zentimeter großes Schauaquarium wurde bisher von einer „Pulzar HO dim“ der Firma Giesemann beleuchtet (1.070 Millimeter, maximal 65 Watt, 7.150 Lumen). Nun entschied ich mich für die aquaLUMix „Freshwater“.
Die passende Länge hatte das 115-Zentimeter-Modell. Mit insgesamt 390 verbauten High-Power-LED (5.730) erbringt sie eine Real-Lichtleistung von maximal 15.125 Lumen. Der Verbrauch beträgt laut Hersteller maximal 125 Watt. Bei meinem rund 350 Liter Wasser fassenden Aquarium käme ich also bei voller Leistung auf gut 42 ­Lumen Lichtleistung pro Liter. Damit sollten bei sonst guten Parametern die Pflanzen üppig gedeihen.
Mit einem passenden Netzteil (150 Watt) und Dimmer („Dimix 6“) war das Beleuchtungssystem komplett. Der Zusammenbau der einzelnen Komponenten (Netzteil, Dimmer, LED) war in der Infobroschüre bestens beschrieben. Da alle Bauteile mit passenden Steckern bestückt sind, war kein Werkzeug erforderlich.
Zunächst betrieb ich die LED bei voller Leistung, doch das war mir zu hell!
Um den subjektiven Eindruck zu quantifizieren, vermaß ich die Leuchte mittels „Seneye Reef“, einem ein­fachen System zur Bestimmung der Beleuchtungsstärke (Einheit Lux), Lichtfarbe (Kelvin) und fotosynthetisch aktiven Strahlung PAR (μmol/m²/s) unter Wasser.
Die Ergebnisse bestätigten: In 40 Zentimetern Wassertiefe maß ich noch knapp 5.000 Lux. Auch der PAR-Wert lag in dieser Tiefe noch bei beachtlichen 134 μmol/m²/s. Und weil ich schon beim Messen war, ermittelte ich auch noch die Lichtwerte in unterschiedlichen Tiefen (Grafik).
Um zunächst ähnliche Bedingungen für Betrachter, Insassen und Pflanzen zu schaffen, versuchte ich, mit der aquaLUMix ähnliche Lichtwerte einzustellen wie bei der bisherigen, mittlerweile sechs Jahre alten Beleuchtung: Eine Messung ­ihrer Werte ergab in 40 Zentimetern Tiefe eine Stärke von 1.830 Lux, eine PAR von 49 μmol/m²/s bei einer Lichtfarbe von 4.775 Kelvin. Die neue LED brachte also bei voller Leistung 2,7-mal mehr Licht ins Becken als die bisherige.
In solchen Fällen das neue Licht zunächst an die gewohnten Werte anzupassen ist sinnvoll, will man nicht ein verstärktes Algenaufkommen riskieren.
Daher mischte ich die ­Kanäle der aquaLUMix so ab, dass die Lichtfarbe 4.700 Kelvin betrug. Dann dimmte ich die Kanäle gleichmäßig, bis der Strombedarf der LED auf 52 Watt sank (gemessener Bedarf der Giesemann-LED). Die dann ermittelte Beleuchtungsstärke betrug fast exakt so viel wie bei der alten, nämlich 1.812 Lux. Die Effizienz (Lumen pro Watt) beider Systeme war also identisch.
Auf meinem Dimix markierte ich die eingestellten Positionen für diesen Lichtwert, und so betreibe ich die aquaLUMix seitdem.
Für die Lebensdauer der Leuchte ist es vorteilhaft, nicht die volle Leistung auszuschöpfen. Das Schöne für mich an der neuen Leuchte: Bei Bedarf habe ich noch viel „Luft nach oben“, was die Leistung betrifft. Sollte ich mich also doch einmal für anspruchsvollere Pflanzen entscheiden, ist eine Erhöhung der Lichtmenge pro­blemlos möglich.
Bezüglich der Lebensdauer bietet die aquaLUMix ein weiteres Plus: die Wasserkühlung. Mithilfe einer kleinen Pumpe lässt sich Aquarienwasser in den Kopfteil der Leuchte leiten. Es tritt nach Umströmen des Leuchtkörpers auf derselben Seite wieder aus (Testlauf DATZ 10/2019).
LEDaquaristik bietet verschiedene Controller für die aquaLUMix an. Mit dem „Sunriser 8“ beispielsweise sind alle denkbaren Tagesabläufe mit Sonnenauf- und -untergang, Wolken, Gewitter und Mond- oder Nacht-Licht simulierbar. Dabei kann ein Zufallsgenerator für täglich wechselndes Wetter sorgen.

Petra Fitz

LEDaquaristik GmbH
(www.ledaquaristik.de)

Die aquaLUMix ist für eine Lichtsteuerung optimiert, jede Variante ist mit vier separat ansteuerbaren Lichtkanälen ausgestattet. So sind neben Lichtfarben, die der Tagesbeleuchtung dienen, LED für Mondlicht und Sonnenaufgang integriert. Zudem sind eine Befestigung, ein Spritzschutz und eine bei Bedarf nutzbare Wasserkühlung inbegriffen. Ein passendes Netzteil und, wenn gewünscht, eine Lichtsteuerung oder Splitter sind separat zu bestellen. Die Variante „Freshwater“ sorgt für hervorragende Farbwiedergabe, ohne dass der Pflanzenwuchs zu kurz kommt.
Empfohlene Verkaufspreise: aquaLUMix „Freshwater“ (115 cm) 359 €; Dimix 6 49,90 €; High-Performance-Schaltnetzteil 12VDC 54,99 €; Anschlussset Wasser­kühlung 9,99 €