von Werner Baumeister

Bei allen im und am Aquarium installierten Pumpen kommt es auf mehrere Faktoren an, ob sie sich bewähren. Dazu gehören ein geringer Stromverbrauch, leises Laufverhalten, hohe Förderleistung und praktische Installationsmöglichkeiten. Strömungspumpen müssen darüber hinaus möglichst ohne scharfen Strahl auskommen, sondern sollten die Strömung weit im Becken verteilen. Und unauffällig wäre schön. Im Gegensatz zu Süßwasseraquarien muss in Meerwasseraquarien immer eine mehr oder weniger starke Strömung herrschen.

Smart – in jeder Beziehung?
Mit der Zeit wurden die Pumpen nicht nur immer besser, sondern heute sogar smart! Zum Test stand die mittlere Variante der Smart-Reihe, die SmartDrift 7.1 zur Verfügung. Es gibt eine kleinere (3.1) und eine größere Variante (11.1). Im Zweifelsfall sollte man stets die größere Variante bevorzugen, sie verteilt das Wasser deutlich breiter und erzeugt dadurch eine insgesamt sanftere Strömung als vergleichbare Pumpen. Interessant ist die Konstruktion des Pumpenrads, die doch von anderen Strömungspumpen deutlich abweicht. Hier haben wir eher ein Flügelrad mit recht großen, durchsichtigen Propellerblättern. Das macht die großflächige und sanftere Strömung möglich.

Befestigung
Die Pumpe wird wie etliche andere mit einem Magnet an der Scheibe festgehalten. Stellt man die Neigung der Pumpe wie gewünscht ein, dreht sie gerne mal entgegen der Laufrichtung weg. Unterbinden lässt sich das, indem man den mitgelieferten Saugnapf knapp über der Pumpe fixiert. So kann sie wegen des Kabels nicht wegdrehen. Leider kann man die Pumpe nur ganz leicht nach unten stellen, was aus meiner Sicht zumindest für eine Pumpe im Becken nötig ist, um auch die bodennahe Region des Aquariums mit Strömung zu versorgen.

Smart und leise?
Ja, diesen Punkt erfüllt die SmartDrive sicher! Man hört sie im Dauerbetrieb kaum. Erstens, weil sie offenbar recht vibrationsarm arbeitet, zweitens, weil eventuell doch auftretende, nicht vermeidbare Vibrationen wohl von der Konstruktion aufgenommen und nicht an die Glasscheiben weitergegeben werden.
Auf den ersten Blick ist die Aufhängung des Impellers nicht wesentlich anders als bei anderen Pumpen. Anscheinend wurden jedoch polierte Keramiklager verwendet, die mögliche Vibrationen (durch Unwucht des Impellers) gering halten. Und wenn der Impeller selbst schön rund läuft, was hier der Fall ist, kommt es erst gar nicht dazu.  
Geht man in den Intervallbetrieb, hört man aber ein ganz leises „Singen“, wenn der Impeller die Drehzahl ändert. Auf Dauer kann das stören, vermeidbar sind minimale Geräusche bei Lastwechseln jedoch wohl nicht. Später fing die Pumpe manchmal an, leise zu klappern, auch im Konstantbetrieb. Plötzlich war das wieder weg. Ich vermute, dass solche Probleme mit der Zeit verschwinden, und kenne das auch von anderen Pumpen. Reinigt man sie, brauchen sie manchmal Tage, um wieder geräuschfrei oder wenigstens geräuscharm zu arbeiten. Den berühmten Stein der Weisen, also Pumpen, die immer völlig geräuschlos laufen, hat anscheinend noch keiner gefunden.

Zuerst etwas zäh – der Controller
An die Bedienung des Controllers muss man sich gewöhnen. Die Tasten nicht fest drücken, nur antippen, wie bei einem Touchscreen! Sonst kommt man ungewollt in alle möglichen unerwünschten Menüs. Bei versehentlich aktivierten Master- oder Slave-Anzeigen: Einfach kurz auf WiFi tippen, und schon verschwinden sie wieder. Die Anleitung geht leider nicht auf alle Features ein, die das Display beherrscht. Wenn man z. B. die beiden Pfeiltasten längere Zeit drückt, kann man die Displayhelligkeit verstellen: Mit der einen Pfeiltaste beim Symbol Sonne, mit der anderen beim Symbol Mond (eigentlich ist das unnötig).
Wer zwei SmartDrift-Pumpen hat, kann sie mit Master/Slave unterschiedlich einstellen und so abweichende Strömungsmuster erzeugen. Hier ist einiges möglich. Aber viel komfortabler geht das mit der App.

Die App
Wer das alles noch eleganter machen will, lädt sich gleich die App herunter, die AquaMedic für die Smart-Pumpen anbietet (www.aqua-medic.de). Sie funktioniert nur im 2,4-GHz-Netz. Wer einen modernen Router mit voreingestelltem 5G hat, muss evtl. vorübergehend auf 2,4 GHz he­runterschalten. Das war bei mir so und erfordert, dass man die eigene IP-Adresse öffnet, in den Menüs das Passende sucht und dort auf 2,4 GHZ umschaltet. Das klingt etwas umständlich, ging aber nach einigen Versuchen. Nun kann man die bereits heruntergeladene App aktivieren, auf das lokale Wifi-Netzwerk legen und dann den Menüpunkten folgen. Als Pumpe bitte Eco Drift #1 auswählen (Add Device), diese wird gleich gesteuert wie die Smart Drift-Pumpen. Achtung! Die Smart-Drift-Pumpen haben am Controller keinen Ein/Aus-Knopf wie in der App angegeben und werden im Smart-Configuration-Modus (dort anklicken) verbunden. Am Bedienteil jetzt auf das WLAN-Symbol klicken und nun sollte nach längerer Verbindungsphase das Menü erscheinen (bei mir waren ein paar Versuche nötig). Dieses Feature benötigt man aus meiner Sicht nicht wirklich, weil man das Wichtigste auch mit dem Controller machen kann. Lediglich eine Schaltuhr ist auf der App zusätzlich, falls man die Pumpe nur zeitweise betreiben will.

Wartung und Pflege
Ein großes Plus der Smart-Drift-Pumpen ist die leichte Zerlegbarkeit. Der Pumpenkorb vorne kann durch einen Dreh entfernt werden, dann muss man zum gründlichen Reinigen nur noch den Rotor herausziehen und z. B. mittels Zahnbürste säubern. Macht man das alle 3–4 Wochen, bilden sich die üblichen Kalkalgen nur zögerlich. Ich stoppe die Pumpe mit dem Controller (Feed), nehme sie am Kabel heraus und reinige sie direkt am Aquarium, was wenige Minuten dauert.

Fazit
Eine neue Pumpengeneration, die ihr Geld wert ist – leise, vielfältig einstellbar, schnell gereinigt und mit dem Controller komfortabel steuerbar. Ergänzend gibt es die App. Die Möglichkeit, den Pumpenstrahl stärker nach unten richten zu können, würde sie noch universeller machen. 

von Sebastian Wolf   

Was machen Aquarienbesitzer nicht so gerne? Scheiben putzen! Was wenig Spaß bereitet, sollte schnell und effektiv zu erledigen sein. Vorbei die Zeiten, als man mittels nicht aquaristischer Hilfsmittel seinen kalk- und algenbelegten Scheiben zu Leibe rückte – heute hält der Handel eine große Auswahl an Magneten, Klingen und Schwämmen parat, in der Preisspanne von billig bis verschwenderisch.
Ich selbst bevorzuge Schwämme, das Angebot des Schleifmittelherstellers Jöst abrasives GmbH (die Aquarienprodukte sind unter der Marke Jöst Aquaristic erhältlich) kam gerade recht. Das Testsortiment enthielt Schwämme und Pads unterschiedlicher Größen, Form und Textur. Wenn man nach dem Scheibenputzen fotografieren möchte, müssen auch die Außenflächen frei von Fusseln, Staub und Schlieren sein. Das funktioniert nur mit entsprechenden Tüchern, die der Hersteller ebenfalls anbietet.
Die Seitenscheibe eines 300-l-Beckens diente zum Testen, innen wie außen war sie mit vielen Kalkflecken beschmutzt, innen zudem mit Grünalgen. Als äußerst praktisch erwies sich der Reiniger mit Griff, an dem über einen Klettbelag verschiedene Reinigungs-Pads (15 x 10 cm) aufgebracht werden können. Für die Ecken kam der Schwamm in Fischform (auch mit Klettbelag für diverse Pads) zum Einsatz, bei der Außenseite ein weiterer Schwamm, dessen eine Seite dem Lösen von Ablagerungen dient, während die andere Seite glatt poliert.
Die doppelte, gründliche Reinigung der Seitenscheibe dauerte gute zwei Minuten, danach wurde die Außenseite noch mit Osmosewasser „abgewaschen“ und mit dem mitgelieferten Mikrofasertuch trocken gewischt. Das Ergebnis war erfreulich – für die alten, wirklich harten Kalk- und Algenablagerungen brauchte es zwar einen Stahlschwamm, alles andere schaffte jedoch das Jöst-Sortiment. Und zwar so, dass sich frustfrei fotografieren ließ!
Wer ein umfassendes, professionelles Repertoire an Putzmöglichkeiten wünscht, wird mit den vorgestellten Produkten ordentlich bedient. Also ab an die Schwämme, der Frühjahrsputz wartet. In diesem Sinne: entspanntes Schrubben!

 

von Ivan Simeonov    

Zu Beginn eine kurze Retrospektive: Selbst die Pflege der „Anfängerfische“ war zu Beginn der Aquaristik denjenigen vorbehalten, die ihre Tiere mit (Tümpel-)Lebendfutter versorgen konnten. Dank Kunstfutter wurde die dauerhafte Haltung von Fischen dann auch für solche Menschen interessant, die sich aus zeitlichen und beruflichen Gründen kein anderes Haustier leisten konnten, auf ein Stück Natur zu Hause aber nicht verzichten mochten.
Mit der Zeit verstand man die Ernährungsphysiologie der Fische immer besser, weshalb Leber, Rinderherz, Fleisch- und Blutmehl aus den Rezepturen der Hersteller verschwanden. Auch heutzutage gibt es Ansätze, Neues zu etablieren – oder wieder zu verwerfen. So ist Sojaprotein für die Fischfütterung gescheitert, Insektenmehl dagegen scheint für viele Fische gut nutzbar zu sein und ist ressourcenschonender Ersatz für Fischmehl.
Gerade die Ernährungsbedürfnisse von Zucht- und Jungfischen stellen eine Herausforderung dar. In meiner aquaristischen Laufbahn habe ich an die 30 Arten gehalten und erfolgreich vermehrt und kann aus dieser Erfahrung schöpfend behaupten, dass es das perfekte „Alleinfutter“ nicht gibt. In der Natur schwankt das Nahrungsangebot im Lauf des Tages (Phototaxis des Planktons), der Jahreszeit oder sogar bei Änderung des Wasserstands – Fische ernähren sich vielseitiger, als wir das mit einem Fertigfutter nachahmen können. In diesem Sinne ist meine persönliche Empfehlung, dass man regelmäßig Lebend- oder Frostfutter anbieten sollte, um Mangelerscheinungen vorzubeugen und die Fortpflanzung anzuregen. Adäquates Kunstfutter kann Zeit und Geld sparen, dem Züchter jahreszeitunabhängige Planung und den Fischen ein langes Leben ermöglichen. Ungeeignetes Futter kann zu Organverfettung, Veränderung der Darmflora, Darmverschluss, verstärktem Parasitenbefall oder zum schnellen Tod durch Aufquellen führen.
Das passende Fischfutter zu finden, ist bei den unzähligen Sorten und Anbietern nicht leicht. Hier möchte ich meine Erfahrungen mit einigen Sorten der Organix-Serie von Oase aus einem Zeitraum von sechs Monaten berichten. Zunächst sei nochmals verdeutlicht, was ein hochwertiges Futter ausmacht. Bei der Auswahl orientiert man sich am besten an der durchschnittlichen Zusammensetzung von Lebendfutter – so kann man die verschiedenen Sorten grob miteinander vergleichen, auch ohne Lebensmittelchemiker-Abschluss.
Getrocknetes Lebendfutter weist im Durchschnitt eine Zusammensetzung von ca. 50 % Eiweiß, 15 % Fett und um die 20 % Kohlenhydrate auf. Eiweiß macht also über die Hälfte der Nährstoffe aus und ungefähr so sollte es im Fischfutter zu finden sein, wobei ein Organismus nie die komplette Menge verdauen kann, d. h. tatsächlich nutzt der Fisch einen kleineren Teil dessen, was angegeben ist. Um die Auswirkung eines Futters auf den Fischkörper zu untersuchen, würde man normalerweise eine definierte Anzahl Tiere über eine bestimmte Zeit mit diesem Futter versorgen und dann Organe oder Gewebeproben untersuchen.  
Eine Alternative ergibt sich aus der Wahl der Versuchstiere. Im Hobby findet man Zuchtformen, die eine oder mehrere Pigmentmutationen tragen, sodass Körperteile oder der ganze Körper durchsichtig sind. So ist „von außen“ erkennbar, ob das Futter im Darm aufgenommen wird und ob eine einseitige Diät längerfristig zu Organveränderungen führt. Den Testarten fehlt ein „richtiger“ Magen (der erste Abschnitt des Mitteldarms der Poeciliiden wird Pseudeogaster genannt) – mit Ausnahme der Antennenwelse, bei diesen ist er aber klein. Dies verlangt häufige Nahrungsaufnahme, was mehreren kleinen Mahlzeiten am Tag entspräche. Für den Test wurde aber die „übliche“ Situation eines berufstätigen Aquarianers festgelegt: zwei Fütterungen am Tag, je einmal morgens und abends.

Testdurchführung
Für die Bewertung wurden parallel zwei Testreihen durchgeführt. In der ersten wurden ausgewählte Fischarten mit den geeigneten Sorten gefüttert. Für alle drei Granulate waren dies Goldfische, da sie das Futter gerne vom Bodengrund aufnehmen. Die Tabs und Sticks reichte ich Antennenwelsen, weil diese an ihrem Futter haften und raspeln. Die Flocken testete ich an Fischen, die ihr Futter am liebsten an der Wasseroberfläche suchen und aufnehmen.
In der zweiten Testreihe wurden alle Futtersorten gegeneinander und gegen ein Futter eines anderen Herstellers an Schwertträgern (Xiphophorus helleri) getestet. Hierfür mussten einige Sorten nach Bedarf zermahlen bzw. zerstoßen werden, um gleiche Dosiermengen zu erhalten.
Das Vergleichsfutter (Granulat) des anderen Herstellers hat die Zusammensetzung: Rohprotein 56 %, Rohfett 18 %, Kohlenhydrate 9 % (als stickstofffreie Extraktstoffe), Asche 11,3 %. Der Anteil an Kohlenhydraten in den Oase-Produkten ist nicht deklariert und wurde von mir wie folgt berechnet: 100 % – (Rohprotein% + Rohfett% + Rohasche% + Rohfaser% + 5% angenommene Menge an Restfeuchte). Der so ermittelte Wert für Kohlenhydrate ist dem tatsächlichen Anteil nah.  
Die getesteten Oase-Futtersorten haben einen Rohproteingehalt von 35–42 %, was nicht sehr hoch erscheint, sich aber positiv auf die Wasserqualität auswirkt (weniger Belastung durch Ammonium). Da ganzer Lachs und Hering sowie ganze Shrimps als Proteinquelle eine hohe Verwertbarkeit haben, ist ein Proteingehalt unter 45 % als akzeptabel anzusehen. Die generell empfohlene Menge an Kohlenhydraten im Fischfutter liegt bei ca. 25 %, was niedriger ist als im Futter von Oase – mit Ausnahme von „Color Flakes“, der Sorte mit dem niedrigsten Kohlenhydrat-Anteil aller getesteten. Die „Veggievore Tabs“ haben mit 37 % den höchsten Gehalt an Kohlenhydraten, der sogar den Proteingehalt (35 %) übertrifft. Zu hohe Mengen an Kohlenhydraten (> 45 %) im Futter können zu Organschäden führen, z. B. Ablagerung von Fettgewebe in der Leibeshöhle, Vergrößerung der Gallenblase, Fettleber, Verfettung der Gonaden (Unfruchtbarkeit). Hat man Fische über längere Zeit mit ungeeignetem Futter gefüttert, kann speziell entwickeltes ballaststoffreiches Futter die Darmflora normalisieren und gegen Verfettung helfen.  

Ergebnisse und Zusammenfassung
Allgemein lässt sich innerhalb von sechs Monaten Testdauer schwer beurteilen, wie „gut“ ein Futter ist, denn je nach Fischart entspricht dieses Zeitfenster nur der juvenilen Phase bis zur Geschlechtsreife, etwa beim Messerschwanzkärpfling (Alfaro cultratus). Bei anderen Fischarten, wie Goldfischen und Antennenwelsen, reicht die Testdauer nicht aus, um mögliche Spätfolgen von Fütterung mit ungeeignetem Futter zu beobachten. Auch die Durchsichtigkeit der Goldfische ist nur in den ersten sechs Lebensmonaten gegeben, danach erreicht das Muskelgewebe eine Dicke, die das „Hineinschauen“ erschwert. Glücklicherweise hatte ich zu Testbeginn junge Brut.                                  
Während der Testdauer wurden jedenfalls keine negativen Auswirkungen beobachtet, die Goldfische wuchsen prächtig. Insgesamt wurden alle Oase-Sorten von den Fischen gut und gerne angenommen, es gab keine Futterverweigerer. Die Antennenwelse standen zu Testbeginn kurz vor der Geschlechtsreife, die Elterntiere erhielten also vor, während und nach der ersten (und erfolgreichen) Brut ausschließlich zwei Oase-Futtersorten.
Die „Veggievore Tabs“ in Kombination mit den „Snack Sticks“ erwiesen sich für die Aufzucht junger Welse als gut geeignet. Zur Bezeichnung „Veggievore“: Vom Namen und der grünen Farbe geleitet, könnte man denken, dass diese Futtersorten besonders geeignet für herbivore Fische seien. Schaut man sich die Zusammensetzung aber an, wird man feststellen, dass auch bei dieser Futterserie der Lachs als Grundzutat dominiert.
Für Farbfutter gilt ganz allgemein, dass man kein Wunder erwarten darf – denn auch die genetische Komponente und natürliches Licht spielen eine Rolle bei der Intensität der Farben. Natürlich würden insbesondere rote und orange gefärbte Fische blass erscheinen, wenn sie nicht genug Farbpigmente einlagern, weil die carotinoidhaltigen Komponenten im Futter gänzlich fehlen. „Color Flakes“ und „Color Granulate“ halfen den auf möglichst flächige orange Färbung gezüchteten „Red King Medaka“ farblich dementsprechend „auf die Sprünge“ – zusammen mit Sonnenlicht und Selektion.
Nicht nur die Inhaltsstoffe, auch die physikalischen Eigenschaften spielen bei der Futterqualität eine Rolle. Dazu gehört, wie stark das Futter im Fischdarm aufquillt. Eine Volumenvergrößerung nach Kontakt mit Wasser ist bei Granulaten sehr wichtig – quillt ein Futter stark auf, kann es bei Fischen mit Magen zum Verschluss desselben führen oder bei den (Zahn-)Karpfenartigen zu Darmrissen. Werden die Granulate beim Herstellungsprozess mit sehr hohem Druck gepresst, quellen sie im Wasser weniger auf, können aber nicht gut vom Fisch verwertet werden – die Folge: Dieser magert mit vollem Darm ab.
Alle drei getesteten Granulate von Oase zeigten eine zweifache Volumenvergrößerung. Es empfiehlt sich, lieber öfter und sparsamer zu füttern, besonders bei Schnellfressern. „Daily Granulate“ und „Color Granulate“ wurden nach dem Aufquellen weich, das „Veggievore Granulate“ behielt eine härtere Konsistenz. Da als Vergleichsfutter auch Granulat eines anderen Herstellers verwendet wurde, sei hier kurz erwähnt, dass auch dieses um das Zweifache an Volumen zunahm.
Ein Indiz für den gesundheitlichen Zustand eines Fisches ist auch sein Kot. Bei allen getesteten Sorten zeigten die Fische einen weichen, braunen Kotfaden, der regelmäßig in kurzen Stücken abriss. Bei allen sieben getesteten Organix-Sorten war kaum eine bis gar keine (bei den drei Granulaten) Wassertrübung zu sehen, bei dem Vergleichsfutter dagegen schon. Eine vertiefende Untersuchung der Inhaltsstoffe konnte ausschließen, dass Zusätze gegen Wassertrübung beigefügt wurden. Andere Hersteller greifen dagegen gern in die Trickkiste, um dem Fischfreund die klare Sicht nicht zu verderben.
In der zweiten Testreihe wurden alle Futtersorten an derselben Fischart getestet und dabei die Wachstumsraten beobachtet. Das schnellste Wachstum zeigte sich beim Vergleichsfutter, bedingt durch den hohen Proteingehalt.
Anhand der beiden Testreihen konnte ich eine Tendenz erkennen, woraus sich meine Favoritenreihe ergibt. Das aus meiner Sicht beste Futter im Test war „Color Flakes“, gefolgt von „Daily Micro Flakes“ > „Daily Granulate“ > „Color Granulate“ > „Snack Sticks“ > „Veggievore Granulate“. Den letzten Platz belegt „Veggievore Tabs“ mit dem erhöhten Anteil an Kohlenhydraten.

Fazit
Mit den Organix-Futtersorten können gute Ergebnisse erzielt werden. Die Granulate sorgten bei den Goldfischen für angemessenes Wachstum. Die „Color Flakes“ werde ich wahrscheinlich in meinen Futterplan aufnehmen. Mangelerscheinungen oder Organveränderungen wurden nicht beobachtet, was für hochwertige Ausgangsstoffe spricht! Die Oase-Futterserie kann auf dem Markt mithalten. Man muss bedenken, dass viel mehr schlechteres Fischfutter angeboten wird als gutes. Die Kohlenhydrate müssen nicht angegeben werden, aber hier könnte sich Oase zum Vorreiter entwickeln und die Angaben freiwillig aufs Etikett bringen.
Der MSC-zertifizierte Ursprung der verarbeiteten Fische sorgt beim Aquarianer für sauberes Gewissen, denn hochwertiges Futter lässt sich leider immer noch nicht ohne hochwertiges Fischmehl herstellen, gewonnen aus ganzem Fisch.
Die geringe Wassertrübung gegenüber dem Vergleichsfutter überraschte positiv. Beim Wachstum hatte das Vergleichsfutter die Nase oder besser die Flossen vorne, was durch den erhöhten Proteingehalt zu erwarten war und für den Test extra so ausgesucht wurde – man braucht auch eine Kontrolle, um besser beurteilen zu können.
Mit der Organix-Serie erlaubt sich Oase keine Experimente, sondern geht auf Nummer sicher, was zufriedene Aquarianer anbelangt.

von Sebastian Wolf


Im Herbst vergangenen Jahres war es so weit: Mit dem Umbau der Aquarienanlage musste ein neues Filtersystem her. Das alte, bestehend aus einer über jedem Becken eingesetzten, zentral von einem Kompressor mit Luft versorgten Eigenkreation (vom Prinzip her ein Rieselfilter), hatte aus verschiedenen Gründen ausgedient. Strombetriebene Innen- oder Außenfilter kamen nicht infrage, darum also die Suche nach guten Lufthebern. „Gut“ soll heißen: lange Laufzeiten, unkomplizierte Säuberung der Bauteile, die Luftblasen erzeugen, eine entsprechend hohe, auch durch Ventile einfach regelbare Förderleistung – und idealerweise möglichst geräuscharmer Betrieb. Denn nach Beginn der Mund-Nasenschutz-Ära konnte ich dank der selber gebauten, geräuschintensiven Filterung viele Besucher nur noch undeutlich verstehen, das wurde langsam anstrengend.
Da ich keine über die ganze Schmalseite der Becken laufenden Mattenfilter installieren wollte, kombinierte ich den unten beschriebenen Tschechischen Lufthebefilter (TLH) zudem mit einem Eigenbau. Das Ergebnis lässt sich am besten als „Schwimmender Tschechischer Lufthebefilter (STLH)“ beschreiben – Sie lesen hier also eine Kombination der DATZ-Rubriken „Testlauf“ und „Wasserdicht“, ein „Wasserdichter Testlauf“ sozusagen!

Ein innovatives Bauprinzip
Vorweg: Es geht hier nicht um quantitative Ergebnisse, also um exakte, vergleichende Angaben der geförderten Luft- und Wasservolumina (der unterschiedlichen Ausführungen oder im Verhältnis zu anderen Herstellern), sondern um eine qualitative Einschätzung im Hinblick auf die im ersten Absatz genannten Kriterien. Meine Wahl fiel auf die GN-Luftheber, diese gibt es schon seit ein paar Jahren (siehe Fitz in DATZ 8/2015). Auch wenn sie in der Funktionsweise den TLH ähnlich sind, so besteht doch eine bauliche Abweichung betreffend des Antriebsteils, also des untersten Abschnitts des Lufthebers, in dem die eingespeiste Luft in das Wasser eintritt. Dieses besteht aus zwei ineinander passenden Stücken mit gezahnten inneren Rändern. Sind beide Teile des Antriebes zusammengesteckt, ergeben sich die Luftlöcher durch Aussparungen in diesen Rändern. Die einzelnen Luftauslässe sind außerdem in unterschiedlicher Höhe im Antriebsteil angeordnet und größer als die anderer TLH – das Bild sollte einen Eindruck geben, zudem finden sich weitere Infos zum Bauprinzip auf der Herstellerhomepage. Versprochen wird dort ein TLH, der die Standzeit „üblicher“ TLH weit übertreffe. Ein Hauptkriterium für mich, denn die mir unliebste aquaristische Tätigkeit ist das Entnehmen, Auseinanderbauen und Säubern von Bestandteilen eines Filters.
Eingesetzt habe ich alle vier verfügbaren Modelle, die sich im Rohrdurchmesser (12, 16, 20 & 25 mm) und der Eintauchtiefe (15, 20, 25 & 30 cm) unterscheiden. Alle genannten Größen gibt es sowohl in einer gebogenen (Steig- und Auslaufrohr an einem Stück) als auch in einer gesteckten Ausführung (Steig- und Auslaufrohr sind durch ein Winkelstück verbunden). Letztere ist laut Hersteller etwas weniger leistungsstark, lässt sich aber platzsparender verbauen.

Vorbereitungen: der Weg zum STLH
Mit den neuen Lufthebern wollte ich Becken mit Fassungsvermögen zwischen 45 l und 600 l bestücken, entsprechend wählte ich für alle von bis zu 100 l die Variante mit 16 mm Durchmesser, für größere Aquarien die Variante mit 20 mm bzw. 25 mm Durchmesser. Teilweise kürzte ich die Steigrohre etwas – zum einen, um von vornherein zu vermeiden, dass der Gegendruck durch die Eintauchtiefe des Steigrohres zu einer starken Abnahme der geförderten Wassermenge führt. Zum anderen aber auch, da der Filter schwimmen und auch bei Wasserwechseln nicht auf dem Boden aufliegen sollte, denn diverse Fischarten entwickeln regelrecht selbstmörderische Tendenzen, was das Hineinquetschen zwischen Filtermatte und Substrat (oder Glaswand) bei Beunruhigung anbelangt.
Warum überhaupt ein schwimmender Filter? Ich fand es ganz praktisch, Filter einzusetzen, die sich an ändernde Wasserstände anpassen, die teils nützlich sind, etwa bei der Zucht von Labyrinthfischen oder wenn man Ausbruchskünstler (wie Stachelaale) neu einsetzt, die auf keinen Fall aus Neugier als Trockenfisch enden sollen. Oder auch, wenn man bei einer nötigen chemischen Behandlung (z. B. von Blaualgen) aus schwäbischer Sparsamkeit die Kosten der Heilmittel durch die Reduzierung der Wassermenge senken will. Was natürlich nicht heißen soll, dass sich bei mir Blaualgen und andere Unliebsamkeiten die Klinke in die Hand geben, es soll nur verdeutlicht werden: Ein TLH, der sich unabhängig von einem schwankenden Wasserstand betreiben lässt, kann nützlich sein!
Die Umsetzung dieses Vorhabens war leicht – als Schwimmer dienten rechteckige, 2–3 cm dicke Styroporstücke, die ja nach Becken- und Filtermattengröße zwischen 10 x 10 cm und 15 x 15 cm maßen. In diese schnitt ich Aussparungen ein, deren Breite etwas geringer war als der Durchmesser von Steig- und Auslaufrohr. Das Steigrohr wurde dann einfach mit sanftem Druck durch diese Aussparung eingefügt, das waagrechte Auslaufrohr kam auf der Oberseite der Platte zu liegen – das war es schon! Zu Reinigungszwecken lässt sich das Ganze wunderbar schnell auseinandernehmen.
Die aus einer Filtermatte erhaltenen Schaumstoffblöcke schnitt ich in etwas kürzeren Längen und Breiten zurecht als die jeweils verwendeten Schwimmer aus Styropor: Damit sollte sichergestellt sein, dass zwischen Glaswand und Schaumstoff keine allzu engen Spalten entstünden, die zur Todesfalle werden. Die Höhe der Filterblöcke betrug je nach Beckenvolumen zwischen 12 und 25 cm. Über zwei Drittel dieser Höhe wurde mit einem scharfen Messer ein Schlitz eingeschnitten, der zum Einführen des Steigrohres diente. Grundsätzlich eine sehr simple Methode, auch wenn die neuen Matten anfangs teils leicht auftrieben, nach Einlaufen lagen sie allerdings sehr gut im Wasser.
Der Schwimmer wurde im Lauf der Zeit leicht nach unten gezogen, dennoch liegt der Wasserauslass mit dieser Methode immer ca. 2 cm über dem Wasserspiegel. Den geringen Verlust der geförderten Wassermenge vernachlässige ich gerne zugunsten der Vorteile, auch deshalb, weil bauliche Maßnahmen zur Befestigung des Filters unnötig waren.

Er läuft und läuft … und läuft
Zurück zum TLH – nach fünfmonatiger Laufzeit kann das Fazit gezogen werden: Der GN-Luftheber überzeugt voll und ganz. Eine derart lange Laufzeit ohne Reinigungsmaßnahme des Antriebsteils habe ich noch bei keinem anderen TLH erlebt, prinzipiell hätte keiner der eingesetzten bisher dringend gereinigt werden müssen – unabhängig vom Modell, der geförderten Wassermenge und dem Besatz.
In reichlich besetzten Becken war erwartungsgemäß die Reinigung des Filtermaterials aber früher nötig als bei schwach bevölkerten, und so schaute ich mir diverse Antriebsteile beim Mattenputz gleich mit an. Bevor ich auf das neue System gewechselt hatte, mussten in meinem dauerhaft am stärksten gefütterten Becken (200 l, 25 Schachbrettschmerlen und zehn Bärblinge) die Antriebsteile und sonstigen kritischen Stellen des Filter-Eigenbaus, des klassischen Lufthebers wie auch des Motorinnenfilters nach spätestens 2–3 Wochen dringend gründlich gesäubert werden. Nach der Probereinigung des Antriebsteils von GN-Lufthebern dagegen konnte ich nur einen moderat stärkeren Wasserdurchfluss (+ ca. 15 %) im Vergleich zum dreckigen Zustand vorher feststellen - ein Hinweis auf lange Standdauer.
Mit einer kleinen Schlauchbürste lassen sich die beiden Hälften von anhaftendem Kalk und Biofilm befreien, das geht schnell und ohne viel Druck. Auch praktisch: Per kurzem Blick lässt sich hervorragend abschätzen, ob man gut geputzt hat. Nur beim Auseinandernehmen des Antriebes ist Vorsicht angebracht, um die Befestigung nicht zu zerstören. Bei adäquatem Wasserdurchfluss laufen die Luftheber ganz ohne große Spritzer, und der leise Betrieb ist eine Wohltat. Damit eignen sie sich auch für Wohnräume und sehr sensible Gemüter sowie für Konversationen von Maske zu Maske.

Auch der beste Luftheber ersetzt keine individuelle Vorbereitung und Planung
Bei der Filterung über Luft gibt es einiges, das unwissentlich falsch gemacht werden kann (es sei hier nochmals auf die Beiträge von Fitz in DATZ 8/2015 verwiesen, die einen gelungenen Überblick geben). Vor allem bei der Luftzufuhr, bei der so große Gegendrücke entstehen können, dass die Förderleistung miserabel wird.
Meine Anlage wird über einen Kompressor betrieben, an den Luftleitungen aus PVC-Rohren angeschlossen sind, die möglichst nahe an die einzelnen Regale heranreichen, um Strömungswiderstände durch zu lange, enge Silikonschläuche gering zu halten. Nach Inbetriebnahme musste über Absperrventile (Gardena 4/6 mm) teils noch die geförderte Luftmenge in vielen Becken reduziert werden, da sie so stark war, dass die geförderte Wassermenge dadurch wieder reduziert wurde.
Jeder baut seine Anlage nach seinem Gusto, damit sind die Anforderungen an die Filterung über Luftheber auch jeweils anders und müssen individuell geplant werden. Dankenswerterweise erhielt ich von einem der Entwickler der GN-Luftheber, Matthias Singer, von ihm ermittelte Pumpenkennlinien (gibt es diese eigentlich auch von anderen TLH?), von denen ich hier die zwei für die größeren Lufthebermodelle teilen möchte. Über diese lässt sich einsehen, wie viel Luft bei welchem Druck (in mbar, dies entspricht cm Wassersäule) gefördert werden muss, um den angegebenen Wasserdurchlauf zu erzielen. Und es wird erkennbar: Je tiefer das Steigrohr im Wasser liegt, desto größer wird die benötigte Luftmenge, damit die Luftheber gut arbeiten können. Beherzigt man diese Faktoren, lassen sich die GN-Luftheber optimal einsetzen und erfreuen mit einem geringen Reinigungsaufwand, sehr leisem Betrieb und einem tollen Preis, d. h. in Relation geringen Anschaffungskosten. Damit werden sie attraktiv für wirklich alle, die ihre Becken über Luft filtern wollen.
Meine Eigenkonstruktion hat sich übrigens schnell und ungewöhnlich deutlich als ein bevorzugter Aufenthaltsort für so manche Fischart herausgestellt – der Liegeplatz auf der Oberseite der Schaumstoffmatte, mit schützendem Dach aus Styropor relativ nah an der Wasseroberfläche, scheint vielen meiner Pfleglinge sehr zu behagen, und so wird er genutzt als Beobachtungspunkt, Versteck und Ort zur Eiablage. Das aber nur am Rande, der Platz reicht an dieser Stelle nicht für mehr …
Text und Fotos von Sebastian Wolf

von Sebastian Wolf

Aus dem Hause Algova kommt gebrauchsfertig ein hochwertiges Lebendfutter, das sich nicht nur zum Einsatz in der Meerwasseraquaristik, sondern auch für Süßwasserarten eignet, insbesondere solche mit sehr kleinen Jungfischen. Es besteht aus den Nauplien des marinen Copepoden Acartia tonsa, die direkt in belüftetem Meerwasser bei Zimmertemperatur zum Schlüpfen gebracht sowie ohne vorherige Anreicherung verfüttert werden können.
Gut verpackt und ordentlich gekühlt kommt die wertvolle Ware an. Eine Anleitung liegt bei, die alles Wichtige von der Lagerung, Erbrütung und Verfütterung bis zur weiteren Aufzucht behandelt, sie steht auch online zur Verfügung. Ich habe geschätzt jeweils 0,3–0,4 ml der Lösung in 1 l Flüssigkeit (Osmosewasser mit 32–34 g/l Meerwasser-Salz) erbrütet, in Flaschen, die ich ansonsten für Artemien nutze. Das gelieferte Fläschchen enthält bei 25 ml Inhalt eine Million Eier.
Aufgrund der Kleinheit der Nauplien, die gerade einmal 70–110 µm groß sind (Herstellerangaben), ist es mir unmöglich, etwas zum Schlupfergebnis anzugeben. Empfohlen wird die Lagerung bei maximal 5 °C, da die Schlupfrate in den sechs Monaten nach Produktion stetig abnehmen soll (bei mir waren es 5 °C, also schon am oberen Ende). Die geschlüpften Jungtiere lassen sich mit einem 50-µm-Sieb von der Kulturflüssigkeit trennen. Diese Nauplien sind eine wertvolle Alternative zu den ansonsten im Süßwasser verfütterten Einzellern, insbesondere natürlich für anspruchsvolle Jungfische, die kein Kunstfutter annehmen.
Zum Testen spontan bereit erklärten sich meine Badis singenensis, die im Winter ordentlich in Fortpflanzungslaune waren. Nach dem Schlupf eines der Gelege entfernte ich die Tonhöhle ohne den Vater und setzte sie mit den anhaftenden Larven in ein vorbereitetes 15 l Becken, dessen einzige Einrichtung in einem Luftheberfilter bestand – Grund: Ich wollte sicherstellen, dass sich die Jungtiere nur vom gereichten Futter und nicht oder nur sehr begrenzt von anderen Kleintieren ernähren würden.
71 Fischlarven konnte ich anfangs zählen. Die Fütterung erfolgte ausschließlich mit den frisch geschlüpften, maximal 24 h alten Copepoden, zwei- bis dreimal täglich über die ersten vier Tage nach Freischwimmen, aus geschätzt jeweils knapp 200 ml ausgesiebter Kulturflüssigkeit (danach wurde anderes Lebendfutter gereicht). Aufgrund des geringen Wasservolumens führte ich zudem einen täglichen Wasserwechsel durch.
Ergebnis: 69 kleine Blaubarsche konnte ich am Ende des Zeitraums zählen. Badis-Jungfische nehmen an sich recht schnell nach dem Freischwimmen Artemia-Nauplien an, und die Testbrut war nach vier Tagen mit den winzigen Acartia-tonsa-Nauplien offensichtlich nur noch schwer satt zu bekommen, dafür sind Letztere dann doch zu klein. Die jungen Blaubarsche waren jedoch bis dahin jedenfalls fast ausnahmslos gut und auch gleichmäßig entwickelt, beim Fang der Copepoden verhielten sie sich so, wie man das auch bei der Fütterung mit Artemien beobachten kann – kurzem Betrachten der Beute folgt das ruckartige Vorschießen. Somit kann dieses Futter auch für Arten empfohlen werden, die nicht zwingend auf derart kleine Organismen angewiesen sind.
Ich verfütterte es zudem an frisch geschlüpfte Betta splendens (allerdings kombiniert mit anderen Futtermitteln), und auch diese wuchsen vorzüglich. Die Akzeptanz bei anderen karnivoren und omnivoren Arten dürfte ebenso gut sein. Vorstellbar sind etwa Jungtiere von Grundeln, Salmlern, Regenbogen- oder Zwergfadenfischen. Die beiden verfügbaren Verpackungseinheiten werden aber besonders für im größeren Umfang züchtende Aquarianer interessant sein – oder man teilt sie sich mit anderen Hobbykollegen, die in der Nähe wohnen.