Der pH-Wert spielt in allen Aquarien eine große Rolle, im Süß- noch mehr als im Meerwasser, denn hier gibt es bekanntlich Habitate, deren pH-Werte sich sehr deutlich voneinander unterscheiden. Man denke nur an das alkalische Milieu in den großen afrikanischen Seen und in den Strömen der mittelamerikanischen Landbrücke oder an das teils extrem saure Wasser in südostasiatischen und südamerikanischen Bächen und Flüssen.
Im Meerwasser gibt es das in dieser Form nicht: Praktisch alle Weltmeere ­haben einen pH-Wert, der je nach Tageszeit (und anderen Faktoren) zwischen pH 7,8 und 8,4 schwanken kann.
Die Flussmündungszonen selbstverständlich ausgenommen, denn hier mischen sich Süß- und Salzwasser zeitweilig, was natürlich den pH-Wert beeinflusst; auch in solchen Gewässern leben Tiere, die wir in unseren Aquarien halten. Es ist also wichtig, dass wir den pH-Wert in unseren Aqua­rien kennen und prüfen.
Früher ermittelte man diesen Wert häufig mit Lackmuspapier. Das mit Chemikalien getränkte Papier verfärbte sich nach dem Eintauchen ins Wasser, und man konnte anhand einer Skala ablesen, welchen pH-Wert es hat. Das war ziemlich ungenau, reichte aber für die meisten Zwecke. Heute will man es genauer wissen, und man kann es dank ausgeklügelter Elektronik und messgenauer Sensoren. Im Fall des neuen pH-Monitors von Aqua Medic ist der Sensor eine Elektrode, die sogar für den Dauereinsatz ausgelegt ist.
Der Umgang mit diesem pH-Meter ist denkbar einfach. Man steckt einfach das Netzkabel in die Buchse des Monitors und verbindet ihn auf die gleiche Weise mit der Elektrode.
An der Elektrode entfernt man den Behälter mit der Aufbewahrungslösung und spült sie kurz mit vollentsalztem Wasser ab (etwa Aqua destillata). Dann steckt man den Netzstecker in eine Steckdose, und das Gerät läuft.
Anfangs befestigte ich das Gerät mit dem beiliegenden Klebe-Pad im Unterschrank meines Aquariums. In Zukunft werde ich den Monitor aber mit Klettband fixieren, sodass ich ihn ohne großen Aufwand auch in ­anderen Becken einsetzen kann.
Bevor es ans Messen geht, ist das Gerät zu eichen. Das klingt umständlich, ist aber denkbar einfach.
Die Elektrode wird in die pH-7-Lösung getaucht. Es dauert etwa eine Minute, bis sich der Wert eingependelt hat. Dann wird so lange mit dem beiliegenden Inbusschlüssel justiert, bis das ­Digitalmeter pH 7,0 anzeigt. Dazu befindet sich jeweils neben dem pH-7/pH-4-Aufdruck eine kleine Öffnung, in die man den Schlüssel steckt. Die Einstellung ist sehr empfindlich, und es dauert etwas, bis man den Wert genau erreicht. Besser als pH 7,02 (4,01) bekam ich es nicht hin, aber das genügt, da dieser Wert noch deutlich im Rahmen der nötigen Messgenauigkeit liegt.
Anschließend ist die Elektrode wieder mit vollentsalztem Wasser abzuspülen und in die pH-4-Lösung zu tauchen; erneut warten, bis sich ein Wert eingependelt hat, und dann auf pH 4,0 einregulieren!
Zur Sicherheit wiederholt man den gesamten Vorgang, vor allem bei der ersten Eichung. Dann spült man die Elektrode endgültig ab und bringt sie an der vorgesehenen Stelle im Aquarium unter. Sie darf nicht ganz eintauchen. Dafür gibt es von Aqua Medic eine Halterung, die leider nicht zum Lieferumfang gehört. Ein normaler Saughalter tut es aber ebenfalls. Den gemessenen Wert kann man nach etwa einer Minute ablesen, denn es dauert ein wenig, bis er sich auf dem Display einstellt.
Das pH-Meter ist für den Dauerbetrieb gedacht. Natürlich verschmutzt und veralgt die Sonde mit der Zeit. Wie lange sie dann hält, hängt nicht zuletzt von der Wartung ab. Am besten reinigt man sie häufiger, bevor sich hartnäckige Krusten bilden können. Einmal im Monat ist eine erneute Kali­brierung empfehlenswert.
Man muss die Sonde nicht unbedingt dauerhaft im Aquarium lassen. Dann spült man sie mit entsalztem Wasser ab und bringt sie im Aufbewahrungsbehälter unter, den man mit dem Ring verschließt, nachdem man ihn mit einer drei-molaren Kaliumchlorid-Lösung gefüllt hat. Aqua Medic hat selbstverständlich eine KCl-Lösung für pH- und mV-Elek­troden im Sortiment.

Werner Baumeister

Aqua Medic
Aqua Medic GmbH
(www.aqua-medic.de)

pH-Monitor, Präzisions­instrument zur permanenten Kontrolle des pH-Werts. Das LED-Display zeigt kontinuierlich den pH-Wert des Aquarienwassers an. Der Mess­bereich umfasst Werte von pH 0,00 bis 14,00. Die mitgelieferten Testflüssigkeiten ermöglichen eine genaue Kalibrierung der Elektrode. Lieferumfang: Monitor, Elektrode mit BNC-Anschluss, Test­flüssigkeiten, Netzteil. Empfohlener Verkaufspreis: etwa 99 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxNein, der Autor dieser Zeilen ist nicht zum Hip-Hopper mutiert, sondern nur ein bisschen begeistert. Denn jetzt ist Schluss mit nassen Händen und Armen wegen jeder Kleinigkeit, die man am oder im Aquarium erle­digen muss!
Wie oft habe ich gewisse ­Korrekturen – das Versetzen einer neu gekauften Koralle oder das Herausnehmen eines Steins, der etwas veralgt war – auf die lange Bank geschoben? Einfach weil ich keine Lust hatte, die Ärmel hochzukrempeln (sie sind am Ende ja doch nass), die Uhr abzunehmen, die Hände zu waschen und endlich ins Aquarium zu greifen und danach das Ganze umgekehrt! Anschließend war das doch nass gewordene Hemd zu wechseln, weil sich die Ärmel eben nur bis zu den Schultern hochschieben lassen und das Becken einfach zu hoch ist, um mit trockenen Klamotten davonzu­kommen …
Die Lösung sind vier – auf den ersten Blick fast ein wenig monströs wirkende – Werkzeuge, die Aqua Medic unter der Produktbezeichnung „Megatools“ anbietet. Sie bestehen aus nicht rostendem Edelstahl und sind somit für die Ewigkeit gemacht. Nimmt man diese Tools also in sein Testament auf, können die Erben sie dermaleinst weiterbenutzen, ohne dass sie Alterungserscheinungen zeigen. Der Preis, den Edelstahlwerk­zeuge nun einmal haben, ist dadurch deutlich relativiert.
Aber braucht man alle vier Megatools? Das muss ­jeder Aquarianer am besten selbst ausprobieren. Zur Entscheidungshilfe beschreibe ich kurz die vier Teile, die übrigens ausnahmslos 60 Zentimeter lang sind.
• „scissors 60“ ist eine überlange Schere, die gerade ausgeführt ist. Sie wird für den Rückschnitt von Wasserpflanzen empfohlen. Ich habe damit sogar dünnere Gorgonien in meinem Meerwasserbecken sauber beschnitten, was wegen des guten Wachstums ab und zu sein muss. Wer Gorgonien kennt, weiß, wie zäh sie sein können!
• Curved-Fernsehbildschirme sind schon wieder out, die Schere „scissors 60 curved“ ist es definitiv nicht. Aufgrund der gebogenen Form kann man damit besser in Bodennähe zu kürzende Aquarienpflanzen beschneiden, ohne das Werkzeug zu stark kippen zu müssen. Dadurch kommt man einfacher an mehr oder weniger waagerecht stehende Gewächse ­heran.
• Die Pinzette „tweezers 60“ eignet sich ideal zum Ein­setzen von Pflanzen, zum ­Ergreifen kleinerer Gegenstände oder zum Herausziehen überzähliger Pflanzen, Schnecken und so weiter.
• „t-rail 60“ mag ein seltsamer Name sein, aber das Teil ist höchst praktisch. Die Superzange verfügt über einen Rastmechanismus. Man ergreift den betreffenden Gegenstand, drückt die Zange etwas zusammen und kann das Teil nun dem Becken entnehmen oder anderswo platzieren, ohne es selbst weiter festhalten zu müssen: Der Rastmechanismus hält das Objekt sicher. Dabei ist der „Haltedruck“ dank mehrerer Rasten einstellbar, sodass man empfindlichere Objekte nicht gleich zerquetscht. „t-rail 60“ ist mein Favorit bei kleineren Um­bauarbeiten im Aquarium. Das Einrasten funktioniert natürlich nur bei nicht zu großen Gegenständen.
Welche dieser vier Werkzeuge sollte man also besitzen? Nun, ich behalte unbedingt alle vier, denn in der Praxis zeigt sich immer ­wieder, dass jedes Teil seine Vorzüge hat. Die gerade Schere schneidet etwas kraftvoller, die gebogene lässt sich einfacher an der richtigen Stelle platzieren, die normale Pinzette ist ideal zum Greifen, die mit Rast­mechanismus für das dauerhafte Festhalten.
Voll megatoll, die Megatools!

Werner Baumeister

Aqua Medic GmbH
(www.aqua-medic.de)

Megatools, 60 Zentimeter lange Edelstahl-Werkzeuge zum Dekorieren und Gestalten: scissors 60, gerade Schere für den Rückschnitt von Stängelpflanzen (empfohlener Verkaufspreis: 69,90 €); scissors 60 curved, gebogene Schere zum leichten Einkürzen von bodendeckenden Pflanzen (69,90 €); tweezers 60, gerade Pinzette zum Einsetzen von Wasserpflanzen auch an unzugänglichen Stellen (49,90 €); t-rail 60, gerade Zange mit Klemme zum ermüdungsfreien Einsetzen von Aquarienpflanzen (65,90 €).

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxWie die vor rund sieben Jahren auf den Markt gebrachte JBL-CristalProfi-greenline-Außenfilterserie X01 besteht auch die Nachfolgeserie X02 aus fünf Modellen: CristalProfi e402 mit einer Pumpenkopfleistung von 450 Litern pro Stunde (l/h) bei 4,6 Litern Filtervolumen, e702 mit 700 l/h und 6,1 l, e902 mit 900 l/h und 7,6 l, e1502 mit 1.400 l/h und 12,0 l sowie e1902 mit 1.900 l/h und 15,0 l. Erfahrungen mit den Modellen CristalProfi e1902 und e702 liegen diesem Testbericht zugrunde.
Der e1902 wird empfohlen für 200 bis 800, der e702 für 60 bis 200 Liter Wasser fassende Aquarien. Die weiteren erhältlichen Modelle ergänzen den Anwendungsbereich: e402 für 40 bis 120, e902 für 90 bis 300, e1502 für 160 bis 600 Liter Volumen.
Die Modelle der Green­line-X02-Reihe greifen auf die bewährte Energie sparende Greenline-Technologie der X01-Reihe zurück, wobei man erwarten kann, dass sich die stromsparende Bauweise beim kleinsten Modell am wenigsten, beim größten am stärksten auswirkt.
Der geringe Stromverbrauch mit Einsparungen von bis zu 43 Prozent (e1502) gegenüber Filtern herkömmlicher Bauart resultiert vor allem aus den verwendeten Filtermaterialien und der Bauweise des Rotors.
Bei der Wahl der Mate­rialien wurde darauf geachtet, den Durchflusswiderstand so gering zu halten wie nur möglich. Statt der gängigen Röhrchen kommen beispielsweise die weniger Widerstand bietenden JBL-MicroMec-Biofilterkugeln zum Einsatz.
Greenline-Rotoren besitzen nur drei anstelle der sonst üblichen sechs Flügel. Zudem nutzen Greenline-Filter den Strom effektiver als vergleichbare Filter üblicher Bauweise (Kasten).
Warum also das Rad neu erfinden? Auch die bereits etablierte und effiziente Ansaugvorrichtung findet man in der X02-Reihe.
Ebenso wie sein Vorgänger ist der e1902 als einziges Modell der Reihe mit Rollen ausgestattet, die bequemes Einschieben in den Aquarienschrank ermöglichen, was bei einem Filtertopf, der in gefülltem Zustand 17 Kilogramm auf die Waage bringt, sehr angenehm ist.
JBL wäre aber wohl nicht JBL, wenn man die Schwachstellen der Greenline-X01-Außenfilterreihe nicht durch neue Konzepte verbessert hätte. Begeistert hat mich der zweigeteilte Combifilterkorb II, der an dieser Stelle den bisher dreigeteilten Korb sowie die unter dem Filterkopf aufgesteckte Wasserverteilerplatte ersetzt.
Der als Vorfilter fungierende obere Teil ist wesentlich großflächiger als bei den Vorgängermodellen, da bei ihnen nur die beiden kleinen Seitenteile Vorfilterfunktion haben. Dadurch werden die Standzeiten drastisch erhöht, da sich der neu kon­zipierte Vorfilter viel langsamer zusetzt. Dies zeigte sich am deutlichsten an meinem 660-Liter-Becken (25 Prachtschmerlen und diverse Bei­fische). Während ich den CristalProfi e1901 greenline aufgrund zugesetzter Vorfilter alle zwei Monate reinigen musste, läuft das Nachfolgemodell e1902 an demselben Becken nun schon über ein halbes Jahr! Eine Reinigung weder des Vorfilters noch der Hauptfilterkörbe musste bisher erfolgen. JBL verspricht Standzeiten der Hauptfiltermassen von bis zu einem Jahr. Nach meiner bis­heri­-gen Erfahrung gibt es keinen Grund, das anzuzweifeln.
Das mitgelieferte Kleinteile-Sortiment lässt nichts vermissen: Es umfasst ein ausziehbares Ansaugrohr, ­einen (leider immer noch nicht ausziehbaren, sondern aus zwei Teilen zusammensteckbaren) Rechen, ein Breitstrahlrohr sowie kurze und lange Rohr-Clips für die Saugnäpfe. In Kombination mit jeweils zwei mitgelieferten Winkelstücken und Verlängerungen garantiert dies bei der Montage genügend Spielraum für eine optimale Befestigung.
Fazit: Trotz mir teilweise bereits bekannter Technik hat JBL es wieder geschafft, mich zu begeistern, denn der neu konzipierte Combifilterkorb II und die damit verbundenen ausgedehnten Standzeiten sind einfach genial. Gibt es etwas, was man als Aquarianer mehr hasst als die Filterreinigung? JBL hat sich dieses Problems professionell angenommen und eine deutlich verbessertes Produkt auf den Markt gebracht.Rainer Nusser

JBL
JBL GmbH & Co. KG (www.jbl.de)

CristalProfi e702 greenline und CristalProfi e1902 green­line. Außenfilter mit geschlossenem Wasserkreislauf für Aquarien von 60–200 l (60–100 cm) und 200–800 l (120–150 cm); komplett ausgestattet und anschlussfertig, eingebaute Schnellstart-Einrichtung, Filterstart ohne Wasseransaugen; einfacher Zusammenbau; extreme Laufruhe bei 700 und 1.900 l/h Pumpenleistung; patentiertes Vorfiltersystem mit 100 % mehr Fläche als bei den Vorgängermodellen; hohe biologische Filterleistung mit 6,1 und 15 l Volumen, Wasserstopp; Schlauchanschlüsse um 360 ° drehbar, leicht wechselbare Filtermassen; TÜV-geprüft, sicher und Energie-effizient; enorme Energieersparnis. Lieferumfang: Außenfilteranlage inkl. 12/16- bzw. 19/27-Schläuchen und Rohren, Ansaugkorb, Winkel, Saughaltern, Filtermassen (Biofilterkugeln und Biofilterschaum), Maße (L x B x H) 18 x 20 x 35 und 20 x
23 x 55,5 cm; Leistung 700 l/h, 9 W und 1.900 l/h, 36 W.
Empfohlene Verkaufspreise: 111,50 € und 266,50 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxVielleicht geht es Ihnen ja ähnlich? Seit ich denken kann, bemühe ich mich, mir eine vernünftige, dauerhaft funktionierende Pipette zum Füttern der Wirbellosen in meinem Meerwasseraquarium zu beschaffen. Bislang behalf ich mich mit Eigenkonstruktionen: Glasrohr, darauf ein Gummibalg aus dem Chemie-Fachhandel. In der Regel hielten solche Konstrukte eine ganze Weile, doch irgendwann brachen sie (Glasrohre sind nun einmal ziemlich zerbrechlich), oder der Gummibalg wurde mit der Zeit spröde.
Zurzeit benutze ich einen neuen Balg auf einem Plas­tikrohr. Das Kunststoffrohr bricht zwar nicht, aber es dauerte lange, bis ich einen Klebstoff fand, der dauerhaft Gummi mit Plastik verbindet. Immerhin wird das Teil in Meerwasser verwendet, und das löst auf Dauer doch Vieles auf, normale Klebstoffe sowieso. Aber immerhin, mein Eigenbau funktioniert.
Aber kürzlich brachte AquaMedic die „Pipette 35“ auf den Markt. Sie ist dauerhaft meerwasserfest und verwendet einen ebenso dauerhaft haltbaren durchsichtigen Balg (vermutlich aus ­Silikon). Zudem gibt es für die Pipette zwei aufsteckba­-re Spitzen. Je nach Einsatzzweck kann man sie so lassen, wie sie sind, oder so ­lange beschneiden, bis die Öffnung für das bevorzugte Futter oder die zu verabreichende Flüssigkeit passt.
Dass diese Pipette funktioniert, ist keine große Überraschung, denn die Technologie dafür ist ja nicht gerade kompliziert. Dennoch freue ich mich, wenn Hersteller mutig genug sind und selbst einfache Geräte, die unser Hobby jedoch erleichtern, in guter Qualität auf den Markt bringen! Schließlich werden diese Dinge täglich gebraucht und verschleißen schnell. Die AquaMedic-Pipette allerdings dürfte lange halten, und sie ist zudem preiswert.
Leider eignet sich dieses Gerät aber nur bedingt für mein größeres Aquarium, da es eben lediglich 35 Zenti­meter lang ist (deswegen heißt es ja auch „Pipette 35“). Für mein Nano-Becken passt es allerdings perfekt!
Mein Wunsch an AquaMedic: Bitte noch eine solche Pipette auf den Markt bringen, am besten ungefähr 50 Zentimeter lang. Danke schön!
Werner Baumeister

Aqua Medic (www.aqua-medic.de)

Pipette 35 zur einfachen und zielgenauen Fütterung von Fischen und Korallen sowie zum punktuellen Einbringen von Suspensionen mit zwei nach Bedarf zu kürzenden Dosierspitzen; Länge ca. 35 cm.
Empfohlener Verkaufspreis 5,90 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxDie Dichte (Salinität) im Meerwasser ist eine entscheidende Größe, die sorgfältig kontrolliert werden muss. Theoretisch dürfte sie sich in einem Aquarium mit Nachfüllautomatik kaum verändern, da ja nur reines H2O verdunstet und auch wieder ergänzt wird, das Salz hingegen im Wasser bleibt.
Dennoch gelingt es auf Dauer nicht, die Dichte kon­stant zu halten, denn durch Salzausblühungen an den Scheiben des Beckens, an Geräten und so weiter sowie durch die Tätigkeit des Abschäumers oder durch falsche Wasserwechsel geht immer wieder etwas Salz verloren (oder kommt hinzu).
Normalerweise dauert es aber lange, bis die Salinität in Bereiche rutscht, die für die Bewohner des Aqua­riums gefährlich werden könnten. Ich messe dennoch bei jedem Wasserwechsel ­zunächst die aktuelle Dichte in meinem Becken (um bei Bedarf reagieren zu können), dann wird jeder Eimer Nachfüllwasser einzeln eingemessen. Mein Ziel ist eine Dichte von 1,023, und die sollte möglichst konstant bleiben. Wechsel der Salinität mögen Meerestiere nicht.
Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Dichte zu messen, die klassische ist die Verwendung eines Aräometers aus Glas. Diese Methode ist sehr sicher und ­genau, wenn man Qualitätsaräometer einsetzt. Diese recht großen Geräte sind jedoch vor allem an der Spindel arg bruchgefährdet.
Eine Alternative sind Refraktometer, die mit Lichtbrechung arbeiten, also optisch. Sie sind aber nicht ganz billig und außerdem regelmäßig zu kalibrieren. Bei mir verrutschte sogar einmal die Skala eines Refraktometers und zeigte dann unmögliche Werte an. So etwas kann böse enden!
Weiterhin ist eine elek­tronische Messung über die Leitfähigkeit des Wassers möglich. Auch dieses Verfahren kostet Geld, und ohne ständige Kalibrierung der Sonde geht hier ebenfalls nichts. Wie schön wäre es, wenn es ein kleines, preiswertes und dennoch genaues Gerät ohne die genannten Nachteile gäbe …
AquaMedic bietet neuerdings den „hydroquick“ an, einen Dichtemesser mit einem Zeiger, der in einem Plastikgefäß aufgehängt ist. Füllt man das Gerät mit Wasser, steigt der Zeiger auf den entsprechenden Dichtewert, den man auf einer Skala ablesen kann. Das Ganze ist ausgesprochen einfach, und es geht ganz schnell.
Nachdem man das Gerät ins Wasser getaucht hat, stellt man es auf eine ebene Fläche und klopft zwei- oder dreimal dagegen, damit sich eventuell vorhandene Luftblasen vom Zeiger lösen (genau kontrollieren!). Manchmal bleibt der sensitive Zeiger auch an der Wasseroberfläche hängen. Dann stellt man das Gerät etwas schwungvoller auf den Untergrund, woraufhin der Zeiger in der Regel sinkt und sich einzupendeln beginnt.
Aber wie genau ist die Anzeige? Mit einem klassischen Glasaräometer nahm ich Vergleichsmessungen vor und kam auf höhere Werte. Zeigte mein Aräometer konstant 1,023 an, waren es beim hydroquick dauerhaft 1,024 bis 1,025, das sind schon recht deutliche Unterschiede. Sie wurden allerdings durch mehrere Messungen bestätigt und waren somit immer etwa gleich.
In Meeresaquarien bewegen sich ideale Werte zwischen 1,022 und 1,023 (worüber man aber auch ein ­bisschen streiten kann, denn die Weltmeere weisen unterschiedliche Salinitäten auf, das Rote Meer mit fast vier Prozent Salzgehalt beispielsweise eine deutlich höhere als das Mittelmeer mit etwa 3,74 oder der Indische Ozean mit 3,48 Prozent). Dennoch ist der angegebene Wert ein bewährter Kompromiss, den praktisch alle tropischen Meerestiere, die wir in un­seren Aquarien üblicherweise halten, akzeptieren.
Was also tun? Der hydroquick ist ein einfacher Schnelltest für die Dichtemessung, die jederzeit rasch durchgeführt werden kann, einfacher geht es kaum. Auf die Dauer ist die Messung aber nicht genau genug. Ich empfehle: In größeren Abständen mit dem Aräo­meter nachmessen, egal, ob man sonst mit einem ein­fachen Gerät oder mit dem genaueren Refraktometer arbeitet, denn diese Apparate können unter Umständen falsch anzeigen! Das Aräometer hingegen misst kaum fehlerhaft, solange es intakt ist und bei jener Temperatur eingesetzt wird, auf die das Gerät geeicht ist (25 °C).
Frohes Messen!
Werner Baumeister

Aqua Medic
Aqua Medic GmbH (www.aqua-medic.de)

Hydroquick zur Messung der spezifischen Dichte im Meerwasser. Einfache Anwendung und gute Ablesbarkeit der Salzdichte. Den hydroquick am oberen Teil festhalten und langsam untertauchen, bis sich die Innenkammer mit Wasser gefüllt hat. Unbedingt darauf achten, dass sich keine Luftblasen am Schwimmer befinden, um ein einwandfreies Messergebnis zu gewährleisten. Danach das Gerät aus dem Wasser nehmen und die Salinität ablesen. Nach der Messung mit klarem Süßwasser ausspülen, um Salzverkrustungen zu vermeiden!
Empfohlener Verkaufspreis 8,90 €