Besonders deutlich im Meerwasser, aber durchaus auch im Süßwasser verschmutzen technische Geräte, die unmittelbar im Aquarium betrieben werden, sodass man sie ab und zu reinigen muss. Bei mir betrifft das vor allem die Strömungspumpen; in der Regel sind sie schon nach wenigen Monaten mehr oder weniger vollkommen mit Kalkalgen überzogen. Solange ein solcher Belag äußerlich bleibt, macht das nichts; aber sobald die Kalkalgen ins Innere der Düse vordringen, auf die Impeller-Blätter und so weiter, lässt die Pumpenleistung nach. Und dagegen muss man etwas tun.
Bisher legte ich veralgte Pumpen einige Zeit in Essigsäure, um den Kalk der Kalkalgen aufzulösen. Das funktioniert auch, aber die Essigsäure geht – je nach Verdünnung – nicht gerade sorgsam mit Kunststoffen um.
AquaMedic hat nun ein Produkt auf den Markt gebracht, das auch der Laie ­sicher anwenden kann, ohne dass seine Geräte beschädigt oder gar zerstört werden.
Variocare wird in Plastikflaschen geliefert und hat eine rosarote Farbe. Die Anwendung ist denkbar einfach. Man nimmt rund 100 Milliliter auf einen Liter Wasser und legt das zu reinigende Gerät in die so angesetzte Flüssigkeit. Ich nehme sicherheitshalber Glasgefäße dafür, denn die halten garantiert und lösen sich nicht ihrerseits irgendwann auf.
Dann lässt man alles einige Stunden (maximal 24) stehen und säubert das betreffende Teil anschließend mit einem groben Schwamm, einer Bürste oder Ähnlichem.
Bei starken Verschmutzungen kann man Variocare auch weniger oder gar nicht verdünnt benutzen. Meine Pumpen waren dick mit Kalkalgen verkrustet, und ich erhöhte die Dosis bald, weil die millimeterdicken Ablagerungen von der Standardmischung nicht genügend aufgeweicht wurden. Aber nach zwölf Stunden war es dann so weit, und ich konnte die Pumpen recht schnell vollständig „entkalken“. Länger als 24 Stunden soll man Variocare allerdings nicht anwenden.
Wenn man weniger oder gar nicht verdünnt, benötigt man natürlich erheblich mehr Variocare-Flüssigkeit. Aber selbst nach mehreren Pumpen-Bädern blieb die Substanz noch rosafarben, was bedeutet, dass sie noch weiter zu benutzen ist. Erst wenn das Produkt erschöpft ist, verfärbt es sich gelb.
Fazit: Man kann also recht viel mit Variocare reinigen und bemerkt dennoch, wenn es keinen Sinn mehr ergibt, die Flüssigkeit weiter zu verwenden. Kurz, das Zeug funktioniert, reicht für etliche Geräte und ist daher preiswert. Prima!
Werner Baumeister

Aqua Medic GmbH
(www.aqua-medic.de)

Konzentrat zur Reinigung von Pumpen und anderen Aquariengeräten im Süß- und Meerwasser. 100 Milliliter mit einem Liter Wasser vermischen. Bei starken Verunreini­gungen kann die Dosis auch erhöht oder der Reiniger pur verwendet werden.
Je nach Verschmutzungsgrad kann das zu reinigende Gerät mehrere Stunden in variocare bleiben (maximale Anwendungszeit 24 Stunden). Anschließend unter fließendem Wasser abspülen und Reste abbürsten. Bei hartnäckigen Verschmutzungen den Vorgang wiederholen. Der Reiniger darf nicht ins Aquarium gelangen.
Mehrmalige Verwendung möglich. Reinigungsfähigkeit ist erschöpft, wenn die Indikatorfärbung von Rot nach Gelb umschlägt.
Empfohlener Verkaufspreis: 18,90 €

Die Erfindung der CO2-Düngung vor über 50 Jahren war bahnbrechend für die Aquaristik, weil Kohlenstoff ein wichtiger Nährstoff ist. Nicht nur alle an einem guten Pflanzenwachstum interessierte Aquarianer profitieren heute davon, sondern auch jeder Halter anspruchsvoller Fische, der an einer optimalen und naturnahen Pflege interessiert ist. Denn mit ­einer CO2-Begasung lassen sich die für die Kultur und Nachzucht gewünschten pH-Werte einfach und zuverlässig einstellen.
Die Aquaristik-Industrie benötigte viele Jahre, um die gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen. Während dieser Zeit wurde Kohlenstoff durch Hefegärung auf einfachem und preiswertem Weg pro­duziert; auch ich begaste meine Pflanzenaquarien seit den 1980er-Jahren auf diese Weise. Mit der Entwicklung einher ging in den vergan­genen 20 Jahren die Einfuhr vieler aquaristisch neuer und seltener, teils auch schwieriger Wasserpflanzen, deren Kultur durch die CO2-Zugabe möglich wurde.
Erst vor gut zwei Jahrzehnten entdeckte die Aquaristik-Industrie das immense Potenzial des Vertriebs von CO2-Anlagen. Sie sind zwar immer noch verhältnismäßig teuer, aber jeder ernsthafte Aquarianer, der an einem vielfältigen Pflanzenwuchs interessiert ist und nicht nur Speerblatt (Anubias) und ­Javafarn (Microsorum) kul­tivieren möchte, kommt um die Anschaffung einer CO2-Anlage nicht herum.
Auch die Firma Eheim hat dieses Käufer-Potenzial entdeckt und bringt seit einigen Monaten die beiden CO2-Sets 400 und 600 mit Mehrwegflaschen und Druckminderer auf den Markt. Neben 500- oder 2.000-Gramm-Flasche und Druckregelarmatur umfasst die Grundanlage einen Blasenzähler mit Rückschlagventil, einen CO2-Langzeittest, Indikatorflüssigkeit, Sicherheitsschlauch und einen Diffusor.
Im Test habe ich das CO2-Set 600 seit mehreren Mo­naten im Betrieb. Die Anlage ist schnell aufgebaut. De­taillierte Zeichnungen und leicht verständliche Beschreibungen ermöglichen eine fehlerfreie Installation.
Bei der Montage fällt auf, dass die Armatur nicht horizontal, sondern vertikal an der Flasche angebracht wird. Das ist grundsätzlich egal, doch bei dieser Anordnung sind die Messinstrumente um 90 Grad nach rechts gedreht, was nicht den Abbildungen auf Verpackung und der Website von Eheim entspricht. Das beeinträchtigt zwar das Ablesen der Werte nicht wesentlich, ist aber merkwürdig. Ist diese Anbringung der Messgeräte fehlerhaft, nicht beabsichtigt und bei Eheim vielleicht noch niemandem aufgefallen?
Der Druckminderer ist von Hand schnell angeschraubt und macht einen sehr soliden Eindruck, das Nadelventil arbeitet einwandfrei und präzise.
Der Einsatz von Blasenzählern hat sich in der Aquaristik bewährt, sie müssen jedoch sicher und rutschfest fixiert werden. Das Modell von Eheim ist sinnvollerweise mit einem integrierten Rückschlagventil ausgestattet, was ein Rücklaufen in die Armatur verhindert.
Der Blasenzähler soll außen am Aquarium mittels Saugern befestigt werden. Damit hatte ich jedoch erhebliche Schwierigkeiten: Die Zuglast ist zu groß, die Gummisauger lösen sich sofort, der für die Sauger zu schwere Blasenzähler hängt schief und unkontrolliert, was nicht ungefährlich ist. Ich löste das Problem mit ­einer angeschraubten Hal­terung (bei JBL beispielsweise im Set enthalten).
Um möglichst viel Kohlendioxid im Wasser aufzu­lösen, werden in der Aquaristik Diffusoren (Ausströmer unterschiedlicher Bauweise), Reaktoren mit modularem System, Glasspiralen und so weiter eingesetzt.
Eheim verwendet einen Diffusor mit Keramikmem­bran. Solche Ausführungen haben sich in der Aquaristik bewährt, weil sie das CO2 feinperlig in das Wasser einbringen. Die weißen Keramikscheiben veralgen jedoch sehr schnell und müssen regelmäßig gereinigt werden. Deshalb ist die Membran an einer lichtarmen und zugleich gut sichtbaren Stelle anzubringen.
Bei Eheim wird der Dif­fusor mit einer auffällig großen Keramikscheibe sinnvollerweise gleich mit zwei Gummisaugern in einer Ecke des Aquariums platziert, das erhöht die Festigkeit. Einen weiteren Sauger, um auch den Schlauch im Aquarium zu positionieren, habe ich vermisst.
Kontrolliert wird der pH-Wert über einen Langzeittest, wie er im Fachhandel gebräuchlich ist. Er muss spätestens nach zwei Wochen neu mit Indikatorlösung gefüllt werden.
Der Test sollte während der ersten Tage besonders aufmerksam beobachtet und mit den beigefügten Teststreifen kontrolliert werden. Denn eine solche Testmethode ist zwar preiswert, aber auch relativ ungenau und störanfällig; sie ersetzt keine präzise Messeinheit.
In der Bedienungsanleitung vermisse ich ein Kapitel mit allen erforderlichen Informationen zum Umgang mit Kohlendioxid, denn die Sets 400 und 600 dürften vielfach von Einsteigern gekauft werden, die den fachgerechten Umgang mit CO2 erst erlernen müssen. Nur zu leicht befördert man seine Tiere mit zu viel Kohlen­dioxid in den Fischhimmel.
Fazit: Das CO2-Set 600 der Firma Eheim ist eine solide und zuverlässig arbeitende Anlage. Die jetzige Ausstattung sollte um eine Halterung zum sicheren Anbringen des Blasenzählers und einen weiteren Gummisauger zur Befestigung des Schlauchs im Wasser erweitert werden. Die Bedienungsanleitung könnte ergänzt werden.
Wünschenswert ist auch die Entwicklung eines Mess- und Steuergeräts, um die Zugabe von Kohlendioxid präzise kontrollieren zu können.
Christel Kasselmann

Eheim GmbH & Co. KG
www.eheim.de

CO2-SET600: CO2-Dünge­anlage, Komplettset für Aquarien bis 600 l Inhalt. Lieferung komplett inklusive Zubehör: CO2-Mehrweg­flasche (2.000 g) mit Stand­fuß; Präzisions-Druckminderer mit Manometern für Mehrwegsysteme und Feindosierventil; Schlauchanschluss um 360 ° drehbar; Sicherheits-Spezialschlauch, druckfest, 3 m, ø 4/6 mm; Sicherheits-Diffusor bis 600 l, inklusive Blasenzähler und Rückschlagventil zur effektiven CO2-Zugabe; Set für Langzeittest mit Indi­katorflüssigkeit zur permanenten Direktmessung des CO2-Gehalts im Aquarium; 5-fach-Wasserteststreifen zur Analyse der Ausgangswasserwerte; Flasche mit genormtem Anschluss zum Nachfüllen (bei autorisiertem Fachhändler oder entsprechender Nachfüll­station); sichere, werkzeugfreie Montage. Optionales Zubehör (nicht enthalten): Magnetventil (Nachtabschaltung). 3 Jahre Garantie.
Empfohlener Verkaufspreise: ohne Flasche 159 bzw. 209 (mit Nachtabschaltung), mit Flasche 289 bzw. 339 €

In DATZ 1/2019 hatte ich angekündigt, dass dem dort veröffentlichten Bericht über den „Flüsterschäumer“ von AquaMedic bald der Testlauf einer neuen Pumpe (AquaMedic DC Runner 3.2) von derselben Firma folgen werde, die laut Hersteller ebenso leise arbeitet. Gern halte ich dieses Versprechen!
Aber nicht nur ich versuche, meine guten Vorsätze für das inzwischen ja gar nicht mehr so neue Jahr umzusetzen, auch AquaMedic pflegt seine Ankündigungen wahr zu machen. Ein Techniker der Firma versicherte mir, dass die neue Pumpengeneration sehr leise sei („ultra silent“), und zwar dank hochwertiger Lager, besserer Verarbeitung, der Erhöhung irgendeiner Frequenz … Keine Ahnung, was er damit genau meinte, aber ich muss die Pumpe ja auch nicht bauen.
Wie bei AquaMedic üblich, wird diese Pumpe mit allem nötigen Zubehör geliefert, inklusive Steuergerät. Denn was nützt eine regel­bare Pumpe, wenn man immer wieder ins Wasser greifen muss, um an dem womöglich schon leicht festsitzenden Regler zu drehen? Vor allem im Meerwasser ist das lästig.
AquaMedic verfolgt bereits seit einiger Zeit eine durchgehende Linie. Die Geräte, die ich gegenwärtig im Einsatz habe, verfügen alle über ein externes Netzgerät (24 Volt), an das man den mitgelieferten Controller anschließt. Damit lässt sich die Pumpe bequem von außen steuern, ohne dass man nasse Finger bekommt. Und weil ich das Gerät bei meinem ­Riffbecken im Sumpf des ­Unterschranks als Förderpumpe einsetze, ist das besonders wichtig.
Hier muss man nämlich Beckenüberlauf und Pumpenleistung sauber aneinander anpassen. Hat man zu viel Pumpenleistung, dann plätschert der Überlauf hörbar, hat man zu wenig, so gurgelt es, weil Luft in den Überlauf gelangt. Ein zusätzlicher Absperrhahn, mit dem man den Rücklauf aus dem Becken steuern kann, macht diese Einstellarbeiten noch etwas schwieriger. Bisher konnte ich diese Einstellung mühsam nur mit einem Hahn vornehmen, und diese Dinger werden zumindest nach einiger Zeit ziemlich schwergängig. Jetzt stelle ich den Hahn einmal grob ein (vorher ging es dabei um ­Millimeter), und den Rest erledige ich mit dem Pumpen-Controller.
Aber damit ist noch nicht alles zu dieser Pumpe gesagt. Ihren Vorgänger musste ich aufwendig entkoppeln, damit die Vibrationen nicht über die Schläuche auf den Aquarienschrank übertragen wurden. Selbst mit einer Silikonschlauch-Entkoppelung bekam ich ein leichtes, aber deutlich hörbares Brummen einfach nicht weg. Legte man den Finger auf den Silikonschlauch an der Pumpe, spürte man deutlich ein Vi­brieren.
Mit dem DC Runner 3.2 hat sich das erledigt. Vibrationen sind kaum spürbar, die Pumpe arbeitet fast geräuschlos, was bedeutet, dass mein Aquarium noch leiser geworden ist. Plötzlich hört man Dinge, die vorher völlig untergegangen waren, beispielsweise das Geräusch der Nachfüllanlage, wenn sie arbeitet. Kurz, die Kom­bination „Flüsterschäumer und Flüsterpumpe“ ist ein Segen, denn nun ist das Wohnzimmer wieder ein richtig ruhiger Ort zum entspannten Sitzen vor dem Aquarium, um dem Treiben seiner Bewohner genüsslich zuzuschauen.
Das reichliche Zubehör erlaubt die Anpassung an die gängigen Schlauchdurchmesser. Ein groß dimensionierter O-Ring sorgt für die saubere Abdichtung des Schlauchstutzens. Der Controller verfügt – wie alle Geräte dieser Art – über einen Feed-Taster, der für zehn Minuten die Pumpe stoppt. Wenn ich etwa Plankton verfüttere, musste ich früher die Pumpen per Hand vom Netz nehmen. Das hat sich jetzt erledigt – und ich kann auch das Wiedereinschalten nicht mehr verpassen.
Die Wartung der Pumpe ist ebenfalls einfach. Zum Zerlegen ist kein Werkzeug erforderlich.
Die DC-Runner-Serie gibt es in fünf Leistungsklassen von 1.200 bis 9.000 Liter ­Förderleistung pro Stunde (je nach Förderhöhe, technische Daten siehe Tabelle). Man sollte daher für die meisten Anwendungen ein passendes Modell finden.
Werner Baumeister

Aqua Medic GmbH (www.aqua-medic.de)
Empfohlener Verkaufspreis: ab etwa 85 €

Gartenteichbesitzer kennen das Problem. Mit den Jahren verschlammen ihre Teiche immer mehr, bis sie schließlich so viel Schlamm enthalten, dass sie regelrecht „umkippen“. Bei Naturteichen nimmt man das oft in Kauf; bei Koi- oder bei Schwimmteichen wartet man besser nicht so lange …
Wie kann man also das Problem lösen? Zunächst kommt es natürlich darauf an, welchen Teichtyp man besitzt. Koi-Liebhaber legen Wert auf blitzblanke Gewässer, auch ein Schwimmteich muss relativ sauber sein, schließlich will man ja selbst hineinsteigen.
Bei Naturteichen scheiden sich die Geister. Soll man sie einfach sich selbst überlassen? Oder geht das irgendwann schief, und man muss dann den gesamten Teich sanieren?
Mein kleiner Naturteich wächst zurzeit langsam zu. Irgendwann wird er selbst für die vielen Libellen und Molche, die regelmäßig hier auftauchen, nicht mehr genug Wasser bieten.
Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache. Daher ­fische ich mit ­einem Netz möglichst viele abgestorbene Blätter und abgesunkene Pflanzenteile ab. Hin und wieder reiße ich ganze Strünke miteinander verwachsener Wasserpflanzen heraus. Das verschafft dem Teich wieder etwas Luft, aber der feine Schlamm wird dadurch nicht weniger.
Hier soll mir nun der „VAC40“ von Eheim helfen. Gemeinsam mit einem Kol­legen habe ich das Gerät auf „Herz und Nieren“, soll heißen „auf Absaugleistung und Handhabung“, getestet. Die Tests fanden aber nicht an meinem, sondern an einem etwas größeren Teich statt, damit wir auch die Grenzen des Saugers aus­loten konnten.
Das Funktionsprinzip des VAC40 ist einfach, aber gut durchdacht. Eine in den Deckel eingebaute Pumpe saugt mit großer Kraft über das Saugrohr Wasser aus dem Teich. Es läuft in den großen Topf des Geräts. Ein Ablauf am Boden (mit Rückschlagventil) sorgt dafür, dass überschüssiges Nass abfließen kann. Am Ende des Ablaufrohrs ist ein Gewebesack befestigt, der groben Schmutz auffängt, das Wasser aber wieder in den Teich entlässt.
Mit zunehmender Füllung des Topfes mit Schlamm fließt das Wasser aber nicht mehr schnell genug ab. Daher stoppt der VAC40 im Auto­matikbetrieb in festgelegten Abständen die Pumpe. Das Wasser läuft dann ab, und nach einiger Zeit nimmt die Pumpe automatisch den Betrieb wieder auf. Wer will, kann sie auch dauerhaft einschalten und bei Bedarf selbst stoppen, um dem Wasser Zeit zum Abfließen zu geben.
Am Ende der Arbeiten entleert man den Schmutz aus Topf und Ablaufbeutel und lässt etwas sauberes Wasser durch das System laufen oder spült alles mit ­einem Schlauch ab. Schon ist der VAC40 sauber und kann bis zum nächsten Einsatz verstaut werden. Mit dem Griff kann man ihn bequem auf seinen Rollen vom und zum Einsatzort bringen. Lediglich eine nicht zu weit entfernte Steckdose ist für den Betrieb nötig.
Nach dem Auspacken des recht voluminösen Geräts brauchten wir kaum zehn Minuten, um alles korrekt zu montieren (gefehlt hat nur ein passender Inbusschlüssel, den der Hersteller vielleicht beilegen sollte). Wie es sich für heimwerkelnde Aquarianer und Teichbesitzer gehört, versuchten wir es ohne die beiliegende Anleitung, was – bis auf Kleinigkeiten – auch gelang.
Als alles einsatzbereit und der Stromanschluss gelöst war (Kabelrolle), konnte es losgehen. Wir saugten zunächst eine kleine Zwischenmauer in dem Teich ab, da man hier gut sehen konnte, ob sich mit der mitgelieferten Universaldüse Algen- und andere Beläge entfernen lassen; das gelang uns gut.
Danach ging es in die dunkleren Tiefen des Teichs. Die mitgelieferten Verlängerungsrohre erlauben eine schnelle Anpassung an die jeweilige Wassertiefe. Fleißig saugte der VAC40 den Dreck vom Boden. Allerdings war unser Testteich seit gut acht Jahren nicht gereinigt worden und mit Pflanzen völlig zugewuchert. Hier geriet der Schlammsauger an seine Grenzen, aber nicht, weil die Leistung der Pumpe nicht ausgereicht hätte. Bei grö­ßeren Brocken verstopft die Universaldüse ganz einfach, was sich gar nicht vermeiden lässt. Ob die optional angebotenen Spezialdüsen hier geholfen hätten, konnten wir nicht prüfen, da sie im Lieferumfang nicht enthalten sind.
Zunächst behalfen wir uns damit, die verstopfte Düse ab und zu auszuklopfen. Später entfernten wir sie und saugten direkt mit dem Rohr. Man muss hier aber ganz klar sehen, dass das Reinigen eines völlig verdreckten Teichs von einem solchen Sauger unmöglich zu bewerkstelligen ist. Im Prinzip hätte man unseren Testteich komplett ablassen und den Bodengrund entfernen müssen. Reinigt man hingegen einen neu angelegten Gartenteich regelmäßig mit dem VAC40, wird es gar nicht erst so weit kommen.
Am Ende war der Auslasssack gut mit grobem Dreck gefüllt, doch der ganz feine Schlamm lief teilweise wieder zurück in den Teich. Das ist aber kein Problem, denn klinisch rein sollte und darf ein Naturteich ohnehin nicht sein.
Ganz anders sieht es etwa bei einem Koi-Teich aus. Hier ist der VAC40 der perfekte Helfer. Gerade die Universaldüse eignet sich wunderbar zum Entfernen loser Algenbeläge. Man kann die Algen förmlich abschaben und gleichzeitig ab­saugen. Futterreste, Kot und sonstiges unerwünschtes Material lassen sich bei den üblichen Teichgrößen dank der Verlängerungsrohre bequem vom Ufer aus selbst in der Teichmitte absaugen. Hier bringt der VAC40 seine Stärken voll zur Geltung.
Gleiches gilt für pflanzenarme Schwimmteiche, aus denen man überschüs­sige Pflanzenreste ebenfalls regelmäßig entfernen und Algen absaugen sollte, wozu sich der VAC40 wirklich perfekt eignet.
Übrigens fanden wir in dem herausgesaugten Sub­strat weder Libellen- noch Molchlarven. Anscheinend ist der Saugvorgang so laut oder es entstehen Druckwellen, vor denen die Tiere flüchten. Ganz wird man es nicht vermeiden können, aber zumindest in unserem Test hat es keine Tiere „erwischt“.
Natürlich kann man den VAC40 auch anders nutzen, etwa Wasser absaugen, ohne es wieder in den Teich zurücklaufen zu lassen. Gerade bei groben Verschmutzungen und viel Feinschlamm ist das durchaus sinnvoll. Dann dient das Gerät einfach als Pumpe, und man lässt das verschmutzte Wasser mitsamt dem groben Dreck in die Kanalisation oder in einen Auffangbehälter fließen.
Eine denkbare Variante: Wer an seinem Teich einen Kies- oder Pflanzenfilter hat (bei Schwimmteichen oft vorhanden), kann den Ablaufsack hier platzieren. Dann wird das Rücklauf­wasser im Kiesfilter zusätzlich gereinigt, bevor es in den Teich zurückgelangt.
Ein Wundermittel für völlig verschmutzte Teiche ist der VAC40 sicher nicht, aber für alle anderen Fälle rückhaltlos zu empfehlen. Sowohl seine Handhabung als auch seine Saugleistung sind tadellos. Das ganze System ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit und ebenso schnell wieder gereinigt.
Werner Baumeister

Eheim GmbH & Co. KG
(www.eheim.de)

Eheim VAC40: maximale Saughöhe 2,0 m; groß­zügig dimensionierter 40-l-Tank; leistungsstarker 1.300-W-Motor; vollautomatische Aktivierung und Entleerung durch eingebaute Zeitsteuerung; Kabellänge 7,5 m; inklusive 4 m Saugschlauch (ø 35 mm), Saugrohr mit Universalabsaugdüse, 2,5 m Ablaufschlauch (ø 50 mm), Filtereinsatz; weiteres Zubehör erhältlich. Empfohlener Verkaufspreis: 199 €

Stabheizer begleiten uns seit den Anfängen der Warmwasseraquaristik. Und was will man am Grundkonzept auch groß ändern? Glasrohr, Heizspirale hinein, mit Sand auffüllen und oben einen Thermostaten mit Regler einbauen. Das dürfte doch nicht so schwierig sein ...?
Als solche Stabheizer ­herauskamen, war das ein Segen, denn vorher wurden Aquarien beispielsweise mit Gasbrennern beheizt. Ohne näher darauf einzugehen – das war nicht ganz einfach und, ja, sogar gefährlich.
Doch auch die älteren Stabheizer hatten ihre Tücken. Anfangs musste man genau ausrechnen, wie viel Watt nötig waren, damit das Aquarium warm wurde, aber eben nicht zu warm. Zu allem Unglück gaben die Thermostaten gelegentlich ihren Geist auf – Bimetall-Plättchen können nun einmal klemmen. Und ganz untertauchen durfte man die schlanken Heizstäbe auch nicht, denn vollkommen dicht waren sie nicht.
Der neue thermocontrol von Eheim ist anders. Er ist absolut wasserdicht und darf tatsächlich sogar dauerhaft unter Wasser betrieben werden. Was man aber wohl nicht tun wird, denn dann kommt man an den Einstellring nicht mehr heran, ohne nasse Hände zu bekommen. Aber wenn der Heizer mal „abtaucht“, ist das nicht schlimm, er ist wirklich dicht.
Natürlich ist das nicht ­alles, was diesen Heizer auszeichnet. Das immerhin 1,7 Meter lange Kabel ist lang genug auch bei etwas weiter entfernten Steckdosen, und es ist ein doppelt isoliertes Sicherheitskabel. Das ist kein Fehler, zumal der Heizer auch für Salzwasser zugelassen ist, das bekanntlich Strom besser leitet als Süßwasser.
Der Einstellring ist leichtgängig und gut sichtbar. Er lässt sich von 20 bis 32 °C ­justieren. Der Saughalter ist von guter Qualität und hält dauerhaft.
Heutige Thermostaten sind natürlich elektronisch und können sich nicht verklemmen. Das ist auch beim Eheim thermocontrol der Fall.
Kontrolllämpchen zum Prüfen, ob der Heizer gerade arbeitet, gab es auch früher schon, doch konnten sie nach längerem Gebrauch ausfallen. Im thermocontrol ist selbstverständlich eine LED verbaut, die den Heizer wohl überleben dürfte. Sie leuchtet rot, wenn das Gerät arbeitet, und grün, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist.
Natürlich ist heute kein isolierender Sand mehr rund um die Heizspirale aufgeschüttet, vielmehr ist die Chrom-Nickel-Heizspirale durch einen Überhitzungsschutz mit Thermoschalter und durch ein Hitzeschild abgesichert. Damit stirbt der Heizer auch beim versehentlichen Trockenlauf nicht mehr den Hitze-Tod, wird er doch vorher schlicht und einfach ausgeschaltet. Das spezielle Schockglas ist selbstverständlich hitzebeständig und schlagfest.
Kurz: Der thermocontrol von Eheim ist ein Heizer auf dem allerneuesten Stand, mit weniger sollte man sich heute aber auch nicht zu­friedengeben. Wer einmal Kochfisch oder eiskaltes Aquarienwasser erleben musste, weiß, warum das so wichtig ist.

Werner Baumeister

Eheim GmbH & Co. KG
(www.eheim.de)

Eheim thermocontrol: präzise Temperatur-Einstellung
von 18 bis 34 °C; einfache und sichere Nachjustierung
(±2 °C), Regelgenauigkeit ± 0,5 °C, die Wärme wird konstant gehalten; Kontrollleuchte zeigt Heizfunktion
an; eintauchbar (wasserdicht) und mit Trockenlaufschutz (Thermo Safety Control); Glasmantel vergrößert die Heizoberfläche und sorgt für gleichmäßige Wärmeabgabe; Kabellänge ca. 170 cm; Doppelsaughalter; neun Größen für 20- bis 1.000-Liter-Aquarien; süß- und meerwassertauglich.
Empfohlener Verkaufspreis: ab 21,95 €