margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxAquarianer kennen das. Man richtet ein Becken ein, verwendet neuen Bodengrund, und anfangs wachsen die Pflanzen nach der üblichen Einlaufzeit ausgezeichnet. Irgendwann aber lässt das nach, vor allem, wenn man nicht regelmäßig bedarfsgerecht düngt.
Die neuen „Active Ground-Stícks“ von Tetra sollen inaktiven Bodengrund wieder in fruchtbares Sub­strat verwandeln, sogar reinen Kies. Dafür sind neben den klassischen pflanzenwichtigen Düngesubstanzen Eisen und Magnesium auch organische Bestandteile aus Seegras oder Huminstoffe beigefügt.
Die Anwendung ist einfach. Auf 20 Liter Aquarienwasser werden drei Sticks in den Bodengrund gegraben oder gesteckt. Bei meinem 100-Liter-Testbecken waren das 15 Sticks (eine Packung reicht für 120 Liter). Alle sechs Monate ist diese Pro­zedur notwendig.
Aus meiner Sicht ist das eine einfache Methode, um nachhaltig bedarfsgerecht zu düngen und ein dauerhaft gutes Pflanzenwachstum zu erreichen. Ob man dabei auf die übliche Flüssigdüngung verzichten kann, wird sich wohl erst in einigen Mona­-ten zeigen, das wird auch bei jedem Aquarium und Tierbesatz anders sein. Tetra jedenfalls empfiehlt die unterstützende Zugabe von PlantaMin oder PlantaPro.
Werner Baumeister

Tetra GmbH
(www.tetra.net)

Active Ground-Sticks zur Nährstoff-Reaktivierung des Bodengrunds; neue Wachstumskraft für Aquarienpflanzen durch Eisen und Magnesium; Sofort- und Langzeitwirkung, ermöglicht gezielte Nachdüngung (ohne Phosphat und Nitrat); 2 x 9 Sticks für 2 x 60 Liter Aquarienwasser.
Empfohlener Verkaufspreis: 6,99 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxWozu braucht man eine Ab­lage am Aquarium? Die Frage stellte ich mir tatsächlich, als ich die „Multibox“ in ihrer Verpackung sah. Inzwischen hängt sie seit Monaten an meinem Meerwasserbecken, und ohne sie wäre alles beim Alten. Auf der Abdeckung standen Futterdosen, die Umgebung des Aquariums wurde gern als Ablage genutzt, und wohin mit den anderen Utensilien? In den Unterschrank. Es war zwar mühsam, darin etwas wiederzufinden, kniend und hinter all den Geräten, aber es ging …
Doch seitdem ich die Multibox habe, ist alles aufgeräumt. Die Box hängt seitlich hinten am Rand des Aquariums zur Wand hin, stört also nicht. Sämtliches im Einsatz befindliche Zubehör und alle angebrochenen Futterdosen passen hinein. Und wenn ich neue Tiere kaufe, kann ich die Transportbeutel in der Box sturz­sicher zwischenlagern, bis das Wasser angeglichen ist. Wäscheklammern, um die Tüten im Aquarium zu fixieren, damit sie nicht umherschwimmen, sind nicht mehr nötig.
Die Multibox passt an jedes Aquarium, denn sie wird einfach am Rand eingehängt, die Halterungen sind verstellbar. Damit die Box auch gerade hängt, hat sie zwei Abstandhalter, die sich exakt justieren lassen.
Dass die Box immerhin 2,5 Liter Wasser fasst, ist auch kein Fehler, im Gegenteil: Man könnte also Tiere oder Pflanzen kurz darin zwischenhältern. Ein zweiteiliger Deckel sorgt, falls ­nötig, dafür, dass sich kein Fisch oder Krebs selbstständig machen kann. Bisher musste ich immer ein Eimerchen oder eine Dose bereitstellen, am liebsten auf
dem Holzhocker neben dem Aquarium, der dann immer hässliche Salzflecke bekam. Das ist jetzt vorbei.
Und wenn ich einen Filter reinige und nicht weiß, wohin mit dem tropfenden Aktivkohle-Säckchen – ab in die Multibox! Mit einem Handgriff schnappe ich sie dann und spüle sie nach Gebrauch kurz mit Wasser aus. Fertig!
Außen am Rand bietet die Box die Möglichkeit, Scheibenreiniger, Pipette, Kescher und so weiter ein­zuhängen. Bei mir steht direkt darunter der Nachfüllbehälter des Aquariums. Tropft also ein Netz, ist das nicht schlimm. Natürlich lässt sich auch ein Topfuntersetzer oder ein ähnliches Gefäß darunterlegen. Oder man reinigt die Utensilien vorher eben.
Manchmal erweist sich das Einfachste als besonders praktisch. Es muss gar nicht immer Hightech sein!
Werner Baumeister

Eheim GmbH & Co. KG
(www.eheim.de)

Multibox: Behälter für Pflanzenreste, Algen, auch tropfnasse Gegenstände; Becken zum Um- und Eingewöhnen von Tieren (zweigeteilter Deckel verhindert Herausspringen); einfach an einer Aquarienscheibe oder Schranktür aufzuhängen (Haken verstellbar von 4 bis 20 mm); Abstandhalter zur Senkrecht-Justierung;
6 Ösen zum Einhängen von Werkzeugen; Maße (L x B x H) 310 x 187 x 101 mm.
Empfohlener Verkaufspreis: 20,45 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxKürzlich testete ich den Nano-Mulmsauger der Firma Dennerle. Das Gerät eignet sich, wie schon der Name sagt, für kleine Aquarien, und zwar bis maximal 30 Zentimeter Höhe. Der Hersteller verspricht ein einfaches Ansaugen – dank inte­grierter Pumpe. Mein Exemplar hielt dieses Versprechen, und mit dem schlanken Ansaugrohr gelang es mir mühelos, selbst in dicht bepflanzten Becken an fast unzugänglichen Stellen lästige Mulmablagerungen zu erreichen.
Zu dem Absauger gehören übrigens ein praktischer Schlauchhalter und ein Durchflussregler, dazu unten mehr.
Die Verpackung liefert ­alphabetisch (von A bis I) die Gebrauchsanweisung in Form von Abbildungen, und eine Nummerierung (von eins bis zehn) erläutert die einzelnen Teile des Mulmsaugers. Im Kartoninneren gibt es dann nochmals die Anweisung in fünf Sprachen und zwölf beziehungsweise 14 Grafiken. So dürfte wirklich jeder alles verstehen!
Der große Vorteil des Dennerle-Absaugers besteht in der Tat darin, dass das ­Ansaugen ganz ohne Mund-Saug-Technik und somit ohne Wasserschlucken gelingt.
Gewiss bevorzugten Generationen von Aquarianern die orale Methode, und auch heute noch dürfte es Lieb­haber geben, die sie weiter praktizieren. Alte Hasen aus der Aquaristikszene erzählten mir sogar, man könne dabei gleich den pH-Wert und die Gesamthärte erschmecken, was mir bisher aber nie gelang.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxAuch in der Meeresaqua­ristik begegnet man immer häufiger den Nano-Aquarien. Galten kleine Becken dieser Spielart früher als „nicht ­stabil“, ist diese Einschätzung aufgrund entsprechender Technik längst überholt. Selbst an Miniatur-Aquarien kann man – sofern sie vernünftig mit robusten Tieren besetzt und mit modernem Equipment ausgestattet sind – durchaus jahrelang seine Freude haben. Eheim hat kürzlich einen besonders ungewöhnlichen, sehr kleinen Abschäumer entwickelt, der für solche Becken gedacht ist, den skim marine 100.
„Ungewöhnlich“ ist natürlich relativ, denn das Grundprinzip ist eigentlich alt: Eine Luftpumpe betreibt einen Holzausströmer, der den nötigen Schaum für den Abschäumer produziert. Ausströmer aus Lindenholz eignen sich besonders gut, weil sie sehr feinperlige Luftblasen hervorbringen. Ihr Nachteil: Man muss sie immer wieder austauschen, weil ihre Poren sich nach ­einiger Zeit zusetzen, doch kostet ein solches Klötzchen nicht viel.
Eheim hat sich eine außergewöhnliche Gesamtkonstruktion einfallen lassen, die in der Abschäumer-Welt wohl einmalig ist: Es gibt keine zusammengeklebten Plexiglasrohre mehr, sondern von vornherein aus Kunststoff geformte, mit Design-Pfiff sogar. „Form follows function.“ So sagt man doch, oder? Der Holzausströmer wird freigelegt, indem man einen Einsatz aus dem Abschäumer herauszieht. Darauf steckt der Blasenproduzent. Da in den Ausströmer ein ­Gewinde eingebracht ist, lässt er sich nach „Verbrauch“ einfach herausschrauben und durch einen neuen ersetzen, das dauert keine zehn Sekunden.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxMein erster Ablaichkasten war eine alte Tchibo-Kaffeebox aus Kunststoff, die ich mit einer heißen Stricknadel perforierte und innen an eine Scheibe meines Aqua­riums hängte. Das funktionierte ganz gut, war aber ­unhandlich und nahm in dem ohnehin kleinen Becken viel Raum ein. Außerdem bildete sich schon nach kurzer Zeit an der Wasseroberfläche ein Bakterienfilm, der auf schlechte Durchströmung schließen ließ. Nicht gefressenes Fut­-ter lag bald am Boden und verdarb das Wasser.
Später konnte ich mir einen richtigen Ablaichkasten leisten, der mir aber damals schon zu klein vorkam. Gut, Guppys scheinen schmerzfrei, aber für meine Kleinen Maulbrüter war er ungeeignet. Maulbrütende Fische brauchen während der Brutpflege sauerstoffreiches Wasser, in einem Plastikkasten stehendes Nass ist nicht gut.
JBL hat einen Ablaichkasten auf den Markt gebracht, der mit etlichen Besonderheiten glänzt. Das „BabyHome Oxygen“ ist eigentlich schon ein kleines Aquarium, dessen Form und Funktion sich sogar um­gestalten lassen: Entweder dient es als größeres Einhängebecken oder als Doppel- oder Einfach-Ablaichkasten.
Um das Problem der Durchströmung mit frischem, O2-reichem Wasser zu umgehen, wird das BabyHome Oxygen mit Sauerstoff belüftet, daher der Name. Natürlich wird es nicht mit reinem Sauerstoff versorgt, sondern mit einer klassischen Luftpumpe belüftet.
In der Mitte des Ablaichkastens befindet sich ein Steigrohr, in das die mitgelieferte Pumpe Luft einleitet. Sie fördert das Wasser im Rohr nach oben und verteilt es über den runden Auslass gleichmäßig im gesamten Kasten. So entsteht keine starke Strömung, aber ein kontinuierlicher H2O-Austausch, der den Insassen die Wasserqualität des Aquariums gewährleistet, in dem der Behälter hängt. Kunststoffeinsätze ermöglichen es, die Raumaufteilung flexibel zu gestalten.