margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxDie Bodenheizung „Pro Temp b20“ von JBL hat eine Leistungsaufnahme von 20 Watt und ist laut Hersteller für Aquarien mit Kantenlängen von 80 bis 100 Zentimetern und 100 bis 250 Litern Inhalt geeignet.
Als ich mit dem Test für die DATZ-Redaktion begann, war ich gerade dabei, mein Eckaquarium mit einer Schenkellänge von 100 Zentimetern wieder in Betrieb zu nehmen. Da ich das Becken nur in der Mitte bepflanzen wollte, verlegte ich kurzerhand die Bodenheizung gemäß Anleitung in diesem Teil des Bassins auf dem Boden und brachte anschließend JBL-Manado-Kies als Bodengrund ein. Ich bepflanzte das Aquarium mit Cryptocorynen und einem Echinodorus.
Meiner Einschätzung nach trug die Bodenheizung sehr zum Wohlbefinden der Pflanzen bei, da sie deutlich kräftiger wuchsen, als ich es aus meinen anderen Aqua­rien kenne. Auch hatte ich während des gesamten Testzeitraums nie Probleme mit Cryptocorynen-Fäule, wie sie gelegentlich in einigen meiner Becken auftritt.
Ob das wirklich mit der Bodenheizung zusammenhängt oder ob ich einfach nur Glück hatte, kann ich allerdings nicht beurteilen, da ich mich zu wenig mit Pflanzen und ihren tatsächlichen Bedürfnissen befasse.
Das positive Wachstum des Echinodorus infolge „warmer Füße“ bestätigte sich jedoch unverhofft, als mein Eckaquarium Ende letzten Jahres zu tropfen begann. Kurzerhand leerte ich also das Becken und reak­tivierte mein 325-Liter-Aquarium im Wohnzimmer, irgendwo mussten die Fische und Pflanzen ja bleiben.
So zog neben der Deko­ration die Bodenheizung ebenfalls mit um. Und was soll ich sagen, auch hier ging das Schwertpflanzen-Wachstum wieder richtig ab! Ganz besonders fiel es mir bei ­einem Echinodorus sp. auf, den ich 2015 aus Französisch-Guayana mitgebracht hatte. Wuchs die Pflanze in den ersten eineinhalb Jahren in einem meiner anderen Aquarien eher mäßig, treibt sie nun ständig neue Blätter, sodass ich es meinen Welsen durchaus verzeihen kann, dass sie zwischendurch das eine oder andere Blatt anknabbern.
Auch meinem Wasserfreund (Hygrophila sp.) bekommt der warme Fußbo­-den augenscheinlich gut. Da dieses Aquarium jedoch das einzige ist, das ich mit einer solchen Pflanze besetzt habe, fehlen mir Vergleichsmöglichkeiten. Jedenfalls bin ich positiv überrascht.
Zugeben muss ich allerdings, dass ich von allein nicht auf die Idee gekommen wäre, in meinen Aquarien eine Bodenheizung zu in­stallieren, da ich mit dem Pflanzenwachstum auch ohne diese Technik zufrieden bin. Jedoch finde ich es interessant zu sehen, dass sich das Gedeihen durch ­deren Einsatz zumindest in meinen beiden für den Test verwendeten Becken noch steigern ließ.
Mit zusätzlicher Düngung und etwas besseren Kenntnissen über die Ansprüche der betreffenden Wasserpflanzen könnte man ein ähnliches Ergebnis wahrscheinlich auch ohne Bodenheizung erzielen. Das muss schlussendlich jeder für sich selbst entscheiden.
Daten zum Aquarium: Größe 130 x 50 x 50 Zentimeter; Beleuchtung zweimal 54 Watt („LT-T5 Biovital“); Wassertemperatur 23 bis 26 °C; Filter JBL 1501e; keine gezielte Düngung; Wasserwechsel „nach Gefühl“; Besatz 13 Corydoras sp., fünf Sturisoma aureum, 1/2 Crenuchus spil­urus, ein Leporinus nijsseni.
Sebastian Korte

JBL
JBL GmbH & Co. KG
(www.jbl.de)

JBL ProTemp b20
Bodenheizung für opti­malen Pflanzenwuchs
in Aquarien, naturnahe, thermische Durchströmung des Wassers, Förderung von Wurzelbildung und Wachstum; für Aquarien von 100 bis 250 l Inhalt (80 bis 100 cm Länge); einfache Installation,
4,9 m Heizkabel in Schleifen auf der Bodenscheibe auslegen, mit Saughaltern fixieren; wirkt als biologischer Filter mit Nährstoffsickerquellen wie in der Natur, ideale Versorgung der Pflanzen, keine Faulgasbildung durch stehendes Wasser. Silikon-ummanteltes Heizkabel mit energie­sparendem, elektronischem Transformator (12-V-Sicherheits-Kleinspannung); Lieferumfang 4,9 m Bodenheizkabel (20 W) inkl. Trafo, 2 x 2,0 m Kaltleiter, 30 Saughalter.
Empfohlener Verkaufspreis: 55,95 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxEnde September 2016 bat mich die DATZ-Redaktion, drei Produkte zu testen, darunter den Bodendurchfluter 3541 von Eheim. Kurzerhand rüstete ich also eines meiner Aquarien (60 x 30 x 30 Zentimeter) um und tauschte den luftbetriebenen Schwammfilter gegen den Durchfluter aus.
Die Montage erwies sich als denkbar einfach, sie bereitet selbst jemandem wie mir, der leider zwei linke Hände besitzt, keine Probleme.
Wie vorgeschrieben, legte ich die einzelnen Bodenplatten auf den Glasboden meines Aquariums und verband sie mithilfe der mitgelieferten Klemmen untereinander. Das Anschlussstück, in dem das Steigrohr des ­Bodendurchfluters zu befestigen ist, platzierte ich da­-bei, wie in der Anleitung ­beschrieben, in einer der ­beiden hinteren Ecken des Aquariums.
Nachdem ich die Platten verteilt und untereinander befestigt hatte, brachte ich eine etwa drei Zentimeter hohe Kiesschicht ein. Ich verwendete den JBL-Bodengrund „Manado“, weil dieses Substrat schön leicht und nach meinem Empfinden auch locker und durchlässig ist. Dann schloss ich den Durchfluter an den kleinen Eheim-Außenfilter classic 2211 an und nahm ihn in ­Betrieb.
Anschließend dekorierte ich das Becken mit reichlich Moos und einer mit einem Javafarn bestückten Moorkienwurzel. Auf eine Einrichtung mit Stängelpflanzen und stark wurzelnden Gewächsen wie Echinodorus- oder Cryptocoryne-Arten verzichtete ich bewusst, da sich der Bodendurchfluter laut Hersteller am besten für nicht bepflanzte Aquarien eignet. Kräftiges Wurzelwachstum verstopft wahrscheinlich früher oder später die kleinen Rillen in den Bodenplatten, was die Leistung des Durchfluters spürbar einschränken dürfte.
Im Vergleich zu meinen anderen Aquarien, die ich über Lufthebe- oder Außenfilter reinige, stellte ich fest, dass das Wasser im Testbecken immer deutlich sauberer war. Auch konnte ich während des gesamten Testzeitraums – nunmehr rund 15 Monate – niemals „gammelige“ Stellen im Kiesboden feststellen.
Besetzt wurde das Aquarium mit einer großen Jungfischgruppe des Killifisches Aphyosemion elberti „Man­goum“, die ich zu Beginn noch kräftig fütterte. Nor­malerweise lege ich dabei immer ein besonderes Augenmerk auf gute Wasser­qua­lität, die ich mittels regel­mäßiger Wasserwech­-sel gewährleiste. Durch die deutliche Vergrößerung des Filtermediums über den Bodendurchfluter konnte ich an diesem Becken jedoch die Wasserwechsel-Intervalle großzügiger gestalten, ohne dass es zu einer Verschlechterung der Wasserwerte kam.
Zu weiteren Testzwecken setzte ich nach etwa einem halben Jahr Laufzeit noch eine Corydoras-Gruppe in das Aquarium. Da Panzerwelse jedoch gern im Kies gründeln oder durch schnelle Schwimmbewegungen das Substrat aufwühlen, musste ich mich fortan mit gelegentlich sichtbaren Bodenelementen abfinden.
Bei einer etwas höheren Kiesschicht über den Platten sollte aber auch die Haltung gründelnder Fische ohne Probleme möglich sein. Verletzungen an den Barteln oder irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten der Welse stellte ich übrigens nicht fest.
Zwar stehe ich vielen Produkten der Aquaristikzubehör-Hersteller im Allgemeinen eher kritisch gegenüber, doch muss ich zugeben, dass ich mit dem Eheim-Bodendurchfluter voll und ganz zufrieden bin.Sebastian Korte

Eheim
Eheim GmbH & Co. KG
(www.eheim.de)

Bodendurchfluter 3541:
Die Durchfluterplatten liegen unter dem Bodengrund und werden an der Saugseite des Filters angeschlossen. Das Wasser wird durch den Boden und die Ansaugplatten in den Filter gesaugt (Flächenfilter). Der Durchfluter lässt einen schwachen Wasserstrom aufsteigen. Dadurch siedeln sich im Bodengrund sauerstoffliebende Bakterien an, die organische Abfallprodukte zu unschädlichen Stoffen verarbeiten. Der Boden kann nicht mehr verschlammen und bleibt in einem günstigen biologischen Zustand.
Das Ansaugprinzip eignet sich für unbepflanzte, stark besetzte Meer- und Süßwasserbecken. Für Aquarien mit stark wühlenden Fischen ist der Durchfluter nicht geeignet. Bei der Zugabe von Medikamenten sollte er abgestellt werden.
Die Grundausstattung ist für eine Beckengröße von maximal 80 x 35 cm ausgelegt (12 Bodenplatten).
Empfohlener Verkaufspreis: 52,45 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxAquarianer kennen das. Man richtet ein Becken ein, verwendet neuen Bodengrund, und anfangs wachsen die Pflanzen nach der üblichen Einlaufzeit ausgezeichnet. Irgendwann aber lässt das nach, vor allem, wenn man nicht regelmäßig bedarfsgerecht düngt.
Die neuen „Active Ground-Stícks“ von Tetra sollen inaktiven Bodengrund wieder in fruchtbares Sub­strat verwandeln, sogar reinen Kies. Dafür sind neben den klassischen pflanzenwichtigen Düngesubstanzen Eisen und Magnesium auch organische Bestandteile aus Seegras oder Huminstoffe beigefügt.
Die Anwendung ist einfach. Auf 20 Liter Aquarienwasser werden drei Sticks in den Bodengrund gegraben oder gesteckt. Bei meinem 100-Liter-Testbecken waren das 15 Sticks (eine Packung reicht für 120 Liter). Alle sechs Monate ist diese Pro­zedur notwendig.
Aus meiner Sicht ist das eine einfache Methode, um nachhaltig bedarfsgerecht zu düngen und ein dauerhaft gutes Pflanzenwachstum zu erreichen. Ob man dabei auf die übliche Flüssigdüngung verzichten kann, wird sich wohl erst in einigen Mona­-ten zeigen, das wird auch bei jedem Aquarium und Tierbesatz anders sein. Tetra jedenfalls empfiehlt die unterstützende Zugabe von PlantaMin oder PlantaPro.
Werner Baumeister

Tetra GmbH
(www.tetra.net)

Active Ground-Sticks zur Nährstoff-Reaktivierung des Bodengrunds; neue Wachstumskraft für Aquarienpflanzen durch Eisen und Magnesium; Sofort- und Langzeitwirkung, ermöglicht gezielte Nachdüngung (ohne Phosphat und Nitrat); 2 x 9 Sticks für 2 x 60 Liter Aquarienwasser.
Empfohlener Verkaufspreis: 6,99 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxWozu braucht man eine Ab­lage am Aquarium? Die Frage stellte ich mir tatsächlich, als ich die „Multibox“ in ihrer Verpackung sah. Inzwischen hängt sie seit Monaten an meinem Meerwasserbecken, und ohne sie wäre alles beim Alten. Auf der Abdeckung standen Futterdosen, die Umgebung des Aquariums wurde gern als Ablage genutzt, und wohin mit den anderen Utensilien? In den Unterschrank. Es war zwar mühsam, darin etwas wiederzufinden, kniend und hinter all den Geräten, aber es ging …
Doch seitdem ich die Multibox habe, ist alles aufgeräumt. Die Box hängt seitlich hinten am Rand des Aquariums zur Wand hin, stört also nicht. Sämtliches im Einsatz befindliche Zubehör und alle angebrochenen Futterdosen passen hinein. Und wenn ich neue Tiere kaufe, kann ich die Transportbeutel in der Box sturz­sicher zwischenlagern, bis das Wasser angeglichen ist. Wäscheklammern, um die Tüten im Aquarium zu fixieren, damit sie nicht umherschwimmen, sind nicht mehr nötig.
Die Multibox passt an jedes Aquarium, denn sie wird einfach am Rand eingehängt, die Halterungen sind verstellbar. Damit die Box auch gerade hängt, hat sie zwei Abstandhalter, die sich exakt justieren lassen.
Dass die Box immerhin 2,5 Liter Wasser fasst, ist auch kein Fehler, im Gegenteil: Man könnte also Tiere oder Pflanzen kurz darin zwischenhältern. Ein zweiteiliger Deckel sorgt, falls ­nötig, dafür, dass sich kein Fisch oder Krebs selbstständig machen kann. Bisher musste ich immer ein Eimerchen oder eine Dose bereitstellen, am liebsten auf
dem Holzhocker neben dem Aquarium, der dann immer hässliche Salzflecke bekam. Das ist jetzt vorbei.
Und wenn ich einen Filter reinige und nicht weiß, wohin mit dem tropfenden Aktivkohle-Säckchen – ab in die Multibox! Mit einem Handgriff schnappe ich sie dann und spüle sie nach Gebrauch kurz mit Wasser aus. Fertig!
Außen am Rand bietet die Box die Möglichkeit, Scheibenreiniger, Pipette, Kescher und so weiter ein­zuhängen. Bei mir steht direkt darunter der Nachfüllbehälter des Aquariums. Tropft also ein Netz, ist das nicht schlimm. Natürlich lässt sich auch ein Topfuntersetzer oder ein ähnliches Gefäß darunterlegen. Oder man reinigt die Utensilien vorher eben.
Manchmal erweist sich das Einfachste als besonders praktisch. Es muss gar nicht immer Hightech sein!
Werner Baumeister

Eheim GmbH & Co. KG
(www.eheim.de)

Multibox: Behälter für Pflanzenreste, Algen, auch tropfnasse Gegenstände; Becken zum Um- und Eingewöhnen von Tieren (zweigeteilter Deckel verhindert Herausspringen); einfach an einer Aquarienscheibe oder Schranktür aufzuhängen (Haken verstellbar von 4 bis 20 mm); Abstandhalter zur Senkrecht-Justierung;
6 Ösen zum Einhängen von Werkzeugen; Maße (L x B x H) 310 x 187 x 101 mm.
Empfohlener Verkaufspreis: 20,45 €

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxKürzlich testete ich den Nano-Mulmsauger der Firma Dennerle. Das Gerät eignet sich, wie schon der Name sagt, für kleine Aquarien, und zwar bis maximal 30 Zentimeter Höhe. Der Hersteller verspricht ein einfaches Ansaugen – dank inte­grierter Pumpe. Mein Exemplar hielt dieses Versprechen, und mit dem schlanken Ansaugrohr gelang es mir mühelos, selbst in dicht bepflanzten Becken an fast unzugänglichen Stellen lästige Mulmablagerungen zu erreichen.
Zu dem Absauger gehören übrigens ein praktischer Schlauchhalter und ein Durchflussregler, dazu unten mehr.
Die Verpackung liefert ­alphabetisch (von A bis I) die Gebrauchsanweisung in Form von Abbildungen, und eine Nummerierung (von eins bis zehn) erläutert die einzelnen Teile des Mulmsaugers. Im Kartoninneren gibt es dann nochmals die Anweisung in fünf Sprachen und zwölf beziehungsweise 14 Grafiken. So dürfte wirklich jeder alles verstehen!
Der große Vorteil des Dennerle-Absaugers besteht in der Tat darin, dass das ­Ansaugen ganz ohne Mund-Saug-Technik und somit ohne Wasserschlucken gelingt.
Gewiss bevorzugten Generationen von Aquarianern die orale Methode, und auch heute noch dürfte es Lieb­haber geben, die sie weiter praktizieren. Alte Hasen aus der Aquaristikszene erzählten mir sogar, man könne dabei gleich den pH-Wert und die Gesamthärte erschmecken, was mir bisher aber nie gelang.