Die Betonung bei der Überschrift dieses Beitrags liegt auf „im Aquarienwasser“, denn dass die im Filter gebundenen Bakterien essenzielle Aufgaben erfüllen, steht außer Zweifel. Wenig erwünscht und für viele Erkrankungen verantwortlich sind dagegen frei im Wasser vorliegende Keime. Die gute Nachricht: Man kann Abhilfe schaffen. | von Andreas Spreinat

Neben der Hauptfunktion der Nitrifikation ist eine wesentliche Aufgabe der Filterbakterien darin zu sehen, dass sie überschüssige Nährstoffe im Aquarienwasser verbrauchen und die Bakterienzunahme im freien Wasser reduzieren, im besten Fall unterbinden. Fällt der Filter auch nur für einen Tag aus, ist das Wasser meistens bereits deutlich eingetrübt. In DATZ 10 und 11/2012 sind diese Zusammenhänge ausführlich behandelt.

von Andreas Spreinat

Die wohl am häufigsten eingesetzte Methode zur Bestimmung der Bakterienanzahl in einer wässrigen Lösung ist das sogenannte Plattengussverfahren gemäß DIN EN ISO 6222:1999. Das Verfahren wurde für die Kontrolle und Überwachung von Trinkwasser entwickelt. Dabei wird 1 ml des zu untersuchenden Wassers mit etwa 20 ml einer 46 °C warmen, flüssigen Agar-Nährstoff-Mischung in einer Plastikschale (Petrischale) vermengt. Nachdem der Agar zu einer festen, puddingartigen Masse erstarrt ist, wird die Schale bei einer Temperatur von 22 °C bzw. 36 °C (Brutschrank) für einen Zeitraum von 44 bis 48 Stunden aufbewahrt (inkubiert).