Wer kleine, recht pflegeleichte Echsen mit neugierigem Wesen sucht, wird auch in der Fauna Nippons fündig –
Smaragd-Langschwanzeidechsen werden mittlerweile reichlich vermehrt, und man kann auf Nachzuchten zurückgreifen. Unterhaltungswert haben sie auf alle Fälle – aber Achtung vor Männchen, die sich als Weibchen „tarnen“ … 
| von Mirjam Schneckenburger & Tom Seidel

Im Jahr 2016 lernten wir während eines Besuchs bei Yvonne Klesius und ihrem leider viel zu früh verstorbenen Mann Thomas Takydromus smaragdinus kennen. Smaragdgrüne Farbe, grazile Beinchen und elegante Fortbewegung der Smaragd-Langschwanzeidechsen faszinierten uns von Beginn an ebenso wie das neugierige Wesen: Sie waren gleich an der Scheibe anzutreffen, in der Hoffnung, dass es von den Fremden da draußen etwas zu fressen geben würde.

Der Riukiu-Archipel im Ostchinesischen Meer mit seinem milden, subtropischen Klima kann viele Endemiten vorweisen. Manche der Inseln sind nicht leicht zu erreichen und nur dünn besiedelt, weshalb sich die ursprüngliche Fauna bis heute halten konnte. Ein Streifzug durch die dichten Wälder von Iriomote fördert so manche herpetologische Besonderheit zutage. | von Masaya Aizawa

Auch im dicht besiedelten Japan gibt es noch heute ziemlich abgelegene Landesteile. Und so findet man im Riukiu-Archipel, ganz im Südwesten des Landes und fast schon in „Sichtweite“ zu Taiwan, viele Inseln, auf die man nicht so ohne Weiteres gelangt.
Iriomote ist mit knapp 290 km2  die größte der Yaeyama-Inseln, aber gerade einmal um die 2.000 Einwohner leben auf ihr. Es gibt keinen Flughafen, man gelangt nur mit dem Schiff hin, von der intensiv bevölkerten Nachbarinsel Ishigaki aus, die wiederum über die Luft mit dem Rest der Welt verbunden ist. Einmal auf der Insel angekommen, wähnt man sich in einem anderen Jahrhundert – denn Infrastruktur fehlt fast völlig: Es gibt nur eine einzige Straße an der Küste. Der Rest von Iriomote, vor allem das Innere, ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Den Besucher erwarten hier ein recht mildes Klima, ursprüngliche Vegetation und ein hügeliges Terrain – der höchste „Berg“ kommt auf eine Höhe von 469 m. Beachtliche 90 % der Fläche sind heute noch bewaldet. Touristen treibt die Aussicht auf Wanderungen und sportliche Aktivitäten nach Iriomote, ansonsten ist wenig los.