Im Vergleich zu den „Echten“ Geckos sind Lidgeckos eine artenarme Gruppe – desto bemerkenswerter ist ihre disjunkte Verbreitung. Die Inselwelt Japans beherbergt ein paar besonders schöne, allerdings leider mehr oder weniger stark gefährdete Vertreter der Gattung Goniurosaurus. Über deren natürliche Lebensweise weiß man bis heute erstaunlich wenig. | von Masaya Aizawa

Während diverser Feldstudien wurde ich erstmalig auf eine faszinierende Gruppe von Inselendemiten aufmerksam, die ein typisches Faunenelement des Riukiu-Archipels darstellen, den meisten meiner japanischen Mitbürger allerdings gänzlich unbekannt sind. Die Einwohner Okinawas, die sie im lokalen Dialekt Asihabu oder Geehabu nennen, halten sie absurderweise für giftig, dabei sind sie natürlich völlig harmlos – einzig die oft rubinrot funkelnden Augen und ihre strenge Nachtaktivität verleihen ihnen etwas Geisterhaftes: Krallengeckos aus der nur in Südost- und Ostasien vorkommenden Gattung Goniurosaurus.

Kleine Echsen sind oftmals hart im Nehmen, schaut man sich die harschen Lebensräume an, in denen sie vorkommen. Besonders deutlich wird dies im südlichen Afrika, das eine bemerkenswerte Diversität an Geckos hervorgebracht hat. | von Mirko Barts

Nachdem ich mehr als ein Dutzend Reisen ins südliche Afrika unternommen habe, mit dem Hauptziel, verschiedene Geckoarten aufzuspüren, möchte ich im Folgenden alle Gattungen dieser Region und ihre besonderen Merkmale und Verhaltensweisen vorstellen. Fast alle Geckospezies aus diesem Teil der Welt sind zumindest in der (deutschen) Terraristik selten zu finden, auch wenn sich in geeigneten Lebensräumen in der Natur teilweise in kurzer Zeit Dutzende Exemplare aufspüren lassen.