Sie sind so schön, dass nur ganz wenige Meerwasseraquarianer ihnen dauerhaft zu widerstehen vermögen: Sonnenkorallen. Jedoch fristen sie trotz ihres „sonnigen“ Namens in hell beleuchteten Riffaquarien fast immer ein nur kurzes Kümmerdasein. In an das Hauptaquarium angeschlossenen Becken dagegen lassen sie sich nicht nur erfolgreich pflegen, sondern sogar vermehren! | von Rolf Hebbinghaus

Das übliche Riffaquarium ist ein Gesellschaftsaquarium für Wirbellose und Fische aus der lichtdurchfluteten Flachwasserzone des Korallenriffs. In der Regel liegt der Schwerpunkt auf den zooxanthellaten Blumentieren: riffbildenden Stein-, Weich- und Hornkorallen, Krusten-, Scheiben- und Seeanemonen. Sie alle sind lichtbedürftig, da sie in hoher Zahl einzellige, symbiotische Algen in den Zellen ihrer inneren Zellschicht beherbergen. Von diesen Algen beziehen sie Nährstoffe, weshalb sie nicht oder kaum gefüttert werden müssen. Zwar nehmen sie auch organische Stoffe aus dem Wasser auf, jedoch überwiegt bei Weitem die Fotosynthese ihrer Symbionten.