Oryzias dancena und O. javanicus bestechen mit ihren attraktiven Körper- und Flossenformen, und sie sind auch gar nicht so unscheinbar, wie landläufig bei Reisfischen vermutet wird. Interessant wird es besonders bei der Balz und dem Imponieren, wenn sich die Männchen in ihrer vollen Pracht zeigen und ihre Augenfärbung regelrecht umschalten … | von Sebastian Wolf

Aus aquaristischer Sicht sind es Tausendsassas: nicht bunt, aber dezent schön. Lebhaft und zeigefreudig, aber nicht hektisch. Exzellent vergesellschaftungsfähig und mit interessantem innerartlichen Verhalten. Die Vermehrung ist einfach, aber ungewollt bzw. unkontrolliert kaum möglich. Es dürfen große Becken, kleine Becken, „leere“ Becken, Pflanzenparadiese, Aquascapes oder Riffbecken sein, denn sie können in süßes, brackiges oder salziges Wasser gesetzt werden – alles machbar je nach Gusto. In die Anlagen der Ökotoxikologen, Physiologen und Molekularbiologen haben Oryzias dancena und O. javanicus auch schon Einzug gehalten, vor allem in Asien. Wie viele andere Fischarten außerhalb der Gattung gibt es, auf die all das Genannte zutrifft?

Auch für ein Brackwasser-Aquarium gibt es Fischarten, die klein bleiben, unkompliziert in der Pflege sind, sich leicht züchten lassen und außerordentlich hübsch aussehen. Der Autor stellt zwei kleine Arten aus Afrika und Australien vor, die sich zudem gut vergesellschaften lassen: Pseudomugil cyanodorsalis und Pantanodon stuhlmanni. | von Florian Lahrmann

Mit Brackwasser assoziiert man als Aquarianer normalerweise Kugelfische, Segelflossenblätter, Schützenfische, Seenadeln und Ähnliches – jedenfalls zumeist Arten, die entweder sehr groß werden, besondere Ansprüche an die Ernährung stellen, sich im Aquarium nicht oder nur sehr schwer vermehren lassen oder sonst irgendwie schwierig sind. Es gibt jedoch auch kleine Arten des Brackwassers, deren Ansprüche gering sind und die sich leicht züchten lassen – und dabei noch so attraktiv sind, dass es sich lohnt, extra für sie ein kleines Brackwasserbecken aufzustellen.