Hat man in diesem Hobby eigentlich nicht immer ein Aquarium zu wenig? Da trifft es sich gut, wenn es Fische gibt, mit denen man ausweichen kann – und das ist durchaus nicht nur als eine kurzfristige Lösung zu verstehen. | von Friedrich Bitter

Es muss im Herbst 2014 gewesen sein, da fragte mich mein Freund Fumitoshi Mori, ob ich mich nicht mit Medaka beschäftigen wolle, den japanischen Reisfischen der Gattung Oryzias. Die bis dahin in Deutschland verfügbaren Natur- und Zuchtformen der Arten O. latipes und O. sakaizumii konnten einen allerdings nicht wirklich vom Hocker reißen. Also war ich skeptisch, als mir einige Wochen später eine Postsendung mit Büchern zugestellt wurde. Die Abbildungen zeigten einige nette Medaka-Varianten, doch bei rund 2.000–2.500 Süßwasserfischarten und -zuchtformen, die im Hobby verfügbar sein sollen, benötigt man nicht wirklich noch mehr Auswahl fürs Aquarium.

Freilandaquaristik bietet eine willkommene Abwechslung bei der Pflege vieler beliebter subtropischer Arten, und mit den Mörtelwannen steht dabei ein sehr praktischer Behältertyp zur Verfügung. Einige Gedanken zu Planung und Umsetzung einer saisonalen Außenhaltung.
| von Felix Stadtfeld

Stichlinge waren meine ersten eigenen Fische, im Garten gehalten in Plastikwannen aus der Küche meiner Eltern. Zu dieser Zeit waren die großen Tage der Kaltwasseraquaristik allerdings schon lange vorbei. Meine nächsten Fische, Guppys, gehörten zu den Tropenfischen. So ging es drei Jahrzehnte weiter mit immer anspruchsvolleren Warmwasserarten – bis zum Kauf eines alten Hauses mit nicht beheizbarem Keller im Jahr 2005.