2018 wurde der aus dem Turkana-See in Ostafrika stammende, klein bleibende und leuchtend orangerote Cichlide erstmals exportiert. Unser Autorenduo aus Vater und Sohn kann ihn als Aquarienfisch wärmstens empfehlen und berichtet von seiner Haltung und erfolgreichen Nachzucht. | von Mario G. Schamel und Wolfgang W. Schamel

Seit langer Zeit sind wir begeisterte Halter von Cichliden aus dem Tanganjikasee (siehe z. B. Schamel 2005, 2007, 2014). Unser Interesse für diese Fische rührt von deren sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen her, plakative Farben lassen sie manch­mal allerdings vermissen.
Anfang 2019 wollte Mario zur Abwechslung einen bunteren Fluss-Cichliden pflegen, Bedingung war jedoch, dass er zu unserem mittelharten Wasser passt. In unserem Lieblingsfischgeschäft „Unter Wasser“ in Freiburg erwarben wir ein wunderschönes Pärchen des kongolesischen Nanochromis parilus. Das 80 x 35 x 40 cm Becken war schon seit langer Zeit eingefahren, dicht bepflanzt sowie mit Ancistrus und Limia perugiae besetzt. Nach kurzer Zeit laichten die blauen Königscichliden in einer Kokosnussschale ab.

Die süd- und mittelamerikanischen Buntbarsche der Gattung Kronoheros sind bereits durch ihre Größe außergewöhnlich. Ihre spannende Entdeckungsgeschichte, das Namenswirrwarr und die aquaristische Laufbahn der Tiere lohnen einen genaueren Blick allemal. Außerdem gibt es Vertreter dieses Formenkreises, die sich bislang noch nicht eindeutig zuordnen lassen – aquaristische Detektivarbeit! | von Michael Pilack

1913
Cichlasoma umbriferum wird anhand von bereits 1911 in Panama im Einzugsgebiet des Río Tuira (Darien-Region) gesammelten Tieren beschrieben (Meek & Hildebrand 1913). Typuslokalität ist der Río Cupe. Der Holotypus hat eine Länge von knapp 20 cm.