Auf der Suche nach einem Ziel für einen Familien-Wochentrip im Mai 2019 einigten wir uns schnell auf Griechenland, hatten wir Hellas doch bislang noch nie besucht. Schwieriger war es, das genaue Ziel festzulegen, denn Urlaubsorte gibt es dort reichlich, neben dem Festland viele Inseln im Ionischen Meer oder in der Ägäis. | von Uwe Dost

Für mich bedeutet Urlaub stets, aktiv das Zielgebiet zu erkunden und dabei vor allem nach Tieren, aber auch nach Pflanzen, Naturschönheiten und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten zu schauen. Meine Begleiter wollten vor allem ausspannen. Schließlich entschieden wir uns für Kreta, laut Reiseführer die „Königin der griechischen Inseln, die allen Reisenden aufgrund ihrer Vielfalt etwas zu bieten hat“. Wir logierten nahe Malia in einer gepflegten Hotelanlage direkt am Meer.
Wegen seiner durchschnittlich 300 Tage mit Sonnenschein gilt Kreta ­neben Zypern als die sonnigste aller Mittelmeerinseln. Das ausgeprägte mediterrane Klima sorgt für milde Winter mit vielen Niederschlägen – in den Gebirgen liegt oft noch bis in den Frühsommer Schnee – und trockenheiße Sommer. Dass Kreta einst wirklich, wie von Platon berichtet, vollständig bewaldet war, wird in­zwischen von verschiedenen Autoren bezweifelt, dennoch hat der Mensch durch Rodung und Weidewirtschaft seit der Antike seinen Teil zu der Verkarstung weiter Teile der Insel beigetragen.

Im Oktober 2017 wurde nach über zehn Jahren der Planung und rund dreijähriger Bauzeit das „Aquatis“ eröffnet. Das Aquarium-Vivarium ist nicht nur ein Schauaquarium und -terrarium, sondern auch ein höchst lebendiges Wassermuseum. So hat es die Aargauer Zeitung treffend genannt. | von Dietrich Rössel und Cornelia Stenz-Bradbury

Schon die übersichtliche Ausschilderung zur Anfahrt und das große Parkhaus mit 1.200 Stellplätzen waren ein erfreulicher Beginn unseres Besuchs. Der Eingang ist vorbildlich gestaltet, es gibt genügend Kassen sowie einen Souvenir- und ­Info-Laden.
Wir hatten das Glück, eine private Führung von Michel Ansermet, dem Senior-Kurator, zu erhalten. Er ver­mittelte uns viele Insider-Informationen und beantwortete unsere Fragen.

Die Umgebung von Khao Lak an der Küste der Andamanensee ist erfreulicherweise noch kein Ziel für den Massentourismus und gilt als eine Art Geheimtipp für Naturliebhaber. | von Uwe Dost

Nach dem Rummel in Bangkok und auf Phuket erholten wir uns in einem anheimelnden Hotel unmittelbar am Fuß des Lam-Ru-Nationalparks.

Schildkrötenhimmel
Nach dem Besuch der Royal Thai Navy Third Fleet Turtle Nursery brachen wir auf, um eine weitere, etwa 33 Kilo­meter entfernte Schildkrötenstation, den „Turtle Heaven“, zu besuchen. Der offizielle Name der Institution lautet Phang Nga Coastal Fisheries Research and Development Center. In der Nähe eines langen Sandstrandes nördlich von Thai Mueang gelegen, beherbergt diese Forschungsstation neben Meeresschildkröten auch andere marine Organismen.

Nach dem Eintauchen in den Großstadt-Dschungel von Bangkok und in den Party-Dschungel auf Phuket ging es zum Abschluss der Reise in den echten Dschungel in Khao Lak. | von Uwe Dost

Die von uns eingeplanten Ziele für Bangkok und Phuket, ­darunter der Chatuchak-Tiermarkt, der Khlong Toey Fresh Market, eine Bootstour durch die Inselwelt
der Andamanen-See sowie der Besuch eines Elefanten-Camps hatten wir erfolgreich hinter uns gebracht. Zum Abschluss unserer Thailand-Reise logierten wir in einem Hotel zwischen Meer und Regenwald.
Khao Lak ist eine aufstrebende ­Urlaubsregion nördlich von Phuket und gilt als noch nicht vom Massentourismus überrollter Geheimtipp. Die Anreise erfolgt über den ungefähr 75 Kilometer entfernten Flughafen von Phuket, nach Phuket City oder Patong sind es etwa 110 Kilometer.

Nachdem gleich zu Beginn der Reise in Bangkok zwei Punkte der To-Do-Liste erfolgreich abgearbeitet waren, ging es zur von der Hauptstadt eineinhalb Flugstunden entfernten Insel Phuket, einem der größten Touristenmagneten des Landes. | von Uwe Werner

Auf Ko (Thai = „Insel“) Phuket, einem bergigen, von Regenwald bedeckten Eiland in der Andamanen-See, liegen einige der ­beliebtesten Strände Thailands.
Die Stadt Patong, eine Party-Hochburg, zählt zu den berühmt-berüchtigten Urlaubs-Hotspots des Königreichs. In Patong gibt es ein schrilles, buntes, exotisch facettenreiches Nachtleben, Partyszene und Rotlicht-Milieu gehen nahtlos ineinander über.
Mit Einbruch der Dunkelheit nimmt das bunte Treiben seinen Lauf, unter anderem in der Bangla Road, der breiten Straße, die von der Strandpromenade in die Stadt führt und mit Einbruch der Nacht zur Fußgänger­zone wird. Unzählige „Promoter“ versuchen allabendlich, die Touristen in einen der vielen Klubs mit Live-Musik, Open-Air-Bars, Nachtklubs, eine der zahlreichen Diskotheken oder eines der Erotik-Etablissements zu lotsen.
Das Eintauchen in diesen Party-Dschungel hatte ich nicht auf meiner Liste, es war jedoch eine überaus ­interessante Erfahrung, die unseren ersten Südostasien-Trip ethologisch abrundete.