Hahnenfuß und Azurjungfer, Spitzenfleck und Vipernatter – botanische, odonatologische und herpetologische Beobachtungen und Begegnungen an einem Fluss auf Sardinien. | von Rainer Stawikowski

Der 55 Kilometer lange Temo mündet bei der Stadt Bosa an der Westküste der zweitgrößten Insel Italiens (und des gesamten Mittelmeers) ins Sardische Meer. In seinem Unterlauf ist er als einziger Fluss Sardiniens schiffbar, doch blockieren nach ungefähr fünf Kilometern die Trümmer einer eingestürzten Römerbrücke auf Höhe der am linken Ufer gelegenen Kirche „San Pietro Ex­tramuros“ die Passage größerer Boote.
Gegenüber dieser frühgotischen Sehenswürdigkeit lag unser Ferienquartier am anderen Flussufer – und nur drei bis vier Kilometer weiter stromaufwärts ein malerischer Flussabschnitt, der mir in der zweiten Mai-Hälfte dieses Jahres einige schöne botanische, odonatologische und herpetologische Begegnungen bescherte.
Keine zehn Kilometer oberhalb seiner Mündung präsentierte der Temo sich als Gebirgsfluss. Sein klares Wasser floss mit hoher Geschwindigkeit durch das sich mehrfach verzweigende, flache, felsige Bett. Hier und da gab es kleinere Stromschnellen.

Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, gehört mit ihren Badestränden und ­landschaftlichen Schönheiten sowie wegen des angenehmen Klimas und der ganzjährig milden Temperaturen zu den besonders beliebten Reisezielen der Deutschen. Eine Sehenswürdigkeit, deren Besuch man während eines Urlaubs auf der Insel nicht ver­säumen sollte, ist der Loro Parque. | von Wolfgang Staeck

Der Tierpark liegt im Norden der Insel am Rand der Stadt Puerto de la Cruz, mit deren Zentrum er durch einen kostenlosen Shuttle­service verbunden ist. Er wurde 1972 als Papageien-Park eröffnet (span. loro = „Papagei“) und gilt – zusammen mit seiner nicht öffentlichen Zucht- und Aufzuchtstation – als die größte Papageiensammlung der Welt.
In der weitläufigen tropischen Parkanlage werden aber neben den Papageien, Loris und Sittichen in geräumigen Landschaftsgehegen auch zahlreiche bedrohte oder seltene Säugetiere (unter anderem Menschen­affen und weiße Tiger) sowie Reptilien und Fische gehalten, weshalb auch Aqua­rianer und Terrarianer auf ihre Kosten kommen.
Jeweils ungefähr halbstündige Schwert­wal-, Delfin-, Papageien- und Seelöwen-Shows, die täglich zu un­terschiedlichen Zeiten mehrmals stattfinden, bilden eine besondere Attraktion für Kinder.

Tiefe, kühle Klarwasserseen wie der Schmale Luzin sind keine typischen Wels-Lebensräume. Nährstoffarme Seen bieten Wallern vergleichsweise wenige Beutefische. Doch fressen sie überhaupt so viel, wie man ihnen nachsagt? Ein relativ kühler Jahresgang macht das Laichen für Welse schwierig. Steigen die durchschnittlichen Temperaturen zurzeit? | von Falk und Cornelia Wieland

Nahe der Landesgrenze von Brandenburg zu Mecklenburg-Vorpommern gibt es besonders viele Klarwasserseen. Während Fontanes berühmter Stechlin allmählich mesotroph wird, dürfen der Große Wummsee bei Luhme, der Giesenschlagsee bei Diemitz und der Schmale Luzin südöstlich von Feldberg laut Wasserpflanzenforschern im Augenblick als die herausragenden (fast) ­oligotrophen Tieflandseen gelten.
Der Schmale Luzin ist bereits seit 1939 Naturschutzgebiet. Nur an wenigen Stellen, etwa bei der Luzin-Fähre, können wir zwischen Bäumen hindurch auf den langen, schmalen Rinnensee blicken. Der See ist nährstoffarm, von geringer Breite, und die meisten der steilen Uferstrecken sind bewaldet. Bei einer Länge von rund sieben Kilometern sind die sich ge­genüberliegenden Ufer oft nur 150 bis 300 Meter voneinander entfernt.

Während eines Urlaubs bekamen unser Autor und seine Gattin die Gelegenheit, einiges über das Speisefischangebot in Südvietnam zu lernen. Manche der Fische hätten die beiden aber lieber daheim im Aquarium gesehen als auf dem Teller ... | von Reinhold Wawrzynski

Nicht sicher bin ich, ob es uns in Deutschland tatsächlich erspart bleibt, Froschwelse auf den Speise­karten unserer Fischrestaurants – etwa als Wels-Filet „getarnt“ – zu finden. Die gastronomischen Erfahrungen mit „Haiwels“ und „Viktoriabarsch“ haben wir hoffentlich end­gültig hinter uns.
Sobald bei unseren Fischhändlern oder in Gaststätten „Wels“ angeboten wird, ist das Personal bezüglich der infrage kommenden Familien und Gattungen in der Regel überfordert. Ob Waller, Donauwels, Catfish, Afrikanischer Raubwels oder Katzenwels, ob Pangasius oder Clarias – sie alle werden der Einfachheit halber als „Wels“ bezeichnet, als wohlschmeckend und „sehr zu empfehlen“.

Der Verfasser dieses Beitrags studiert Biologie. In Verbindung zu seiner Masterarbeit trat er von Februar bis April dieses Jahres eine Exkursion mit anschließendem Forschungsaufenthalt auf den Banda-Inseln in Indonesien an. Dabei lernte er Inseln und Riffe kennen, die für Taucher und Schnorchler besonders interessant sind. | von Lars Poding

Betritt man nach strapaziöser Reise die Hauptinsel Banda Neira, könnte die Begrüßung gemäß der Überschrift dieses Artikels ausfallen. Die Banda-Inseln liegen im östlichen Indonesien, mitten in der Banda-See, dem durchschnittlich tiefsten Gewässer rund um Indonesien. Die Inseln gehören zu den Molukken, die nächste größere Stadt (Ambon) ist ungefähr 160 Kilometer entfernt.
Der Archipel besteht aus sieben ­Inseln, von denen eine – Banda Api – ein noch aktiver Vulkan und die größte – Banda Besar – zwölf Kilometer lang und drei Kilometer breit ist.
Früher wuchsen nur auf den Banda-Inseln die Muskatnuss sowie weitere Gewürze, was diese Eilande für viele Kolonialmächte interessant und lukrativ machte. Im 17. Jahrhundert tauschten die englischen Besatzer die Banda-Insel Run gegen die Insel Manhattan, die unter niederländischer Herrschaft stand. Auch heute noch sind die „Gewürzinseln“ für ihre Muskatnüsse, ihre Mandeln und ihren Zimt bekannt.