Der Verfasser dieses Beitrags studiert Biologie. In Verbindung zu seiner Masterarbeit trat er von Februar bis April dieses Jahres eine Exkursion mit anschließendem Forschungsaufenthalt auf den Banda-Inseln in Indonesien an. Dabei lernte er Inseln und Riffe kennen, die für Taucher und Schnorchler besonders interessant sind. | von Lars Poding

Betritt man nach strapaziöser Reise die Hauptinsel Banda Neira, könnte die Begrüßung gemäß der Überschrift dieses Artikels ausfallen. Die Banda-Inseln liegen im östlichen Indonesien, mitten in der Banda-See, dem durchschnittlich tiefsten Gewässer rund um Indonesien. Die Inseln gehören zu den Molukken, die nächste größere Stadt (Ambon) ist ungefähr 160 Kilometer entfernt.
Der Archipel besteht aus sieben ­Inseln, von denen eine – Banda Api – ein noch aktiver Vulkan und die größte – Banda Besar – zwölf Kilometer lang und drei Kilometer breit ist.
Früher wuchsen nur auf den Banda-Inseln die Muskatnuss sowie weitere Gewürze, was diese Eilande für viele Kolonialmächte interessant und lukrativ machte. Im 17. Jahrhundert tauschten die englischen Besatzer die Banda-Insel Run gegen die Insel Manhattan, die unter niederländischer Herrschaft stand. Auch heute noch sind die „Gewürzinseln“ für ihre Muskatnüsse, ihre Mandeln und ihren Zimt bekannt.

Im April 2018 reiste unser Autor in die ungarische Hauptstadt, um sich ein Bild von den künstlichen Quellteichen rund um die natürlichen Thermalquellen und den dort zahlreich ausgesetzten Aquarienbewohnern zu machen. | von Michael Kempkes

Man muss einmal dabei gewesen sein, um Dr. Petzolds ­Passion richtig einschätzen zu können. So blieb mir nachdrücklich im Gedächtnis, wie er auf der ­Margareten-Insel in Budapest die dort munter im heißen Quellwasser schwimmenden Guppys fing und begutachtete.“
So beschrieb Heinrich Dathe in ­seinem Geleitwort den Verfasser des Standardwerks „Der Guppy“, den im November 1982 verstorbenen Hans-Günther Petzold. Ich setze bewusst diese beiden Sätze an den Anfang ­meines Artikels, denn sie waren der Anlass meiner ersten Reise nach Budapest. Als ich sie 1987 im zarten Alter von 16 Jahren immer wieder las, erweckten sie in mir Wunsch, selbst ­einmal in den Thermalquellen der ­ungarischen Hauptstadt nach diesen Fischen zu sehen, sie zu fangen, zu ­begutachten und zu fotografieren. Die aus Budapest beschriebenen Guppy-Vorkommen gehören mittlerweile ja ebenso zu den „Klassikern“ unter den mitteleuropäischen Populationen wie die im Warmbach bei Villach in Kärnten (Österreich) oder im Gillbach in der Kölner Bucht.
Selbstverständlich wollte ich Vergleiche anstellen, Parallelen und Unterschiede feststellen und eine Bestandsaufnahme durchführen, da die meisten der wenigen Artikel, die über die Budapester Guppys veröffentlicht wurden, mittlerweile etliche Jahre oder gar Jahrzehnte alt sind.

Den deutschen Winter mit seinen Minustemperaturen einfach hinter sich lassen, bei Schneegestöber in den Flieger steigen und bei 28 °C Lufttemperatur, blauem Himmel und Sonnenschein wieder landen. Dazu die Aussicht auf entspannte Tauchgänge mit interessanten Beobachtungen. Im März ist Ägypten ein Reiseziel, wo sich das alles verwirklichen lässt. Als ideal hat sich die Orca-Tauchbasis im Coral Garden Resort erwiesen. Eine traumhaft schöne Bucht lädt zu ausgedehnten Tauch- und Schnorchelgängen ein. | von Frank Rossow

Mitte Februar stapfte ich mit dem Hund bei -10 °C durch den Wald, gefühlt waren es -20 °C. Danach wurde mir den ganzen Tag über nicht mehr warm. Die WhatsApp eines befreundeten Pärchens kam gerade recht mit der Frage, ob ich denn nicht Lust und Zeit hätte, nach Ägypten mitzukommen. Den deutschen Winter – Schnee, Eis und trübe Stimmung – gegen Sonne, blauen Himmel und 24 °C warmes Wasser zu tauschen, dazu die Seele ein wenig baumeln zu lassen und ein paar entspannte Tauchgänge zu genießen? Schnell war die Reise gebucht.
Nachdem das Flugzeug gut eine Stunde auf die Enteisung gewartet hatte, durften wir schließlich gen Süden starten. Nach der Landung in Hurghada und zweistündigem Transfer hatten wir endlich das Coral-Garden-Hotel südlich von Safaga erreicht. Der Vorteil des ganzen Aufwands: Das Hotel ist zwar einfach und zweck­mäßig eingerichtet, aber alles ist auf einen höchst bequemen Tauchurlaub abgestimmt.

Nach zwei Goodeiden-Wochen im Hochland von Mexiko (DATZ 4/2018) setzt unser Autor seine Reise fort und überquert die Sierra Madre Oriental im Nordosten des Landes. Der Rückweg entlang der Ostküste führt ihn durch das „Schwertträger-Land“. | von Uwe Dost

Das Verbreitungsgebiet der Schwertträger erstreckte sich ursprünglich vom mexikanischen Bundesstaat Coahuila im Südosten des Landes über 2.200 Kilometer (Kallman & Kazianis 2006) an Mittelamerikas Atlantikseite entlang nach Süden bis Honduras. Inzwischen setzte der Mensch jedoch weltweit verschiedene Xiphophorus-Arten aus ­(Wikipedia führt 28 Taxa auf), nicht nur auf dem nordamerikanischen Kontinent, sondern auch in Afrika und in Australien. Wir fanden auf unserer Rundreise durch das Hochland ebenfalls Vertreter dieser Gattung weit außerhalb ihrer ursprünglichen Heimat, in mehreren Gewässern etwa Schwertträger-Populationen und dabei neben „normalen“ grünen Exem­plaren von X. hellerii rote und sogar Wagtail-Zuchtformen.
Da wir nur eine Woche Zeit hatten, um nach Mexiko Stadt und zum Flug­hafen zurückzukommen, mussten wir uns sputen. Bei der Vorbereitung der Reise hatte ich einige Ziele im Tiefland ausgesucht, darunter den Catemaco-See und eine Bachhöhle im Bundesstaat Oaxaca (Habitat des Höhlenwelses Rhamdia redelli und des Höhlenkrebses Procambarus oaxacae redelli; siehe DATZ 1/2005), die ich unbedingt besuchen wollte. Daher schauten wir nicht in jedes der vielen Gewässer, die unsere Route kreuzte.

Edelkrebse sind vielfältig bedroht. Gewässerausbau, Nährstofffracht und Sauerstoffmangel können die Populationen ebenso reduzieren wie übergroßer Aal-Besatz. Hinzu kommt die stete Gefahr, dass amerikanische Flusskrebse die Krebspest auf die einheimischen Zehnfußkrebse übertragen. Dann erlischt oft der gesamte Bestand. Dennoch erfinden sich die Völker der Edelkrebse immer wieder neu. | von Falk und Cornelia Wieland

Der Hunger der Baustoffindus­trie nach hochwertigen Kiesen und Sanden scheint unersättlich. Immer wieder genehmigen die Behörden neue Abbaustätten. Als Gewässerfreund vermag der Autor darin nichts Negatives zu sehen, weil regelmäßig Seen entstehen und die Landschaft bereichern. Viele Kies-Seen sind anfangs tief, klar, kalt und sauerstoffreich. Ihr Wasser entspricht idealerweise jenem Grundwasser, das durch die Kiese und Sande als perfekt gefiltert gelten darf.
Ein Tagebau hat üblicherweise ­alles Organische ausgeräumt; es gibt kaum etwas, das unter Sauerstoffverbrauch zersetzt werden könnte. Erst der Eintrag von Niederschlagswasser und Nährstoffen aus dem terrestrischen Umfeld macht ein sparsames Wasserpflanzen-Wachstum möglich.
Seen dieser Art sind, was die Tierwelt anbelangt, idealer Siedlungsraum ohne Konkurrenzdruck, zugleich aber eben auch „Hungerlöcher“. Ein paar Fischlein und Schilf gibt es meist schon während der Bergbautage. Auch ohne Besatzmaßnahmen durch Anglerverbände finden sich bald Flussbarsche ein. Befinden sich Fließgewässer in der Nähe, werden Seen dieser Art vergleichsweise oft von Edelkrebsen (Astacus astacus) besiedelt. Es wird ihr Geheimnis bleiben, wie sie in weiter entfernten Lebensräumen die Chancen im neuen Kies-See „gewittert“ haben.