Tiefe, kühle Klarwasserseen wie der Schmale Luzin sind keine typischen Wels-Lebensräume. Nährstoffarme Seen bieten Wallern vergleichsweise wenige Beutefische. Doch fressen sie überhaupt so viel, wie man ihnen nachsagt? Ein relativ kühler Jahresgang macht das Laichen für Welse schwierig. Steigen die durchschnittlichen Temperaturen zurzeit? | von Falk und Cornelia Wieland

Nahe der Landesgrenze von Brandenburg zu Mecklenburg-Vorpommern gibt es besonders viele Klarwasserseen. Während Fontanes berühmter Stechlin allmählich mesotroph wird, dürfen der Große Wummsee bei Luhme, der Giesenschlagsee bei Diemitz und der Schmale Luzin südöstlich von Feldberg laut Wasserpflanzenforschern im Augenblick als die herausragenden (fast) ­oligotrophen Tieflandseen gelten.
Der Schmale Luzin ist bereits seit 1939 Naturschutzgebiet. Nur an wenigen Stellen, etwa bei der Luzin-Fähre, können wir zwischen Bäumen hindurch auf den langen, schmalen Rinnensee blicken. Der See ist nährstoffarm, von geringer Breite, und die meisten der steilen Uferstrecken sind bewaldet. Bei einer Länge von rund sieben Kilometern sind die sich ge­genüberliegenden Ufer oft nur 150 bis 300 Meter voneinander entfernt.

Während eines Urlaubs bekamen unser Autor und seine Gattin die Gelegenheit, einiges über das Speisefischangebot in Südvietnam zu lernen. Manche der Fische hätten die beiden aber lieber daheim im Aquarium gesehen als auf dem Teller ... | von Reinhold Wawrzynski

Nicht sicher bin ich, ob es uns in Deutschland tatsächlich erspart bleibt, Froschwelse auf den Speise­karten unserer Fischrestaurants – etwa als Wels-Filet „getarnt“ – zu finden. Die gastronomischen Erfahrungen mit „Haiwels“ und „Viktoriabarsch“ haben wir hoffentlich end­gültig hinter uns.
Sobald bei unseren Fischhändlern oder in Gaststätten „Wels“ angeboten wird, ist das Personal bezüglich der infrage kommenden Familien und Gattungen in der Regel überfordert. Ob Waller, Donauwels, Catfish, Afrikanischer Raubwels oder Katzenwels, ob Pangasius oder Clarias – sie alle werden der Einfachheit halber als „Wels“ bezeichnet, als wohlschmeckend und „sehr zu empfehlen“.

Der Verfasser dieses Beitrags studiert Biologie. In Verbindung zu seiner Masterarbeit trat er von Februar bis April dieses Jahres eine Exkursion mit anschließendem Forschungsaufenthalt auf den Banda-Inseln in Indonesien an. Dabei lernte er Inseln und Riffe kennen, die für Taucher und Schnorchler besonders interessant sind. | von Lars Poding

Betritt man nach strapaziöser Reise die Hauptinsel Banda Neira, könnte die Begrüßung gemäß der Überschrift dieses Artikels ausfallen. Die Banda-Inseln liegen im östlichen Indonesien, mitten in der Banda-See, dem durchschnittlich tiefsten Gewässer rund um Indonesien. Die Inseln gehören zu den Molukken, die nächste größere Stadt (Ambon) ist ungefähr 160 Kilometer entfernt.
Der Archipel besteht aus sieben ­Inseln, von denen eine – Banda Api – ein noch aktiver Vulkan und die größte – Banda Besar – zwölf Kilometer lang und drei Kilometer breit ist.
Früher wuchsen nur auf den Banda-Inseln die Muskatnuss sowie weitere Gewürze, was diese Eilande für viele Kolonialmächte interessant und lukrativ machte. Im 17. Jahrhundert tauschten die englischen Besatzer die Banda-Insel Run gegen die Insel Manhattan, die unter niederländischer Herrschaft stand. Auch heute noch sind die „Gewürzinseln“ für ihre Muskatnüsse, ihre Mandeln und ihren Zimt bekannt.

Im April 2018 reiste unser Autor in die ungarische Hauptstadt, um sich ein Bild von den künstlichen Quellteichen rund um die natürlichen Thermalquellen und den dort zahlreich ausgesetzten Aquarienbewohnern zu machen. | von Michael Kempkes

Man muss einmal dabei gewesen sein, um Dr. Petzolds ­Passion richtig einschätzen zu können. So blieb mir nachdrücklich im Gedächtnis, wie er auf der ­Margareten-Insel in Budapest die dort munter im heißen Quellwasser schwimmenden Guppys fing und begutachtete.“
So beschrieb Heinrich Dathe in ­seinem Geleitwort den Verfasser des Standardwerks „Der Guppy“, den im November 1982 verstorbenen Hans-Günther Petzold. Ich setze bewusst diese beiden Sätze an den Anfang ­meines Artikels, denn sie waren der Anlass meiner ersten Reise nach Budapest. Als ich sie 1987 im zarten Alter von 16 Jahren immer wieder las, erweckten sie in mir Wunsch, selbst ­einmal in den Thermalquellen der ­ungarischen Hauptstadt nach diesen Fischen zu sehen, sie zu fangen, zu ­begutachten und zu fotografieren. Die aus Budapest beschriebenen Guppy-Vorkommen gehören mittlerweile ja ebenso zu den „Klassikern“ unter den mitteleuropäischen Populationen wie die im Warmbach bei Villach in Kärnten (Österreich) oder im Gillbach in der Kölner Bucht.
Selbstverständlich wollte ich Vergleiche anstellen, Parallelen und Unterschiede feststellen und eine Bestandsaufnahme durchführen, da die meisten der wenigen Artikel, die über die Budapester Guppys veröffentlicht wurden, mittlerweile etliche Jahre oder gar Jahrzehnte alt sind.

Den deutschen Winter mit seinen Minustemperaturen einfach hinter sich lassen, bei Schneegestöber in den Flieger steigen und bei 28 °C Lufttemperatur, blauem Himmel und Sonnenschein wieder landen. Dazu die Aussicht auf entspannte Tauchgänge mit interessanten Beobachtungen. Im März ist Ägypten ein Reiseziel, wo sich das alles verwirklichen lässt. Als ideal hat sich die Orca-Tauchbasis im Coral Garden Resort erwiesen. Eine traumhaft schöne Bucht lädt zu ausgedehnten Tauch- und Schnorchelgängen ein. | von Frank Rossow

Mitte Februar stapfte ich mit dem Hund bei -10 °C durch den Wald, gefühlt waren es -20 °C. Danach wurde mir den ganzen Tag über nicht mehr warm. Die WhatsApp eines befreundeten Pärchens kam gerade recht mit der Frage, ob ich denn nicht Lust und Zeit hätte, nach Ägypten mitzukommen. Den deutschen Winter – Schnee, Eis und trübe Stimmung – gegen Sonne, blauen Himmel und 24 °C warmes Wasser zu tauschen, dazu die Seele ein wenig baumeln zu lassen und ein paar entspannte Tauchgänge zu genießen? Schnell war die Reise gebucht.
Nachdem das Flugzeug gut eine Stunde auf die Enteisung gewartet hatte, durften wir schließlich gen Süden starten. Nach der Landung in Hurghada und zweistündigem Transfer hatten wir endlich das Coral-Garden-Hotel südlich von Safaga erreicht. Der Vorteil des ganzen Aufwands: Das Hotel ist zwar einfach und zweck­mäßig eingerichtet, aber alles ist auf einen höchst bequemen Tauchurlaub abgestimmt.