An einer steilen Felswand thront das Ozeanographische Museum mit dem dazugehörigen Ozeanographischen Institut Monaco über dem Mittelmeer. Betritt man das prachtvolle ­altehrwürdige Gebäude, stellt sich unwillkürlich die Frage nach der Geschichte des Bauwerks. | von Klaus Lampe

Fürst Albert I., ein leidenschaftlicher Meeresliebhaber und Amateurforscher, ließ das Museum im Jahr 1899 errichten. Weil Albert ­einen großen Teil seiner Zeit als Forschungsreisender auf See verbrachte, regierte er das Fürstentum vornehmlich über Funk. Dabei war er offensichtlich dennoch erfolgreich: Er investierte die seinerzeit immensen Gewinne aus dem Casino in die Infrastruktur, ließ den Fürstenpalast von Monaco renovieren, den Exotischen Garten anlegen, gründete ein anthropologisches Museum und das Meeresmuseum. Von seinen Expeditionen hatte er verschiedene meereskundliche Objekte als Erinnerungs- und Forschungsstücke nach Monaco gebracht und wollte sie in einem eleganten ­Ambiente den Bürgern präsentieren.

Hahnenfuß und Azurjungfer, Spitzenfleck und Vipernatter – botanische, odonatologische und herpetologische Beobachtungen und Begegnungen an einem Fluss auf Sardinien. | von Rainer Stawikowski

Der 55 Kilometer lange Temo mündet bei der Stadt Bosa an der Westküste der zweitgrößten Insel Italiens (und des gesamten Mittelmeers) ins Sardische Meer. In seinem Unterlauf ist er als einziger Fluss Sardiniens schiffbar, doch blockieren nach ungefähr fünf Kilometern die Trümmer einer eingestürzten Römerbrücke auf Höhe der am linken Ufer gelegenen Kirche „San Pietro Ex­tramuros“ die Passage größerer Boote.
Gegenüber dieser frühgotischen Sehenswürdigkeit lag unser Ferienquartier am anderen Flussufer – und nur drei bis vier Kilometer weiter stromaufwärts ein malerischer Flussabschnitt, der mir in der zweiten Mai-Hälfte dieses Jahres einige schöne botanische, odonatologische und herpetologische Begegnungen bescherte.
Keine zehn Kilometer oberhalb seiner Mündung präsentierte der Temo sich als Gebirgsfluss. Sein klares Wasser floss mit hoher Geschwindigkeit durch das sich mehrfach verzweigende, flache, felsige Bett. Hier und da gab es kleinere Stromschnellen.

Teneriffa, die größte der Kanarischen Inseln, gehört mit ihren Badestränden und ­landschaftlichen Schönheiten sowie wegen des angenehmen Klimas und der ganzjährig milden Temperaturen zu den besonders beliebten Reisezielen der Deutschen. Eine Sehenswürdigkeit, deren Besuch man während eines Urlaubs auf der Insel nicht ver­säumen sollte, ist der Loro Parque. | von Wolfgang Staeck

Der Tierpark liegt im Norden der Insel am Rand der Stadt Puerto de la Cruz, mit deren Zentrum er durch einen kostenlosen Shuttle­service verbunden ist. Er wurde 1972 als Papageien-Park eröffnet (span. loro = „Papagei“) und gilt – zusammen mit seiner nicht öffentlichen Zucht- und Aufzuchtstation – als die größte Papageiensammlung der Welt.
In der weitläufigen tropischen Parkanlage werden aber neben den Papageien, Loris und Sittichen in geräumigen Landschaftsgehegen auch zahlreiche bedrohte oder seltene Säugetiere (unter anderem Menschen­affen und weiße Tiger) sowie Reptilien und Fische gehalten, weshalb auch Aqua­rianer und Terrarianer auf ihre Kosten kommen.
Jeweils ungefähr halbstündige Schwert­wal-, Delfin-, Papageien- und Seelöwen-Shows, die täglich zu un­terschiedlichen Zeiten mehrmals stattfinden, bilden eine besondere Attraktion für Kinder.

Tiefe, kühle Klarwasserseen wie der Schmale Luzin sind keine typischen Wels-Lebensräume. Nährstoffarme Seen bieten Wallern vergleichsweise wenige Beutefische. Doch fressen sie überhaupt so viel, wie man ihnen nachsagt? Ein relativ kühler Jahresgang macht das Laichen für Welse schwierig. Steigen die durchschnittlichen Temperaturen zurzeit? | von Falk und Cornelia Wieland

Nahe der Landesgrenze von Brandenburg zu Mecklenburg-Vorpommern gibt es besonders viele Klarwasserseen. Während Fontanes berühmter Stechlin allmählich mesotroph wird, dürfen der Große Wummsee bei Luhme, der Giesenschlagsee bei Diemitz und der Schmale Luzin südöstlich von Feldberg laut Wasserpflanzenforschern im Augenblick als die herausragenden (fast) ­oligotrophen Tieflandseen gelten.
Der Schmale Luzin ist bereits seit 1939 Naturschutzgebiet. Nur an wenigen Stellen, etwa bei der Luzin-Fähre, können wir zwischen Bäumen hindurch auf den langen, schmalen Rinnensee blicken. Der See ist nährstoffarm, von geringer Breite, und die meisten der steilen Uferstrecken sind bewaldet. Bei einer Länge von rund sieben Kilometern sind die sich ge­genüberliegenden Ufer oft nur 150 bis 300 Meter voneinander entfernt.

Während eines Urlaubs bekamen unser Autor und seine Gattin die Gelegenheit, einiges über das Speisefischangebot in Südvietnam zu lernen. Manche der Fische hätten die beiden aber lieber daheim im Aquarium gesehen als auf dem Teller ... | von Reinhold Wawrzynski

Nicht sicher bin ich, ob es uns in Deutschland tatsächlich erspart bleibt, Froschwelse auf den Speise­karten unserer Fischrestaurants – etwa als Wels-Filet „getarnt“ – zu finden. Die gastronomischen Erfahrungen mit „Haiwels“ und „Viktoriabarsch“ haben wir hoffentlich end­gültig hinter uns.
Sobald bei unseren Fischhändlern oder in Gaststätten „Wels“ angeboten wird, ist das Personal bezüglich der infrage kommenden Familien und Gattungen in der Regel überfordert. Ob Waller, Donauwels, Catfish, Afrikanischer Raubwels oder Katzenwels, ob Pangasius oder Clarias – sie alle werden der Einfachheit halber als „Wels“ bezeichnet, als wohlschmeckend und „sehr zu empfehlen“.