Während seines Sommerurlaubs 2015 in Istrien begegnete unser Autor Spiegeleiquallen und anderen Meeresbewohnern sowohl am Strand als auch hinter Glas, nämlich im Aquarium in Pula. | VON UWE DOST
Istrien hatten wir 2015 zum Ziel unseres Sommerurlaubs auserkoren. Einer der Höhepunkte war der Besuch des Tular-Höhlenlabors in Slowenien in dem Städtchen Kranj. Dort trafen wir den Biologen und Projektmanager des Tular-Labors, Gregor Aljancic, der uns gestattete, einen Blick auf die seltenen weißen und schwarzen Grottenolme zu werfen (siehe DATZ 4 und 5/2016). Anschließend ging es weiter nach Kroatien, wo wir unweit von Rovinj unser Feriendomizil bezogen. Am späten Nachmittag fuhren wir in das Städtchen, um den Tag bei einem guten Abendessen ausklingen zu lassen. Wir parkten in der Nähe des Hafens, die See war ruhig, und bevor wir zum Stadtbummel aufbrachen, musste ich als Biologe und Aquarianer erst einmal über die Kai-Mauer ins Wasser äugen, um nach aquatischem Leben Ausschau zu halten.

den vollständigen Artikelfinden Sie in Ausgabe 11/2016

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxAbseits des hektischen Berliner Großstadttrubels hat sich im Grunewald ein kleines Naturparadies etabliert. | VON NICOLAS VON LETTOW-VORBECK

Der Forst Grunewald ist einer der wichtigsten Anziehungspunkte für naturverbundene Hauptstädter und Touristen. Er erstreckt sich über rund 3.000 Hektar und liegt in den beiden westlichen Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf. Im nördlichen Teil des Grunewalds befindet sich der Teufelssee. Etwa 2,1 Hektar groß und maximal sechs Meter tief, blickt er wie ein schwarzes Auge aus dem geheimnisvollen Dickicht des Waldes. Der See – sein Name leitet sich wahrscheinlich von einem vorchristlichen Kultort an gleicher Stelle ab – ist eiszeitlichen Ursprungs. Er liegt an einer Eiszeit-Schmelzwasserrinne, der sogenannten Teufelssee- Pechsee-Barssee-Rinne. Die drei abflusslosen Seen bildeten sich durch eingelagerte Toteisbrocken, Gletschereis, das nicht mehr mit dem aktiven Gletscher verbunden war, sich deshalb nicht mehr bewegte und mit Sedimenten bedeckt wurde.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2016

Bornholms Küsten bieten Aalmuttern, Plattfischen und Meersaiten ein Refugium. Zu Lande künden Rundkirchen, Fischereihäfen und alte Festungen von einer besonderen Geschichte. Die Insel ist so reich an Natur wie an nordischer Kultur. | VON FALK UND CORNELIA WIELAND
Gudhjem gilt seit den Tagen der Bornholmer Malerkolonie als die heimliche Künstler-Hauptstadt der Insel. Zwei kleine Häfen sind das pulsierende Zentrum dieses pittoresken und doch so lebendigen Ortes.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2016

Bornholm liegt rund 135 Kilometer vom Festland Dänemarks entfernt. Bis zum schwedischen Schonen hingegen sind es nur etwa 40 Kilometer. Auf einer vierstündigen Fährenfahrt ab Saßnitz (Rügen) erreicht man die ganz besondere Ostseeinsel und taucht in eine skandinavisch gelassen anmutende Welt ein. | VON FALK UND CORNELIA WIELAND

Die Bornholmer nennen unsere gute alte MEZ „Gudhjem-Zeit“, denn der 15. Breitengrad verläuft akkurat durch Bornholms Künstlerstadt am Berge. Man legt Wert auf die Feststellung, dass in der gesamten EU allein hier die Sonne zwölf Uhr mittags am höchsten und genau im Süden steht (immerhin ist die MEZ als die mittlere Sonnenzeit auf dem 15. Breitengrad definiert). Tatsächlich gilt Bornholm zu Recht als die Sonneninsel der Ostsee, weil sich die üblichen Sommerhochdruckgebiete vergleichsweise lange über der freien See halten. Die Fläche Bornholms lässt sich als ein auf der Spitze stehendes Rechteck von 30 mal 40 Kilometern Kantenlänge beschreiben. Typisch skandinavische Steilküsten und Felsriffe gestalten den nördlichen Teil und damit die längsten Uferabschnitte der Insel. Geologisch darf man Bornholm als das südliche Ende des skandinavischen Urkontinents aus Granit und Gneis ansehen. Das Eiland bietet an seinen Küsten, aber auch in landseitigen Aufschlüssen vielfarbige Granite. Doch im südlichen Drittel der Insel brachen vor Jahrtausenden die magmatischen Gesteinsschichten einfach ab und versanken. Deshalb wurde die Südkuste nach den Eiszeiten von weichem Material überlagert. Hier gibt es lange Sandstrände wie an den norddeutschen und dänischen Küsten. Der Sand ist so ungewöhnlich fein, dass er in früheren Jahrhunderten zum Füllen von Sanduhren verwendet wurde.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2016

Nach der Begegnung mit der Höhlenschmerle Schistura spiesi (DATZ 6/2015) blieben nicht nur einige Fragen offen, sondern unser Autor verspürte auch den Wunsch, weitere Grotten zu erkunden. So besuchte er das zweite Höhlensystem in Phitsanulok, in dem ebenfalls eine blinde Schmerle lebt, Schistura deansmarti. | VON JENS KÜHNE

Das Höhlensystem Phra Sai Ngam ist etwa 20 Kilometer Luftlinie vom Wang-Daeng-System entfernt. Auch aus dieser Höhle wurde eine endemische Bachschmerle beschrieben, Schistura deansmarti. Die Namen beider Arten würdigen übrigens die Höhlenforscher und Entdecker dieser Fische, John Spies und Dean Smart. Es sollte höchst spannend sein, die Höhle Phra Sai Ngam zu erkunden. Laut Vidthayanon & Kottelat (2003) lebt S. deansmarti dort in Kolken, die von Sickerwasser gespeist werden. Das steht im Kontrast zur Lebensweise von S. spiesi, bei der es sich ja um eine rheophile Art handelt. Auch der Frage, wie diese Fische sich ernähren, wollte ich nachgehen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2016