Vor allem die Freunde Lebendgebärender Zahnkarpfen und der Hochlandkärpflinge ­kommen in diesem Land auf ihre Kosten, beherbergen seine Gewässer doch über 70 Poeciliiden- und Goodeidenarten. | von Uwe Dost

Im letzten Jahr besuchte ich mit einigen Mitgliedern meines Aquarienvereins (Nymphaea Esslingen e. V.) Wien. Dort buchten wir Führungen hinter die Kulissen im Tierpark Schönbrunn sowie im Haus des Meeres, denn beide Institutionen bergen etliche aqua(ris)tische Kostbarkeiten (DATZ 1 und 2/2018).
Im Haus des Meeres bestaunten wir eine der bemerkenswertesten Goodeiden-Kollektionen der Welt sowie einige Zahnkarpfen, etwa den Blauen Zwergschwertträger (Xiphophorus ni­grensis).
Obwohl inzwischen einige Jahre vergangen waren, weckte der Anblick der vielen Mexikaner Erinnerungen an die vielfältigen Reiseeindrücke, die Walter Kroll und ich auf einer Mexiko-Rundreise im Jahr 2000 gesammelt hatten. Damals, im Zeitalter der ana­logen Fotografie, hatten wir eine begrenzte Zahl Diafilme im Gepäck, ­weshalb ich nur selektiv Aufnahmen machte, sodass ich nicht von allen unserer Ziele Bilder besitze.

Cornwall ist ein beliebtes Reiseziel, die Grafschaft bietet mildes Klima mit tropischen Blumen und Palmen, dazu jede Menge Sehenswürdigkeiten. Die wenigsten wissen jedoch, dass es unter Wasser ebenso interessant weitergeht. Der Golfstrom schafft eine überaus spannende Welt mit prallem Leben. | von Frank Rossow

Die meisten von uns Aquarianern beschäftigen sich mit tropischen Fischen aus den fernsten Gegenden der Welt, zu Cornwall fallen uns bestenfalls die Rosamunde-Pilcher-Filme ein. Wer kommt schon auf den Gedanken, dass es in dieser englischen Grafschaft unter Wasser ebenso schöne „Gärten“ und Landschaften geben könnte wie an Land?
Im Herbst 2016 wählten wir Cornwall zum ersten Mal als Urlaubsziel. Mitte September ging es mit dem Auto (Tauchsachen, Fotoausrüstung und Hund sollten mit) per Fähre von Calais nach Dover und dann weiter nach Westen. Linksverkehr, Stau, Autobahnsperrung und Starkregen machten die Fahrt nicht gerade zu einem perfekten Einstieg in einen entspannten Urlaub. Wäre Südspanien nicht doch besser gewesen?

Buntbarsche gehören schon lange zu den beliebtesten Aquarienfischen. Einige Arten sind mittlerweile in europäischen Gewässern anzutreffen. Im ungarischen Héviz haben Rote Cichliden der Gattung Hemichromis ein Thermalgewässer besiedelt. | Von Thilo Hanold

Dass es in Europa Lebensräume gibt, in denen sich aus tro­pischen Regionen stammende Organismen dauerhaft etablieren konnten, ist seit Längerem bekannt. Diese Habitate lassen sich grob in zwei Typen unterteilen.
Die erste Kategorie umfasst solche Biotope, die es ausschließlich dem Einfluss des Menschen verdanken, dass tropische Tiere und Pflanzen sie für sich erschließen können. Dazu zählen Gewässer, deren hohe Tem­peraturen auf den Betrieb in der nä­heren Umgebung befindlicher Kraftwerksanlagen zurückzuführen sind, indem sie beispielsweise durch deren Kühlwasser gespeist werden.
In der zweiten Gruppe finden sich Lebensräume, deren Existenzbedingungen für tropische Lebensgemeinschaften weitestgehend unabhängig von menschlichem Zutun bestehen. Das sind beispielsweise Habitate, deren Wasser in Thermalquellen seinen Ursprung hat. Gewässer dieses zweiten Typs sind aus Österreich, Italien und Ungarn bekannt.
Für europäische Aquarianer sind solche Lebensräume von großem In­teresse, liegen sie doch in erreichbarer Nähe und bieten die Möglichkeit, ihre Pfleglinge einmal in einer natürlichen Umgebung zu beobachten.
In den vergangenen Jahren gab es über solche Lebensräume immer wieder einmal Neues, sei es in Form von Beiträgen in einschlägigen Internet­foren, sei es in Zeitschriften-Publikationen. Darüber hinaus wurden wissenschaftliche Studien erstellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wann immer der Gesteinsabbau Hohlformen mit steilen Felswänden zurücklässt, entstehen – je nach Grundwasserspiegel – extreme Trockenstandorte oder nährstoffarme Kleinseen. ­Einfallendes Laub und der allgemeine Nutzungsdruck verwandeln kleine Steinbruchseen bald in trübgrüne Weiher, so auch am Riesenstein. Eine engagierte Tauchschule versuchte sich in Restaurierungsmaßnahmen. | Von Falk und Cornelia Wieland

Das gesamte sächsische Elbtal gilt als eine ausgeprägte geo­logische Störungszone. Im Karbon drangen granitische Schmelzen bis zur Erdoberfläche vor und schufen den Roten Granit des Meißner Massivs. Das mittelkörnige Gestein wurde seit 1830 am Nordostrand der Stadt ­abgebaut. Insgesamt entstanden 16 kleine Steinbrüche. Manche dieser Hohlformen sind längst wieder verschwunden, doch mindestens zwei der Felskessel wurden zu Seen, und ein Steinbruch arbeitet noch immer.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxPfingsten 2016 verbrachten unser Autor und seine Frau ein paar Tage an der türkischen Riviera bei Belek, nahe Antalya. Als Aquarianer immer am Leben im und am Wasser interessiert, hatte er bereits vor Reisebeginn nach interessanten Zielen gesucht, ­Quellen, Flüsse und Seen, aber auch Schauaquarien. | von Uwe Dost

An einem Tag mit wechselhaftem Wetter fuhren wir nach ­Antalya und besuchten zuerst den beeindruckenden unteren Düden-Wasserfall (Asagi Düden Selalesi), auch Alexander-Fall genannt. Im Stadtteil Lara stürzen sich die Wassermassen des Flüsschens Düden über eine Breite von etwa 50 Metern von ­einem Kalksteinplateau 40 Meter tief ins Mittelmeer. Die riesige Travertin-Platte mitten in Antalya entstand über die Jahrtausende durch die Kalkab­lagerungen des Düden. Wahrlich ein lohnendes Ausflugsziel, insbesondere im Frühjahr, wenn der Fluss noch ordentlich Wasser führt!