Nach der Begegnung mit der Höhlenschmerle Schistura spiesi (DATZ 6/2015) blieben nicht nur einige Fragen offen, sondern unser Autor verspürte auch den Wunsch, weitere Grotten zu erkunden. So besuchte er das zweite Höhlensystem in Phitsanulok, in dem ebenfalls eine blinde Schmerle lebt, Schistura deansmarti. | VON JENS KÜHNE

Das Höhlensystem Phra Sai Ngam ist etwa 20 Kilometer Luftlinie vom Wang-Daeng-System entfernt. Auch aus dieser Höhle wurde eine endemische Bachschmerle beschrieben, Schistura deansmarti. Die Namen beider Arten würdigen übrigens die Höhlenforscher und Entdecker dieser Fische, John Spies und Dean Smart. Es sollte höchst spannend sein, die Höhle Phra Sai Ngam zu erkunden. Laut Vidthayanon & Kottelat (2003) lebt S. deansmarti dort in Kolken, die von Sickerwasser gespeist werden. Das steht im Kontrast zur Lebensweise von S. spiesi, bei der es sich ja um eine rheophile Art handelt. Auch der Frage, wie diese Fische sich ernähren, wollte ich nachgehen.

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Grottenolme, Angehörige einer Salamander-Familie, deren Wurzeln 190 Millionen Jahre zurück im Erdmittelalter (Jura) liegen, zählen zu den seltensten Tierarten Europas. | VON UWE DOST

Erstmals 1689 schriftlich erwähnt und als „Drachenbrut“ tituliert, in späteren Jahren als Souvenir an Höhlenbesucher verhökert, als exotische Speise auf Märkten feilgeboten und als Schmuggelware Auslöser diplomatischer Spannungen – könnte der Grottenolm reden, er hätte manche Anekdote zum Besten zu geben. Auf den folgenden Seiten geht es jedoch um die Biologie von Proteus anguinus.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 5/2016

Vancouver gilt in Kanada als eine der Städte mit höchster Lebensqualität. Am Pazifischen Ozean gelegen, ist es nicht verwunderlich, dass sie auch ein großes Schauaquarium zu bieten hat, dessen Bekanntheit vorwiegend in der Haltung unterschiedlichster Meeressäuger begründet ist. | VON FRANK VELTE

Das Vancouver Aquarium wurde 1956 erbaut, es ist das älteste und größte in Kanada. Meine Erwartungshaltung war groß, insbesondere auf die Meeressäuger war ich sehr gespannt. Der Rundgang durch die berühmte Institution beginnt mit der „Tropic Zone“. Hier findet man kleinere, mittelgroße und große Becken mit tropischen Süßwasserfischen, deren Besatz jeweils einem bestimmten Thema entspricht.

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Begegnungen mit Grottenolmen in Slowenien ... | VON UWE DOST

Geboren und aufgewachsen am Fuß der Schwäbischen Alb, lernte ich schon in meiner Kindheit die Karsthöhlen in der Umgebung von Esslingen am Neckar kennen und lieben. Und der Film „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1959) nach dem berühmten Roman (1864) des französischen Schriftstellers Jules Verne (1824–1905) regte meine Forscherfantasien an. Mein Jugendtraum, selbst einmal unter der Erdoberfläche in unbekanntes Terrain vorzudringen, in das kein oder kaum ein Mensch zuvor seinen Fuß gesetzt hat, und dabei seltene Höhlenbewohner anzutreffen, erfüllte sich aber erst viele Jahre später. Auf einer Mexikoreise besuchte ich 1995 eine Flusshöhle mit endemischen Krebsen und Welsen (siehe DATZ 1/2005). Und noch länger dauerte es, bis ich dem „Star“ unter den europäischen Höhlenbewohnern begegnete: dem Grottenolm (Proteus anguinus anguinus).

den vollständigen Artikel finden Sie in DATZ 4/2016

Schon früh interessierten sich Forscher für die marine Naturkunde der einzigen deutschen Hochseeinsel. Das erste Schauaquarium wurde 1902 eröffnet, jetzt gibt es ganz neue Pläne. | VON MARTINUS FESQ-MARTIN

Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erkannte man das Potenzial der Insel Helgoland für meeresbiologische Forschungen. Christian Gottfried Ehrenberg entdeckte hier 1835 zusammen mit Rudolf Wagner den Ursprung des Meeresleuchtens. Es war Noctiluca scintillans, ein Dinoflagellat, der mit bis zu 500 Mikrometern Länge für einen Einzeller relativ groß ist. Ehrenberg sah durch sein Mikroskop als einer der Ersten auch die wunderbaren Silikat-Skelette der Radiolarien und Diatomeen. Seine mikroskopischen Präparate überstanden glücklicherweise die Bombardierung Berlins im zweiten Weltkrieg und werden in der Ehrenberg-Sammlung des Museums für Naturkunde aufbewahrt.

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