Westlich von Emiliano Zapata im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas lädt das kristallklare Wasser des Miramar-Sees zum Tauchen ein. | Von Juan Miguel Artigas Azas

Vor über 20 Jahren erzählte mir Ad Konings von der „verzauberten“ Laguna Miramar im Herzen des tropischen Regenwalds von Chiapas. Der See liegt unzugänglich im Südwesten des Montes-Azules-Biosphären- Revervats im oberen Usumacinta- Einzug. Es gibt keine Straße, die zu seinen Ufern führt. Ad hatte einen Film gesehen, den deutsche Zahnärzte gedreht hatten, als sie in den 1980er-Jahren Miramar besuchten. Sie waren mit einem Flugzeug in der Umgebung gelandet, und Träger hatten ihnen geholfen, ihre Ausrüstung zum See zu bringen. Unter anderem war in dem Film das Brutpflegeverhalten des Buntbarsches Vieja pearsei zu sehen, das sich nur an wenigen Orten in der Natur beobachten lässt. Diese Geschichte blieb mir in Erinnerung, und ich hoffte, eines Tages selbst die Gelegenheit zu bekommen, den idyllischen See zu besuchen.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 4/2015

Auf die Gefahr hin, mir – wie nach dem „Fischflüsterer“ über Schlangen – vorhalten lassen zu müssen, dass ich die Gefahren von Tropenreisen verharmlose, möchte ich doch einmal etwas über die amerikanischen Panzerechsen schreiben, die zur Unterordnung der Alligatoren gehören und dort die Unterfamilie der Kaimane bilden. Wohl am häufigsten stieß ich auf den Nördlichen Brillen- oder Krokodilkaiman (Caiman crocodilus), der in Südamerika in Amazonien und im Orinoko- Einzug vorkommt, aber auch bis nach Mexiko – also nach Mittelamerika – hinauf, und höchstens drei Meter lang wird. Den Mohren- oder Schwarzen Kaiman (Melanosuchus niger), der – eher zurückgezogen – nur in bestimmten Gegenden Südamerikas lebt und Gesamtlängen von bis zu sechs Metern erreicht, sah ich dagegen kaum einmal. Schon wegen seiner geringen Größe wird der Krokodilkaiman dem Menschen normalerweise nicht gefährlich. Aber natürlich gehen meine Freunde und ich zum Fischfang oder zum Schnorcheln ins Wasser, und da weiß man nie, was einem begegnet.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 4/2015

Buckelwale, Seelöwen, Hammerhaie ... eine Foto-Exkursion in die beeindruckende Unterwasserwelt der Galápagos-Inseln. | Von Siegfried Bäsler

Bei dem Namen Charles Darwin denken wir unweigerlich an seine revolutionierende Theorie „über die Entstehung der Arten“ und an den Galápagos-Archipel. Nach wie vor gelten die Galápagos-Inseln als ein biologischer Hotspot. Dass dies auch für die Unterwasserwelt zutrifft, davon zeugt die Artenfülle, die wir – selbst in Zeiten der Überfischung und Verschmutzung der Meere – in den Gewässern dort antreffen. Attribute wie „Arche Noah im Pazifik“ oder „Musterbeispiel der Evolution“ beschreiben die Galápagos-Inseln treffend.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 3/2015

Fern von Europa kam es zu Beginn des Ersten Weltkriegs auch auf dem Tanganjikasee zu Kämpfen zwischen dem Deutschen Reich und den Alliierten England und Belgien. Aus jener Zeit stammt ein Schiffswrack, das seither zu einem ungewöhnlichen Habitat für Buntbarsche wurde. Von Heinz H. Büscher

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 2/2015

Als ich 1988 in Brasiliens Bundesstaat Mato Grosso reisen wollte, musste ich auf meinen Reisebegleiter Hans-Günther verzichten, weil er beruflich nach Kolumbien gehen sollte. Ich flog also mit Bert, mit dem ich schon in Costa Rica gewesen war, sowie Werner und Dietmar, zwei Cichliden-Fans, die noch keine Tropenreise unternommen hatten und es deshalb kaum erwarten konnten. Bert und Werner, beide aus dem Ländle, bestiegen den Flieger in Frankfurt, für Dietmar und mich ging es von Düsseldorf nach Madrid und dann weiter. Es war geplant, dass wir etwa gleichzeitig am frühen Morgen in Cuiabá landen sollten, doch der Weiterflug mit „Aerolinas Argentinas“ in Madrid hatte über 16 Stunden Verspätung, der Anschlussflug in Rio war längst weg, und so landeten wir in Cuiabá weit nach Mitternacht. Unsere Freunde schliefen schon, so trafen wir uns erst am nächsten Morgen beim Frühstück. Bert und Werner waren pünktlich angekommen und Frau W. in die Hände gefallen, einer Österreicherin, die ihre Heimat verlassen hatte und nun in Cuiabá lebte.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 2/2015