Militante Tierschützer und Tierrechtler fordern ein Verbot der Aquaristik. Auslöser für die immer weitere Abnahme der Artenvielfalt sind jedoch Umwelt- und Habitatzerstörungen. Von Wolfgang Staeck
Weiterhin gegen Süd, wo das System der braungelben Gewässer beginnt, gemeinhin schwarze Wasser (aguas negras) genannt, an den Ufern des Atabapo… genossen wir einer Ruhe, ich hätte bald gesagt eines Glückes, wie wir es gar nicht erwartet hatten.“ Dies ist ein Zitat (nach Jaspert 1979) aus Alexander von Humboldts Reisetagebüchern, der vor über 200 Jahren mit dem Boot den Orinoco bis San Fernando de Atabapo hinauf reiste und dort in den Atabapo abbog, um dann flussaufwärts über den Río Temi und die Landenge am Caño Pimichin den oberen Rio Negro zu erreichen. Er beschreibt eine erstaunliche Beobachtung, die ich dort ebenfalls machte. Während an anderen südamerikanischen Urwaldflüssen Zikaden und Frösche in der Abenddämmerung ein vielstimmiges Konzert beginnen, das auch bei Dunkelheit noch lange anhält, und die Morgendämmerung von vielen Vögeln lautstark begrüßt wird, ist es am Atabapo absolut still, weil beides fehlt.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2015

Die drei Kraterseen Xiloá, Apoyo und Masaya sowie der große Lago Cocibolca mit ihren artenreichen Buntbarschfaunen standen im Mittelpunkt des ersten Teils dieses Beitrags (DATZ 9/2015). | VON WILLEM HEIJNS (Übersetzung aus dem Englischen von Kai Stawikowski)

Nikaragua hat aber auch Flüsse, vor allem im „Hinterland“ – im Norden und an der Ostküste. Vor deren Besuch steht jedoch noch ein weiterer See auf dem Programm. Große Hoffnungen steckte ich in den Lago Asososca Managua. Dieser Kratersee dient immerhin der Wasserversorgung der Landeshauptstadt, also erwartete ich, dass er sauberer wäre als der Masaya. Nun, er war es, aber dennoch verdreckt. Ein grüner Schimmer im Wasser war nicht zu übersehen, er erschwerte das Filmen sehr. Und würde ich meine Unterwasserleuchte benutzen, dann verschwänden sicher die Fische. Aber verglichen mit anderen waren diese Problemen eher klein. Wie man sich vorstellen kann, wird die Wasserversorgung einer großen Stadt gut bewacht. Natürlich hatten wir ein Empfehlungsschreiben von der Universität, doch das wurde von der zuständigen Behörde erst einmal gründlich geprüft. Währenddessen wurden wir und unser Auto durchsucht. Sämtliches Gepäck musste ausgeladen werden, und das war viel.

> den vollständigen Artikel finden Sie in der DATZ-Ausgabe 10/2015

Das mittelamerikanische Nikaragua bietet eine grandiose Landschaft, die vor allem von den vielen Vulkanen und Kraterseen geprägt wird. Und in den Seen gibt es jede Menge endemischer Buntbarsche ... | Von Willem Heijns

Mein Interesse an Nikaragua wurde 1977 geweckt. Damals pflegte ich Buntbarsche aus Amerika und war auf der Suche nach einem „ichthyologischen Gegenstück“ zu den Großen Afrikanischen Seen (Malawi- und Tanganjikasee). Also forschte ich auf meinen Karten nach dem größten neotropischen Pendant, das Cichliden beherbergt, und fand den Lago Nicaragua (in der Sprache der Ureinwohner „Cocibolca“). Damals waren 14 Arten von Buntbarschen aus jenem Gewässer bekannt. Ich nahm mir vor, sie alle einmal in meinen Aquarien zu pflegen ...

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2015

Über Buntbarsche in der Wüste, Kärpflinge in heißem Thermalwasser und Saugbarben zwischen kahlen Bergen … | Von Uwe Dost

Für Aquarianer, die nach wasserlebenden Tieren suchen, bieten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) keine sonderlich verheißungsvollen Aussichten. Die Emirate sind zwar reich an Sand, Steinen und Erdöl, aber arm an ganzjährig bestehenden oberirdischen Gewässern (Dost 2014). Obwohl die Bedürfnisse der Familie im Vordergrund standen, konnte ich 2014 auf einer weiteren Dubai- Reise eine kleine Auszeit nehmen und auf einem Tagesausflug im Landesinneren drei Süßgewässer besuchen. Dubai Die Fläche der VAE umfasst etwa 83.600 Quadratkilometer. Abu Dhabi ist mit 67.340 Quadratkilometern – das sind etwa 80 Prozent der Fläche – mit Abstand das größte Emirat, es besitzt auch die größten Ölreserven. Dubai ist das zweitgrößte Emirat, bedeckt jedoch gerade einmal ein Areal von 3.885 Quadratkilometern. Seitdem das Erdöl reichlich fließt, wuchs dort quasi über Nacht eine glitzernde Märchenwelt aus dem Wüstensand in den Himmel. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die sonnenverbrannten Salzmarschen, Sand- und Geröllwüsten im nördlichen Teil der Arabischen Halbinsel von einer Handvoll Fischer, Perlentaucher und Nomaden be wohnt. Aus mehreren kleinen, verschlafenen Siedlungen, etwa am Dubai Creek, entstand dank der Petro- Dollars in atemberaubender Geschwindigkeit die glitzernde Millionen- Metropole Dubai City.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2015

Unterirdische Gewässer beherbergen oftmals eine eigene, stark an die lichtlose Umgebung angepasste Fauna. Etliche in Höhlen lebende Fischarten zeichnen sich durch auffallende Merkmale in ihrem Farbkleid oder in ihrer Anatomie aus. | Von Jens Kühne

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 6/2015