Cornwall ist ein beliebtes Reiseziel, die Grafschaft bietet mildes Klima mit tropischen Blumen und Palmen, dazu jede Menge Sehenswürdigkeiten. Die wenigsten wissen jedoch, dass es unter Wasser ebenso interessant weitergeht. Der Golfstrom schafft eine überaus spannende Welt mit prallem Leben. | von Frank Rossow

Die meisten von uns Aquarianern beschäftigen sich mit tropischen Fischen aus den fernsten Gegenden der Welt, zu Cornwall fallen uns bestenfalls die Rosamunde-Pilcher-Filme ein. Wer kommt schon auf den Gedanken, dass es in dieser englischen Grafschaft unter Wasser ebenso schöne „Gärten“ und Landschaften geben könnte wie an Land?
Im Herbst 2016 wählten wir Cornwall zum ersten Mal als Urlaubsziel. Mitte September ging es mit dem Auto (Tauchsachen, Fotoausrüstung und Hund sollten mit) per Fähre von Calais nach Dover und dann weiter nach Westen. Linksverkehr, Stau, Autobahnsperrung und Starkregen machten die Fahrt nicht gerade zu einem perfekten Einstieg in einen entspannten Urlaub. Wäre Südspanien nicht doch besser gewesen?

Buntbarsche gehören schon lange zu den beliebtesten Aquarienfischen. Einige Arten sind mittlerweile in europäischen Gewässern anzutreffen. Im ungarischen Héviz haben Rote Cichliden der Gattung Hemichromis ein Thermalgewässer besiedelt. | Von Thilo Hanold

Dass es in Europa Lebensräume gibt, in denen sich aus tro­pischen Regionen stammende Organismen dauerhaft etablieren konnten, ist seit Längerem bekannt. Diese Habitate lassen sich grob in zwei Typen unterteilen.
Die erste Kategorie umfasst solche Biotope, die es ausschließlich dem Einfluss des Menschen verdanken, dass tropische Tiere und Pflanzen sie für sich erschließen können. Dazu zählen Gewässer, deren hohe Tem­peraturen auf den Betrieb in der nä­heren Umgebung befindlicher Kraftwerksanlagen zurückzuführen sind, indem sie beispielsweise durch deren Kühlwasser gespeist werden.
In der zweiten Gruppe finden sich Lebensräume, deren Existenzbedingungen für tropische Lebensgemeinschaften weitestgehend unabhängig von menschlichem Zutun bestehen. Das sind beispielsweise Habitate, deren Wasser in Thermalquellen seinen Ursprung hat. Gewässer dieses zweiten Typs sind aus Österreich, Italien und Ungarn bekannt.
Für europäische Aquarianer sind solche Lebensräume von großem In­teresse, liegen sie doch in erreichbarer Nähe und bieten die Möglichkeit, ihre Pfleglinge einmal in einer natürlichen Umgebung zu beobachten.
In den vergangenen Jahren gab es über solche Lebensräume immer wieder einmal Neues, sei es in Form von Beiträgen in einschlägigen Internet­foren, sei es in Zeitschriften-Publikationen. Darüber hinaus wurden wissenschaftliche Studien erstellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wann immer der Gesteinsabbau Hohlformen mit steilen Felswänden zurücklässt, entstehen – je nach Grundwasserspiegel – extreme Trockenstandorte oder nährstoffarme Kleinseen. ­Einfallendes Laub und der allgemeine Nutzungsdruck verwandeln kleine Steinbruchseen bald in trübgrüne Weiher, so auch am Riesenstein. Eine engagierte Tauchschule versuchte sich in Restaurierungsmaßnahmen. | Von Falk und Cornelia Wieland

Das gesamte sächsische Elbtal gilt als eine ausgeprägte geo­logische Störungszone. Im Karbon drangen granitische Schmelzen bis zur Erdoberfläche vor und schufen den Roten Granit des Meißner Massivs. Das mittelkörnige Gestein wurde seit 1830 am Nordostrand der Stadt ­abgebaut. Insgesamt entstanden 16 kleine Steinbrüche. Manche dieser Hohlformen sind längst wieder verschwunden, doch mindestens zwei der Felskessel wurden zu Seen, und ein Steinbruch arbeitet noch immer.

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxPfingsten 2016 verbrachten unser Autor und seine Frau ein paar Tage an der türkischen Riviera bei Belek, nahe Antalya. Als Aquarianer immer am Leben im und am Wasser interessiert, hatte er bereits vor Reisebeginn nach interessanten Zielen gesucht, ­Quellen, Flüsse und Seen, aber auch Schauaquarien. | von Uwe Dost

An einem Tag mit wechselhaftem Wetter fuhren wir nach ­Antalya und besuchten zuerst den beeindruckenden unteren Düden-Wasserfall (Asagi Düden Selalesi), auch Alexander-Fall genannt. Im Stadtteil Lara stürzen sich die Wassermassen des Flüsschens Düden über eine Breite von etwa 50 Metern von ­einem Kalksteinplateau 40 Meter tief ins Mittelmeer. Die riesige Travertin-Platte mitten in Antalya entstand über die Jahrtausende durch die Kalkab­lagerungen des Düden. Wahrlich ein lohnendes Ausflugsziel, insbesondere im Frühjahr, wenn der Fluss noch ordentlich Wasser führt!

Unverhofft kommt oft. Oder: Manchmal wird man zu seinem Glück förmlich gezwungen. | von Rainer Stawikowski

Es ist ärgerlich. Seit Tagen gibt es kein Benzin mehr, die meisten Tankstellen auf Kreta haben geschlossen, die Tanklastfahrer der Treibstofflieferanten streiken. Die Hintergründe kennen meine Frau und ich nicht, wir wissen auch nicht, wie lange der Ausstand dauern soll.
Unser Urlaub ist fast zu Ende, einen Tag haben wir noch. Aber wir sind nicht mehr mobil, unser Sprit reicht gerade für die Rückfahrt zum Flug­hafen in Iraklion. Schon während der beiden letzten Tage sind wir sparsam damit umgegangen, haben nur klei­nere Ausflüge unternommen und die nötigen Einkäufe erledigt. Heute muss das Auto stehen bleiben.
Was also tun an diesem herrlichen Sommertag? Der Himmel ist wieder so blau wie auf den Prospekten, die für das Reiseziel Hellas werben, aqua­marin über zerklüfteten Felsen, die rötlich braun einen weißen Sandstrand vorbildlich malerisch einrahmen. Das glasklare Wasser der Ägäis lädt zum Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen ein.