Pipette XL
Vor vielen Jahren sah ich einmal den Sohn der Besitzerin eines Aquaristik-Fachgeschäfts mit überlangen Gummihandschuhen in einem Meerwasser­aquarium hantieren. Auf meine Frage, warum er das mache, hörte ich, dass er schon lange eine Allergie gegen Meerwasser habe. Das hatte ich noch nie gehört, aber er zeigte mir Stellen am Arm, die davon etwas abbekommen hatten. Und in der Tat waren die deutlich rot und entzündet. Seither habe ich nie wieder von einer solchen Allergie gehört. Anscheinend ist sie extrem selten. Und das ist gut so, denn schließlich wird in unseren Weltmeeren geschwommen, gesurft, getaucht …
Aber (nur) deswegen hat AquaMedic sicher nicht die neuen aqua gloves auf den Markt gebracht. Es gibt sie für kleinere Hände in Größe M und für große in XL. Nein, diese überlangen Handschuhe bewahren nicht nur den Aquarianer davor, bei jedem Hantieren im Aquarium nass zu werden, sie schützen auch die Bewohner des Beckens vor Verunreinigen, wie sie z. B. von eingecremten Händen herrühren können. Der Spruch: „Ein Tropfen Öl verschmutzt bis zu 1 000 Liter Wasser“ ist leider richtig und gilt natürlich auch für unsere Aquarien und deren Wasserqualität. Und da spielt es keine Rolle, ob es sich um Süß- oder Meerwasser handelt.
Und in Corona-Zeiten werden die Leute auch aufmerksamer und bewusster, wenn es sich um Krankheiten handelt, die man sich von Tieren „einfangen“ kann. Man nennt sie Zoonosen und sie können auch in Aquarien vorkommen – wenn auch selten tatsächlich etwas passiert. Häufiger aber verletzt man sich an spitzen Korallen, kommt in Kontakt mit Nesselzellen, wird wie ich häufig von Clownfischen gebissen oder holt sich ungewollt (z. B. beim Reinigen der Filterwatte) die nadelspitzen Borsten eines Polychäten, die gerne mal Entzündungen verursachen. Die Handschuhe verhindern auch dies. Nur gegen spitze Diademseeigel-Stacheln hilft das Gummimaterial nicht wirklich.
Wenn also das schnelle Überstreifen eines solchen Handschuhs, der nicht nur uns, sondern auch das Aquarienwasser vor uns schützt, so viel bewirkt, warum sollte man es sich dann nicht angewöhnen? Dafür gibt es die aqua gloves. Und da sie 75 cm lang sind, kann man auch wirklich bis zum Grund gelangen, ohne nass zu werden. Aus meiner Sicht sollte jeder Aquarianer ein Paar davon haben.

Werner Baumeister

Pipette XL
Als ich in der DATZ 9/2018 die damals neue Pipette 35 von AquaMedic vorstellte, lauteten meine letzten Sätze: „Bitte noch eine Pipette, aber diesmal etwa 50 cm lang. Das wäre mein Wunsch.“ Und tatsächlich existieren Hersteller, die zuhören. Denn jetzt gibt es diese Pipette auch in 60 cm Länge, was den Einsatz in den meisten Aquarien ermöglicht, denn die sind zum größten Teil 40–60 cm tief.
Auch die neue Pipette ist dauerhaft meerwasserfest und hat denselben blauen, ebenso dauerhaft haltbaren Balg (vermutlich aus Silikon). Zudem sind wieder zwei aufsteckbare Spitzen dabei, die beim Kauf vorne noch verschlossen sind. Ich schnitt beide unterschiedlich lang ab. So habe ich eine für flüssiges oder sehr feines Futter und eine für die gröberen Futtermittel. Damit lassen sich gerade sessile Wirbellose gezielt füttern. Jetzt kann ich also mein altes Plastikrohr mit dem notdürftig verklebten, roten und nicht seewasserfesten Gummibalg aus dem Chemiehandel endlich entsorgen.
Es sind nicht immer die großartigen Hightech-Teile, die besonders wichtig sind. Oft sind es die eher unscheinbaren, die man täglich braucht.

Werner Baumeister

Das hier vorgestellte Zubehör ließe sich, möchte man seinen Namen denn eindeutschen, am besten als Strömungs-Futterbox beschreiben. Es ist (noch) nicht im Handel zu erwerben, sondern nur direkt beim Erbauer, der es in seinem Artikel in DATZ 4/2020 kurz erwähnt hat.
In Aquarien mit stärkerer Strömung kann sich die Fütterung durchaus problematisch gestalten: Je nach Gewicht und Schwimmfähigkeit der Nahrung wird diese möglicherweise stark verwirbelt und in Beckenbereiche transportiert, in denen die Tiere sie nicht mehr erreichen.
In einigen meiner Aquarien habe ich auf einem Teil des Bodens grobe Kiesel als Laichfänger für diverse Arten eingebracht. Das dadurch entstehende Lückensystem „schluckt“ kleinere Futterbrocken recht effizient, weswegen ich in solchen Becken hauptsächlich Futtertabletten und nur selten Lebend- oder Frostfutter reiche. Ja, man kann natürlich auch die Strömung zeitweise ausschalten, aber ich fand das nie so prickelnd. Zum einen landet trotzdem noch etwas Futter unerreichbar zwischen den Kieseln, zum anderen bringt einen das um das Vergnügen, den Tieren beim Nachjagen auch des nicht lebenden Futters zuzusehen. Und ich vergesse grundsätzlich, Pumpen wieder einzuschalten (neuere haben einen Timer eingebaut, aber man hat so etwas halt nicht überall laufen) …
Der Streamfeeder wurde entworfen, um lebende und gefrorene Futtertiere auch bei starker Strömung so lange verfügbar zu halten, bis sie alle gefressen sind. Es handelt sich um ein längliches, stabiles Kästchen in handlichen Abmessungen (9 x 3,5 x 2 cm) mit Deckel, das aus Acrylglas gefertigt und mit einem unbedenklichen Spezialkleber verklebt ist. Beide Längsseiten weisen Bohrungen auf, durch die das Futter nach und nach ins Aquarium gelangt; die Bohrungen der einen Seite haben einen Durchmesser von 3 mm, die der anderen von 2 mm.
Eine Schmalseite ist zunächst offen, hier gibt man das Futter hinein. Die beiden an diese offene Seite anschließenden, 3,5 cm langen Bügel erfüllen zwei Funktionen. Sie dienen als Arretierung des mitgelieferten Deckels (mit dem die Öffnung nach Einfüllen des Futters verschlossen wird), und man fixiert mit ihrer Hilfe die Box standfest im Aquarium; dazu steckt man sie einfach in das Substrat.
Für meinen Test wählte ich ein 300-l-Becken mit Strömungspumpe (För­dermenge 2.000 l/h), das mit insgesamt etwa 50 Bärblingen und Panda-Saugbarben besetzt ist. Drei Frostfuttersorten wurden getestet: schwarze und weiße Mückenlarven sowie Tubifex. Zwischen jedem Test wurde zwei Tage nicht gefüttert, um das Appetenzverhalten zu steigern.
Das Prinzip ist simpel: ein auftauender Würfel Frostfutter gibt nach und nach Futterbrocken ab, die durch die Strömung allmählich aus der Futterbox geschwemmt werden. Der Frostfutterwürfel passt exakt hinein, die Öffnung wird mit dem Deckel verschlossen und die ganze Vorrichtung über die Bügel mit einem Handgriff im gröberen Kies fixiert.
Die Wirkung war bereits beim ersten Versuch durchschlagend und wiederholte sich – innerhalb weniger Minuten versammeln sich alle Fische an der ihnen bis dahin unbekannten Box und wissen sofort, dass (aufgrund der Strömungsrichtung) nur aus einer Längsseite Futter ausgeschwemmt wird; die andere Seite mit den Löchern bleibt völlig verwaist, obwohl das Futter hier visuell genauso gut erkannt werden kann. Ein schöner Beweis für die Orientierung über den Geruchs- und Geschmackssinn!
Während sich die Saugbarben damit begnügen, um die Box herumzulungern und sich gelegentlich an dessen Seiten heften, um das Futter regelrecht aus den Löchern herauszulutschen, sammeln sich die Bärblinge in wenigen Zentimetern Abstand davor, um immer wieder vorzustoßen oder auf austretende Futterbrocken zu warten.
Nach drei Fütterungen konnte ich tatsächlich einzelne Tiere und ihre individuellen Vorlieben unterscheiden: Aufgrund der (zunächst oft erfolglosen) Schnappbewegungen direkt vor den Öffnungen entsteht ein Sog, durch den leicht zeitverzögert zum Zuschnappen das Futter heraustreibt. Während manche Exemplare das schnell durchschauen und nach ihrer Schnappbewegung an Ort und Stelle bleiben, schwimmen andere wieder ein Stück zurück und verlieren dadurch den anvisierten Happen an ein anderes Tier. Einige kleinere Fische schnappen selber sogar nie zu, sondern lauern nur darauf, dass andere dies für sie tun, warten den entstehenden Sog ab und greifen sich dann die austretende Beute. Man merkt schnell, es gibt eben Schlaue und weniger Schlaue …
Die Futterbox ist damit nicht nur geeignet, gröberes Futter in Becken mit Strömung „sauber“ zu verabreichen, sondern auch, um seine Pfleglinge zur Kontrolle oder zum Fotografieren direkt an die Frontscheibe zu locken. Auch eigentlich auf Lebendfutter fokussierte Arten lassen sich so zum Fressen von totem Futter bewegen, wie der Erfinder bei seinen Geckoschmerlen (Homalopteroides) feststellte.
Ein Test mit anderen Nahrungsspezialisten wäre also lohnend, genauso wie die Verwendung diverser lebender Futtertiere. Vermutlich bräuchte es mehrere Lochgrößen, um alle bekanntesten Futtersorten optimal verabreichen zu können. Für die erwähnten Mückenlarven und Würmer sind die 2-mm-Löcher gut geeignet. Prinzipiell ist auch denkbar, dass größere oder dominantere Tiere einen Vorteil bei dieser gezielten Fütterungsmethode haben, da sie sich die besten Plätze sichern – da könnte man aber natürlich leicht Abhilfe schaffen, indem man einfach zwei oder mehr Streamfeeder ins Aquarium gibt. Fazit: Ein effektives und nützliches Zubehör für Aquarien mit Wasserbewegung.
von Sebastian Wolf

Kein Witz, es gibt sie wirklich: Artemia und Artemia-Zysten („Dauereier“) aus deutschen Gewässern!
Die Artemia-Farm Rein hat ihren Sitz in Eisleben. In mehreren großen Auffangbecken aus dem regionalen Kalibergbau haben sich Salinenkrebse ohne Zutun angesiedelt. Es handelt sich um die Art Artemia franciscana. Die Vermehrungsrate der Tiere ist derart hoch, dass sie in den Sommermonaten bis hinein in den Herbst gewerblich „geerntet“ werden können. In unmittelbarer Nähe werden die Salinenkrebse dann mit Süßwasser gespült und tiefgefroren. Auf Wunsch kann man sie auch als Lebendfutter erwerben. Die außerordentlich kurze Zeit zwischen Ernte und Verarbeitung gewährleistet einen hohen Nährwert der Tiere.
Werden die Tage kürzer und nimmt die Wassertemperatur ab, stellen die Salinenkrebse ihre Vermehrungsweise um. Wurden bisher lebende Jungtiere geboren, so werden nun „Dauereier“ produziert, die sogenannten Zysten. Diese „Wintereier“ schwimmen an der Wasseroberfläche und werden in den kalten Monaten abgeschöpft, mit Seewasser gespült und getrocknet. Wintereier sind erst schlupffähig, wenn sie Frost erfahren haben. Das heißt: Erst nach einer Lagerung in der Tiefkühltruhe können sie zum Schlupf gebracht werden. Bei ungünstigen Bedingungen können von den Salinenkrebsen aber auch im Sommer Dauereier gebildet werden, die dann jedoch keine Frostbedingungen benötigen, um zu schlüpfen.
Ob Sommer- oder Wintereier: Den Rein-Artemia-Zysten haften durch das Ernteverfahren noch Algensporen und Salzkristalle an, was in der Kultivierung einen Vorteil darstellt: Die frisch geschlüpften Artemia-Nauplien haben dank der Algen(sporen) bereits Erstnahrung im Ansatz und (ver)hungern nicht.
Die für den Testlauf bestellten Zysten waren mit dem Hinweis „bitte nicht einfrieren, sondern im Kühlschrank lagern“ versehen. Auf Nachfrage klärte mich Frau Rein auf, dass es sich um Sommereier handelt, aus denen die Nauplien besser schlüpfen, wenn sie keinen Frost bekommen …
Unter dem USB-Mikroskop sind gut die Salzkristalle zwischen den Artemia-Zysten erkennbar. Die getrockneten Dauereier der Salinenkrebse wirken eher „eingedellt“ als rund.
Zur Erbrütung von Salinenkrebsen verwende ich einen Liter fassende Bruttrichter der Firma Rebie. Hierin werden rund 1,5 ml Zysten (Dosierlöffel) in 500 ml Salzwasser (rund 20 g/l reines Kochsalz ohne Trennmittel und Zusätze) dosiert und grobblasig von unten belüftet. Die Inkubationstemperatur beträgt bei mir rund 23 °C, der Raum mit zwei Fenstern (Nord-Ost) wird ansonsten nicht extra beleuchtet; empfohlen werden ja generell 26 °C zur Erbrütung bei rund 2.000 Lux Lichtstärke an der Wasseroberfläche.
Nach 24 Stunden ist ein großer Teil der Nauplien geschlüpft. Stellt man die Luftzufuhr ab, sammeln sich die Nauplien und auch die restlichen Zysten unten im Bruttrichter (Sumpf). Die leeren Schalen schwimmen dagegen oben auf.
Zur Ernte lasse ich den Sumpf ab – das sind rund 10 ml. Diesen fülle ich in einem Messzylinder (es geht auch jedes andere schmale Gefäß) mit Süßwasser auf etwa 100 ml auf. Dadurch lassen sich Nauplien und Zysten besser trennen, denn Letztere sinken im Süßwasser deutlich schneller als die Nauplien. Nach wenigen Minuten sauge ich den Bereich mit den Nauplien mit einem dünnen Luftschlauch ab. Falls man empfindliche Fischlarven mit den Nauplien füttern will, können die Krebschen abgesiebt und mit Süßwasser gespült werden. Entsprechende Siebe bietet der Handel an. Ich verfüttere ungespült.
Der verbleibende Rest an ungeschlüpften Zysten wird wieder in den Ansatz zurückgeschüttet und weitere 24 Stunden belüftet. Nach 48 Stunden wird noch mal nach dem gleichen Prozedere geerntet. Das lohnt sich, denn es schlüpfen abermals viele Nauplien!
Nach 48 Stunden sind Nauplien in unterschiedlicher Größe zu erkennen. Deutlich sichtbar auch der gefüllte Darmtrakt der „Großen“. Bei den Rein-Artemia-Nauplien werden also auch 24 Stunden nach dem Schlupf noch gut genährte Nauplien geerntet und stehen als wertvolles Futter bereit!
Noch ein kurzer Vergleich zu den bisher von mir verwendeten „algova Artemia franciscana“-Zysten aus den Salzseen von Utah (algova A+ Qualität, > 280.000 Nauplien pro Gramm, Schlupfrate 90–95 %, 29,90 €/100 g): Unter identischen Bedingungen schlüpfen hier die Nauplien früher als bei den Rein-Zysten. Die gesamte Ausbeute (also nach 48 Stunden) ist in etwa gleich. Natürlich habe ich die Nauplien nicht gezählt, aber anhand des Volumens der sedimentierten Nauplien kann man das schon abschätzen. Der Anteil der ungeschlüpften Zysten war bei beiden Anbietern ähnlich gering.
Alles in allem also eine hervorragende Alternative zu den importierten Salinenkrebszysten, die Rein-Artemia-Zysten made in Germany!
von Petra Fitz

Artemiafarm & Zierfischzucht Ronny Rein
Internet: https://www.artemiafarm.de
Reins Artemia-Zysten (Artemia franciscana) aus eigener Ernte. 100 % made in Germany.

Schlupfrate bei Temperatur um 26 °C min. 90 % innerhalb von 24 h.
Unsere Artemia-Zysten sind einzigartig, da sie von Hand geerntet und mit Originalwasser aus den Seen gespült werden. Daher bleiben wichtige Mineralien, Spurenelemente und Algensporen an der Eihülle erhalten. Das führt dazu, dass den Nauplien wichtige Nährstoffe als Erstnahrung zur Verfügung stehen und die Larven noch weitere 24 h leben.
Des Weiteren sind unsere Artemia-Zysten etwas kleiner als ihre amerikanischen Verwandten und daher bestens geeignet zum Anfüttern von Filtrierern, Seepferdchen und kleinen Jungfischen.
Zum Ansetzen kann man jedes beliebige iodfreie Speisesalz verwenden. Sie sind auch zur Freilandkultivierung bestens geeignet, da sie sich an das mitteleuropäische Klima angepasst haben.
Wichtig! Unsere Artemia-Zysten zum Lagern bitte einfrieren, so bleiben sie über Jahre haltbar.
100 g Zysten: 19,50 €

Angaben von Artemiafarm & Zierfischzucht Ronny Rein

Gibt man die Begriffe „Bio“ und „Master“ in Google ein, findet man als Suchergebnis 148 Master-Studiengänge für Biologie, die in Deutschland angeboten werden. Dies kann zu verwirrenden Suchergebnissen führen – bezüglich des hier behandelten Außenfilters BioMaster Thermo 250 von Oase, den ich im Rahmen meines Projektes Aquatorium getestet habe ...
Der Filter macht schon beim Auspacken einen soliden Eindruck, der Haltegriff liegt sicher in der Hand. Ebenfalls positiv ist, dass man den Filter fast vollständig auseinanderbauen kann, dies erleichtert eine Grundreinigung. Neu für mich ist die Vorfiltereinheit, die eine schnelle, grobe Reinigung möglich macht. Der Vorfilter ist gegen Wasseraustritt am Schlauchansatz gesichert: Erst wenn die Schläuche gesperrt sind, kann er herausgenommen werden. Selbst wenn beispielsweise Kinder beide Hebel im laufenden Betrieb verstellen, tritt kein Wasser aus. Hoffentlich führt der Hersteller die Dichtungen mit Sonderform als Ersatzteile lange im Sortiment. Mit den Rückflussklappen sollte man vorsichtig umgehen, was bei anderen Filtern ebenso gilt.
Der Filter ist ausgelegt für Aquarien bis 250 l, hat einen Stromverbrauch von 15 Watt und eine Förderleistung von 900 l/h. Im Lieferumfang enthalten sind die entsprechenden Schläuche, Ansaug- und Ausströmrohr und ein Heizer. Dieser wirkt durch den dicken Heizdraht robust und mit einer Leistung von 150 Watt etwas unterdimensioniert, zumindest nach der gängigen Theorie, die von einer benötigten Leistung von einem Watt pro Liter Wasser ausgeht. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Solltemperatur mit derart ausgelegten Heizern schnell erreicht wird und der Heizer dadurch oft an und abschaltet. Dadurch kann es zum schnellen Verschleiß oder Abnutzen der Kontakte kommen. Ist die Leistung dagegen etwas geringer, dann schaltet sich der Heizstab seltener an und aus, was seine Lebensdauer erhöht. Also hat Oase auch hier die richtige Wahl getroffen, in Bezug auf das maximale Beckenvolumen. Stehen Außenfilter mit Heizer in kühleren Räumen, empfiehlt es sich, die Schläuche zu isolieren, um den Wärmeverlust zu verringern.
Vorfilter und Filterkammer sind mit Schaumstoff bestückt, in der untersten Kammer findet man ein Säckchen mit kleinen Kugeln; hier könnte man auch andere Materialien verwenden. Für die vierwöchige Testdauer habe ich ein 240-l-Aquarium gewählt, das damit fast genau der Herstellerempfehlung entspricht. Der Filter wurde leer angeschlossen, der Befüllvorgang erfolgte sauber durch einmaliges (!) Drücken des Ansaugknopfes. Die Aufrechterhaltung der eingestellten Temperatur wurde mit einem Datalogger überwacht, hier waren keine Auffälligkeiten zu beanstanden.
Im Betrieb lief der Filter leise, man hörte in unmittelbarer Nähe ein Summen, das ich nicht als laut oder störend empfunden habe. Die eigentliche Aufgabe ist aber die Filterleistung: In dem Aquarium schwammen etwa 100 Goldfische (2–4 cm lang) aus eigener Zucht, gefüttert wurde viermal täglich mit proteinreichem Futter. In der ersten Woche lief der Filter zusammen mit dem vorhandenen Außenfilter (600 l/h). Nach zwei Wochen war der BioMaster leicht verschmutz, aber nicht verstopft, während der gesamten Testzeit war das Wasser im Aquarium klar. Die Endkontrolle nach vier Wochen bestätigte das Herstellerkonzept einer langen Standzeit. Zum Vergleich: Der alte Filter war nach vier Wochen sonst immer voll mit Schlamm und die Fördermenge drastisch reduziert. Der BioMaster 250 Thermo hatte dagegen sehr wenig seiner ursprünglichen Leistung verloren, und dieser geringe Verlust lässt wohl sich im Wesentlichen auf die Biofilme in den Schläuchen und anderen Oberflächen zurückführen.
Wie bei der ersten Kontrolle war nur eine Reinigung des Vorfilters nötig – das hat überzeugt, der Filter bleibt definitiv weiter in Betrieb. Das Fazit könnte daher kurz und knapp lauten: ein zeitsparender Filter.  

Ivan Simeonov

Oase
www.oase-livingwatercom/de

BioMaster Thermo Außenfilter mit integriertem Regelheizer, geeignet für Süß- und Meerwasseraquarien bis maximal 250 l; Leistungsaufnahme 15 Watt, 900 l/h maximal; 1,3 m Wassersäule maximal; 4,4 l Filtervolumen; 240 x 240 x 370 mm (L x B x H); 3 Jahre Garantie. Unverbindliche Preisempfehlung: 166,95 € (Herstellerangaben).