margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxTom Vierus, Masterstudent am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen, hat den Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie in der Kategorie „Reportage“ gewonnen. Mit einer Bilderserie zu seiner Forschung über junge Haie in Fidschi konnte er die Jury überzeugen. Der Preis wird jährlich von dem renommierten Magazin „Bild der Wissenschaft“ ausgeschrieben. Sieben Monate lebte der Student auf der Insel Viti Levu unter anderem im Haus des Dorfvorstehers, der ihn bei seiner Forschung unterstützte. Gemeinsam mit Fischern und ausgestattet mit Netzen und Langleinen fuhr Vierus Nacht für Nacht im Boot hinaus in das von Mangroven umsäumte Delta des Ba-Flusses, um junge Haie zu fangen, mit Sendern zu versehen und winzige Gewebeproben für DNA-Analysen zu nehmen, bevor er die Tiere wieder ins Wasser entließ. Die Sender ermöglichten es ihm, jedes wiedergefangene Tier zweifelsfrei zu identifizieren. „Wir vermuten, dass das Mündungsgebiet des Ba- Flusses eine wichtige Kinderstube für Haie ist, die im jungen Alter dort Schutz vor großen Raubfischen suchen“, erklärt Tom Vierus. „Neben dem gefährdeten Schwarzspitzenriffhai (Carcharhinus limbatus) fanden wir auch zwei vom Aussterben bedrohte Hammerhai- Arten (Sphyrna lewini und S. mokarran).“ Mit seinen Forschungsergebnissen möchte er den Schutz dieses Küstengebiets zum Thema machen, denn eine australische Firma plant, im Fluss das Mineral Magnetit abzubauen, was das Ökosystem stark aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Seine Begegnungen mit Haien und seine Forschungsarbeit dokumentierte Tom Vierus in Fotoserien mit einem Blick für außergewöhnliche Perspektiven. „Haie faszinieren mich“, erklärt der Hobbyfotograf. „Sie sind perfekt angepasste Räuber, strotzen vor Muskelkraft und sind dennoch sehr elegante Tiere. Haie existieren schon seit rund 400 Millionen Jahren, also weit länger als die ersten Dinosaurier, und sie spielen eine wichtige Rolle im Ozean, da sie vor allem kranke und schwache Tiere fressen.“ Auf seiner Website www.livingdreams.tv zeigt der Student weitere seiner beeindruckenden Haibilder, die von seiner großen Bewunderung für diese Tiere zeugen. Der vielgereiste Meeresbiologe machte sein Abitur in Südafrika, wo er erste Fotografie- Erfahrungen sammelte. Nach einer Taucherausbildung auf Bali und in Ägypten sowie einem Praktikum in Florida begann er, betreut vom ZMT, seine Masterarbeit auf Fidschi. Das Einleben in fremde Kulturkreise fällt ihm nicht schwer. „Mit meiner Boots-Crew teilte ich nicht nur viele Stunden auf dem Wasser unter fantastischem Sternenhimmel, wir lebten auch gemeinsam in ihrem Fischerdorf. So bekam ich die einmalige Chance, tief in die Kultur der Fidschianer einzutauchen“, berichtet der Student. Die Preisträger werden am 19. November in einer feierlichen Veranstaltung im Bremer Haus der Wissenschaft ausgezeichnet. Die 5.000 Euro Preisgeld des Wettbewerbs sind bereits verplant: Tom Vierus möchte sie für eine neue Kameraausrüstung ausgeben. Susanne Eickhoff

Tierfreunde setzen sich zu Recht für die „artgerechte“ Haltung von Nutztieren ein, die sich an den natürlichen Bedürfnissen und angeborenen Verhaltensweisen der jeweiligen Spezies orientiert. Das gilt auch für Heimtiere, zu denen wiederum unsere Aquarienpfleglinge gehören. Dass wir sie ebenfalls „artgerecht“ unterzubringen haben, darüber sind sich alle eingefleischten Aquarianer sicher einig. Sicher sind sich auch alle Leser dieser Zeitschrift darüber im Klaren, was das für uns bedeutet. In aller Kürze kann man vielleicht sagen, dass wir unseren Aquarienbewohnern Bedingungen bieten sollten, die denen in ihrem heimatlichen Lebensraum möglichst gut entsprechen oder zumindest nahekommen. Das betrifft die Wasserchemie, eine dauerhaft gute Wasserqualität, Temperatur, Beleuchtung, die Gestaltung ihrer Umgebung mit Bodengrund, Holzwurzeln, Steinen und Pflanzen, die Wasserbewegung und vor allem den Raum, den man ihnen zur Verfügung stellt. Er sollte sich nach der Form und Größe der Fische, nicht zuletzt aber auch nach ihrem Bewegungsdrang richten. In diesem Zusammenhang kommen mir zu Nano- Aquarien, die zurzeit ja sehr in Mode sind, leise Bedenken.

Die Europäische Kommission veröffentlichte die erste Liste zur neuen EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten. Sie legt verbindlich fest, für welche Spezies die durch die Verordnung geltenden Regelungen zur Prävention und zum Management greifen. Für die 37 in der Unionsliste aufgeführten Tier- und Pflanzenarten gelten Verbote von Einfuhr, Haltung, Zucht, Transport, Erwerb, Verwendung, Tausch und Freisetzung. Tauchen dennoch Individuen in der Natur auf, sind sie umgehend zu beseitigen, oder es ist zumindest ihre weitere Ausbreitung zu verhindern.

Zwei Krebsarten aus dem Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer wurden wissenschaftlich neu beschrieben, eine der beiden wurde nach dem Frankfurter Meeresforscher und Crustaceen-Experten Michael Türkay benannt, der im September 2015 im Alter von nur 67 Jahren gestorben war.
Wissenschaftler des Senckenberg-Forschungsinstituts und Naturmuseums, an dem Türkay gelehrt hatte, bearbeiteten die Spezies, die auf zwei Expeditionen aus Tiefen zwischen 522 und 1.162 Metern aus dem Ozean geborgen worden waren, und ordneten sie der Gattung Munidopsis zu. Oliver Mengedoht

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 9/2016

Der treue Leser wird sich erinnern, dass ich mit Barbara, der Frau meines Freundes Werner, nach einer Autopanne auf der Transamazonica nach Humaita zurückgekehrt war, um Hilfe zu holen. Unsere Pannenhelfer lieferten uns bei einem kleinen Hotel ab, wo sie auch erklärten, dass wir für den nächsten Tag einen Auto-Elektriker brauchten, den der Hotelier zu besorgen versprach. Seine Frau begegnete uns eher mürrisch, denn Barbara trug Shorts, und sie gab ihr zu verstehen, das sei unziemlich. Sie solle sofort auf unser Zimmer gehen – die Dame hielt uns für ein Ehepaar – und sich zum Abendessen gefälligst etwas anziehen! Barbara bedeutete mir, nur nicht zu sagen, dass wir kein Ehepaar waren, und da sie eine lange Hose dabei hatte, bekamen wir sogar etwas zu essen. Am nächsten Morgen stand der Auto-Elektriker vor der Tur, und wir hatten nur noch das Problem, einen Taxifahrer zu überreden, uns zu unserem Pannenauto zu bringen. Auf einer rotstaubigen Erdstraße, versteht sich, was der Fahrer natürlich wusste. Sein jetzt noch außen und innen schwarzes Fahrzeug würde sich binnen kürzester Zeit in ein rotes verwandeln, und es würde gar nicht so einfach sein, die Originalfarbe wieder sichtbar zu machen! Doch mit gutem Zureden und Geld – vor allem Geld – kann man auch so etwas regeln, und schließlich waren wir unterwegs. Während wir im Wagen saßen, kamen mir Zweifel, ob es überhaupt möglich wäre, unser Auto instand zu setzen.