Die meisten DATZ-Leser werden diesen Ausdruck gar nicht kennen. In der Musiker- Szene hingegen ist er durchaus gebräuchlich. Tonkünstler (Mucker) sind überhaupt nicht begeistert, wenn im Publikum Besserwisser auftauchen. Egal, wie gut gesungen oder gespielt wird, die „Überkritischen“ finden immer ein Haar in der Suppe. Selbstverständlich haben unsere richtigen Ordnungshüter damit nichts zu tun. Gibt es eigentlich so etwas wie eine „Aquarianer- Polizei“? Auf Fischbörsen sind die Aussteller dazu verpflichtet, ihre Nachzuchten auf kleinen Schildchen zu definieren. Gefordert sind Angaben zum wissenschaftlichen Namen, zur erreichbaren Größe, zu den erforderlichen Wasserwerten und wichtige Pflegehinweise. Hier kommt die Aquarianer- Polizei schon einmal zum Einsatz: „Der wissenschaftliche Name ist nicht richtig geschrieben. Der Panzerwels heißt nicht Corydoras octocirris, sondern Corydoras octocirrus, mit ‚u‘!“ Reinhold Wawrzynski

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/2016

Seit Bram Stokers „Dracula“ lebt die Angst vor Vampiren, und spätestens seit den Dracula-Filmen weiß jedes Kind, was Vampire angeblich sind und wie man sich ihrer erwehrt. Die amerikanischen Vampirfledermäuse, deren Verbreitung von Texas bis Chile, Argentinien und Uruguay reicht, sind aber weniger bekannt. Es gibt drei Arten, von denen der Gemeine Vampir (Desmodus rotundus) der verbreitetste, bekannteste und für Säuger gefährlichste ist. Sein Körper ist nicht einmal zehn Zentimeter lang, die Flügelspannweite wird mit 35 bis 40 Zentimetern angegeben. Desmodus ernährt sich ausschließlich von Blut, wobei die Blutmenge sehr gering ist und 20 bis 30 Milliliter pro Biss beträgt. Uwe Werner

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 10/2016

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxTom Vierus, Masterstudent am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen, hat den Deutschen Preis für Wissenschaftsfotografie in der Kategorie „Reportage“ gewonnen. Mit einer Bilderserie zu seiner Forschung über junge Haie in Fidschi konnte er die Jury überzeugen. Der Preis wird jährlich von dem renommierten Magazin „Bild der Wissenschaft“ ausgeschrieben. Sieben Monate lebte der Student auf der Insel Viti Levu unter anderem im Haus des Dorfvorstehers, der ihn bei seiner Forschung unterstützte. Gemeinsam mit Fischern und ausgestattet mit Netzen und Langleinen fuhr Vierus Nacht für Nacht im Boot hinaus in das von Mangroven umsäumte Delta des Ba-Flusses, um junge Haie zu fangen, mit Sendern zu versehen und winzige Gewebeproben für DNA-Analysen zu nehmen, bevor er die Tiere wieder ins Wasser entließ. Die Sender ermöglichten es ihm, jedes wiedergefangene Tier zweifelsfrei zu identifizieren. „Wir vermuten, dass das Mündungsgebiet des Ba- Flusses eine wichtige Kinderstube für Haie ist, die im jungen Alter dort Schutz vor großen Raubfischen suchen“, erklärt Tom Vierus. „Neben dem gefährdeten Schwarzspitzenriffhai (Carcharhinus limbatus) fanden wir auch zwei vom Aussterben bedrohte Hammerhai- Arten (Sphyrna lewini und S. mokarran).“ Mit seinen Forschungsergebnissen möchte er den Schutz dieses Küstengebiets zum Thema machen, denn eine australische Firma plant, im Fluss das Mineral Magnetit abzubauen, was das Ökosystem stark aus dem Gleichgewicht bringen könnte. Seine Begegnungen mit Haien und seine Forschungsarbeit dokumentierte Tom Vierus in Fotoserien mit einem Blick für außergewöhnliche Perspektiven. „Haie faszinieren mich“, erklärt der Hobbyfotograf. „Sie sind perfekt angepasste Räuber, strotzen vor Muskelkraft und sind dennoch sehr elegante Tiere. Haie existieren schon seit rund 400 Millionen Jahren, also weit länger als die ersten Dinosaurier, und sie spielen eine wichtige Rolle im Ozean, da sie vor allem kranke und schwache Tiere fressen.“ Auf seiner Website www.livingdreams.tv zeigt der Student weitere seiner beeindruckenden Haibilder, die von seiner großen Bewunderung für diese Tiere zeugen. Der vielgereiste Meeresbiologe machte sein Abitur in Südafrika, wo er erste Fotografie- Erfahrungen sammelte. Nach einer Taucherausbildung auf Bali und in Ägypten sowie einem Praktikum in Florida begann er, betreut vom ZMT, seine Masterarbeit auf Fidschi. Das Einleben in fremde Kulturkreise fällt ihm nicht schwer. „Mit meiner Boots-Crew teilte ich nicht nur viele Stunden auf dem Wasser unter fantastischem Sternenhimmel, wir lebten auch gemeinsam in ihrem Fischerdorf. So bekam ich die einmalige Chance, tief in die Kultur der Fidschianer einzutauchen“, berichtet der Student. Die Preisträger werden am 19. November in einer feierlichen Veranstaltung im Bremer Haus der Wissenschaft ausgezeichnet. Die 5.000 Euro Preisgeld des Wettbewerbs sind bereits verplant: Tom Vierus möchte sie für eine neue Kameraausrüstung ausgeben. Susanne Eickhoff

Tierfreunde setzen sich zu Recht für die „artgerechte“ Haltung von Nutztieren ein, die sich an den natürlichen Bedürfnissen und angeborenen Verhaltensweisen der jeweiligen Spezies orientiert. Das gilt auch für Heimtiere, zu denen wiederum unsere Aquarienpfleglinge gehören. Dass wir sie ebenfalls „artgerecht“ unterzubringen haben, darüber sind sich alle eingefleischten Aquarianer sicher einig. Sicher sind sich auch alle Leser dieser Zeitschrift darüber im Klaren, was das für uns bedeutet. In aller Kürze kann man vielleicht sagen, dass wir unseren Aquarienbewohnern Bedingungen bieten sollten, die denen in ihrem heimatlichen Lebensraum möglichst gut entsprechen oder zumindest nahekommen. Das betrifft die Wasserchemie, eine dauerhaft gute Wasserqualität, Temperatur, Beleuchtung, die Gestaltung ihrer Umgebung mit Bodengrund, Holzwurzeln, Steinen und Pflanzen, die Wasserbewegung und vor allem den Raum, den man ihnen zur Verfügung stellt. Er sollte sich nach der Form und Größe der Fische, nicht zuletzt aber auch nach ihrem Bewegungsdrang richten. In diesem Zusammenhang kommen mir zu Nano- Aquarien, die zurzeit ja sehr in Mode sind, leise Bedenken.

Die Europäische Kommission veröffentlichte die erste Liste zur neuen EU-Verordnung über invasive gebietsfremde Arten. Sie legt verbindlich fest, für welche Spezies die durch die Verordnung geltenden Regelungen zur Prävention und zum Management greifen. Für die 37 in der Unionsliste aufgeführten Tier- und Pflanzenarten gelten Verbote von Einfuhr, Haltung, Zucht, Transport, Erwerb, Verwendung, Tausch und Freisetzung. Tauchen dennoch Individuen in der Natur auf, sind sie umgehend zu beseitigen, oder es ist zumindest ihre weitere Ausbreitung zu verhindern.