Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Das Bild sagt an sich schon alles. Unser Stubenpanther Lily ist nicht an den Neuzugängen interessiert. Als einziges vierbeiniges Haustier kommt Lily mit ihren fischigen Kollegen gut aus. Große, ruhige Welse werden lange gemustert, bis sie sich doch einmal bewegen. Den schaukelnden Glaswels-Schwarm (Kryptopterus minor) beobachtet sie ganz genau. Ich habe fast den Eindruck, dass sie jeden der durchsichtigen Fische persönlich kennt!
Die drei Goldfische (Carassius gibelio forma auratus) kaufte ich auf dem traditionellen Burgdorfer Pferdemarkt in der Nähe von Hannover. Dort werden kaum noch Pferde angeboten, aber dafür viele andere Haus- und Hof-Tiere, unter anderem eben auch Teichfische. Ich erstand die letzten drei kleineren Exemplare von einem Händler, der über ein ganz gutes Kaltwassersortiment verfügte.
Immerhin hatte ich seit meiner frühen Schulzeit keine Goldfische mehr gepflegt. Dabei waren sie damals ­meine ersten Fische, und sie ­übten eine derart große Anziehung auf mich aus, dass ich mein Leben lang Aqua­rianer blieb.
Meine Frau verhielt sich zunächst neutral und murmelte gleichwohl etwas von „Sehnsucht nach alten Zeiten“. Wir hatten dann aber beide unseren Spaß an den fünf Zentimeter langen Karpfenfischen. Sie kamen vor­übergehend in ein einge­richtetes 54-Liter-Quarantäne-Becken (mit Filterung) auf die Terrasse. Zuvor hatte ich nur Wasserpflanzen und Schnecken darin gehalten. Direkt daneben steht ein Tisch mit zwei Stühlen. Mein Sitz ist meistens von Lily ­belegt, sie macht dort gern ihren Schönheitsschlaf.
Natürlich sollen die Fische einmal ein größeres Aquarium bekommen. In meiner Garage lagern diverse ausrangierte Becken. Wir werden wieder ein richtig schönes Kaltwasserbecken einrichten, wie in alten Zeiten! Lily wird dann staunen, wenn sie sieht, dass Gold­fische gar nicht so langweilig sind …
Reinhold Wawrzynski

Im Juli-Heft 2016 stellte ich mein 450-Liter-Aquarium vor, das neben fünf Diskusbuntbarschen einige Wildfang-Skalare und L-Welse beherbergte. Etwa vor einem Jahr starb ein Großteil des Besatzes nach einem Ausfall der Belüftungspumpen. Ein Diskusbuntbarsch sowie einige L-Welse überlebten das Malheur.
Da ich nun schon seit über zehn Jahren Diskusfische pflege, sollten diese Cichliden unbedingt auch zum neuen Besatz gehören. Ich wollte mein Aquarium mit einer Gruppe von zwölf Tieren besetzen, um Streitereiten zu vermeiden und zugleich ihren Futterneid zu steigern.
Leider war mein Becken mit einer Innenfiltertechnik bestückt, die schon seinem vorherigen Fischbesatz nicht ganz gerecht wurde und ­umfangreiche wöchentliche Wasserwechsel notwendig machte. Für den Neuanfang sollte die Technik besser auf den Besatz abgestimmt sein, eine konstant gute Wasserqualität gewährleisten und die Häufigkeit der Wasserwechsel verringern.
So entschied ich mich für einen Außenfilter („Eheim 2080 Professionel 3“ für Aquarien bis 1.200 Liter Inhalt). Er verfügt über ein Fassungsvermögen von zwölf Litern sowie zwei Ansaugstutzen und einen Ausströmer. Er beherbergt drei Filterkörbe, die nacheinander mit groben Filtermatten, Keramikringen, Biobällen und Filterwatte bestückt sind. Die Durchflussrate ist regulierbar. Ein Heizstab schafft dauerhafte 30 °C und ist vor dem Filterauslauf installiert.
Außerdem garantieren zwei unabhängig voneinander betriebene Luftpumpen über Ausströmersteine zu­sätzlichen Sauerstoffeintrag. Eine kleine Strömungspumpe hält den Boden frei von Mulm und bewirkt, dass er vollständig von den beiden Filter-Ansaugstutzen aufgenommen wird.
Zwei Leuchtstoffröhren lassen die Fische in leuch­tenden Farben erstrahlen und sorgen für zufrie­den­stellendes Pflanzenwachstum.
Früher diente Quarzsand (Körnung 0,6 bis 0,9 Milli­meter) als Bodengrund, der durch seine feine Struktur jedoch den Wurzeln der Pflanzen keinen Halt bot und infolge von eingesickerten Futterresten bald zu faulen begann, was das Wasser belastete. Er wich nun einem Sand der Körnung 1,2 bis 1,6 Millimeter sowie einer dünnen Schicht Zeolith im hin­teren Teil der Aquariums, die als zusätzlicher Filter und dem Schadstoffabbau dient.
Da ich jetzt nicht mehr nur auf „Aufsitzer-Pflanzen“ zurückgreifen musste, setzte ich vor den Filterauslauf und in den Hintergrund große Vallisnerien, die schnell einen dichten Wald bildeten. Hinzu kamen Javafarn, Anubias, Tigerlotus und Schwertpflanzen.
Zur Gestaltung verwendete ich einige massive Moorkienwurzeln auf dem Boden und zwei Mangrovenwurzeln mit schönen Ver­ästelungen, die ich mit den Stützen für die Beleuchtung verschraubte.
Als Besatz wählte ich zwölf Diskusfische: von der Firma Stendker vier „Rot-“, und drei „Brillanttürkis“, zwei „Santarém“, je einen „Snakeskin Rot“ und „Blau“ sowie einen „Kobalt“ aus meinem alten Besatz.
Dazu gesellte ich zwei Skalar-Paare, jeweils einen kleinen Schwarm Kirschflecksalmler und Marmor-Beilbäuche, zwei Nadel- und Goldbartwelse, einen L 46 und zwei L 333. Panzerwelse sind mit Corydoras ambiacus (acht) und C. sodalis vertreten (zwölf Exemplare). Zwei Schwielenwelse und zwei Maronibuntbarsch-Paare vervollständigen den Besatz.
Eigentlich dürften es ja ein paar Fische weniger sein, aber ich kann mich so schlecht von manchen Tieren trennen …
Jede Woche nehme ich ­einen 30-prozentigen Wasserwechsel vor. Außerdem salze ich das Wasser mit ­Diskus-Mineralsalz auf, was das Wohlbefinden der Tiere sichtlich fördert.
Dreimal täglich biete ich meinen Fischen mehrere Frostfuttersorten: weiße und schwarze Mückenlarven, Artemia, Daphnien, Cyclops und Krill. Außerdem verabreiche ich verschiedene Granulate und Flocken.
Janis Schröder

Leider hat sich in die Bild­unterschrift auf Seite 8 oben ein kleiner Fehler eingeschlichen: Es handelt sich nicht um einen Vertreter der Gattung Stichopus, sondern um ein Exemplar der Art Holothuria fuscopunctata.
Susanne Eickhoff

Da Frank Rossow mich in seinem Beitrag „Coral Garden – Landtauchgänge in der Gassous Bay“ zitiert, nehme ich zu einigen seiner Ausführungen kurz Stellung.
Nicht jeder gefleckte Aal, der in jener Bucht gesichtet wird, muss ein Vertreter der Art Uropterygius polyspilus sein (siehe meinen Artikel in DATZ 4/2018). Der von ­Rossow abgebildete Fisch ist deutlich als Gefleckter Schlangenaal (Myrichthys maculosus) zu erkennen; vergleiche die durchgehende Rückenflosse, die etwa gleich großen dunklen Körperflecke und den hellen Kopf mit ein paar weiteren großen Flecken. Bei U. polyspilus ist der Kopf dicht mit kleinen dunklen Tüpfeln übersät.
Bei dieser Gelegenheit: Der auf Seite 77 abgebildete Fisch ist ein Sekundärmännchen von Scarus fuscopur­pureus (S. cf. caudofasciatus gibt es im Roten Meer nicht), und bei dem Fisch auf Seite 81 handelt es sich um ein ­Exemplar von Arothron his­pidus.
Für langjährige DATZ-­Leser schließlich noch ein Hinweis: In Heft 4/2010 berichtete ich ebenfalls über die Gassous Bay („Die Bucht der Fressgemeinschaften“). Damals war die Bucht noch von einem durchgehenden üppigen Seegrasbewuchs bedeckt, auch dort, wo heute die künstlichen Riffe im Sand stehen. Damals fanden sich die Fische zu unglaublich vielen Fressgemeinschaften zusammen, auch mit M. maculosus.
Horst Moosleitner

In DATZ 9/2018 erschienen im Rahmen des Titelthemas („Südamerikanische Salmler“) gleich mehrere Artikel von uns, und in der Rubrik „Neu beschrieben“ berichteten wir über Hyphessobrycon piranga, eine hübsche kleine Art, die bereits vor der kürzlich erfolgten wissenschaft­lichen Beschreibung in der Aquaristik angekommen war. Hier ein kleiner Nachtrag zur Illustration der Geschlechtsunterschiede bei H. piranga und den anderen in unserem Beitrag erwähnten Spezies.
Grundsätzlich sind geschlechtsspezifische Farbunterschiede bei vielen kleiner bleibenden Salmlern nicht sonderlich deutlich ausgeprägt. Uns bekannte Ausnahmen sind – neben H. piranga – etwa die hier abgebildeten Arten Hyphessobrycon robustulus (ursprünglich und auch weiterhin immer wieder als H. sp. Pandurini“ gehandelt) sowie eine von uns (2017) als Hemigrammus sp. „Green Line“ vorgestellte Art. Differenzen in der Beflossung hingegen sind häufig (Männchen mit längeren Flossen, insbesondere die Rücken- und die Afterflosse sind oft verändert).
Der ausgeprägte Sexualdichromatismus bei H. pi­ranga ist auch in der Beschreibung ausdrücklich erwähnt und mit Bildern do­kumentiert. Männchen besitzen rote Flossen und zeigen eine – je nach Stimmung – sehr intensive Rotfärbung auf dem Körper, Weibchen werden als komplett gelb geschildert. Die von uns gepflegten weib­lichen Tiere – sowohl Wildfänge als auch Nachzuchten – sind blasser als die männlichen, bleiben aber nicht vollständig gelb, sondern färben sich in laichreifem ­Alter orangefarben oder blass rot.
Das ist bei H. robustulus anders, hier bleibt die Gelbfärbung der Weibchen immer erhalten. Daher waren wir zuerst etwas unsicher, ob es sich bei den von uns gepflegten Fischen tatsächlich um H. piranga handelt. Also nahmen wir Kontakt mit einer der Beschreiberinnen (P. Camelier) auf. Sie hält die hier abgebildeten Tiere definitiv für H. piranga, weshalb wir sie auch so bezeichnen. Möglicherweise variiert die Farbgebung der Tiere fundortabhängig?
Obwohl uns die Nachzucht mehrfach gelang und es sich um eine wunder­schöne, klein bleibende und friedliche Art handelt, bleibt abzuwarten, ob sie sich ­dauerhaft in der Aquaristik durchsetzen wird.

Peter und Martin Hoffmann