Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Durch eine Unachtsamkeit seitens der Redaktion wurde einer der an der vorgestellten Studie beteiligten Wissenschaftler als Autor des Beitrags „Tropische Korallen spiegeln die Ozeanversauerung wider“ genannt. Den Magazin-Artikels hat jedoch Susanne Eickhoff (ZMT) verfasst.
Außerdem wurde es versäumt, den Bildautor zu nennen: Braddock K. Linsley.
Redaktion

In seinem Artikel über Polycentrus und Polycentropsis erwähnt Uwe Werner unter anderem, dass laut Literatur und nach seiner Vermutung der Vielstachler Polycentrus schomburgkii in den Guyana-Ländern auch in Brackwasser vorkommt. Das kann ich voll und ganz bestätigen.
Im Februar 2017 war ich von Johan Chevalier, dem damaligen Leiter des Réser­-ve Naturelle Nationale de l’Amana, einem großen Schutzgebiet im Nordwesten Französisch-Guayanas, eingeladen, zehn Tage im Gästehaus seiner Einrichtung zu wohnen, um dabei zu helfen, die Süß- und Brackwasser­fische sowie die Garnelen des Reservats zu kartieren. Das ermöglichte es mir, in Ecken zu gelangen, die sonst nur den Park-Rangern – und Wilderern – zugänglich sind.
Besonders beeindruckte mich ein viele Quadratkilometer großer, von der Küste abgeschnittener Mangrovensumpf namens Savane Cercelle in der Nähe von Mana.
Die Savane Cercelle hat seit vielen Jahren keinen direkten Kontakt mit dem Meer, nur bei Sturmfluten soll ein Eintrag frischen Meerwassers möglich sein. Dementsprechend ist auch fast kein Einfluss der Gezeiten festzustellen.
Zwei Ranger durfte ich bei ihrer Patrouille im Kanu begleiten, um auch in den abgelegenen Teilen des Sumpfes zu fischen. Nach etwa 90 Minuten Paddeln erreichten wir das Zentrum des Gebiets.
Hier erwies sich das Fischen zwischen und unter den Wurzeln der Mangrovenbäume als am ergiebigsten. Erwartungsgemäß gingen jungen Tarpone (Megalops atlanticus), Lebendgebärende (Poecilia viviparae, Micropoecilia parae, M. picta) und Eierlegende Zahnkarpfen (Kryptolebias marmoratus) sowie Grundeln (Eleotris amblyopsis, Dormitator lopho­cephalus) ins Netz.
Aber auch zwei Arten, die man gemeinhin als Süßwasserfische betrachtet, konnte ich in großen Stückzahlen nachweisen. Zum einen war das der Killifisch Anableps­oides (Rivulus) lungi, zum anderen eben P. schomburgkii. Vor allem die Vielstach­-ler kamen in einer unglaub­lichen Dichte vor und machten insgesamt knapp ein Viertel der gefangenen Fische aus.
Den Salzgehalt ermittelte ich mittels Refraktometer. Er betrug 1,2 Prozent, also knapp ein Drittel von dem des Meerwassers.
Während meines Aufenthaltes regnete es jeden Tag mehr als reichlich, der Fe­bruar gehört in Französisch-Guayana zur Regenzeit. Man darf also annehmen, dass während der Trockenzeit die Salinität in der Savane Cercelle noch beträchtlich ansteigt.
Oliver Helker

Wie das Foto zeigt, sind manche Harnischwelse (Ancistrus sp.) wahre Künstler unter den Aquarienfischen. Wie ein kleiner Bildhauer nagte mein Wels aus Zucchini-Scheiben die weichen Teile so kunstvoll heraus, dass nur noch die Schale in Form eines Rings übrig blieb. Das war aber keinesfalls ein ­Zufallsprodukt, sondern es wiederholte sich mehrere Male.
Andere Antennenwelse zeigten sich bei mir bisher weniger künstlerisch begabt.
Wolfgang Sieder

Seit vielen Jahren beziehe ich die DATZ und freue mich auf jedes neue Heft.
Zurzeit betreibe ich fünf Süßwasserbecken (300, 120, 100, 45 und 15 Liter Inhalt). Seit meinem siebten Lebensjahr habe ich Aquarien, im Krieg mit einheimischen Fischen besetzt. Mein erstes Warmwasserbecken war ein 60-­Liter-Gestellbassin mit Makropoden und Guppys.
Nach einigen Jahren Pause (Studium, Kinder, Praxisgründung) kamen wieder Fische ins Haus, seit 1960 ohne Unterbrechung.
Die Berichte im Juni-Heft haben mich dazu angeregt, einen kleinen Beitrag zum Titelthema beizusteuern. Im Jahr 2006 qualifizierte sich einer meiner Söhne für die Ironman-WM in Hawaii, womit ein großer Wunsch zu seinem 50. Geburtstag in ­Erfüllung ging. Das geschah nur zehn Monate nach dem Tod meines Mannes, ich war damals ziemlich fertig. Hawaii erwies sich als die beste Therapie, um aus dem Tief wieder herauszukommen.
Nach 14 Tagen Big Island gönnten wir uns noch eine Woche Urlaub in Waimanalo auf Oahu. Dort stand natürlich der Besuch des Sealife-Parks an erster Stelle. Er nimmt ein Areal von 0,25 Quadratkilometern ein und bietet seinen Besuchern riesige Aquarien mit über 4.000 Arten von Meerestieren, darunter Mönchsrobben und Delfine (mit Vorführungen), in einem großen Zylinder-Becken Stachelrochen und viele tropische Fische. Im „Rochen-Ballett“ füttert eine Taucherin die Knorpelfische.
Die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) wird hier nachgezüchtet, und die Jungtiere werden mit einer Länge von 30 Zentimetern freigelassen. Ich fragte mich: Wohin werden sie wohl Jahre später zur Eiablage schwimmen? Die Antwort bekam ich im Haus des Meeres in Wien: Sie folgen ihren wilden Artgenossen zu deren Ablagestränden.
Insgesamt hat mir die Anlage in Waimanalo gut gefallen, sie ist sehenswert, wenn auch „typisch amerikanisch“ (der Eintrittspreis beträgt 32 US-Dollar).
Im Lauf der Jahre habe ich etliche Zoos und Aquarien besucht: Stuttgart, Monaco und Teneriffa 2017, Triest 2018, Genua 2019 und natürlich das Haus der Natur in Salzburg, in Wien Schönbrunn und das Haus des Meeres. Einige Einrichtungen waren enttäuschend (Triest und Genua), von anderen war ich begeistert ­(Monaco, Wilhelma, Haus des Meeres).
Unser Grundstück (7.000 Quadratmeter) in Burmoos nördlich von Salzburg ist ein Moorgrund, hinter dem Haus befindet sich ein 300 Qua­dratmeter großer ausgebaggerter Torfstich mit Ringelnattern und vielen Fröschen – herrlich zum Schwimmen!
An den Ufern stehen präch­tige Rhododendren, eine Wildblumenwiese, einheimische Stauden und Gehölze schließen sich an. Alles gedeiht ohne Dünger und Spritzmittel.
Für mich ist das ein Pa­radies, und ich hoffe, es noch einige Jahre genießen zu können – mit 89 keine Selbstverständlichkeit. Ich bin dankbar für jeden neuen Tag!

Hilde Olbrich

Sehr geehrte Redaktion,
vor einiger Zeit kaufte ich in einem großen Garten- und Zoomarkt eine Tüte getrockneter Wasserflöhe, die von meinen Fischen auch gleich angenommen wurden. Was mich beim Füttern aber wunderte: Einige Partikel sanken schnell zu Boden, wie Steine.
Nach einiger Zeit wimmelte es an den Aquarienscheiben von Schnecken. Sie waren nicht größer als zwei Millimeter und ließen sich bei der kleinsten Berührung oder Störung sofort fallen.
Darauf schrieb ich die ­Firma an und äußerte die ­Vermutung, dass die Tüte mit den „naturgetrockneten“ Flöhen auch Schnecken enthalten haben musste, die sich wohl – wie viele Gastropoden – eingekapselt hatten, um die Trockenphase zu überleben. Zur Antwort bekam ich die Auskunft, dass man sich bei dem betreffenden Lieferanten erkundigt habe, der in seinem Lagerbestand jedoch keine Auffälligkeiten festgestellt hätte.
Gibt es Leser, die Ähnliches erlebt oder von solchen Erlebnissen gehört haben? Um welche Schnecken handelt es sich? In Deutschland kommen sie wohl nicht vor?

Heinz Nickel