Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

... nur die Wände sind feucht.“ Blaubarsche lieben nichts so sehr wie ihre Unterkunft. Die in weiten Teilen Nordindiens heimischen Tiere sind bekannt für eine ganz besondere Marotte: Sie sind Meister im Versteckspiel. In der Natur mag das eine sinnvolle Eigenschaft sein, um sich vor gierigen Räubern zu schützen oder um der begehrten Leibspeise aufzulauern. Im Aquarium kann dieses Verhalten aber sehr peinlich enden – zumindest für den Aquarianer.
So erging es mir vor Kurzem, als ich mit Begeisterung einem Bekannten von diesen hübschen, interessanten und seltenen Fischen vorschwärmte. Als nach etwa einer halben Stunde noch nicht mal die Schwanzspitze eines Tieres zu sehen war, hatte ich durchaus Verständnis für die Frage, ob ich die Fische überhaupt schon in das Aquarium eingesetzt hätte. Wahre Fischliebhaber lassen solche Spitzen gerne über sich ergehen, denn sie wissen ja, dass sich in dem scheinbar unbewohnten Aquarium echte Schönheiten verbergen.
Hier zeigen sich junge Rotpunkt-Blaubarsche (Badis tuivaiei) ausnahmsweise als Gruppe der Öffentlichkeit. Das wundert aber kaum, denn die verlockende Höhle hatte ich erst kurz zuvor ins Aquarium gelegt. Wenig später war die Foto-Session auch schon wieder vorbei und von den hübschen Indern keine Spur mehr zu sehen.
Roland Schreiber

Sehr geehrter Herr Wolf,
Als langjährige Leserin der DATZ freue ich mich, dass die Zeitschrift weiter erscheint. Ich bin auf die nächsten Hefte gespannt. Den Blick über den Tellerrand finde ich gut und wichtig.
Das Titelthema der Januar-Ausgabe über Zierschnecken hatten wir so noch nicht. Vor einigen Jahren habe ich selber Tylomelania sp. „Orange“ gepflegt. Es hat einige Male Nachwuchs gegeben. Ich mag die Schneckenart, erstaunlich sind Vielfalt und Farbenpracht der Gattung. An Ihrem Artikel gefällt mir, dass die einzelnen Arten kurz vorgestellt werden und Fotos dazu vorhanden sind.
Ihnen wünsche ich ein gutes Gelingen für die DATZ.
Herzliche Grüße, Elfriede Ehlers

Sehr geehrter Herr Wolf, in seinem Artikel „Gesucht und gefunden - Schmerlen in Äthiopien“ schreibt der Verfasser: „Es besteht die Chance, dass [...] die Bilder die Abessinische Bachschmerle erstmalig lebend zeigen“ (S. 41). Aber im Mergus Aquarien Atlas Band 4 (1995), S. 145 und 146, befinden sich zwei Fotos von lebenden Nemacheilus abyssinicus (Mänchen und Weibchen), mit der Angabe: „Das Foto stammt aus dem Aquarium Moskau“. Freilich ist die Bemerkung: „Vorkommen: China“ falsch.   
Mit freundlichen Grüßen, Eliseo G. Lescún

Sehr geehrter Herr Stawikowski, mir ist aufgefallen, dass das Foto auf Seite 25 nicht die Schlangenhalsschildkröte Hydromedusa tectifera zeigt, sondern die Froschkopfschildkröte Phrynops hilarii, die in Argentinien sehr verbreitet ist.
Ich lese seit 30 Jahren die DATZ mit großem Interesse und freue mich auf jedes Heft.
Ihnen wünsche ich für die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit.
Mit freundlichem Gruß,
Ralf Schwandt

Hallo Herr Stawikowski, herzlichen Glückwunsch zum Renteneintritt! Ich denke, Sie werden in Ihrem Ruhestand weiter aktiv sein. Es gibt in Ihrem Umfeld in der Natur sicherlich noch einiges zu tun.
Ebenso hat mich gefreut zu lesen, dass die DATZ weitergeführt und dass das „T“ im Namen wieder aktiviert wird. Trotz diverser anderer Terrarienzeitschriften, die auch im Natur und Tier - Verlag erscheinen, fehlte etwas. Ich besitze die DATZ-Ausgaben ab 1950 und lese heute immer noch gerne in den alten terraristischen Berichten.
In Ihrer „letzten“ DATZ ist ein kleiner Lapsus aufgetreten: Die auf Seite 25 dargestellte Schildkröte ist keine Hydromedusa tectifera, sondern Phrynops hilarii. Nicht nur damals war die Hydromedusa ein teurer Import, sondern auch heute noch gehört sie zu den seltener gehaltenen südamerikanischen Halswendern, während P. hilarii öfter und preisgünstiger zu bekommen ist. Leider gehört sie zu den Arten, die sehr groß werden kön­nen, denn sie erreicht bis zu 40 cm Panzerlänge. Wenn man die Tiere im Krefelder Zoo im Palmenhaus sieht, weiß man dann auch, wo die zu groß geratenen Spontankäufe landen. Ich selber halte ein Pärchen der Art in einem extra für sie gebauten Aquarium mit unterschwimm­barem Landteil in meinem Treibhaus. Sie gehören zu meinen „Lieblingswasserplantschern“.
Mit schildkröterischen und schuppigen Grüßen wünsche ich alles Gute für die weitere Zukunft,
Martin Leonard Voss

Das hier abgebildete Foto von einem „Frosch-Wrestling“ gelang mir am Teich für meine Gewöhnlichen Moschusschildkröten (Sternotherus odoratus). Es zeigt zwei Teichfrosch-Männ­chen (Pelophylax kl. esculentus), die sich über eine Stunde lang bekämpften, indem sie versuchten, sich gegenseitig über die Schulter zu werfen.
Der Teich liegt fast den ganzen Tag in der Sonne, das Wasser ist im Sommer dementsprechend warm. Dadurch ist er zu einem richtigen Hotspot für Frösche in der Umgebung geworden. Zeitweise sind rund 15 quakende Froschmännchen zugegen, und offenbar finden sich alle verfügbaren Weibchen zum Laichen hier ein. Trotz der Schildkröten kommen viele Kaulquappen bis zur Metamorphose durch.    
Jürgen Heßler