Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxDer Anblick dieser Beheizung eines Verkaufsaquariums auf einer Fischbörse 2016 in Deutschland sorgte für Staunen. Nicht nur, dass ein Tauchsieder keine Temperaturregelung ermöglicht, er lag auch noch vollkommen ungeschützt direkt auf der Bodenscheibe des Beckens! Das Ganze spielte sich kurz vor Ende der Veranstaltung ab, als kein Amtsveterinär mehr zu erwarten war. Liebe Börsenausrichter, bitte kontrollieren Sie Ihre „Events“ doch bis zum bitteren Ende! Dietrich Rössel

Den Artikel über „exotische“ Futtertiere aus heimischen Gefilden finde ich sehr interessant und hilfreich. Allerdings ist dem Autor ein Versehen unterlaufen, das meines Erachtens einer Korrektur bedarf. Er schreibt: „Die Larven des Rosenkäfers findet man oft beim Umgraben von Komposthaufen.“ Damit kann nur der in Deutschland vorkommende Goldglänzende Rosenkäfer (Centonia aurata), auch Gemeiner Rosenkäfer genannt, gemeint sein. Die Art ist laut Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, „sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören“ (§44 Abs.1 BNatSchG). Generell halte ich es für geboten, keine großen Käferlarven aus Komposthaufen zu entnehmen, denn auch die Larven des Nashornkäfers (Oryctes nasicornis), der ebenfalls unter besonderem Schutz steht, sind dort mitunter zu finden. Ulf Wittich

Selbstverständlich hat Ulf Wittich bezüglich der Rosenkäferarten Recht. Die jeweiligen Gesetze und Verordnungen des Naturschutzes (hier: Bundesartenschutzverordnung) sind natürlich einzuhalten. Das gilt im Übrigen aber nicht nur für den „Fang, die Entnahme oder das Töten/ Verletzen“ der Tiere, sondern auch für deren Hälterung, Pflege und Kultur, da diese Spezies (Rosenkäfer und ihre Larven) regelmäßig von manchen Händlern als Lebendfutter (für Reptilien) angeboten werden, das man zwischenlagern muss. Auch die Kultur der Centonia- Arten (Rosenkäfer) ist übrigens möglich (wenn auch schwierig), womit die Regelungen betreffend der „Entnahme aus der Natur“ hinfällig wären. Meine Ausführungen waren auch eher als Anregung für Aquarianer hinsichtlich „möglicher Futterarten“ gedacht, denn sicher nicht jede aus einem Komposthaufen entnommene Tierart unterliegt dem Bundesartenschutzgesetz. Aus meiner Sicht würde die umfassende Aufzählung aller zu beachtenden Vorschriften den Rahmen eines solchen Artikels sprengen und ihm eher den Charakter eines Beipackzettels verleihen als der fachlichen Information zu dienen. Auch wenn dem Leser einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift grundsätzlich unterstellt werden kann, ein solches Fachwissen zu besitzen und sich seiner Verantwortung gegenüber der Natur bewusst zu sein, hätte ein diesbezüglicher Hinweis von meiner Seite jedes Missverständnis sicher vermieden. Roland Schreiber

Uwe Werner hat vollkommen Recht, wie ich finde. Eine Ginkgo-Medikation gegen den teilweisen Verlust des Kurzzeitgedächtnisses ist übertrieben. Überdies denke ich nicht, dass bei ihm eine hirnorganisch bedingte geistige Leistungseinbuße vorliegt. Vielmehr sehe ich das „Vergessen“ des Fischflüsterers als ein Problem der verschiedenen Wohnungsebenen an. In der ersten Etage oder im Erdgeschoss wusste er ja noch, was er im Keller erledigen wollte. Erst im unteren Stockwerk war es weg ... Dasselbe Phänomen tritt auch bei mir auf („Was, zum Teufel, wollte ich bloß da unten?“), und kürzlich sprach ich meinen alten Hausarzt darauf an. Er sagte nur: „Diese Schwierigkeit kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich gehe einfach nicht mehr in den Keller ...“ Reinhold Wawrzynski

Anmerkung der Redaktion: Ich kann es mir nicht verkneifen, mich hier ebenfalls zu „outen“, ergeht es doch auch mir oft so: Da stehe ich im Keller und frage mich: „Was wolltest Du eigentlich heraufholen?“ Nun, wenn es mir partout nicht einfallen will, greife ich mir irgendetwas, trage es nach oben und habe dann wenigstens das Gefühl, nicht umsonst hinuntergestiegen zu sein. Das ist so eine Art „Ersatz- Erfolgserlebnis“. Rainer Stawikowski

Lebendfutter ist auch heute noch kaum durch künstlich hergestelltes Futter zu ersetzen. Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Fette, Eiweißverbindungen, Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe sowie die für den Stoffwechsel unverzichtbaren Enzyme sind in selbst kultivierten oder in der Natur vorkommenden Futtertieren meist reichlich vorhanden. Eine abwechslungsreiche und nicht zu einseiti- ge Verabreichung vorausgesetzt, ist Lebendfutter oft eine Voraussetzung für vitale, farbenprächtige, vermehrungsfreudige und vor allem für gesunde Aquarienfische. Ein wichtiger Punkt wird aber oft vergessen: die Größe des Futters. Während bei Fischlarven die Regel gilt: „Futtergröße = Augendurchmesser“, bewältigen adulte Tiere häufig auch wesentlich größere Brocken. Südamerikanische Blattfische beispielsweise verschlingen Beutetiere bis zur Hälfte der eigenen Körperlänge. Der in Nordost-Indien und Bangladesch lebende Spitzkopfgurami (Ctenops nobilis) ist ebenfalls ein Stoßräuber, der mühelos große Asseln oder Bachflohkrebse erbeutet. Für den winzigen Wasserfloh hatte das hier abgebildete prächtige Männchen anfangs nur einen mitleidvollen Blick übrig. Nach längerem Betrachten wurde die Nachspeise aber doch akzeptiert. Roland Schreiber

Besucher, die in unserem Garten zum ersten Mal am Teich stehen, stellen unweigerlich die Frage: „Sind da Fische drin?“ Und auf unser „Nein“ folgt gewöhnlich das Argument, dass bei der Größe und Tiefe doch Kois oder wenigstens einige Goldfische ausreichend Platz hätten. Ja, genügend groß ist der Teich mit seiner Fläche von 20 Quadratmetern und Tiefe von durchschnittlich einem Meter. An drei Seiten haben wir eine 40 Zentimeter tiefe Stufe angelegt, die längst mit Schwertlilie (Iris pseudacorus), Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Wasserknöterich (Persicaria amphibia), Sumpfblutauge (Potentilla palustris), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Wasserminze (Mentha aquatica), Blutweiderich (Lythrum salicaria), Zungenhahnenfuß (Ranunculus lingua) und Mädesüß (Filipendula ulmaria) – um nur einige Pflanzen zu nennen – gut bewachsen ist. In der „tiefen“ Zone siedeln Krebsschere (Stratiotes aloides), Weiße Seerose (Nymphaea alba), Hornkraut (Ceratophyllum demersum), an der Oberfläche fluten Wasserlinse (Lemna minor) und Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae). Dass man in einem solchen „Biotop“ Fische erwartet, ist verständlich, aber nicht zwingend geboten. Wenn ich nämlich auf Furchenschwimmer und Libellenlarven, vor allem aber auf die seit Jahrzehnten stabile Teichmolch-Population (Lissotriton vulgaris) und die seit Langem vorhandenen Grasfrösche (Rana temporaria) hinweise, werden die Besucher nachdenklich, finden aber häufig immer noch, dass da auch Fische hineingehören. Also kläre ich über die Fressgewohnheiten von Koi & Co. auf – mit der Schlussfolgerung, dass ich meine Teichmolche nicht zu gefährden gedenke. Im Übrigen gibt es jedes Frühjahr bei uns den familiären Wettbewerb „Wer entdeckt den ersten Molch?“ Wenn mein Enkel zu Besuch kommt, ist Keschern angesagt, denn der Junge will die Teichbewohner nicht nur von oben, sondern auch von der Seite betrachten. Dann stelle ich ein Zehn-Liter- Aquarium auf den Gartentisch, und es kann losgehen: Vorsichtiges Fangen, behutsames Hantieren sind angesagt, so lässt sich die Lebewelt schonend erforschen. Hinterher setzen wir die Tiere ganz sachte zurück – nein, nicht einfach ins Wasser gießen! Bei seinem letzten Besuch brachte unser Enkel ein Surfbrett mit, auf dem sich ein Plastikfrosch aalt. Wir setzten das schwimmende Kunstwerk auf die Wasserfläche. Wenn Sie Enkelkinder haben, werden Sie wohl verstehen, warum man durchaus Plastik auf, aber keine Fische in seinem Teich haben kann. Ja, wir finden sogar Spaß daran, täglich zu verfolgen, wohin der Wind den kleinen Surfer treibt. Ästhetisch mag er durchaus ein Fremdkörper sein, aber die Lebensgemeinschaft Teich hat mit ihm kein Problem. Trinkenden und badenden Vögeln ist er piepegal, Insekten dient er als Landeplatz, Algen wachsen an ihm, und sogar unsere Frösche lieben ihn! Der Schnappschuss, der mir an einem sonnig warmen Tag gelang, beweist es. Wulfhard Matzick