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Pseudomugil ivantsoffi, ein furioses Blauauge
Traumhafte Farbkombination trifft auf lebhaftes, innerartlich teils ruppiges Verhalten: Der hier vorgestellte kleine Fisch hat es durchaus in sich! | von Sebastian Wolf
Pseudomugil ivantsoffi wurde vor der offiziellen Beschreibung im Jahr 1999 als Pseudomugil sp. „Timika“ bezeichnet, teils hielt man die Art auch nur für eine Standortvariante von P. reticulatus – ein Blauauge, dessen Verbreitungsgebiet viel weiter westlich liegt und das an sich auch ganz anders aussieht. Heutzutage wird Ivantsoffs Blauauge nur noch als Nachzucht angeboten, und es ist häufig verfügbar. Wenngleich P. luminatus wie auch der Blauaugen-Klassiker schlechthin, P. furcatus, noch deutlich populärer sind, bietet sich P. ivantsoffi als nicht minder attraktive Alternative zu diesen beiden Arten an. Ein paar Dinge gibt es allerdings zu beachten, damit die Freude an den Fischen permanent ist.
Drückerfische – schön – und ganz schön ruppig!
Sie besitzen alle Eigenschaften, die einen Fisch interessant machen – und einige andere, ziemlich problematische… | von Rolf Hebbinghaus
Ihre Gestalt ist so typisch, dass man Drückerfische (Balistidae) mit anderen Fischen kaum verwechseln kann: Ein rhombisch geformter, seitlich komprimierter Köper, ein übergroßer Kopf mit kleinem Maul und hochliegenden Augen, eine lange Rückenflosse, der eine gleichgroße Afterflosse gegenübersteht. Durch ihre sehr derbe Haut fühlen sich Balistiden fast wie gepanzert an. Nur unter ihren nächsten Verwandten, den Feilenfischen (Monacanthidae), gibt es ein paar Arten, die man aus der Entfernung für einen Drückerfisch halten könnte. Die meisten Feilenfische sind hingegen viel schmaler und kleinköpfiger. Doch faszinieren uns Drückerfische nicht nur durch ihre eindrucksvolle Gestalt, sondern auch aufgrund ihres umfangreichen Verhaltensrepertoires und Lernvermögens, das schon viele Ethologen zu Studien und Experimenten angeregt hat. Kommt dann noch eine attraktive Färbung hinzu, verleiten die meist in Babygröße angebotenen Fische leicht zu einem vorschnellen Kauf.
In der Natur beobachtet: der Picasso-Drückerfisch (Rhinecanthus aculeatus)
Drückerfische werden in der Fischfamilie Balistidae zusammengefasst, die knapp fünfzig Arten enthält und zur Ordnung der Kugelfischartigen (Tetraodontiformes) gehört. | von Wolfgang Staeck
Alle Drückerfische sind an ihrer ganz typischen Art der Fortbewegung zu erkennen, denn sie schwimmen mit wellenförmigen Bewegungen ihrer zweiten Rücken- und der Afterflosse, die beide jeweils oben und unten am Körper einander gegenüberstehen. Die Schwanzflosse hat die Funktion eines Seitenruders und wird nur bei großer Geschwindigkeit für den Vortrieb zusätzlich eingesetzt.
Neues aus dem Urzeitkrebsgarten
Immer wieder finden neue Arten der skurrilen Urzeitkrebse den Weg ins Hobby, und auch lange stehende Wannen können hier und da für Überraschungen sorgen … | von Uwe Dost
Schon seit vielen Jahren bringe ich Urzeitkrebse in Wannen auf einem Wiesengrundstück zum Schlupf und ziehe sie mit Erfolg bis zur Geschlechtsreife auf. In der DATZ berichtete ich bereits mehrfach darüber. Im warmen, trockenen Frühsommer 2024 entwickelten sich besonders warmwasserliebende Arten prächtig, neben Rückenschalern und Feenkrebschen auch Muschelschaler.
Kleine Fische – kleine Becken? Beobachtungen an Aplocheilus blockii
Der zwergenhafte Hechtling erfüllt die Erwartungen an einen Kleinfisch eher eingeschränkt – und bietet damit eine gute Gelegenheit, das Konzept der „Nano-Aquaristik“ einmal zu überdenken. | von Sebastian Wolf
Die Hechtlinge Asiens (Aplocheilus spp.) gehören zu den alteingesessenen Aquarienfischen, doch scheint es ihnen etwas an Beliebtheit zu mangeln. Am präsentesten dürften aktuell die Zuchtformen des Streifenhechtlings (A. lineatus) sein. Die Art ist immer noch ein famoser Pflegling, überaus schön anzusehen und leicht in der Pflege, allerdings muss ihr aufgrund der Endgröße von 8 cm oder etwas mehr entsprechend Platz eingeräumt werden. So ist es kaum verwunderlich, eher den weitaus kleineren Gattungsverwandten A. blockii in Betracht zu ziehen, wenn man ein typisches Kleinaquarium (60 cm bzw. 54 l Inhalt) mit Hechtlingen besetzen möchte. Ziemlich sicher wandern viele Exemplare dieser Art, die im Handel in den letzten Jahren regelmäßig angeboten wurde, auch in noch kleinere Becken („Nano-Cubes“ und dergleichen). Ich halte das aufgrund eigener Beobachtungen an Wildfängen und Nachzuchten für keine sonderlich gute Idee.
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