001 Parathelphusa kldatzvolltextParathelphusa maculata – der lateinische Artname bedeutet „gepunktet“ – ist eine bemerkenswert lebhafte und dabei ausgesprochen hübsche Krabbe. Obendrein erweckt sie den Eindruck, intelligent zu sein; ja, mitunter könnte man meinen, dass diese Tiere sogar einen eigenen Charakter entwickeln. | Von André Haase

Anfang 2010 wurde P. maculata erstmals importiert, seitdem befinden sich diese Krabben in meinem Besitz. Die braun und gelb getüpfelten Tiere erreichen eine maximale Panzerbreite von sechs Zentimetern.

diadem-seeigelDurch den Suezkanal wandern regelmäßig Arten aus dem Indo-Pazifik in das Mittelmeer ein. 2006 wurde zum ersten Mal der Diadem-Seeigel (Diadema setosum) südlich der Türkei nachgewiesen. Ein erneuter Fund im Jahr 2009 vor dem Libanon zeigt, dass die Art anscheinend Fuß gefasst hat, berichten Manal Nader und Shadi El Indary in ihrer Studie.

Diadema setosum ist demnach im indo-pazifischen Raum, aber auch im Roten Meer und im Golf von Suez weit verbreitet. Taucher der libanesischen Armee sammelten Exemplare auf felsigem Boden in den Küstengewässern vor Monsef in nur zehn bis 20 Metern Tiefe.

Dieser Allesfresser kann über den Suezkanal eingewandert, im Ballastwasser von Schiffen eingeschleppt oder von Aquarianern ausgesetzt worden sein, mutmaßen die Forscher und empfehlen, die weitere Entwicklung genau zu verfolgen, denn mit seinem (leichten) Gift und den langen Stacheln kann D. setosum für einheimische Arten, aber auch für den Menschen ein Risiko bedeuten.

Autor: Oliver Mengedoht

Literatur

Nader, M. R., & S. El Indary (2011): First record of Diadema setosum (Leske, 1778) (Echinodermata, Echin­­- oidea, Diadematidae) from Lebanon, Eastern Mediterranean. – Aquatic Invasions 6 (1): 23–25. DOI: 10. 3391/ai2011.S1.005.

Badestraende-Seen1 klAn Seen mit großen Badestränden ist das Nahrungsnetz regelrecht verkümmert. Wissenschaftler des Leibniz-In­stituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der brasilianischen Bundesuniversität von São João del Rei spürten an solchen Stränden deutlich weniger Kleintiere auf als an natürlichen Ufern.

Mario Brauns vom UFZ und seine Kollegen nahmen den Grienericksee bei Rheinsberg, den Unterruckersee bei Prenzlau im nördlichen Brandenburg und den Langen See in Berlin-Köpenick unter die Lupe; alle drei Seen haben natürliche, aber auch mit Spundwänden verbaute Ufer und Badestrände.

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Berlin 01 klAm ersten Dezember-Wochenende 2011 fanden in Berlin zwei bemerkenswerte Veranstaltungen statt: ein vereins- und fachübergreifendes Aquarianertreffen und die Gründung eines überregionalen Vereins für aquaristische Sonderlinge.

Austragungsort war das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin-Köpenick, malerisch am Müggelsee gelegen. Ermöglicht wurden die Zusammenkünfte in dem idealen und außergewöhnlichen Rahmen durch Marcus Ebert, der am Institut als Biologe arbeitet und als Leiter der IGL-Ortsgruppe Berlin (Internationale Gemeinschaft für Labyrinthfische) Mitinitiator des Aquarianertreffens war.

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wieder einmal klDie Frage der kaufrechtlichen Gewährleistung beim Tierkauf ist an dieser Stelle schon oft behandelt worden. Auch eine aktuelle Entscheidung des Landgerichts Magdeburg (Az. 2 S 117/11) befasst sich mit diesem Thema.

Nach den allgemeinen kaufrechtlichen Regeln muss der Verkäufer einer mangelhaften Sache vom Käufer zunächst die Gelegenheit zur „Nacherfüllung“ erhalten: Er muss die Möglichkeit haben, entweder die Kauf-„Sache“ nachzubessern oder eine mangelfreie Sache als Ersatz zu liefern. Erst bei zweima­ligem Fehlschlagen kann der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten oder Schadensersatz verlangen (§§ 439, 440 BGB).

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