Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxWer sich von den Unterwasserwelten unserer Fische faszinieren lässt, stößt auf immer neue Fragen, zum Beispiel: Wie verhalten sich unsere Fische wohl in ihrer Heimat? Benehmen sie sich im Aquarium anders, wenn sie nur mit Artgenossen vergesellschaftet sind? Wie sehen ihre natür­lichen Lebensräume überhaupt aus?
Meine Favoriten sind Arten aus dem tropischen Südamerika, vor allem die kleinen begeistern mich sehr. So beschloss ich, mein 60-Liter-Aquarium in einen südamerikanischen „Biotop“ zu verwandeln, den ich mit Salmlern und Zwergbuntbarschen besetzen wollte. Aber wie schaut es in einem südamerikanischen Fluss, beispielsweise in Amazonien, überhaupt aus?
Solche Gewässer sind meist geprägt von Totholz und Sandboden sowie Falllaub. Als Bodengrund verwendete ich ein Kies-Quarzsand-Gemisch. Viele größere und kleinere Moorkienwurzeln stellte ich so zusammen, dass eine schöne Totholz-Ansammlung entstand.
Natürlich maß ich auch der Beleuchtung meines Aquariums eine entsprechende Bedeutung bei. Da die großen Bäume in Ama­zoniens Regenwäldern nur wenig Licht auf den Boden und die dort fließenden Bäche werfen, installierte ich nur eine einzige Leuchtstoffröhre („Daylight“). Um wei­tere Schattenwirkung zu erzielen, ließ ich ein paar Schwimmpflanzen auf der Wasseroberfläche treiben und montierte etwas Holz mithilfe von Saugnäpfen an der Rückscheibe.
Um einen schönen Pflanzenwuchs zu erreichen, brachte ich eine dünne Schicht Nährboden unter dem Bodensubstrat ein und wählte nur solche Gewächse aus, die sich rasch vermehren, nämlich Schwertpflanzen (Echinodorus sp.), Hornkraut (Ceratophyllum sp.), Wasserschraube (Vallisneria sp.), Indischen Wasserfreund (Hygrophila polysperma) und – für die Oberfläche – Muschelblume (Eichhornia crassipes).
Da die Fischarten, die ich mir ausgesucht hatte, etwas höhere Wassertemperaturen bevorzugen, stellte ich mittels Regelheizer rund 26 °C ein. Ein kleiner Innenfilter sorgt für eine geringe Strömung.
Und das ist mein ­aktueller Besatz: ein Trupp Roter ­Neonsalmler (Para­cheir­odon axelrodi), eine kleine Gruppe Zitronensalmler (Hyphes­so­brycon pulchripinnis), ein Pärchen Schmetterlingsbuntbarsche (Microgeophagus ramirezi), ein kleiner Schwarm Marmorbeilbäuche (Carnegiella strigata) und ein Paar Roter ­Hexenwelse (Rineloricaria cf. fallax).
Die Buntbarsche laichten bereits mehrmals und betreuten ihre Jungfische. Auch bei den Hexenwelsen durfte ich mich schon bald über Nachwuchs freuen. Und alle Fische zeigen sich in ihrer ganzen Pracht. Ich füttere sie dreimal täglich mit weißen und roten Mückenlarven sowie mit Artemien und Daphnien.Janis Schröder

margin-right: 20px; margin-bottom: 10px„Wassergöttin mit feuerfarbenem Körper“ lautet die Übersetzung des wissenschaftlichen Namens der Frühen Adonislibelle. Pyrrhosoma nymphula gehört zu den ersten im Frühjahr schlüpfenden Libellen, je nach Witterung kann man sie bereits im März beobachten. Für den Fotografen gehört sie zu den attraktivsten Arten, ihr roter Körper bildet einen schönen Kontrast zum Pflanzengrün. Die Wassergöttin besiedelt pflanzenreiche Kleingewässer. Die Art kommt häufig in kleinen Weihern, Moortümpeln und naturnahen Gartenteichen, aber auch in langsam fließenden Bächen und Gräben vor. Ungewöhnlich flexibel ist die Art bei der Eiablage. Die Paare wählen unterschiedliche Substrate. Das hier abgebildete Weibchen legt seine Eier in die Unterwasservegetation. An der Oberfläche treibende Pflanzenteile oder vertikale Stängel werden ebenfalls angenommen. Die Tiere können dabei horizontal hinteroder vertikal übereinander sitzen. Manchmal hockt das Weibchen auch auf einer horizontalen Unterlage, während sich das Männchen an einem vertikalen Halm festhält. Aus den Eiern schlüpfen nach drei bis sechs Wochen die Larven. Bis zur Emergenz benötigen sie ein bis drei Jahre. In Deutschland zählt P. nymphula zu den besonders geschützten Arten. Klaus Lampe

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxNach Redaktionsschluss für die DATZ-Ausgabe 12/2016 konnte ich zufällig noch ein farbmodifiziertes Weibchen von Hypancistrus zebra fotografieren. Von solchen Tieren wurden bisher so gut wie keine Abbildungen publiziert. Daniel Konn-Vetterlein

margin-right: 20px; margin-bottom: 10pxDer Anblick dieser Beheizung eines Verkaufsaquariums auf einer Fischbörse 2016 in Deutschland sorgte für Staunen. Nicht nur, dass ein Tauchsieder keine Temperaturregelung ermöglicht, er lag auch noch vollkommen ungeschützt direkt auf der Bodenscheibe des Beckens! Das Ganze spielte sich kurz vor Ende der Veranstaltung ab, als kein Amtsveterinär mehr zu erwarten war. Liebe Börsenausrichter, bitte kontrollieren Sie Ihre „Events“ doch bis zum bitteren Ende! Dietrich Rössel

Den Artikel über „exotische“ Futtertiere aus heimischen Gefilden finde ich sehr interessant und hilfreich. Allerdings ist dem Autor ein Versehen unterlaufen, das meines Erachtens einer Korrektur bedarf. Er schreibt: „Die Larven des Rosenkäfers findet man oft beim Umgraben von Komposthaufen.“ Damit kann nur der in Deutschland vorkommende Goldglänzende Rosenkäfer (Centonia aurata), auch Gemeiner Rosenkäfer genannt, gemeint sein. Die Art ist laut Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet, „sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören“ (§44 Abs.1 BNatSchG). Generell halte ich es für geboten, keine großen Käferlarven aus Komposthaufen zu entnehmen, denn auch die Larven des Nashornkäfers (Oryctes nasicornis), der ebenfalls unter besonderem Schutz steht, sind dort mitunter zu finden. Ulf Wittich

Selbstverständlich hat Ulf Wittich bezüglich der Rosenkäferarten Recht. Die jeweiligen Gesetze und Verordnungen des Naturschutzes (hier: Bundesartenschutzverordnung) sind natürlich einzuhalten. Das gilt im Übrigen aber nicht nur für den „Fang, die Entnahme oder das Töten/ Verletzen“ der Tiere, sondern auch für deren Hälterung, Pflege und Kultur, da diese Spezies (Rosenkäfer und ihre Larven) regelmäßig von manchen Händlern als Lebendfutter (für Reptilien) angeboten werden, das man zwischenlagern muss. Auch die Kultur der Centonia- Arten (Rosenkäfer) ist übrigens möglich (wenn auch schwierig), womit die Regelungen betreffend der „Entnahme aus der Natur“ hinfällig wären. Meine Ausführungen waren auch eher als Anregung für Aquarianer hinsichtlich „möglicher Futterarten“ gedacht, denn sicher nicht jede aus einem Komposthaufen entnommene Tierart unterliegt dem Bundesartenschutzgesetz. Aus meiner Sicht würde die umfassende Aufzählung aller zu beachtenden Vorschriften den Rahmen eines solchen Artikels sprengen und ihm eher den Charakter eines Beipackzettels verleihen als der fachlichen Information zu dienen. Auch wenn dem Leser einer populärwissenschaftlichen Zeitschrift grundsätzlich unterstellt werden kann, ein solches Fachwissen zu besitzen und sich seiner Verantwortung gegenüber der Natur bewusst zu sein, hätte ein diesbezüglicher Hinweis von meiner Seite jedes Missverständnis sicher vermieden. Roland Schreiber