Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Auch unsere Altvorderen wussten schon, wie man Licht im Aquarium richtig einsetzen muss! Der Artikel von Stephan Gohmann „Farben ins Aquarium – und es geht doch!“ erinnerte mich an eine Abbildung in einem Büchlein aus dem Jahr 1962, das mich als Kind und Jugendlichen aquaristisch prägte. Es heißt „Aquarienpraxis – kurz gefaßt“, stammt von Hans Frey und ist seinerzeit im Neumann Verlag (Radebeul) erschienen. Die aus dem Buch entnommene Zeichnung verdeutlicht, dass schräg von oben und vorn einfallendes Licht den natürlichsten Eindruck schafft. Leider hat die Aquaristik-Industrie es versäumt, diesem beleuchtungstechnischen Grundsatz zu folgen, und bietet stattdessen Komplett-Aquarien und Abdeckungen immer nur mit mittig angebrachten Leuchtstoffröhren an, sodass uns das nach und nach als „Normallfall“ vertraut wurde. Umso schöner ist, dass Stephan Gohmann die Vorteile der „richtigen“ Beleuchtung wiederentdeckt hat und uns in Erinnerung ruft! Karl-Otto Rothhaupt

Dieser auf den Philippinen fotografierte Juwelen-Felshüpfer (Salarias fasciatus) hat sein Quartier in der Schale einer Riesenmuschel (Tridacna sp.) bezogen. Im tropischen Indopazifik und im Roten Meer bewohnen die Schleimfische (Familie Blenniidae) das Flachwasser von der Gezeitenzone bis in etwa acht Meter Tiefe. In Gezeitentümpeln, auf mit Korallenschutt bedeckten Sandflächen und in seichten Riffzonen schaben sie mit ihren kammartigen Zähnen Algen von Korallenbruch und anderen Oberflächen. Die Muschelschale, in der das fotografierte Exemplar sitzt, bietet also nicht nur Schutz, sondern auch Nahrung, da sie dicht mit Algen bewachsen ist. Wie der deutsche Name andeutet, können sich Felshüpfer springend fortbewegen und dabei auch trockene Abschnitte überwinden. Auch wenn dieser zehn bis 15 Zentimeter lang werdende Schleimfisch als einfach zu halten gilt, sollte man berücksichtigen, dass es sich um einen Nahrungsspezialisten handelt. Er ernährt sich fast ausschließlich von verschiedenen Algen (beispielsweise Caulerpa, Nori- und Aufwuchs-Algen) und lässt sich daher nur in Aquarien pflegen, in denen reichlich Algen zur Verfügung stehen. Außerdem sollte man diesen territorialen Fisch einzeln halten, da er Artgenossen gegenüber sehr aggressiv ist. Maren Gaulke

Mit Interesse habe ich den Beitrag von Petra Fitz gelesen. Bravo, solche Versuche, Messungen und Berichte bringen uns voran, sie sind praxisnah, anwendungsorientiert und hilfreich! Aber warum nimmt bei den Messungen, von denen Petra Fitz berichtet, die Lichttemperatur mit der Wassertiefe zu? Dafür hatte die Autorin keine gute Erklärung. Es scheint doch eine Binsenweisheit zu sein, dass blaues Licht vom Wasser am wenigsten adsorbiert wird und dass sich deshalb mit zunehmender Wassertiefe das Licht immer mehr zur „kalten“ Farbe Blau hin verändern sollte. Die Autorin beobachtete aber gegenteiligen Effekt: Die Lichtfarbe wurde mit der Tiefe nicht kälter, sondern wärmer (verschob sich in Richtung Rot). Wie konnte es dazu kommen?

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 8/2016

Sein markantestes Merkmal wurde bereits für seine Namensgebung verwendet: Den beiden fluoreszierenden Farbstreifen – einer in einem wunderschönen Türkisblau auf der vorderen Körperhälfte, der andere darunter und auf dem Hinterkörper, kräftig rot leuchtend – hat der „Neon“ seine umgangssprachliche Bezeichnung zu verdanken. Dieses rauschende Farbenspiel wird erzeugt durch unter der Haut eingelagerte Guanin-Kristalle (blau-türkis) sowie die im Fett leicht löslichen Karotine (rot). In den Schwarzgewässern in Amazonien dienen die von den Leuchtstreifen hervorgerufenen Lichtreflexionen tagsüber dazu, potenzielle Räuber zu täuschen. Kaum zu glauben, aber von oben (Vögel) oder unten (Raubfische) ist die „Beute“ fast nicht zu erkennen, weil die „Neon“-Färbung nur aus einem bestimmten Blickwinkel deutlich wahrnehmbar ist. Während der Nacht ist es dann aber sinnvoller, diese „Beleuchtung“ quasi ganz abzuschalten. Durch eine Kippbewegung innerhalb der Kristallschichten erscheint das zuvor strahlend türkisblaue Band nur noch in dunklem Violett, während der rot leuchtende Streifen durch eine Verschiebung der roten Pigmentteilchen (Chromatophoren) fast völlig abgedunkelt wird. Fazit: Paracheirodon innesi ist nicht nur schön, sondern auch clever! Roland Schreiber

Die auf dem Foto abgebildete kleine südostasiatische Vampirkrabbe (Geosesarma cf. rouxi) ist ein halbwüchsiges Nachzuchttier. Hebe ich die Abdeckung ihres Aquaterrariums an, kommen die kleinen Krabben sogleich aus ihren Verstecken und zeigen sich. Dann füttere ich sie mit weißen Mückenlarven, die sie ausgesprochen gern fressen; das geschieht täglich. Selbst sonst weniger wagemutige Minikrabben können diesen Leckerbissen einfach nicht widerstehen. Allerdings sind die Tierchen nicht auf die Fütterung von der Pinzette angewiesen, da sie allerhand weitere Nahrung im nassen Bodengrund finden. Ingo Botho Reize