Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Das Editorial Ihrer April-Ausgabe hat mich, in mehrfacher Hinsicht, berührt und betroffen gemacht. Nicht etwa, weil hier etwas absolut Neues verkündet wurde, von dem man bisher keine Ahnung hatte. Es war wohl mehr der Umstand, wie hier einmal deutlich ausgesprochen wurde, dass in der heutigen Zeit nichts mehr als selbstverständlich angesehen werden kann und dass es auch ein kleines Stück an jedem von uns selbst liegt, wie die weitere Entwicklung verläuft. Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten, und das ist auch sicher gut so. Viele Informationen lassen sich auf elektronische Weise schneller verbreiten und auch kurzfristiger recherchieren. Dennoch sitze ich viel lieber bei einer Tasse Kaffee auf dem Sofa und genieße es, in aller Ruhe in einem von Experten erstellten Aquarien-Magazin zu schmökern, als stundenlang vor dem PC zu hocken, um durch die manchmal doch sehr fragwürdigen Informationen einiger Foren zu „scrollen“. Außerdem gehöre ich zu den „Mehrfachtätern“, die als Autoren ihre Manuskripte in den verschiedensten Zeitschriften veröffentlichen und als Leser ein breites Sortiment an Abonnements halten. Es gibt nur wenige europäische Aquaristik-Zeitschriften, die ich nicht in meine umfassende Sammlung aufgenommen habe; die überwiegende Zahl besitze ich als „Print“-Ausgabe. Dabei stehen für mich zweifellos die möglichst breit gefächerten Informationen im Vordergrund: Eine Vereinszeitschrift, die sich ausschließlich mit Cichliden oder Killifischen beschäftigt, kann ihr Sachgebiet zweifellos ganz anders bearbeiten als ein „Allround-Journal“, das neben Süßwasser- auch Meerwasser-, Gartenteichoder Naturschutz-Themen bedient. Dennoch (oder gerade deshalb) haben beide für mich ihren Reiz und damit ihre Daseinsberechtigung. Bei der Lektüre Ihres Editorials fiel mir spontan ein Begriff ein, nämlich „Urgestein“, den ich hier nicht ironisch oder irgendwie negativ belegt benutze. Außer in seiner ursprünglichen, geologischen Bedeutung wird er im übertragenen Sinn ja für Dinge, Tiere oder Personen verwendet, die eine besondere Bedeutung haben und entscheidend zu einer wegweisenden Entwicklung beigetragen haben. Das trifft beispielsweise auf den Blaubarsch (Badis badis) zu, der seit nunmehr fast 200 Jahren Aquarienfreunde mit seiner variablen Farbenpracht und seinem interessanten Verhalten begeistert und wohl den einen oder anderen Zeitgenossen überhaupt erst dazu gebracht hat, sich ein Aquarium anzuschaffen. (Nicht nur) aus meiner Sicht hat die DATZ diese Bezeichnung aber ebenfalls verdient. Es war eines der ersten Hefte dieser Zeitschrift aus dem Jahr 1948, das in mir die Neugierde und Leidenschaft für Aquaristik weckte, die ich, nebenbei bemerkt, auch heute noch immer wieder empfinde, wenn ich die neueste Ausgabe in der Hand halte. In erster Linie sind es für mich die umfassend und vor allem tiefgründig recherchierten Artikel, die diese Zeitschrift so wertvoll machen. Obendrein ist es immer wieder interessant, dass man bei der Lektüre des einen oder anderen Beitrags auch als „alter Hase“ noch vieles erfährt, das man so noch gar nicht kannte. Was das mit dem Blaubarsch zu tun hat? Zum einen wünsche ich der DATZ, wenn man das so sagen darf, das gleiche Schicksal wie dem Urgestein B. badis: noch mindestens 200 Jahre Bestand, eine große Zahl von „Fans“ (hier: Lesern), die ihrer Leidenschaft immer treu bleiben, aber vor allem weiterhin die gleiche Farbenpracht und -vielfalt (hier: Themen), um sich im Medienalltag weiterhin erfolgreich durchzusetzen! Nicht zuletzt soll das aber auch ein Wink mit dem Zaunpfahl sein: Ein aktueller Artikel über Blaubarsche in der DATZ ist doch längst überfällig, oder? Herzlichst, Ihr Roland Schreiber

In einem früheren Aufsatz (Bollig 2013) kam ich auf meine aquaristischen Anfänge in den 1950er-Jahren zu sprechen, natürlich mit Guppys. Das war in den Nachkriegsjahren, die Aquarientechnik steckte noch in den Kinderschuhen. Ein Aquarium, damals in der Regel ein Metallrahmen-Becken, oft mit teerbestrichenem Blechboden, war für einen Schüler unerschwinglicher Luxus, und automatische Temperaturregelung mittels Heizstab war noch gar nicht erfunden. Als Jugendlicher war man damals genügsam, aber die Not machte einen erfinderisch. Größere Gurkengläser aus dem Haushalt fanden Verwendung für die Pflege und Nachzucht von Guppys, die Behälter waren kostenlos zu haben.

den vollständigen Beitrag finden Sie in Ausgabe 5/2016

Die Cichliden der Gattung Paretroplus sind auf Madagaskar endemisch, sie kommen also ausschließlich dort vor. Zurzeit umfasst das Genus 13 beschriebene Spezies, mindestens zwei weitere warten noch auf ihre wissenschaftliche Beschreibung. Die meisten Paretroplus- Arten sind in ihrer Existenz bedroht, neben dem Menarambo- betrifft das vor allem den Mipentina- Buntbarsch (Paretroplus maculatus). Paretroplus menarambo wurde erst in den 1990er- Jahren in einigen Überschwemmungstümpeln an den Ufern des Bemarivo- Flusses im Nordwesten der Insel entdeckt. Im Jahr 2004 wurde gemeldet, dass die Art in freier Wildbahn ausgestorben sei. Die Zerstörung der Habitate, Überfischung und ausgewilderte exotische Fische wurden als Gründe dafür genannt. Erfreulicherweise wurde zwei Jahre später, 2006, im Lac Tseny, einem See, der zu dem genannten Flusssystem gehört, doch noch eine Population des stark bedrohten Cichliden gefunden. Inzwischen wurden einige Fische an mehrere zoologische Gärten sowohl in Europa als auch in den USA verteilt, wo man sich um die Erhaltung dieses seltenen Buntbarsches bemüht. Das hier abgebildete Tier lebt in der Masoala- Halle des Züricher Zoos. Uwe Dost

In der Februar-Ausgabe berichtete ich über Gambusia holbrooki in Florida. Dabei erwähnte ich auch das Vorkommen weiterer Lebendgebärender Zahnkarpfen in jenem Gebiet. Beim Breitflossenkärpfling nannte ich aus Versehen einen falschen wissenschaftlichen Namen; es handelt sich natürlich um Poecilia latipinna und nicht – wie irrtümlich geschrieben – um P. velifera. Poecilia velifera ist der größere dieser beiden Verwandten. Der Segelkärpfling kommt in Mexiko vor, unter anderem in Yucatán. Ich bitte diesen Fehler zu entschuldigen. Michael Kempkes

Beim Füttern ärgert man sich mitunter über im Wasser umherwirbelnde Flocken. Eine Möglichkeit, das zu vermeiden, ist es, Filter oder Pumpe auszuschalten. Nachteil: Oft vergisst man das Wiedereinschalten! Eine einfache Lösung ist, die Pumpe über einen Wechselschalter zu betreiben. Beim Ausschalten wird eine rote Signallampe aktiviert. Sie erinnert zuverlässig an die Wiederinbetriebnahme. Noch eleganter ist jedoch ein anzugsverzögerter Kontakt. Walter Kaiser