Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

In einem früheren Aufsatz (Bollig 2013) kam ich auf meine aquaristischen Anfänge in den 1950er-Jahren zu sprechen, natürlich mit Guppys. Das war in den Nachkriegsjahren, die Aquarientechnik steckte noch in den Kinderschuhen. Ein Aquarium, damals in der Regel ein Metallrahmen-Becken, oft mit teerbestrichenem Blechboden, war für einen Schüler unerschwinglicher Luxus, und automatische Temperaturregelung mittels Heizstab war noch gar nicht erfunden. Als Jugendlicher war man damals genügsam, aber die Not machte einen erfinderisch. Größere Gurkengläser aus dem Haushalt fanden Verwendung für die Pflege und Nachzucht von Guppys, die Behälter waren kostenlos zu haben.

den vollständigen Beitrag finden Sie in Ausgabe 5/2016

Die Cichliden der Gattung Paretroplus sind auf Madagaskar endemisch, sie kommen also ausschließlich dort vor. Zurzeit umfasst das Genus 13 beschriebene Spezies, mindestens zwei weitere warten noch auf ihre wissenschaftliche Beschreibung. Die meisten Paretroplus- Arten sind in ihrer Existenz bedroht, neben dem Menarambo- betrifft das vor allem den Mipentina- Buntbarsch (Paretroplus maculatus). Paretroplus menarambo wurde erst in den 1990er- Jahren in einigen Überschwemmungstümpeln an den Ufern des Bemarivo- Flusses im Nordwesten der Insel entdeckt. Im Jahr 2004 wurde gemeldet, dass die Art in freier Wildbahn ausgestorben sei. Die Zerstörung der Habitate, Überfischung und ausgewilderte exotische Fische wurden als Gründe dafür genannt. Erfreulicherweise wurde zwei Jahre später, 2006, im Lac Tseny, einem See, der zu dem genannten Flusssystem gehört, doch noch eine Population des stark bedrohten Cichliden gefunden. Inzwischen wurden einige Fische an mehrere zoologische Gärten sowohl in Europa als auch in den USA verteilt, wo man sich um die Erhaltung dieses seltenen Buntbarsches bemüht. Das hier abgebildete Tier lebt in der Masoala- Halle des Züricher Zoos. Uwe Dost

In der Februar-Ausgabe berichtete ich über Gambusia holbrooki in Florida. Dabei erwähnte ich auch das Vorkommen weiterer Lebendgebärender Zahnkarpfen in jenem Gebiet. Beim Breitflossenkärpfling nannte ich aus Versehen einen falschen wissenschaftlichen Namen; es handelt sich natürlich um Poecilia latipinna und nicht – wie irrtümlich geschrieben – um P. velifera. Poecilia velifera ist der größere dieser beiden Verwandten. Der Segelkärpfling kommt in Mexiko vor, unter anderem in Yucatán. Ich bitte diesen Fehler zu entschuldigen. Michael Kempkes

Beim Füttern ärgert man sich mitunter über im Wasser umherwirbelnde Flocken. Eine Möglichkeit, das zu vermeiden, ist es, Filter oder Pumpe auszuschalten. Nachteil: Oft vergisst man das Wiedereinschalten! Eine einfache Lösung ist, die Pumpe über einen Wechselschalter zu betreiben. Beim Ausschalten wird eine rote Signallampe aktiviert. Sie erinnert zuverlässig an die Wiederinbetriebnahme. Noch eleganter ist jedoch ein anzugsverzögerter Kontakt. Walter Kaiser

 
Mein Aquarium, rund 900 Liter Inhalt, wurde im März 2014 von Oleg Foht nach Aquascape-Art eingerichtet (siehe „Blickfang“, DATZ 3/2015). Heute, nach zwei Jahren, kann ich eine positive Bilanz ziehen: Die Pflanzen wachsen hervorragend, bisher kaufte ich keine neuen hinzu. Die Diskusbuntbarsche sind kerngesund und zutraulich. Kurz, das Aquarium ist nach wie vor eine Augenweide. Die Wasserwerte sind optimal, dabei ist der Pflegeaufwand überschaubar: alle acht Tage 200 Liter Frischwasser, täglich drei Spritzer Kalium und Einsatz des Drei-Monate- Düngers von „filtas“. Doch nun zu meiner ungewöhnlichen Beobachtung, die Geschichte begann im Mai 2015. Sobald ich den Raum betrat, schossen die Diskusfische panisch durch das Becken und versteckten sich stundenlang in den Pflanzen. Ich hatte zunächst keine Erklärung für das veränderte Verhalten. Meine Maßnahmen, das Problem zu beheben, waren völlig nutzlos. Wasserwechsel, Reinigung aller Filter, Absetzen des Zeolith-Filtermaterials, übrigens mein bewährtestes – alles blieb ohne Erfolg. Als sich nach und nach auch noch ein penetranter Geruch verbreitete, hegte ich erstmals den Verdacht, dass sich ein Marder im Haus aufhielt. Tatsächlich! Das Tier hatte es sich in der Dämmung der Dachschräge, in die mein Aquarium eingebaut ist, bequem gemacht und genoss die behagliche Wärme. Seine Toilette hatte es sich gleich in der Nähe eingerichtet. Kein Wunder, dass sich der unangenehme Geruch langsam überall verbreitete! Was tun? Als Jäger weiß ich, wie schwierig es ist, einen Marder aus dem Haus zu vertreiben. Der Einsatz von Marderpulver, das Abdichten möglicher Zugänge, Ausklopfen … das unerwünschte Haustier nahm alles gelassen hin. Mehr noch: Seine Anwesenheit bestätigte es uns nun häufiger durch Scharren und Kratzen. Mit meinen Lösungsmöglichkeiten am Ende, kam meinem Enkel eine Idee; „Opa, ihr fahrt doch jetzt für drei Wochen in Urlaub. Ich könnte doch in dieser Zeit ein Radio bei voller Lautstärke spielen lassen. Vielleicht geht das dem Marder so auf die Nerven, dass er sich davonmacht?“ Gesagt, getan … der Marder hielt es noch ungefähr zehn Tage bei uns aus. Seitdem ist Ruhe im Gebälk, der Gestank verzogen, die Freude am Betrachten meiner Fische zurückgekehrt. Allerdings dauerte es noch weitere vier Wochen, bis die Tiere wieder ihr normales und neugieriges Verhalten zeigten. Heute geben sie sich zutraulich, begrüßen Besucher freudig an der Scheibe und sind begeisterte Fernsehzuschauer. Karl-Heinz Kay