Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

 
Mein Aquarium, rund 900 Liter Inhalt, wurde im März 2014 von Oleg Foht nach Aquascape-Art eingerichtet (siehe „Blickfang“, DATZ 3/2015). Heute, nach zwei Jahren, kann ich eine positive Bilanz ziehen: Die Pflanzen wachsen hervorragend, bisher kaufte ich keine neuen hinzu. Die Diskusbuntbarsche sind kerngesund und zutraulich. Kurz, das Aquarium ist nach wie vor eine Augenweide. Die Wasserwerte sind optimal, dabei ist der Pflegeaufwand überschaubar: alle acht Tage 200 Liter Frischwasser, täglich drei Spritzer Kalium und Einsatz des Drei-Monate- Düngers von „filtas“. Doch nun zu meiner ungewöhnlichen Beobachtung, die Geschichte begann im Mai 2015. Sobald ich den Raum betrat, schossen die Diskusfische panisch durch das Becken und versteckten sich stundenlang in den Pflanzen. Ich hatte zunächst keine Erklärung für das veränderte Verhalten. Meine Maßnahmen, das Problem zu beheben, waren völlig nutzlos. Wasserwechsel, Reinigung aller Filter, Absetzen des Zeolith-Filtermaterials, übrigens mein bewährtestes – alles blieb ohne Erfolg. Als sich nach und nach auch noch ein penetranter Geruch verbreitete, hegte ich erstmals den Verdacht, dass sich ein Marder im Haus aufhielt. Tatsächlich! Das Tier hatte es sich in der Dämmung der Dachschräge, in die mein Aquarium eingebaut ist, bequem gemacht und genoss die behagliche Wärme. Seine Toilette hatte es sich gleich in der Nähe eingerichtet. Kein Wunder, dass sich der unangenehme Geruch langsam überall verbreitete! Was tun? Als Jäger weiß ich, wie schwierig es ist, einen Marder aus dem Haus zu vertreiben. Der Einsatz von Marderpulver, das Abdichten möglicher Zugänge, Ausklopfen … das unerwünschte Haustier nahm alles gelassen hin. Mehr noch: Seine Anwesenheit bestätigte es uns nun häufiger durch Scharren und Kratzen. Mit meinen Lösungsmöglichkeiten am Ende, kam meinem Enkel eine Idee; „Opa, ihr fahrt doch jetzt für drei Wochen in Urlaub. Ich könnte doch in dieser Zeit ein Radio bei voller Lautstärke spielen lassen. Vielleicht geht das dem Marder so auf die Nerven, dass er sich davonmacht?“ Gesagt, getan … der Marder hielt es noch ungefähr zehn Tage bei uns aus. Seitdem ist Ruhe im Gebälk, der Gestank verzogen, die Freude am Betrachten meiner Fische zurückgekehrt. Allerdings dauerte es noch weitere vier Wochen, bis die Tiere wieder ihr normales und neugieriges Verhalten zeigten. Heute geben sie sich zutraulich, begrüßen Besucher freudig an der Scheibe und sind begeisterte Fernsehzuschauer. Karl-Heinz Kay

In einem meiner Aquarien machten sich Grünalgen breit, und ich erinnerte mich, dass es für solche Unbilden Algenfresser gibt, dabei meine ich keine Schnecken, sondern Fische. Horst & Kipper (1980) loben insbesondere die Grünflossige Rüsselbarbe, die sie auch in einem ganzseitigen Foto vorstellen. Mit diesen Informationen bestens gerüstet, suchte ich „mein“ Garten-Center mit Zoo-Abteilung auf und fand in einem der Verkaufsbecken auch gleich die gewünschten Fische, und zwar mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Crossocheilus siamensis, zusammen mit einem Schwarm Roter Neon. Horst & Kipper empfehlen, einen kleinen Trupp dieser Algenputzer ins Aquarium zu setzen, „da sie aufgrund ihres Futterneides wesentlich aktiver und leistungsfähiger sind“. Also ließ ich mir fünf der noch halbwüchsigen Fische herausfangen, was bei diesen flinken Tieren viel Unruhe in das Becken brachte. Da ich bestimmte Exemplare auswählen durfte, verfolgte ich die Jagd aufmerksam. Hubert F. Bollig

den vollständigen Artikel finden Sie in DATZ 3/2016

Eine Weißkopf-Gebirgswassernatter (Hebius flavifrons) stiehlt einen gerade gefangenen Flossensauger aus meinem Kescher. Wie ein Hündchen scheint sie ihre Beute zu apportieren. Die tagaktive, nur 45 Zentimeter lang werdende, harmlose Natter ist eine der häufigsten Schlangen auf Borneo. Auf dieser Insel des Malaiischen Archipels ist sie endemisch und in der Crocker Range im malaysischen Bundesstaat Sabah beheimatet. Hebius flavifrons lauert ihrer Beute an und in Gewässern auf. Neben Fröschen passen vor allem kleine Fische – beispielsweise Schmerlen der Gattung Protomyzon – in ihr Beuteschema. Diese Flossensauger sind in Sabah durchaus häufig und oftmals zusammen mit ihren besser bekannten Verwandten der Gattung Gastromyzon anzutreffen. Das dritte Flossensauger- Genus in den Urwaldbächen dieser Region ist übrigens Glaniopsis, ebenfalls nicht selten und zusammen mit Schmerlen der beiden bereits genannten Genera vorkommend. Die Gattung Protomyzon enthält zurzeit vier Arten, drei sind aus der Region rund um den Mont Kinabalu beschrieben. Welcher Spezies die Beute der Gebirgsnatter angehörte, ließ sich nicht ermitteln, denn die Schlange war schon kurz nach dem Fototermin wieder verschwunden. Jens Kühne

Zu dem Beitrag möchte ich gern ein paar Fakten ergänzen und berichtigen, so zum Habitat von Esox lucius: Die beschriebenen Ufer und Auen dienen vor allem Jungtieren und Halbwüchsigen als Lebensraum. Erwachsene Tiere suchen sich oft Standplätze abseits der Uferzonen. In großen Seen oder auch in der Ostsee jagen manche Adulti im Freiwasser. Diese Tiere sind nicht standorttreu und folgen den Fischschwärmen, die ihnen als Nahrung dienen. Viele Amphibien in ihren verschiedensten Entwicklungsstadien gehören ebenso zum Nahrungsspektrum vor allem jüngerer Hechte. Als besonders geschätzten Speisefisch würde ich E. lucius übrigens nicht bezeichnen. Vom Geschmack her sind Zander, Barsch und Aal beliebter. In dem Artikel heißt es auch, dass der Hecht nur selten eine Gesamtänge von einem Meter überschreitet. Tiere von über einem Meter Länge treten häufiger auf, als man denkt. Sie werden von Anglern aber seltener gefangen, weil es sich um relativ alte, erfahrene Individuen handelt, die alle Angelköder kennen und sich in vom Menschen stark genutzten Gewässern (etwa Badeseen) zu verstecken wissen. Viele dieser Exemplare jagen nachts, um der Unruhe am Wasser zu entgehen und ihre Jagd erfolgreicher zu gestalten.

Ältere Aquarianer kennen das Lied vielleicht noch? Ob in der Jugend alles so schön ist oder doch nicht, diese Frage stellt sich mir auch angesichts eines Mochokiden, den ich vor einigen Jahren erwarb, und zwar als „Gelben Fiederbartwels“. Das sechs Zentimeter lange Tier war herrlich gelb, fast wie eine Zitrone. Mit zunehmendem Alter und Wachstum kamen die ersten dunkleren Tüpfel durch, nach und nach verwandelte sich das Gelb in ein Beigebraun. Bei Recherchen im Internet fand ich heraus, dass ich wahrscheinlich ein Exemplar der gut bekannten Art Synodontis nigrita besaß, wenn auch in der Zuchtform „Gold“. Richtige Welsfreunde finden ihre Tiere ja auch schön und interessant, wenn sie keine Farbwunder sind (und sich tagelang irgendwo verstecken, siehe Seite 64). Noch heute lebt der ehemalige „Goldfisch“ als nun schon älterer „Bräunling“ in einem Artbecken bei einem Welsfreund und ist der Liebling der ganzen Familie. Schönheit und Jugend – sie bedeuten also doch nicht alles? Reinhold Wawrzynski