In Schulaquarien waren Libellenlarven früher ganz alltäglich Gäste. Heutzutage setzt der Artenschutz hier enge Grenzen. Doch nach wie vor sind diese Insektenlarven faszinierende Aquarienbewohner.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 4/2013

"Ein Vielfleck (Libellula quadrimaculata) schlüpft" (Bildserie)

 

 

Eine Larve der Vierfleck-Libelle (Libellula quadrimaculata) hat einen Schilfhalm erklommen. Die Chitinhülle des Thorax (Brustteil) ist bereits geplatzt, Rücken und Augen der Libelle sind schon zu sehen.

Anemonenfische werden oft im Zoofachhandel angeboten - inzwischen sogar überwiegend als Nachzuchten -, aber wie steht es um die Haltung ihrer Wirte, der Seeanemonen? Dass die Symbioseanemonen keineswegs einfache Pfleglinge sind und eigentlich mehr Aufmerksamkeit als die Fische verlangen, wird meist übersehen. Von Joachim Großkopf

Literaturverzeichnis

 

 

Früh zeichnete sich ab, dass Maulbrüter-Junge wohl nur eine vage Vorstellung von ihrer Mutter haben. Erste Hinweise darauf ließen sich aus dem Verhalten der Kleinen ableiten. Wollten sie ins schützende Maul zurück, konnten sie es durchaus mit dem dunklen Kiemendeckelfleck verwechseln, oder sie versuchten gar, in das Auge des Weibchens einzudringen.
Im Aquarium erstmals freigesetzte Junge schwimmen auch schon einmal einem Fressfeind direkt in Maul, weil sie ihn für ihre Mutter halten; der braucht dann nur noch zu schlucken ...
Eindrucksvoll und als Beleg sehr stichhaltig ist der sogenannte Knopftrick: Entfernt man das Weibchen direkt nach dem Entlassen der Brut, kann man die Kleinen mit einem kleinen, dunklen Gegenstand – etwa einem Knopf – durch das Aquarium führen, indem man ihn langsam hin und her schwenkt. Die Jungtiere orientieren sich wohl an dunklen, sich bewegenden Flächen, die in der Größe der mütterlichen Maulspalte entsprechen. Dieser „Knopftrick“ funktioniert allerdings meist nur bei gerade entlassenen Jungtieren richtig gut.
Ein Erlebnis ganz besonderer Art hatte mein Freund Mario Cecchetti (Eschelbronn bei Heidelberg) auf einer gemeinsamen Reise zum Malawisee 2009. Bei einem Tauchgang im Felslitoral der Insel Mazimbwe (vor Likoma) fand er ein Tyrannochromis-nigriventer-Weibchen, das gerade seine Brut auf einem Felsen freigesetzt hatte. Er näherte sich den Jungtieren vorsichtig bis auf Armlänge. Das Weibchen hielt sich derweil in einiger Entfernung, es traute sich nicht heran. Mario streckte seine Hand langsam in Richtung Jungfischschwarm, wobei er sie rhythmisch öffnete und halb schloss. Tatsächlich nahmen die Jungtiere die halbgeschlossene Faust „an Mutterstatt“ an – und schwammen in seine Faust!

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Die wenigsten Aquarianer kennen die Gattung Fenerbahce. Auch Spezialisten halten und vermehren diese Fische eher selten. Das liegt nur zum Teil daran, dass der Gattungsname erst 2006 publiziert und die zweite Art 2011 beschrieben wurde. Die klein bleibende Kongo-Endemiten werden selten importiert und sind keine Anfängerfische. Ihre Geschichte und die neuesten Entdeckungen zeigen, dass unser Wissen über die Fischfauna des Kongo noch sehr lückenhaft ist. Von Rainer Sonnenberg und Jouke R. van der Zee

Fenerbahce - Literaturverzeichnis

 

Seit bald 50 Jahren schwimmen Malawisee-Cichliden in unseren Aquarien. Neben den bunten Farben vieler Arten trug noch etwas dazu bei, dass sie zu den am häufigsten gepflegten Buntbarschen zählen: Sie sind - mit einer Ausnahme - hochspezialisierte Maulbrüter. Von Andreas Spreinat

Hier finden Sie die in dem Artikel erwähnten Video-Sequenzen.

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Fossorochromis rostratus, Malawisee-Maulbrüter: Ablaichsequenz

Pseudotropheus crabro, Malawisee-Maulbrüter: Ablaichsequenz 1 bis 3