Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

gruene hoelle_01Angeregt durch Christel Kasselmanns DATZ-Artikel über Wasserpflanzen und ihre großartigen Bücher, möchte ich hier mein eigenes Aquarium kurz vorstellen. Seit 30 Jahren bin ich Aquarianer. Immerhin 27 Jahre lang besaß ich ein 128-Liter-Becken, und seit rund zwei Jahren bin ich stolzer Besitzer eines Aquariums mit den Abmessungen 150 x 50 x 60 Zentimeter (450 Liter).

Mein kleiner Artikel soll zeigen, dass sich ein verhältnismäßig großes Becken auch kostengünstig einrichten lässt. So besorgte ich mir die als Bodengrund benötigten 60 Kilogramm Kies (Körnung fünf Millimeter) in der örtlichen Kiesgrube, ebenso die 30 Kilogramm faustgroßer Steine für den Felsaufbau im Hintergrund. Zum Waschen des Deko-Materials verbrauchte ich rund 400 Liter Wasser, die ich meinen Tonnen im Garten entnahm.

Nach dem Einbringen des Bodengrundes schichtete ich im hinteren Teil des Beckens die größeren Steine auf einer Breite von rund 25 Zentimetern etwa 30 Zentimeter hoch auf. Dabei achtete ich sorgfältig darauf, dass sie nicht herunterfallen oder rutschen können.

Autor: Marion Hamann

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 04/12

Eine Ergänzung zum Artikel „Härtels Wasserkelch in der Kultur“: Hermann Härtel importierte seinerzeit nur die grüne Variante von Cryptocoryne affinis, die bei uns jahrzehntelang als „Anfängerpflanze“ bestens gedieh und mehrfach blühte. Heute ist sie eine „Problempflanze“ und nur noch selten zu finden; niemand weiß, warum.

Felix Milkuhn (Dresden) beschrieb sie damals als C. haerteliana, und ich gab ihr in den „ZAG-Informationen Wasserpflanzen“ (dem Mitteilungsblatt des Zentralen Arbeitskreises Wasserpflanzen im Kulturbund der DDR) den Unterartnamen C. affinis ssp. haerteliana, weil Alfred Blass nun die braune C. affinis eingeführt hatte, die sich als wesentlich unempfindlicher herausstellte und auch heute noch bei vielen Aquarianern zu finden ist. Der Blütenstand ist bei beiden identisch.

Autor: Heinz Schöpfel

In seiner Übersicht über afrikanische Welse erwähnt Erwin Schraml auch kurz das Brutverhalten von Lophiobagrus aus dem Tanganjikasee. Nach Lass & Höner (2008) sollen die Arten der Gattung im Gegensatz zu früherer Auffassung keine Maulbrüter, sondern Höhlenbrüter sein. Eine Quelle der „früheren Auffassung“ ist im Text nicht genannt. Vielleicht bezieht sich Schraml auf Ochi et al. (2002), im Literaturverzeichnis mit dem Erscheinungsjahr 2001 aufgeführt.

Das widerspricht Feldbeobachtungen von Ochi et al. (2002) an L. aquilus und L. cyclurus im Südteil des Tanganjikasees. Sie fanden unter 23 einzeln lebenden Männchen von L. aquilus acht maulbrütende Tiere mit Nachwuchs in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Zwei Tiere trugen Eier im Maul (Durchmesser 3,5 bis 3,7 Millimeter, insgesamt 19), die bei der Entnahme jeweils zusammenklebten.

Bei sechs der acht Tiere hatte die Brut eine Gesamtlänge von etwa acht bis 14 Millimetern. Die zwölf einzeln lebenden Weibchen und die beiden zusammenlebenden Paare brüteten nicht.

Von L. cyclurus wurden 29 einzeln lebende Männchen, 19 solitäre Weibchen und zwei Paare gefangen. Unter diesen Tieren befand sich nur ein brutpflegendes Männchen mit 41 Larven im Maul (Gesamtlänge etwa 6,5 Millimeter, Dottersack vorhanden).

Bei den Weibchen beider Arten wurden als Maß für ­ihren Reifezustand auch die Größe der Oozyten (Eizellen) sowie das Gonadengewicht im Verhältnis zum Gesamtgewicht der Tiere bestimmt (gonadosomatischer Index). Da bei den verpaarten Weibchen die Werte beider Parameter höher lagen als bei den solitär lebenden, vermuten die Autoren, dass sich Paare erst unmittelbar vor dem Laichen bilden und danach wieder trennen.

Die bei L. aquilus beobachteten Eiklumpen sind für maulbrütende Süßwasserfische ungewöhnlich. Sie sind nur aus den marinen Familien der Kardinalbarsche (Apogonidae), Seehasen (Cyclopteridae) und Kieferfische (Opistognathidae) bekannt, sämtlich Maulbrüter im männlichen Geschlecht.

Nach Ansicht der Autoren besteht bei einem Gelege aus verklebten Eiern ein erhöhtes Risiko, dass kurz nach dem Laichakt die Gesamtbrut (durch Bruträuber) verloren gehen kann. Hier läge wegen der Möglichkeit einer rascheren Aufnahme ein Vorteil für die Strategie „maulbrütende Männchen“.

Aus dieser Hypothese sowie aus den tatsächlichen Beobachtungen schließen die Autoren, dass L. aquilus ein paternaler Maulbrüter ist. Bei L. cyclurus sind sie aufgrund der Einzelbeobachtung zurückhaltend bezüglich einer (ausschließlich) väterlichen Maulbrutpflege. Dass beide Arten in der Natur jedoch Maulbrüter sind, kann nicht bezweifelt werden.

Autor: Heinz H. Büscher

Literatur

Lass, G., & I. Höner (2008): Ein Wels aus Ostafrika – der Tanganjika-Stachelwels. – Amazonas 4 (2): 50–53.

Ochi, H., A. Rossiter & Y. Yanagisawa (2002): Paternal mouthbrooding bagrid catfishes in Lake Tanganyika. – Ichthyological Research 49: 270–273.

bachflohkrebsWer in der kalten Jahreszeit gerade nichts Besseres zu tun hat, der geht, so er denn ein „Hardcore“-Aquarianer ist, gern hinaus zum Tümpeln.

In einer Zeit, in der die Mückenlarven, Hüpferlinge und Wasserflöhe nur selten oder gar nicht mehr zu finden sind, ist er dankbar für jedes Tierchen, das in den Maschen seines Netzes zappelt.

Für räuberisch lebende Aquarienfische, die mit Flocken- oder Tablettenfutter nicht viel anzufangen wissen, darf es aber auch schon einmal ein etwas größerer „Nachtisch“ sein. Da kommen die Bachflohkrebse (im Bild eine nicht näher bestimmte Gammarus-Art) gerade recht.

Die bis über zwei Zentimeter lang werdenden Flohkrebse leben nur in sauberen Gewässern, versteckt unter Steinen, Laub und Holzstücken. Dort findet man sie, auch in den Wintermonaten, oft in großen Mengen.

Für unsere (robusteren) Fische sind sie wahre Leckerbissen. Da jedoch einige Bachflohkrebs-Arten unter Naturschutz stehen, beließ ich es beim Fotogra­fieren und entließ das verliebte Pärchen wieder in die Freiheit.

Das Bild entstand übrigens durch Anwendung der in der Makrofotografie oft verwendeten „Durchlicht-Dunkelfeld-Beleuchtung“, die sich vor allem für zarte, durchscheinende Objekte eignet.           

Autor: Roland Schreiber

l191Da ich „Panaque-Fan“ bin, las ich mit großem Interesse den Artikel von Peter Jäger und möchte ein paar Ergänzungen zur Aquarienhaltung dieser schönen Tiere liefern.

In meinem großen Aquarium (370 x 75 x 70 Zentimeter) pflege ich seit mehreren Jahren zwei L 203, einen P. nigrolineatus und mehrere Cichliden (sechs Geophagus altifrons, vier Hypselecara temporalis). Das Becken wird nur über den Raum (Keller), die Beleuchtung und die Filterpumpen beheizt (25 °C).

Als Futter für die Panaque und Geophagus verwende ich hauptsächlich Sticks für Algenfresser, die zu Boden sinken, für die Hypselecara alles, was schwimmt oder als großer Brocken im freien Wasser zu schnappen ist: Sticks, getrocknete Bachflohkrebse (Schildkrötenfutter), Stinte, Regenwürmer, Spinnen und Fliegen. Die Tiere werden nicht täglich gefüttert, pro Woche gibt es zwei Fastentage.

Die beiden L 203 besitze ich seit 14 und vier Jahren; sie sind rund 35 und etwa 20 Zentimeter lang. Den P. nigrolineatus pflege ich seit 13 Jahren; er misst ungefähr 30 Zentimeter.