Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

philippinen 60Bei der Seeschlange auf Seite 97 in dem Reisebericht von Daniel Heerz handelt es sich nicht um Laticauda colubrina, sondern um Emydocephalus annulatus. Als reiner Fischei-Fresser hat diese Art fast komplett reduzierte Zähne und ist somit eine große – harmlose – Ausnahme unter den sonst ja hochgiftigen Seeschlangen. Autorin: Maren Gaulke

blauroter perusalmler

hyphessobrycon nigricinctus

Schon beim Lesen der Überschrift des Kurzbeitrages von Jochen Hübner und nach einem Vergleich der beigefügten Fotos fiel uns auf, dass es sich bei dem abgebildeten, als adulter „Peru-Kaisersalmler“ bezeichneten Fisch nicht um Hyphessobrycon nigricinctus handeln kann. Eine Verwechslung insbesondere lebender Tiere ist eigentlich nicht möglich, da diese Salmler doch ganz anders aussehen.

Hyphessobrycon nigricinctus fingen wir 2004 selbst in Peru. Damals war die Art noch nicht beschrieben. Wir berichteten darüber in DATZ 7/2005 und stellten die Art den Salmler einem Steckbrief noch einmal in DATZ 4/2010 vor.

Bei dem in Heft 11/2011 abgelichteten Salmler handelt es sich um eine wissenschaftlich wohl immer noch nicht beschriebene Art (Hyphessobrycon sp.), die als „Blauroter Perusalmler“ gehandelt wird. Diesen Fisch hielten wir selbst ebenfalls schon, zogen ihn auch nach und schrieben darüber in DATZ 2/2003.

Zum Vergleich hier noch einmal Fotos von beiden Arten.

Autoren: Peter und Martin Hoffmann

 

Seit mehreren Monaten haben mein Mann und ich ebenfalls ein 150 Zentimeter langes Süßwasseraquarium für „Fischnotfälle“ in Betrieb. Vor einigen Wochen stellten wir außerdem ein Becken für Schleierkampffische (Betta splendens) auf, und bei Bedarf können wir auf unsere übrigen laufenden Aquarien zurückgreifen oder kurzfristig weitere aufstellen.

Kürzlich zogen wir mit unserem Forum auf eine neue Plattform um und erweiterten dort unser Spektrum unter anderem um Datenbanken (aquabits.co.de). Dort finden sich auch Informationen über das Projekt „Fische in Not“, und es werden weitere private Pflegestellen vorgestellt. Dieses Projekt ist – wie unser eigenes – privat; jeder trägt die Kosten, die ihm dabei entstehen.

So gibt es also bereits mehrere solcher Angebote, doch in der Regel arbeiten ihre Initiatoren im Stillen.

Aquarianer, die sich selbst als private Pflegestelle in einer nach Postleitzahlen sortierten Liste eintragen lassen wollen, können das hier tun: aquaticwelt.de. Autorin: Silvia Bittner

souvenirsIhr Artikel über „originelle“ Urlaubsmitbringsel von der Insel Kreta hat mir gut gefallen, das darin Dargestellte jedoch eher nicht.Was ich nicht begreife: Es gibt tatsächlich immer noch Menschen, die solches Zeug kaufen. Denn gäbe es dafür keinen Markt, dann würden die Händler derartige Geschmacklosigkeiten bestimmt nicht anbieten.

In Spanien sah ich erst vor wenigen Wochen ähnliche Verkaufsstände. Aber auch in Deutschland fand ich schon „tierische Souvenirs“, Muscheln beispielsweise. Vor gar nicht langer Zeit verbrachte ich einen Urlaub auf Rügen, wo ich auf einem Wochenmarkt die hier wiedergegebene Aufnahme machte. Als der Händler bemerkte, dass ich seine Auslagen ablichtete, untersagte er mir das Fotografieren sogleich.

Was ich mich frage: Woher bekommen die Leute diese Dinge? Es ist doch verboten, derartige Tierpräparate in die EU und damit nach Deutschland einzuführen. Autor: Roger Klein

leserfotoAls Angestellter in einem Aquarienfischgroßhandel gehört es zu meinen Aufgaben, Bilder von neu eingeführten Fischen anzufertigen. Vor einigen Wochen importierte die Firma aqua-global (Seefeld bei Berlin) eine Zuchtform – „Flower“ – der Sumatrabarbe (Puntius tetrazona oder P. anchisporus) aus Singapur. Zwei dieser hübschen Tiere setzte ich in mein Fotobecken und ließ ihnen erst einmal etwas Zeit, um sich zu akklimatisieren.

Das taten die robusten Barben ziemlich schnell, und schon bald wurde ich Zeuge eines der auch von wildfarbenen Individuen häufig ausgetragenen Maulkämpfe. Dabei stehen sich die Fische mit weit geöffneten Mäulern frontal gegenüber. Dann drehen sie sich plötzlich mit ziemlich hohem Tempo umeinander. Dieses Verhalten ist auf dem Foto festgehalten.

Zwar benehmen sich Sumatrabarben anderen Fischen gegenüber nicht gerade sehr „höflich“, im Gegenteil: Vor allem langflossigen Tieren beißen sie gern Teile der Beflossung ab. Artgenossen jedoch scheinen sie bei ihren Rangeleien keinen Schaden zuzufügen. Autor: Ingo Seidel