Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

bachflohkrebsWer in der kalten Jahreszeit gerade nichts Besseres zu tun hat, der geht, so er denn ein „Hardcore“-Aquarianer ist, gern hinaus zum Tümpeln.

In einer Zeit, in der die Mückenlarven, Hüpferlinge und Wasserflöhe nur selten oder gar nicht mehr zu finden sind, ist er dankbar für jedes Tierchen, das in den Maschen seines Netzes zappelt.

Für räuberisch lebende Aquarienfische, die mit Flocken- oder Tablettenfutter nicht viel anzufangen wissen, darf es aber auch schon einmal ein etwas größerer „Nachtisch“ sein. Da kommen die Bachflohkrebse (im Bild eine nicht näher bestimmte Gammarus-Art) gerade recht.

Die bis über zwei Zentimeter lang werdenden Flohkrebse leben nur in sauberen Gewässern, versteckt unter Steinen, Laub und Holzstücken. Dort findet man sie, auch in den Wintermonaten, oft in großen Mengen.

Für unsere (robusteren) Fische sind sie wahre Leckerbissen. Da jedoch einige Bachflohkrebs-Arten unter Naturschutz stehen, beließ ich es beim Fotogra­fieren und entließ das verliebte Pärchen wieder in die Freiheit.

Das Bild entstand übrigens durch Anwendung der in der Makrofotografie oft verwendeten „Durchlicht-Dunkelfeld-Beleuchtung“, die sich vor allem für zarte, durchscheinende Objekte eignet.           

Autor: Roland Schreiber

l191Da ich „Panaque-Fan“ bin, las ich mit großem Interesse den Artikel von Peter Jäger und möchte ein paar Ergänzungen zur Aquarienhaltung dieser schönen Tiere liefern.

In meinem großen Aquarium (370 x 75 x 70 Zentimeter) pflege ich seit mehreren Jahren zwei L 203, einen P. nigrolineatus und mehrere Cichliden (sechs Geophagus altifrons, vier Hypselecara temporalis). Das Becken wird nur über den Raum (Keller), die Beleuchtung und die Filterpumpen beheizt (25 °C).

Als Futter für die Panaque und Geophagus verwende ich hauptsächlich Sticks für Algenfresser, die zu Boden sinken, für die Hypselecara alles, was schwimmt oder als großer Brocken im freien Wasser zu schnappen ist: Sticks, getrocknete Bachflohkrebse (Schildkrötenfutter), Stinte, Regenwürmer, Spinnen und Fliegen. Die Tiere werden nicht täglich gefüttert, pro Woche gibt es zwei Fastentage.

Die beiden L 203 besitze ich seit 14 und vier Jahren; sie sind rund 35 und etwa 20 Zentimeter lang. Den P. nigrolineatus pflege ich seit 13 Jahren; er misst ungefähr 30 Zentimeter.

Ileserfoton der Dezember-Ausgabe 2011 veröffentlichte die DATZ-Redaktion als Leserfoto des Monats eine originelle und beeindruckende Aufnahme von Christian Skibbe, die einen frisch geschlüpften Jungfisch des „Kap Lopez“ (Aphyosemion australe) in einem Wassertropfen auf der Spitze eines Amaryllis-Blattes zeigt. Im Begleittext erfährt der Leser, mit welcher fototechnischen Ausrüstung dem Verfasser sein Makrofoto gelang.

Die hier gezeigte Abbildung gehört ebenfalls in die Kategorie „Einzelzelle“ (so lautete die Überschrift zum Leserfoto des Monats Dezember). Sie entstand übrigens ganz unabhängig von C. Skibbes Bild schon vor dem Erscheinen von DATZ 12/2011 und mit einer etwas anderen Methode und fotografischen Ausstattung.

In dem Lotos-Freilandbecken des Botanischen Instituts der Universität Köln vermehren sich Garnelen einer Neocaridina-Art, die ein Aquarianer einst dort aussetzte. Zusammen mit einem Stückchen Moos pipettierte ich eines der Tierchen in einen Wassertropfen auf einem Lotos-Blatt (Nelumbo sp.) und fotografierte es, bevor der Tropfen wieder herunterkullerte.

Das Bild machte ich mit einer kleinen Discounter-Kamera und einer Vorsatzlinse. Mehr über diese Aufnahmetechnik will ich gern in einer späteren DATZ-Ausgabe verraten.

Autor: Ingo Botho Reize

Zuerst möchte ich loswerden, dass sich die DATZ nach dem Verlagswechsel meiner Meinung nach sehr verbessert hat, sowohl bezüglich des Layouts als auch hinsichtlich des Inhalts.

Besonders gefreut habe ich mich über den Artikel über den Schönen Schlangenkopffisch (Channa pulchra), den ich gleich nach dem Erscheinen der Dezember-Ausgabe regelrecht verschlang. Ich finde diese Fischart sehr interessant – und ich halte es zudem für mutig, auch einmal solche „Randthemen“ anzuschneiden!

Häufig sind aquaristische Erfahrungsberichte ja sehr sachlich und manchmal auch ein wenig trocken geschrieben. In dieser Hinsicht war der Beitrag von Florian Lahrmann eine erfrischende Abwechslung. Der Autor berichtet sehr ehrlich über seine Erlebnisse mit den nicht allzu einfach zu haltenden Fischen und den Folgen, was sicher dem einen oder anderen Leser dabei helfen wird, ähnliche negative Erfahrungen zu vermeiden. „Standardinformationen“, wie sie sonst immer wieder von Neuem aufgedröselt werden (und in Zeiten des Internets ja auch nur allzu einfach zu ermitteln sind), fehlen in dem Beitrag zwar weitgehend, doch werden Channa-Interessenten auf mögliche Haltungsprobleme aufmerksam gemacht – ein Artikel also, der durchaus dazu anregt, sich etwas genauer mit diesen reizvollen Fischen zu befassen.

Es würde mich freuen, künftig noch mehr Erfahrungsberichte von weiteren Aquarianern lesen zu können (und nicht nur die immer gleichen Informationen von den immer gleichen Autoren).

In diesem Zusammenhang: Auch die Beiträge „Ein seltener Gast aus Costa Rica“ von Thomas Schulz und „Sommergäste aus Florida am Unteren Niederrhein“ von Michael Kempkes in der November-DATZ fand ich Spitze – weiter so!

Autorin: Judith Sandra Folgado

husliche gewaltFlorian Lahrmann dokumentiert in seinem Artikel über den Schönen Schlangenkopffisch (Channa pulchra) die Folgen ungeeigneter Haltungsbedingungen und bringt damit nicht nur eine ganze Fischfamilie in Verruf, sondern auch diejenigen, die sich mit deren Pflege und Nachzucht im Aquarium beschäftigen.

Schlangenköpfe sind Raubfische, ihre Vergesellschaftung mit anderen Arten ist daher schwierig. Die gemeinsame Haltung mit Fischen, die mit aufstellbaren Stacheln ausgestattet sind (Antennenwelse), ist sogar für beide Seiten riskant. Hätte einer der Schlangenkopffische versucht, einen der einige Zentimeter kleineren Harnischwelse nach Raubfischmanier, also mit dem Kopf voran, zu verschlingen, hätte der Wels sich mit seinen Flossenstacheln verkeilt, und beide wären wahrscheinlich verendet. Der Autor hatte Glück, dass seine Schlangenköpfe überlebten.

Auch der Todessprung durch die viel zu leichte Klappe der Abdeckung war vorhersehbar.