Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Alexander Kästner schrieb: Um den Bajonettverschluss des geschlossenen Domdeckels zu öffnen, „braucht man schon ein wenig Kraft ...“. Wie wahr!

Auch ich kaufte mir das Komplettset zum Erbrüten von Artemia-Nauplien. Einige Male bekam ich es nur ­unter größten Anstrengungen auf. Zwar bin ich 61 Jahre alt, aber kein Greis, und ich hatte bisher keine Pro­bleme, etwa Gurkengläser
zu öffnen. Als sich der Ba­jonettverschluss selbst unter heftigsten Bemühungen nicht lösen ließ, fuhr ich zu meinem Aquarienhändler.

Der freundliche Fachmann ist etwa 20 Jahre jünger als ich (und gut gebaut). Aber auch er musste sich anstrengen, um den Verschluss zu öffnen. Als es endlich geklappt hatte, holte er aus einer „Wunderkiste“ in seinem Lager ein Silikon-Gleitmittel. Damit schmierte er den Dichtungsring in dem Bajonettverschluss ein, und so war das Problem ganz einfach gelöst. Noch einmal testdrehen, auf und zu, es klappte ausgezeichnet. Schön, wenn man einen kompetenten Zoohändler hat!

Im Internet fand ich dann die Information, dass Silikon-Gleitmittel Dichtungs- und Gummiringe geschmeidig halten. Mit Silikon-Unterstützung können also auch Kinder, Damen und ältere Herren an dem nützlichen JBL-Brüter ihre Freude haben.

Autor: Reinhold Wawrzynski

Mit großem Interesse las ich die beiden Artikel über Cryptocoryne affinis, insbesondere den Beitrag über die Aquarienkultur.

Auch mein Aquarienbestand ist über 40 Jahre alt und stammt noch aus dem ersten 60-Liter-Becken, das ich im Alter von zehn Jahren bekam. Die größten Exem­plare gedeihen seit über 20 Jahren ununterbrochen in einem Bassin mit etwa 40 Zentimetern Wasserstand. Beleuchtet wird es mit zwei 30-Watt-Leuchtstoffröhren. Darin stehen die Pflanzen in fünf Zentimeter hohem, gewaschenem Sand aus der Weser. Auch ohne CO2- oder sonstige Düngung erreichen sie Blattlängen von 30 Zentimetern.

Aber nicht nur das: Die beiden größten Wasserkelche treiben regelmäßig Blütenstände über die Wasseroberfläche hinaus, die dann insgesamt rund 50 Zentimeter lang werden.

Leider bleibt auch mein Bestand nicht von gelegentlichem Cryptocorynenfäule-Befall verschont. Der Grund liegt meines Erachtens in den sich zweimal jährlich stark verändernden Lichtverhältnissen: Das Aquarium steht im rechten Winkel zu einem Südfenster, sodass von Herbst bis Frühjahr zeitweise direktes Sonnenlicht hineinfällt. Die Pflanzen erholen sich aber stets ziemlich schnell und zeigen dann wieder die gesamte Pracht ihrer dunkelroten Blattunter- und olivgrünen -oberseiten.

Autor: Gereon Adämmer

leserfoto5"Energiesparen war gestern, steigende Strompreise gelten nicht für jeden. Notfalls leuchtet man sich den Weg mittels eingebauten Kraftwerks einfach selber aus.“ Wer so denkt, kann nur ein südamerikanischer Messerfisch sein.

Die elektrischen Fische (hier eine Eigenmannia-Art) sind in der Lage, mithilfe spezieller Muskelzellen ein elektrisches Feld zu erzeugen. Diese Fähigkeit dient der Ortung von Feind- und Beutefischen, der Orientierung und der Kommunikation, etwa beim Laichen.

Unter den Gymnotiformes gibt es harmlose Formen, die mit ihrer Stromstärke kaum ein Glühbirnchen anzünden könnten, aber auch solche, die richtig gefährlich sind.

Während Eigenmannia froh ist, mit seiner mühevoll aufgebrachten Energie den nächtlichen Weg ins Schlafzimmer zu finden, sind die stark elektrischen Zitteraale (Electrophorus electricus) Schauobjekte in vielen Tierparks. Dort kann das Publikum mittels Spannungsmessgeräts über dem Aquarium die Spannungsstärke der Fische ablesen (bis zu 700 Volt) – und sich freuen, nicht bei ihnen im Wasser zu sein ...

Die Hintergrund-Spot-Beleuchtung auf dem Foto ist aber das Ergebnis eines gezielt eingesetzten Blitzes und nicht vom Fisch erzeugt. Sonst hätte ich von diesem Tag an sicher keine Hand mehr ins Wasser getaucht!

Autor: Roland Schreiber

rotpunkt blenni_01In der November-Ausgabe der DATZ 2011 berichtete ich über meine Erfahrungen mit Blenniella chrysospilos. Leider muss ich nachtragen, dass mein „Rotpunkt-Blenni“ doch noch begann, Korallen zu belästigen.

Der Fisch lebte seit Februar 2011 in meinem Aquarium, also seit gut einem Jahr. Im vergangenen Januar setzte ich eine grüne Pilzlederkoralle aus Madagaskar hinzu (Sarcophyton sp.).

Nach etwa einer Woche begann der Blenni, in den Hut der Lederkoralle zu beißen, und sie öffnete sich nicht mehr richtig. Zuerst dachte ich, dass die Koralle zu nah an der Wohnhöhle des Fisches steht, und setzte sie an einen anderen Platz. Doch nach kurzer Zeit setzte der Schleimfisch seine Beißattacken fort, obwohl ich ihn nicht zu knapp fütterte.

Andere Lederkorallen verschiedener Arten, Gorgonien und sämtliche weiteren Weich- und Steinkorallen wurden nach wie vor nicht belästigt.

Den Fisch bei seiner Tätigkeit zu fotografieren war nicht ganz einfach. Manchmal hatte ich fast den Eindruck, als ob er mich beobachtete; dann unterließ er sein Treiben. Also setzte ich mich in einigem Abstand vor das Aquarium, „bewaffnet“ mit einem Teleobjektiv (daher die schlechte Qualität der „Beweisfotos“).

Weil ich die grüne Lederkoralle zu gern behalten wollte, musste der Blenni aus dem Aquarium heraus. Da er sich oft in einer Tonröhre aufhielt, konnte ich ihn einfach fangen. Die Koralle erholte sich schon nach wenigen Tagen.

Jetzt freut sich mein Vater über einen neuen Fisch in seinem Aquarium, in dem Euphyllia- und Galaxea-Korallen sowie Kupferanemonen dominieren. So, wie es bisher aussieht, wird der Schleimfisch hier keinen Schaden anrichten.

Autor: Lars Renken

leserfoto4-12Ein Schwarm Chromis viridis steht über seiner Wirtskoralle, einer Acropora sp. Bei einer Gefahr stürzt die Fischwolke binnen Sekunden in den Schutz der Äste, kann aber genauso schnell wieder zum Planktonfang ausschwärmen.

Das Bild stammt von der Ostküste von Mauritius im Indischen Ozean. In den vergangenen Jahren brachten Dynamitfischerei, Nährstoffeinträge infolge des Zuckerrohranbaus, Haus- und Hotelabwässer, aber auch die durch „El Niño“ verursachte Wassererwärmung das Riff zum Sterben.

Im Dezember 2010 waren noch großflächige Schäden zu sehen. Stellenweise glich die Unterwasserwelt einer Wüste. Aber in der Hauptströmung, die in die Bucht hinein führt, hatten sich auch viele neue Korallen angesiedelt. Das Riff ­befand sich bereits im Wiederaufbau.

Mich beeindruckte der frei stehende Korallenblock mit dem riesigen Schwarm höchstens ein bis drei Zentimeter langer Mönchsfische. Das Motiv symbolisiert – so empfand ich es jedenfalls – die Wiederent­stehung eines zerstörten Korallenriffs. Nur eine ge­rade einmal 40 Zentimeter große Koralle bietet Hunderten kleiner Fische Lebensraum und Schutz.

Nun wird überlegt, ob man dieses Gebiet unter Schutz stellen sollte – daher die Überschrift „Hoffnung in der Unterwasserwüste“.

Autor: Daniel Heerz