Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

mist wieder_zu_kurzUnermüdlich springt er (unter Wasser) von Ast zu Ast und von Pflanze zu Pflanze und hat wohl noch gar nicht gemerkt, dass die Olympischen Spiele längst vorbei sind. Bachflohkrebse sind flinke und vor allem schnelle Bewohner von Teich und Fluss.

Wer als Aquarianer in der kalten Jahreszeit gerade nichts Besseres zu tun hat, der geht gern „tümpeln“ und bekommt dann, mit ein wenig Glück, das muntere Geschöpf zu Gesicht.

Wenn Wasserflöhe und Mückenlarven nur noch selten oder gar nicht mehr zu finden sind, ist man dankbar für jedes andere Tierchen, das im Netz zappelt.

Für räuberisch lebende Aquarienfische, die mit Trockenfutter meist nicht viel anzufangen wissen, darf es auch schon einmal ein etwas größerer Nachtisch sein. Da kommen Bachflohkrebse (hier ein Gammarus sp.) gerade recht.

Die gut zwei Zentimeter lang werdenden Flohkrebse leben nur in sauberen Gewässern, versteckt unter Steinen, Laub und Holzstücken. Dort findet man sie, auch im Winter, häufig in größeren Mengen. Für robustere Aquarienbewohner sind sie wahre Leckerbissen, auf die unsere Pfleglinge gierig Jagd machen.

Da einige Flohkrebs-Arten unter Schutz stehen, beließ ich es beim Fotografieren und schenkte dem liebenswerten kleinen Krebs nach der Session wieder die Freiheit. Autor: Roland Schreiber

Eine erfreuliche Ergänzung zu „Rössels Recht“, DATZ 7/2011: Auch in zweiter Instanz – er hatte tatsächlich Berufung eingelegt! – scheiterte der erwähnte Tierhalter mit seinem Begehren, sein Tier aus optischen Gründen tätowieren zu dürfen. Das zweitinstanzlich zuständige Gericht wies darauf hin, dass es keinen vernünftigen Grund im Sinn des § 1 TierSchG gebe, ein Tier in dieser quälerischen Weise zu „verzieren“ und ihm damit Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Auch ein etwaiges Erfordernis der individuellen Kennzeichnung oder die Berufsfreiheit des Klägers seien nicht geeignet, solche Maßnahmen als „vernünftig“ im Sinn des TierSchG einzustufen (Urteil vom 10.8.2012, Az. 20 A 1240/11).

Autor: Dietrich Rössel

Zuerst einmal Glückwunsch zur DATZ – als Kind habe ich die Hefte verschlungen und bin jetzt seit beinahe zwei Jahren wieder Abonnent der Aquarienzeitschrift – ich nenne sie immer „die Zeitschrift der glücklichen Männer“.

Sehr gern mag ich die ­Berichte, in denen zu lesen ist, wer was wo im Kescher hatte, denn ein Tümpler bin ich auch heute noch, obwohl mir das Berufsleben – leider – nicht mehr genug Zeit dafür lässt.

Ebenso spannend finde ich aber Artikel über „tierische Neubürger“; wer mit offenen Augen durch unsere Landschaften geht, findet sie inzwischen ja nahezu überall.

Bei uns gibt es einen kleinen, spärlich besuchten Badesee, in dem Graskarpfen, Rotfedern, Flussbarsche und Frösche leben – aber auch Krebse, zwei Rotwangenschildkröten, Kois und Goldfische. Und im vergangenen Jahr kescherte ich dort einen Schwarm Guppys!

Die August-Ausgabe über Neozoen brachte mich auch auf die Idee, meine Heimreise vom Familienurlaub in Italien im österrei­chischen Villach kurz zu unterbrechen und den in der DATZ beschriebenen Warmbach aufzusuchen. Während im unteren Abschnitt zehn bis 15 Zentimeter lange Döbel gut sichtbar im klaren, stark strömenden Wasser „standen“, war der Bereich hinter der Bahnunterführung stark verkrautet. So sah man zunächst nichts. Setzte man sich aber nieder und wartete, dann erblickte man an einsehbaren Stellen den einen oder anderen vorüberhuschenden Fisch.

Leider bot die Wasseroberfläche ein „Meer aus Licht und Schatten“, und sie spiegelte zudem stark. Ich konnte also nicht erkennen, ob ich denn exotische oder ein­heimische Schuppenträger vor mir hatte.

Allerdings hatte ich eine kleine Unterwasserkamera dabei, die ich an einen Stock band und an vielversprechenden Stellen (ich bin auch Angler) einfach in das Wasser hängte. Leider hat die Kamera keinen Monitor, sodass ich auf gut Glück filmte – es ist schon interessant, was man in einem Fluss mitten in Österreich so findet: http://www.youtube.com/watch?v=ixpuoB_ExpE.

Irgendwann werde ich mit einer besseren Ausrüstung bestimmt noch einmal nach Villach fahren; mal sehen, was dann alles zutage kommt!

Jetzt freue ich mich aber erst einmal auf die nächste DATZ ...

Autor: Christian Baumeister

leserfoto tu_mir_nichtsVertreter der Kopffüßerart Octopus vulgaris, im Volksmund auch „Krake“ genannt, haben es oft nicht leicht. Das geht vielen Tieren so, die von Nicht-Zoologen in die kulinarische Kategorie „lecker“ eingeordnet werden. Nur ahnen Oktopoden möglicherweise mehr von ihrem potenziellen Unglück und dem schon bei der Geburt nahen Lebensende als andere Weichtiere, denn sie sind mit einer für Wirbellose erstaunlichen Intelligenz ausgestattet.

Gemeinsam mit über 100.000 Geschwistern gezeugt, leben sie maximal zwei Jahre, nutzen in dieser Zeit alle möglichen intelligenten Mittel, um sich mit diversen anderen Wirbellosen zu mästen, um so weit zu kommen, dass sie wenigstens einmal in ihrem Leben für Nachwuchs sorgen können. Doch das gelingt den wenigsten.

Heerscharen professioneller Octopus-Verdrücker gefährden ihr Lebensziel, indem sie die Tiere in ihren Verstecken aufstöbern oder in Drahtreusen locken, um sie brutal zu töten und anschließend zu verzehren.

Insofern wundert es nicht, dass auch das abgebildete Tier, das ich als neugieriger Schnorchler unter einem Stein in der Adria aufstöberte, schnellstens das Weite suchte, sich bei nächster Gelegenheit fast amöboid in eine Felsspalte presste und mir mit einem Blick zum Steinerweichen zu signalisieren schien: „Tu mir nichts, ich habe sowieso nicht mehr lange …“ Autor: Uli Schliewen

leserbrief lebendgebrende_als_neozoenAuf mehreren Urlaubs- und Dienstreisen stieß ich an verschiedenen Orten auf Neo­zoen. Die wenigsten diesbezüglichen Erfahrungen sammelte ich in Europa.

Während eines Griechenlandurlaubs fuhr ich mit dem Auto von Lefkada nach Athen und hielt an einem gut zugänglichen Fluss (den genauen Ort notierte ich mir allerdings nicht) mit angrenzender Überschwemmungswiese und zog einen Rahmenkescher durch das trübe, über 30 °C warme Wasser. Es hätte nicht lange ­gedauert, und ich hätte tausende Gambusen fangen können. Jeder Netzzug erbrachte wenigstens 100 Tiere. Dazwischen befanden sich einzelne, nicht weiter bestimmte, silbrige Barben.

Autor: Martin Grimm

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 11/12