Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

biosphre 02In der Rubrik „Testlauf“ stellte Kriton Kunz in DATZ 9/2011 die „EcoSphäre“ der Firma „EcoSphere Europe“ vor, ein kleines, geschlossenes Salzwasser-System, das als lebenden Besatz eine Algenart und wenige Zwerggarnelen sowie Bakterien enthält. Steht es in einem temperierten Raum in Fensternähe, wachsen Algen und Bakterien, Nahrung und Sauerstoff für die Garnelen werden produziert. Deren Ausscheidungen (Kohlen­dioxid, Stickstoffverbindungen) wiederum sind die Grundlage für das Algenwachstum – ein kleiner Kreislauf, der über mehrere Jahre funktionieren soll.

Mein forschungsfreudiger Sohn wollte gleich eine solche „Biosphäre“ nachbauen. Die Idee: Was mit Salzwasser funktioniert, müsste doch auch mit Süßwasser gelingen. Autorin: Petra Fitz

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 06/12

afrik-welseMit großem Interesse las ich den Artikel von Erwin Schraml (DATZ 1/2012) und den Leserbrief dazu von Heinz H. Büscher (DATZ 3/ 2012) und erinnerte mich dabei an meine Erfahrungen mit dem Brutpflegeverhalten des Tanganjikasee-Stachelwelses (DATZ 12/2010): Bereits ein knappes Jahr, nachdem ich meine Lophiobagrus cyclurus Ende 2005 von Ilse Lass und Guido Höner bekommen hatte, laichten die Welse in einem meiner Aquarien, und ich konnte den ersten Nachwuchs aufziehen.

In der Folge sorgten die Elterntiere regelmäßig für Nachwuchs, sodass ich viele interessante Beobachtungen machen konnte. So stellte ich etwa fest, dass die Partner bis zu mehrere Wochen lang einen Unterschlupf besetzen können, bevor es zur Laichabgabe kommt. Bei der Paarung selbst geht es dann offenbar nicht sehr zärtlich zu, da die Weibchen anschließend zahlreiche Kratzer, oft auch eingerissene Flossen aufweisen; eines meiner Weibchen verlor sogar ein Auge.

Die Zeit, die das Weibchen nach der Laichabgabe noch in der Bruthöhle verbringen darf, variiert ebenfalls. Meist wird es vom Männchen nur noch wenige Tage geduldet, einmal fand ich jedoch beide Partner mit bereits voll entwickelten Jungwelsen in einer Höhle.

Eine klassische Maulbrutpflege konnte ich allerdings nie beobachten, auch nicht, als ich eine halbierte Kokosnussschale an der Frontscheibe platzierte, um jederzeit Einblick in das Geschehen zu haben. Ich sah aber, dass die Männchen bei Störungen den Laichballen nahezu komplett ins Maul aufnehmen können und schließlich damit davonschwimmen. In den meisten Fällen waren die Laichklumpen jedoch so groß, dass noch einige Eier herausschauten und das Männchen das Maul nicht mehr schließen konnte. Eine dauerhafte Maulbrutpflege über mehrere Stunden oder gar Tage ist meines Erachtens eher unwahrscheinlich.

Einmal entfernte ich unabsichtlich den Unterschlupf eines pflegenden Männchens. Das Tier wirkte sehr nervös und schnappte sich umgehend den Laichballen, um damit zu verschwinden. Schnell suchte es einen anderen Unterschlupf auf. Nur wenig später schaute sein Kopf aus diesem Versteck ­heraus, die Eier hatte das Tier in der neuen Höhle abgelegt.

Aufgrund dieser Beobachtungen und der Größe der Laichballen kann ich mir schwer vorstellen, dass L. cyclurus in der Natur reine Maulbrüter sind. Ich denke eher, dass Ochi et al. ein gestörtes Männchen gefunden hatten, das einfach – mit dem Nachwuchs im Maul – die Flucht ergreifen wollte.

Dass L. aquiles ein stärker ausgeprägtes Maulbrutpflegeverhalten aufweist, möchte ich dagegen nicht bezweifeln. Dafür sprechen jedenfalls die häufigeren Funde von Männchen mit ­Eiern und Brut im Maul sowie die zahlenmäßig kleineren Gelege, die wohl eher geeignet sind, längere Zeit im schützenden Maul zu bleiben.

Autor: Oliver Drescher

Alexander Kästner schrieb: Um den Bajonettverschluss des geschlossenen Domdeckels zu öffnen, „braucht man schon ein wenig Kraft ...“. Wie wahr!

Auch ich kaufte mir das Komplettset zum Erbrüten von Artemia-Nauplien. Einige Male bekam ich es nur ­unter größten Anstrengungen auf. Zwar bin ich 61 Jahre alt, aber kein Greis, und ich hatte bisher keine Pro­bleme, etwa Gurkengläser
zu öffnen. Als sich der Ba­jonettverschluss selbst unter heftigsten Bemühungen nicht lösen ließ, fuhr ich zu meinem Aquarienhändler.

Der freundliche Fachmann ist etwa 20 Jahre jünger als ich (und gut gebaut). Aber auch er musste sich anstrengen, um den Verschluss zu öffnen. Als es endlich geklappt hatte, holte er aus einer „Wunderkiste“ in seinem Lager ein Silikon-Gleitmittel. Damit schmierte er den Dichtungsring in dem Bajonettverschluss ein, und so war das Problem ganz einfach gelöst. Noch einmal testdrehen, auf und zu, es klappte ausgezeichnet. Schön, wenn man einen kompetenten Zoohändler hat!

Im Internet fand ich dann die Information, dass Silikon-Gleitmittel Dichtungs- und Gummiringe geschmeidig halten. Mit Silikon-Unterstützung können also auch Kinder, Damen und ältere Herren an dem nützlichen JBL-Brüter ihre Freude haben.

Autor: Reinhold Wawrzynski

Mit großem Interesse las ich die beiden Artikel über Cryptocoryne affinis, insbesondere den Beitrag über die Aquarienkultur.

Auch mein Aquarienbestand ist über 40 Jahre alt und stammt noch aus dem ersten 60-Liter-Becken, das ich im Alter von zehn Jahren bekam. Die größten Exem­plare gedeihen seit über 20 Jahren ununterbrochen in einem Bassin mit etwa 40 Zentimetern Wasserstand. Beleuchtet wird es mit zwei 30-Watt-Leuchtstoffröhren. Darin stehen die Pflanzen in fünf Zentimeter hohem, gewaschenem Sand aus der Weser. Auch ohne CO2- oder sonstige Düngung erreichen sie Blattlängen von 30 Zentimetern.

Aber nicht nur das: Die beiden größten Wasserkelche treiben regelmäßig Blütenstände über die Wasseroberfläche hinaus, die dann insgesamt rund 50 Zentimeter lang werden.

Leider bleibt auch mein Bestand nicht von gelegentlichem Cryptocorynenfäule-Befall verschont. Der Grund liegt meines Erachtens in den sich zweimal jährlich stark verändernden Lichtverhältnissen: Das Aquarium steht im rechten Winkel zu einem Südfenster, sodass von Herbst bis Frühjahr zeitweise direktes Sonnenlicht hineinfällt. Die Pflanzen erholen sich aber stets ziemlich schnell und zeigen dann wieder die gesamte Pracht ihrer dunkelroten Blattunter- und olivgrünen -oberseiten.

Autor: Gereon Adämmer

leserfoto5"Energiesparen war gestern, steigende Strompreise gelten nicht für jeden. Notfalls leuchtet man sich den Weg mittels eingebauten Kraftwerks einfach selber aus.“ Wer so denkt, kann nur ein südamerikanischer Messerfisch sein.

Die elektrischen Fische (hier eine Eigenmannia-Art) sind in der Lage, mithilfe spezieller Muskelzellen ein elektrisches Feld zu erzeugen. Diese Fähigkeit dient der Ortung von Feind- und Beutefischen, der Orientierung und der Kommunikation, etwa beim Laichen.

Unter den Gymnotiformes gibt es harmlose Formen, die mit ihrer Stromstärke kaum ein Glühbirnchen anzünden könnten, aber auch solche, die richtig gefährlich sind.

Während Eigenmannia froh ist, mit seiner mühevoll aufgebrachten Energie den nächtlichen Weg ins Schlafzimmer zu finden, sind die stark elektrischen Zitteraale (Electrophorus electricus) Schauobjekte in vielen Tierparks. Dort kann das Publikum mittels Spannungsmessgeräts über dem Aquarium die Spannungsstärke der Fische ablesen (bis zu 700 Volt) – und sich freuen, nicht bei ihnen im Wasser zu sein ...

Die Hintergrund-Spot-Beleuchtung auf dem Foto ist aber das Ergebnis eines gezielt eingesetzten Blitzes und nicht vom Fisch erzeugt. Sonst hätte ich von diesem Tag an sicher keine Hand mehr ins Wasser getaucht!

Autor: Roland Schreiber