Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Die zehnten Aquaristik-Terraristik-Tage am 13. und 14. Oktober 2012 im „Haus des Gastes“ in Falkenberg (Elster) erlebten mit fast 60 Ausstellern aus sechs Bundesländern einen großen Besucheransturm. Die Messe, organisiert von der Falken­berger Kinder- und Jugend-Aquaristik-AG, entwickelte sich im Lauf der Zeit zu ­einem jährlichen aquaristischen Höhepunkt in Ostdeutschland.

Mit rund 300 Börsenbecken, Ausstellungsaquarien, einer großen Tombola, einer Terraristik-Börse, exotischen Zierpflanzen und täglich zwei Vorträgen bot die Veranstaltung ihren 2.500 Gästen ein umfangreiches Programm.

Nach dem Eintritt der Falkenberger Jugendgruppe in den VDA-Bezirk 01 (Berlin-Brandenburg) ließ sich ­dessen Bezirksvorsitzende Christel Kasselmann nicht lange bitten und hielt ein hervorragendes Referat zum Thema „Beispielhafte Pflanzenaquarien“.

Marco Hasselmann nahm die Besucher mit auf „Eine Reise von Togo nach Benin – quer durch Westafrika“, ehe Mirko Hennig in Wort und Bild aufbrach „Nach Guatemala, nicht nur der Fische wegen“.

Terrarianer und solche, die es werden möchten, konnten Fragen zum Thema „Schlangen im Terrarium“ stellen, die von einem Fachmann kompetent beantwortet wurden.

Schon für das kommende Jahr – zum 15-jährigen Bestehen der Jugendgruppe, die aus 15 Mitgliedern im Alter von sieben bis 21 Jahren aus verschiedenen Bildungseinrichtungen des Landkreises besteht – wird das nächste Jubiläum vorbereitet. Die 800 Quadratmeter große Messehalle wird dann sicher wieder aus allen Nähten platzen. Mehr unter www.aquaristik-falkenberg-elster.de.

Autor: Jens Helemann

Zum fünften Mal findet der Wettbewerb „Die Kunst der Pflanzen-Aquarien – The Art of the Planted Aquarium“ auf der Heimtiermesse Hannover statt (25. bis 27. Januar 2013).

Bereits im vergangenen Jahr zog die Ausstellung nationale und internationale Besucher auf das Messegelände. Zu den Höhepunkten gehörten die Vorträge des Aquascapers Takashi Amano aus Japan. In diesem Jahr werden erneut Teilnehmer aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien erwartet.

Eine internationale Jury (mit Mitgliedern unter anderem aus Dänemark, Polen und Kanada) wird unter den ganz bestimmt wieder einfallsreich gestalteten und betitelten Aquarien die besten auswählen.

Prämiert wird in zwei Klassen: „XL“ und „Nano“.

Während die Besucher den Teilnehmern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen können, geben Experten im Aquaristik-Forum Einblicke in die faszinierende Welt ihrer Arbeit.

Abgerundet wird das Programm mit einem Bankett und der Preisverleihung auf der internationalen „Scaper Night“ am Samstag. Die Veranstalter schütten mehrere tausend Euro an Preisgeldern aus.     TMS

leserfoto - vollschlank und mit schiefem blickAttribute, die – menschlich betrachtet – heute nicht sehr geschätzt werden, sind in den Gewässern Südamerikas zweitrangig. Amazonien beheimatet unendlich viele Fischarten und ist zugleich ein wahres „Kuriositätenkabinett“. Hier finden sich unter den Fischen nicht nur Zwerge und wahre Riesen, wie gerade einmal zwei Zentimeter lange Salmler oder bis zu drei ­Meter lang werdende Arapaima gigas (sie zählen zu den größten Süßwasserfischen der Welt), sondern „Mutter Natur“ war auch sehr erfinderisch: So gibt es Rochen, die in ihrer Form einem Pfannkuchen ähneln, oder parasitisch lebende Kleinwelse, die, dünn wie Nadeln, sich ihre Nahrung (Blut) in den Kiemen großer Welse suchen (in Brasilien heißen diese Schmarotzer „Candiru“).

In Amazonien leben fliegende Fische (Beilbauch­salmler), mit rasiermesserscharfen Zähnen bewaffnete Piranhas, Messerfische, die mittels elektrischem Feld Artgenossen und Beute orten, oder „leuchtende“ Neonsalmler, die selbst in dunklen Bächen noch zu erkennen sind. Es scheint (fast) nichts zu geben, was es nicht gibt …

So auch einen Fisch, der zwar ein bisschen Mitleid erregend aussieht, eigentlich aber ein ganz lieber Bursche ist: Der Assel-Kugelfisch (Colomesus asellus). Seine Lieblingsspeise: Schnecken, was sonst?

Autor: Roland Schreiber

Aktionen zur „Natur des ­Jahres“ (Tiere, Pflanzen, Lebensräume ...) gibt es mittlerweile sehr viele, in zahlreichen Ländern, sie sind fast schon nicht mehr überschaubar. Angefangen hat alles in Deutschland mit dem „Vogel des Jahres“ an­-no 1971, dem Wanderfalken (2013 wird es die Bekassine sein).

Der erste „Fisch des Jahres“ in Deutschland war 1984 die Bachschmerle (Barbatula barbatula). Fische des Jahres 2012 waren die Neunaugen, von denen es in Deutschland vier Arten gibt:

• das Meerneunauge (Petromyzon marinus),

• das Flussneunauge (Lampetra fluviatilis),

• das Bachneunauge (Lampetra planeri) und

• das sehr seltene Ukrainische Bachneunauge (Eudontomyzon mariae).

Fluss- und Bachneunauge sowie das Ukrainische Bachneunauge leben in Europa endemisch. Die Larven (Querder) wurden von Carl von Linné irrtümlich als eigene Art beschrieben (Ammocoetes branchialis).

Bach- und Flussneunauge waren bereits 1988 schon einmal zum Fisch des Jahres gekürt worden. Fisch des Jahres 2012 in Österreich (das Prädikat gibt es dort seit 2002) war der Huchen (Hucho hucho), in der Schweiz (seit 2010) der Seesaibling (Salvelinus alpinus).

Und: Heuer waren Lurch des Jahres die Erdkröte (Bufo bufo, siehe DATZ 1/2012), auch in Österreich, Wasserpflanze des Jahres der Gewöhnliche Wasserhahnenfuß (Ranunculus aquatilis), Algen des Jahres die Armleuchteralgen der Gattung Chara und Flusslandschaft des Jahres die Helme (2012/ 2013).

Solche Aktionen geben Anlass, sich immer wieder mit dem Schutz der Natur zu beschäftigen. Allein aus diesem Grund verdienen sie es auch, in Zeitschriften wie der DATZ gewürdigt zu werden.

Autor: Walter Hebig

In meinem Thailand-Reiseartikel bezeichnete ich den auf Seite 96 abgebildeten Stachelaal als Macrognathus zebrinus. Inzwischen stellte sich jedoch heraus, dass das Foto in Wirklichkeit ein Exemplar der Art Macrognathus circumcinctus zeigt. Zu der Verwechslung kam es, weil Vergleichsmaterial fehlte und ich nur ungenügend recherchiert hatte.

Ralf Britz, Ichthyologe und Spezialist gerade auch für die Familie Mastacembelidae, wies mich auf diesen Fehler hin, dafür auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank!

Freundlicherweise erläuterte Ralf Britz mir auch die Unterschiede zwischen den beiden Arten:

Macrognathus zebrinus kommt wahrscheinlich nur in Birma vor. Dieser Stachelaal ist deutlich schlanker als M. circumcinctus, und seine Zeichnung besteht aus einer Serie schmaler „Zebrastreifen“, die sich oben nicht wesentlich erweitern und die bis auf den Rücken reichen. Die unpaarigen Flossen sind fein gestreift.

• Bei M. circumcinctus werden die Seitenstreifen oben erheblich breiter und enden in fleckenartigen Erweiterungen, die sich aber noch auf der Körperseite unterhalb des Rückens befinden. Der Rücken selbst bleibt hell.

• Der deutlichste Unterschied zwischen den beiden Arten besteht aber wohl darin, dass bei M. zebrinus die Schwanzflosse von Rücken- und Afterflosse deutlich abgesetzt ist, während sie bei M. circumcinctus mit diesen Flossen verbunden ist und einen mehr oder weniger kontinuierlichen Flossensaum bildet. Autor: Jens Kühne