Rückmeldungen zur jeweiligen DATZ-Ausgabe

Ileserfoton der Dezember-Ausgabe 2011 veröffentlichte die DATZ-Redaktion als Leserfoto des Monats eine originelle und beeindruckende Aufnahme von Christian Skibbe, die einen frisch geschlüpften Jungfisch des „Kap Lopez“ (Aphyosemion australe) in einem Wassertropfen auf der Spitze eines Amaryllis-Blattes zeigt. Im Begleittext erfährt der Leser, mit welcher fototechnischen Ausrüstung dem Verfasser sein Makrofoto gelang.

Die hier gezeigte Abbildung gehört ebenfalls in die Kategorie „Einzelzelle“ (so lautete die Überschrift zum Leserfoto des Monats Dezember). Sie entstand übrigens ganz unabhängig von C. Skibbes Bild schon vor dem Erscheinen von DATZ 12/2011 und mit einer etwas anderen Methode und fotografischen Ausstattung.

In dem Lotos-Freilandbecken des Botanischen Instituts der Universität Köln vermehren sich Garnelen einer Neocaridina-Art, die ein Aquarianer einst dort aussetzte. Zusammen mit einem Stückchen Moos pipettierte ich eines der Tierchen in einen Wassertropfen auf einem Lotos-Blatt (Nelumbo sp.) und fotografierte es, bevor der Tropfen wieder herunterkullerte.

Das Bild machte ich mit einer kleinen Discounter-Kamera und einer Vorsatzlinse. Mehr über diese Aufnahmetechnik will ich gern in einer späteren DATZ-Ausgabe verraten.

Autor: Ingo Botho Reize

Zuerst möchte ich loswerden, dass sich die DATZ nach dem Verlagswechsel meiner Meinung nach sehr verbessert hat, sowohl bezüglich des Layouts als auch hinsichtlich des Inhalts.

Besonders gefreut habe ich mich über den Artikel über den Schönen Schlangenkopffisch (Channa pulchra), den ich gleich nach dem Erscheinen der Dezember-Ausgabe regelrecht verschlang. Ich finde diese Fischart sehr interessant – und ich halte es zudem für mutig, auch einmal solche „Randthemen“ anzuschneiden!

Häufig sind aquaristische Erfahrungsberichte ja sehr sachlich und manchmal auch ein wenig trocken geschrieben. In dieser Hinsicht war der Beitrag von Florian Lahrmann eine erfrischende Abwechslung. Der Autor berichtet sehr ehrlich über seine Erlebnisse mit den nicht allzu einfach zu haltenden Fischen und den Folgen, was sicher dem einen oder anderen Leser dabei helfen wird, ähnliche negative Erfahrungen zu vermeiden. „Standardinformationen“, wie sie sonst immer wieder von Neuem aufgedröselt werden (und in Zeiten des Internets ja auch nur allzu einfach zu ermitteln sind), fehlen in dem Beitrag zwar weitgehend, doch werden Channa-Interessenten auf mögliche Haltungsprobleme aufmerksam gemacht – ein Artikel also, der durchaus dazu anregt, sich etwas genauer mit diesen reizvollen Fischen zu befassen.

Es würde mich freuen, künftig noch mehr Erfahrungsberichte von weiteren Aquarianern lesen zu können (und nicht nur die immer gleichen Informationen von den immer gleichen Autoren).

In diesem Zusammenhang: Auch die Beiträge „Ein seltener Gast aus Costa Rica“ von Thomas Schulz und „Sommergäste aus Florida am Unteren Niederrhein“ von Michael Kempkes in der November-DATZ fand ich Spitze – weiter so!

Autorin: Judith Sandra Folgado

husliche gewaltFlorian Lahrmann dokumentiert in seinem Artikel über den Schönen Schlangenkopffisch (Channa pulchra) die Folgen ungeeigneter Haltungsbedingungen und bringt damit nicht nur eine ganze Fischfamilie in Verruf, sondern auch diejenigen, die sich mit deren Pflege und Nachzucht im Aquarium beschäftigen.

Schlangenköpfe sind Raubfische, ihre Vergesellschaftung mit anderen Arten ist daher schwierig. Die gemeinsame Haltung mit Fischen, die mit aufstellbaren Stacheln ausgestattet sind (Antennenwelse), ist sogar für beide Seiten riskant. Hätte einer der Schlangenkopffische versucht, einen der einige Zentimeter kleineren Harnischwelse nach Raubfischmanier, also mit dem Kopf voran, zu verschlingen, hätte der Wels sich mit seinen Flossenstacheln verkeilt, und beide wären wahrscheinlich verendet. Der Autor hatte Glück, dass seine Schlangenköpfe überlebten.

Auch der Todessprung durch die viel zu leichte Klappe der Abdeckung war vorhersehbar.

philippinen 60Bei der Seeschlange auf Seite 97 in dem Reisebericht von Daniel Heerz handelt es sich nicht um Laticauda colubrina, sondern um Emydocephalus annulatus. Als reiner Fischei-Fresser hat diese Art fast komplett reduzierte Zähne und ist somit eine große – harmlose – Ausnahme unter den sonst ja hochgiftigen Seeschlangen. Autorin: Maren Gaulke

blauroter perusalmler

hyphessobrycon nigricinctus

Schon beim Lesen der Überschrift des Kurzbeitrages von Jochen Hübner und nach einem Vergleich der beigefügten Fotos fiel uns auf, dass es sich bei dem abgebildeten, als adulter „Peru-Kaisersalmler“ bezeichneten Fisch nicht um Hyphessobrycon nigricinctus handeln kann. Eine Verwechslung insbesondere lebender Tiere ist eigentlich nicht möglich, da diese Salmler doch ganz anders aussehen.

Hyphessobrycon nigricinctus fingen wir 2004 selbst in Peru. Damals war die Art noch nicht beschrieben. Wir berichteten darüber in DATZ 7/2005 und stellten die Art den Salmler einem Steckbrief noch einmal in DATZ 4/2010 vor.

Bei dem in Heft 11/2011 abgelichteten Salmler handelt es sich um eine wissenschaftlich wohl immer noch nicht beschriebene Art (Hyphessobrycon sp.), die als „Blauroter Perusalmler“ gehandelt wird. Diesen Fisch hielten wir selbst ebenfalls schon, zogen ihn auch nach und schrieben darüber in DATZ 2/2003.

Zum Vergleich hier noch einmal Fotos von beiden Arten.

Autoren: Peter und Martin Hoffmann