zahnbrsteManche Zahnexperten raten, alle zwei oder drei Monate die Zahnbürste zu wechseln. Andere empfehlen, das sogar in einem Abstand von nur sechs Wochen zu tun.

Zwar bin ich kein Zahnarzt, aber dennoch für einen möglichst häufigen Wechsel. Gebrauchte Zahnbürsten lassen sich nämlich (vorher auskochen!) in ein praktisches Aquaristik-Utensil umfunktionieren, das vielfach einsetzbar ist.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 09/12

regal 01 klIrgendwann beschließen sogar Aquarianer, Ordnung und System in ihre Anlage zu bringen. In der Regel nimmt die Zahl der Becken ja immer weiter zu. Die verschiedenen Behälter sind dann oft in der ganzen Wohnung oder im Haus verteilt. So war das auch bei mir.

Mit der Zeit hatten sich über zehn kleinere Aquarien angesammelt, die es nun galt, geordnet unterzubringen. Wäre hier ein Regal nicht ideal? Doch habe ich dafür überhaupt Platz?

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Aquarianer sind stets bemüht, ihre Tiere gesund und artgerecht zu ernähren. Viele Arten lassen sich in Süß- und Meerwasseraquarien am einfachsten mit Trockenfutter versorgen. Doch es gibt auch Fische, die auf eine spezielle und aufwendigere Fütterung angewiesen sind.

Das muss man bei der langfristigen Haltung berücksichtigen, um Mangelerscheinungen und – vor allem bei Pflanzenfressern – einer Verfettung der Organe durch zu viel tierische Kost vorzubeugen. Fische, die vorwiegend pflanzliche Kost benötigen, sollten neben der handelsüblichen Mischkost in Form von Flocken, Granulat und Tabletten regelmäßig Grünfutter erhalten. Meinen Kaiser- und Doktorfischen biete ich seit vielen Jahren fast täglich getrocknete Meeresalgen, Salat und Banane als vegetarische Kost. Aber auch Süßwasserfische, etwa afrikanische Buntbarsche, viele Welse oder etliche Großsalmler, freuen sich über regelmäßige Gaben pflanzlicher Futtermittel. Algen, Löwenzahn und Salatblätter fixierte ich immer mit Gummibändern auf Steinen, die ich dann an einer festgelegten Futterstelle in das Aquarium legte. Leider hält Salat nicht sonderlich gut darauf und wird von großen Fischen regelrecht heruntergerissen.

Jeder Aquarianer kennt Küvetten – beispielsweise für seine Analysen der Wasserwerte mittels Tropfenindikator. Mit der „netten Küvette“ hier ist aber eine Fotoküvette gemeint, ein durchsichtiger Behälter also, den man benötigt, um Wasserbewohner in ihrer richtigen Position fotografieren zu können. Wer sich auf Fischfangreisen begibt, hat gewöhnlich eine solche Küvette in seinem Gepäck.

Andere möchten vielleicht einfach und schnell ein Foto von einem ihrer Aquarienbewohner schießen, um es an Freunde zu schicken.
Fertig zu kaufen gibt es solche Behälter meines Wissens nicht – aber sehr gute Bastelanleitungen von versierten Aquarianern. Die genauen Beschreibungen umfassen alle wichtigen Angaben zum Ausmessen, Kleben und Fixieren des für den Küvettenbau erforderlichen Materials. Aber ich gehöre nun einmal zu den Menschen, die dreimal nachmessen, und dann ist es immer noch zu kurz …

Kürzlich bummelte ich mit meiner Frau durch ein Dekorations- und Haushaltswarengeschäft in Celle bei Hannover. Bei dem Rundgang fielen mir mehrere kleine Vollglas-Blumenvasen auf, die wie kleine Aquarien aussahen. Mit den Abmessungen von beispielsweise 15 mal sieben mal sieben Zentimetern scheiden sie von vornherein für die dauerhafte Haltung jeglicher Wasserbewohner aus.

Aber als Fotoküvetten, so dachte ich, lassen sie sich sicher ganz prima gebrauchen. Es kommt natürlich darauf an, welche Tiere man fotografieren möchte. Diese Vasen gibt es in unterschiedlichen Größen, und sie sind erschwinglich. Beim Kauf sollte man aber auf eine wirklich klare, verzerrungsfreie Durchsicht achten, denn manchmal ist auch bei kleinen gegossenen Glasbehältern die eine oder andere Seite uneben. Die meisten dieser „Minibecken“ sind aber in Ordnung.

Zu Hause testete ich meine neue Küvette und fotografierte einige Rote von Rio (Hyphessobrycon flammeus). Im Prinzip funktionierte das schon ganz gut. Lediglich der Hintergrund störte mich. Häufig drehen sich kleinere Fische außerdem so, dass man sie nicht von ihrer besten Seite ablichten kann.

Also musste eine Art Rückwand her, die einen möglichst neutralen Hintergrund bildete. Dabei wäre es ideal, wenn man sie innerhalb der Küvette nach vorn verschieben könnte, um zu verhindern, dass die Fische dem Fotografen ihren Rücken zukehren.

Zu diesem Zweck griff ich auf den weißen Plastikdeckel eines Zehn-Liter-Fischfuttereimers zurück. Sicher eignen sich auch andere Plastikflächen, etwa Verpackungen für Lebensmittel (Käseaufschnitt!). Dann legte ich die Küvette auf den Deckel und zeichnete die Konturen mit einem wasserfesten Filzstift sauber nach.

Die gezeichneten Linien umreißen die äußeren Maße des Fotobeckens. Für die Maße der Rückwand sollte man allerdings die Stärke des Glases berücksichtigen. Die Rückwand muss kleiner als die Küvette sein, damit man sie später vor- oder zurückschieben kann.
Mit einem sehr scharfen Messer – eine Gartenschere tut es auch – schnitt ich die kleine Wand aus. Perfektionisten können unsaubere Kanten noch begradigen und zurechtfeilen.

Damit war meine Rückwand fertig, und ich setzte sie in die Küvette ein. Eines der ersten Fotomodelle war ein Streifenhechtling (Aplocheilus lineatus); er schien mit dem Ergebnis ebenso zufrieden wie der Fotograf …

In der September-DATZ beschrieb Reinhold Wawrzynski, wie er pflanzliches Futter mittels kunststoffummantelter Tischdeckengewichte in seinen Aquarien versenkt, damit seine Harnischwelse mühelos an die Vitaminkost gelangen. Auch ich verwöhne meine Tiere gern mit „schwimmfreudigem“ Frischfutter, verwende zum Fixieren aber lieber die „Futterschraube“.

Ehrlich gesagt, stammt diese Idee gar nicht von mir: Ich fand das nützliche Utensil vor einigen Jahren auf einer privaten Internetseite. Leider notierte ich mir die Quelle aber nicht, sodass ich den Erfinder hier nicht nennen kann.