neu riesenkrustenanemoneKrustenanemonen zählen in den USA und zunehmend auch in Deutschland zu den besonders begehrten Wirbellosen. Zahlreiche Arten sind auffallend bunt. Die Kolonien bilden im Aquarium schöne Bestände, Protopalythoa grandis macht da keine Ausnahme. Erstmals sah ich diese auffällige Art bei Julian Sprung (Florida) in einem seiner Jaubert-Becken. Die Art war unter seitlich einfallendem Licht am Fuß einer Mangrove platziert. In Fachbüchern und auf Internetseiten in den USA findet man die Art regelmäßig in Aquarien. Im deutschen Fachhandel konnte ich sie bisher nicht aufspüren.

Die Firma „Preis Aquaristik“ führte nun kürzlich erstmals Nachzuchten ein. Die einzelnen Polypen messen zurzeit zirka drei Zentimeter im Durchmesser und sind auf einem künstlichen Substratstück angewachsen.

Die Polypen der eher unscheinbar gefärbten Art aus der Karibik erreichen eine für Krustenanemonen gigan­tische Größe. Scheibendurchmesser von fünf bis sechs Zentimetern sind bei zusagenden Pflegebedingungen und ­bei regelmäßiger Fütterung durchaus möglich. Ein Kranz aus kleinen Tentakeln fängt die Nahrungspartikel ein.

Im Meer bildet die Krustenanemone kleine, locker stehende Kolonien aus bis zu 20 Polypen; an der Basis entspringen die neuen Einzelpolypen. Das Wachstum beschränkt sich auf eine Wassertiefe von maximal ungefähr 30 Metern. Je nach Umweltbedingungen sind die Polypen braun, cremefarben, gelb oder grün, manchmal mit unterschiedlichen Schattierungen.

Im Aquarium ist die Art bei moderater Strömung gut zu pflegen. Man sollte sie regelmäßig füttern, denn ohne Zusatzernährung verkümmern die Polypen. Hinsichtlich der Beleuchtung empfiehlt es sich zu experimentieren. Ein zu heller Standort kann den Polypen schaden.

Sandra Preis stellte mir das Foto zur Verfügung, und ich hoffe nun auf regelmäßige Importe dieser bei uns noch selten gehaltenen Art.

Autor: Daniel Heerz

Anemonenfische werden schon lange nachgezogen. Das Sortiment an Nachzuchttieren ist groß, und einige Farmen spezialisierten sich auf die Gattung Amphiprion. So war es nur eine Frage der Zeit, bis man gezielt bestimmte Farbvarianten vermehrte. Nach den hier vorgestellten und weiteren Zuchtformen von A. percula stieg in den vergangenen Monaten die Nachfrage kräftig an.

Die in Liebhaberkreisen als „Designertiere“ bezeichneten Varianten sind weltweit begehrt. Züchter konzentrierten sich darauf, gezielt Farbmutationen, die auch in der Natur vorkommen, miteinander zu kreuzen und so bestimmte Merkmale herauszuzüchten. Die ersten Platin-Anemonenfische wurden in den USA zu Stückpreisen von bis zu 1.000 Dollar angeboten.

Angehörige der Unterfami­lie Loricariinae, zu der ‚die‘ Hexenwelse gehören, haben ­eine kleine, aber stabile Fan­gemeinde erobert und gehören damit zu den regelmäßigen ­Importen. Dabei handelt es sich allerdings fast ausschließlich um wenige Arten aus den Gattungen Loricaria, Rineloricaria und Hemiloricaria.

Nun gelang dem Butzbacher Importeur Oliver Frank (OF Aquaristik) der Import von ­Paraloricaria commersonoides aus Argentinien. Die Tiere, vom Exporteur als Paraloricaria ­vetula verschickt, wurden im Río Uruguay in der argentinischen Provinz Misiones gefangen. Die Herkunft zusammen mit dem typischen Zeichnungsmuster – P. vetula sollte deutlich kontrastreicher hellgrau und schwarz gezeichnet sein – erlaubt es jedoch, die Tiere als P. commersonoides zu identifizieren.

Im Februar 2010 wurde eine weitere spektakulär gefärbte, noch nicht bestimmte Geose­sarma-Art als „Geosesarma sp. ‚Red Devil‘“ oder „Rote Vampirkrabbe“ nach Europa importiert. Angeblich stammen die ‚Roten Teufelchen‘ aus Borneo.

Die Pflege der bunten Krabben ist nicht sehr schwierig;  sie entspricht etwa der der Vampirkrabbe, Geosesarma sp. ‚Vampir‘. Wie andere Geose­sarma lassen sich die Tiere in kleinen (Nano-) Regenwaldter­rarien mit eingestellter flacher Wasserschale paarweise oder in geräumigeren Becken ab 50 bis 60 Zentimeter Kantenlänge auch in Gruppen halten.

Als ich vor einigen Monaten Bilder eines als „Chaeto­stoma Tiger“ bezeichneten Gebirgsharnischwelses aus Peru von Harald Jahn (Aquarium Glaser) zugeschickt bekam, wurde ich ganz kribbelig, denn einen so schönen Vertreter dieser Gattung hatte ich noch nicht gesehen. In Zeiten, in denen aufgrund der immer stärkeren Exportbeschränkungen eigentlich keine neuen L-Welse zu ­erwarten sind, war die Entdeckung eines solchen Fisches für mich der Höhepunkt des noch recht jungen Jahres.

Lange musste ich dann jedoch darauf warten, bis Harald mir mitteilte, dass der Import einiger Tiere gelungen sei.