Im Februar 2010 wurde eine weitere spektakulär gefärbte, noch nicht bestimmte Geose­sarma-Art als „Geosesarma sp. ‚Red Devil‘“ oder „Rote Vampirkrabbe“ nach Europa importiert. Angeblich stammen die ‚Roten Teufelchen‘ aus Borneo.

Die Pflege der bunten Krabben ist nicht sehr schwierig;  sie entspricht etwa der der Vampirkrabbe, Geosesarma sp. ‚Vampir‘. Wie andere Geose­sarma lassen sich die Tiere in kleinen (Nano-) Regenwaldter­rarien mit eingestellter flacher Wasserschale paarweise oder in geräumigeren Becken ab 50 bis 60 Zentimeter Kantenlänge auch in Gruppen halten.

Als ich vor einigen Monaten Bilder eines als „Chaeto­stoma Tiger“ bezeichneten Gebirgsharnischwelses aus Peru von Harald Jahn (Aquarium Glaser) zugeschickt bekam, wurde ich ganz kribbelig, denn einen so schönen Vertreter dieser Gattung hatte ich noch nicht gesehen. In Zeiten, in denen aufgrund der immer stärkeren Exportbeschränkungen eigentlich keine neuen L-Welse zu ­erwarten sind, war die Entdeckung eines solchen Fisches für mich der Höhepunkt des noch recht jungen Jahres.

Lange musste ich dann jedoch darauf warten, bis Harald mir mitteilte, dass der Import einiger Tiere gelungen sei.

Die Firma aqua-global (Seefeld bei Berlin) importierte kürzlich einen aquaristisch neuen Flusskrebs aus Indonesien.

Die Tiere kamen unter der Bezeichnung „Irianto Black Pearl“ nach Deutschland und stammen wahrscheinlich – wie die meisten der in den vergangenen Monaten eingeführten, meist sehr farbenfrohen Arten – aus dem westlichen Papua (Westhälfte der Insel Neuguinea). Vermutlich handelt es sich um eine wissenschaftlich noch nicht beschriebene Art. Erwachsene Tiere dürften acht bis zehn Zentimeter lang werden.

Im September importierte aqua-global erstmals eine interessante Gelbsaumgrundel aus Taiwan. Rhinogobius nantaiensis Aonuma & Chen, 1996 ist sowohl im Süden dieser Insel als auch auf dem chinesischen Festland verbreitet und erreicht eine Maximallänge von 65 bis 70 Millimetern.

Die meisten neuerdings aus Taiwan eingeführten Rhinogobius-Arten sehen einander sehr ähnlich. Am ehesten ist R. nantaiensis mit R. henchuenensis zu verwechseln, die auch gelb gerandete Flossen besitzt und deren Männchen ebenfalls eine hohe, spitz zulaufende Rückenflosse entwickeln. Allerdings haben die Männchen von R. henchuenensis in der Regel eine größere Fettflosse und kleine rote Flecke in der Schwanzflosse. Außerdem ist der untere Rand von Schwanz- und Afterflosse bei dieser Art blau und nicht gelb wie bei R. nantaiensis.

den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 01|12